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Graphic EQ in der Liveanwendung
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Sgt.FloydPepper



Dabei seit: 11.02.2010
Beiträge: 34


 

BeitragVerfasst am: 12.02.2010     Antworten mit Zitat

Liebes Volk,

Ich bin neu hier und entbiete meinen Gruß in die Runde. Zu meiner Person: Ich bin nicht mehr so jung wie früher und spiele seit langer Zeit Gitarre – die letzten Jahre in einem Rocktrio. Seit kurzem bediene ich außerdem auch den Baß in einer zweiten Band. Manch einer unter Euch kennt mich auch aus anderen Foren und vom gemeinsamen Musizieren.

Zum Thema: wir standen vor einiger Zeit vor dem gleichen Problem: Feedbackeleminiering in den beiden Monitorwegen unserer Band-PA. Ich bin ein ausgesprochener Fan von Geräten, die sich intuitiv bedienen lassen. Insofern kam automatisches und digitales Teufelszeug mit irgendwelchen unanständigen Prozessoren und dergleichen für uns nicht in Frage. Außerdem las ich, daß einige FOH-Menschen von diesen automatischen Geräten nicht sonderlich begeistert sind („Der wichtigste Schalter an diesem Gerät ist der Aus-Schalter.“) und lieber mit graphischen (Terzband-)EQs arbeiten. Dummerweise hatten wir seinerzeit nur noch 1 HE im Rack frei, also haben wir uns führ den Ohringer FBQ 1502 entschieden: http://www.thomann.de/de/behringer_fbq1502_ultragraph_pro_graphiceq.htm

Das Teil ist absolut kinderleicht zu bedienen, was ich vor allem auch in stressigen Live-Situationen für sehr wichtig halte. Sobald Feedback anfängt, leuchtet die LED des jeweiligen Schiebereglers, und man weiß sofort, welchen Regler man runterziehen muß. Einfacher kann Einpfeifen nicht sein. Und der EQ erfüllt mit seinen nur 15 Bändern auch durchaus seinen Zweck. Wer die Wahl hat, sollte natürlich zum 2x31-EQ greifen – der haut (wie weiter oben schon erwähnt wurde) weniger große Löcher ins Frequenzband. Der heißt in Ohringer dann FBQ3102 und benötigt 2 HE. Beim großen „T“ gibt’s den zur Zeit zwar nicht, aber es gibt ja auf dieser Welt noch andere Quellen.

Gruß Falk
 
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7-ender



Dabei seit: 20.10.2005
Beiträge: 2793


 

BeitragVerfasst am: 12.02.2010     Antworten mit Zitat

Hallo Falk, willkommen auf GW!

Danke für Deinen Hinweis. Die optische Anzeige des Frequenzbandes erscheint mir auch als ein Vorteil, weshalb ich auf Anraten der Kollegen neben dem T.Racks 2231 auch den Behringer 1024 mitbestellt habe. Der ist ja quasi das digitale Gegenstück zu dem von Dir vorgeschlagenen FBQ 3102. Leider habe ich den Behringer gleich wieder zurückschicken müssen, da er vor dem Verpacken bei Thomann wohl schon mal aus dem Regal gefallen war...

Heute Abend werde ich dem T.Racks im Proberaum mal auf den Zahn fühlen. Ich denke ja, dass man mit ein wenig Übung und Erfahrung ggf. auf das optische Helferlein des Behringers verzichten kann. Nichts desto trotz werde ich auch den Behringer probieren, sobald ich Ersatz habe.
 
Ich hatte auch mal mit einem zu tun, der mir zu seinem '68 Jazzbass sagte: "Der ist noch zu 100% original - bis auf die G-Saite!"
(Walter Kraushaar)
 
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Sgt.FloydPepper



Dabei seit: 11.02.2010
Beiträge: 34


 

BeitragVerfasst am: 12.02.2010     Antworten mit Zitat

Hi 7-ender,

der 1024 wäre mir mit seinen 3HE etwas zu klobig - aber wenn der Platz da ist - warum nicht. Du kannst ja dann mal berichten, wie Du mit den Geräten zurechtkommst. Das tät mich schon interessieren - insbesondere auch, ob der 1024 leicht bedienbar ist...

Gruß Falk
 
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Monkeyinme



Dabei seit: 03.01.2007
Beiträge: 1282
Wohnort: AB

 

BeitragVerfasst am: 12.02.2010     Antworten mit Zitat

7-ender schrieb:
...mit ein wenig Übung und Erfahrung ggf. auf das optische Helferlein des Behringers verzichten kann. Nichts desto trotz werde ich auch den Behringer probieren, sobald ich Ersatz habe.


Moin,
das sehe ich auch so. Ihr habt ja nicht jede Woche einen Auftritt. Ihr dürft auch nicht den Preisunterschied ausser Acht lassen, das T dingens ist ein EQ, der Behringer ein EQ+Helferlein und kostet entsprechend einen Hunni mehr. Ich wollte am Anfang auch einen EQ+ haben, aber der Preis eines reinen 2x31 Band gebraucht von B hat mich überzeugt. Tut was es soll, ich kann die nötigen Frequenzen rausnehmen. Welche das sind hört man mit ein wenig Übung.

Ciao und viel Spass heute abend! Ich hoffe er taugt Wink
Monkey
 
2 Moppelkotze machen Rhabarberkuchen...
 
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7-ender



Dabei seit: 20.10.2005
Beiträge: 2793


 

BeitragVerfasst am: 13.02.2010     Antworten mit Zitat

Ein erster Eindruck:

Der The T.Racks 2231 macht zunächst mal einen soliden Eindruck und macht genau das, was er soll. Ich konnte keinerlei "mehr" an Nebengeräuschen ausmachen. Wünschenswert hätte ich eine Umstellung des Regelbereiches zwischen 6 und 12dB und ebenso einen variablen und nicht festgelegten Basscut (hier bei 45Hz) gefunden, Features, die der kleine 1215 mitbringt (Basscut z.B. regelbar von 10-250Hz, Umschaltung 6/12dB integriert; zus. Bypass). Ganz sinnvoll ist die "reversed" Option, für die wir aber bereits umgepolte Kabel haben...

Erstes Fazit: Ein Schritt nach vorn! Im Moment denke ich aber dahingehend, dass für Livegeschichten der kleine 1215 zwar mit Abstrichen beim Frequenzbereich aber den besseren Features aufwartet (und behaupte einmal ganz dreist, dass der Unterschied in Bezug auf die Liveanwendung vermutlich eher marginal ausfällt).

Warten wir den nächsten "Testschritt" ab, ich bestelle aber den 1215 mal dazu, um mir meine Aussage von oben zu bestätigen. Die Behringer kommt ja eh noch...

PS: Es handelt sich übrigens bei der PA um eine Peavey CS 800X Endstufe und um zwei Peavey HiSys 2XT Boxen (die rechte...). Die Monitore kann ich aber leider noch nicht einordnen...
 
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7-ender



Dabei seit: 20.10.2005
Beiträge: 2793


 

BeitragVerfasst am: 20.02.2010     Antworten mit Zitat

So, ein weiterer Zwischenstand:

Ich habe heute nach einer leider viel zu kurzen Probe die Zeit genutzt, um noch ein wenig zu "spielen", nachdem jetzt bis auf den zuletzt empfohlenen FBQ 3102 (resp. das 2x15er Derivat) alle Probanten zusammen waren.

Vorspiel: Ich habe nicht im Monitorweg sondern mit dem Gesamtsignal "gespielt". Dabei habe ich erstmal die beiden T-Racks Produkte (deren Herkunft ich inzwischen auch gefunden habe Wink ) miteinander verglichen.

Mein Fazit dazu: Mir gefällt der kleine EQ 1215E besser als der große EQ 2231E. Dadurch bedingt, dass ich beim 1215 den Regelbereich quasi verdoppeln kann, wenn ich auf 6dB umschalte (was für unsere Proberaumverhältnisse locker reicht) , gleicht das die "Feinheit" des 1/3 Oktav EQ für mein Ohr mehr als aus. Mit "mehr als" meine ich, dass ich den 2/3 Oktav EQ musikalischer finde. Auch durch den regelbaren Basscut von 10-250Hz ist der Kleine vielseitiger, aber grundsätzlich bringen beide EQs den Klang im Proberaum hörbar nach vorne. Da das aber jetzt ein "Nebenschauplatz" war, habe ich mich entschieden, den 1215 einfach mal "für mich" zu kaufen. Die 59€ sind so grade noch schulterbar Wink . Ein wirkliches "Daumen hoch" für diesen EQ!

Des weiteren: Der Behringer 1024 ist vergleichsweise ein Rauscher, wenn ich den Vergleich zu den beiden T-Racks Produkten ziehe. Trotzdem akzeptabel, wenn wir uns wieder auf den Liveeinsatz beschränken. Die Ausstattung und die Möglichkeiten dieses digitalen EQs spielen allerdings in einer anderen Liga. Für Liveanwendungen ist die automatische "Feedbackfrequenzerkennung" ganz bestimmt ein sehr brauchbares Feature, wobei mein Ohr manchmal anderer Meinung war und sich über die Anzeige hinwegsetzte. Nur hat vermutlich niemand die Zeit und Muße, beim Gig auf echte "Feinfühlung" zu gehen, wenn man nicht "hauptamtlich" den Mixer bedient.

Abwägend der bisherigen Ergebnisse werde ich den T-Racks 2231E zurückgeben (ich ziehe qualitativ den kleinen Bruder ernsthaft vor), aber den FBQ 3102 (bzw. wenn ich kurzfristig keinen bekomme, dessen kleinen Bruder) gegenüber dem 1024 als weiteren Probanten noch dazunehmen, denn die Frage nach der Liveanwendung für den Monitorweg ist natürlich noch nicht beantwortet...
 
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taschakor



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Wohnort: Oberhausen

 

BeitragVerfasst am: 21.02.2010     Antworten mit Zitat

Hi 7-ender,

ich hatte heute ein ähnliches Erlebnis wie Du.
In unserem Live Rack befinden sich ein Behringer FBQ3102 und ein FBQ1502. Bislang habe ich den 15er für die Monitore und den 31er für die Front benutzt. Heute habe ich mal im Proberaum den 15er für die Front benutzt und hatte auf Anhieb einen deutlich ausgewogeneren Klang.

Zitat:
Mit "mehr als" meine ich, dass ich den 2/3 Oktav EQ musikalischer finde.

Das kann ich für meine Ohren genau so bestätigen. Wahrscheinlich bekommt man das auch mit dem 31er hin, aber es dauert länger und der kleine ist für das was bei uns über die PA läuft (Gesang, Gitarre, Bass Drum) völlig ausreichend.
Habe gerade den T.Racks 15er bestellt und hätte einen Behringer FBQ3102 günstig abzugeben Wink

Schöne Grüße,
Ralf
 
At the end of the day, a guitar is a piece of wood, and you either have good wood or bad wood. Quite often you change your pickups and electronics anyway, so really, having that little transfer on the headstock makes zero difference. (Steve Rothery)

 
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7-ender



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Beiträge: 2793


 

BeitragVerfasst am: 21.02.2010     Antworten mit Zitat

Hi Ralf,

ich habe ja bereits über die Köpfe der Kollegen hinweg entschieden, dass der kleine T.Racks bleibt Wink . Ich bin mal auf Deine Meinung gespannt, wenn Du ihn hast...

Für den weiteren Test versuche ich erstmal, neben dem digitalen Behringer einen analogen zu leihen bzw. mit Money Back zu erwerben. Vll. wird es zu Schluss ja auch ein zweiter T.Racks. Ggf. komme ich aber gerne später auf Dein Angebot zurück.
 
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Monkeyinme



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BeitragVerfasst am: 22.02.2010     Antworten mit Zitat

Moin,
äähhmmm, ihr wißt schon, das der 31 Band beim Entpfeifen von Monitoren klare Vorteile hat? Ob mit oder ohne automatische Frequenzanzeige, die sind einfach schmalbandiger, und beeinflußen den Gesamtsound weniger, wenn einzelne Koppelfrequenzen rausgenommen werden.

Wobei ich nicht bestreite, das ein 15 Band für reine Soundeinstellung Vorteile haben kann/hat.

Ciao
Monkey
 
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7-ender



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BeitragVerfasst am: 22.02.2010     Antworten mit Zitat

Davon bin ich auch nach wie vor überzeugt, allerdings habe ich mit meinen "Proberaumstudien" einen Nebenschauplatz aufgetan, bei dem der 15-Band klar als Sieger hervorging.

Daraus ergibt sich für die eigentliche Frage nach dem Entpfeifen der Monitore beim Gig, wie groß die Einbußen beim Monitorsound denn tatsächlich sind. Wenn ich nämlich mit dem 15-Band EQ ähnlich schnell zu einem ähnlich guten Ergebnis komme wie mit dem 31-Band + "Schnelleinstellung", dann ist für unseren "bescheidenen Anspruch" der kleine EQ ausreichend.
 
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7-ender



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BeitragVerfasst am: 13.03.2010     Antworten mit Zitat

So, ich schulde Euch noch "das Ende vom Lied" Wink

Wir haben uns beim Monitoring für den Behringer FBQ3102 entschieden. Macht genau das was er soll, ist intuitiv zu bedienen und bei 31 Bändern spielt er den Vorteil der automatischen Feedbackfrequenzerkennung gegenüber dem 31 Band Thomann Derivat klug aus. Dem digitalen Behringer Gegenstück konnten wir für uns aber keinen Vorteil abgewinnen, der den Aufpreis von weiteren 50€ gerechtfertigt hätte.

Der kleine Thomann 2x15 Band EQ konnte allerdings erstaunlich lange mithalten. Durch den regelbaren Basscut geht die "Voreinstellung" schnell von der Hand und im (Regel-) Bereich +/- 6 dB ist der klangliche Unterschied wirklich marginal. Im Bereich +/- 12 dB hat der 31 Band EQ durch die feinere Frequenztrennung aber dann doch die Nase vorn.

Ich bin sicher, dass in den allermeisten Situationen der kleine Thomann EQ seinen Job zufriedenstellend erfüllt, das Quentchen Sicherheit bietet er dann aber doch nur mit deutlichen Einbußen. Ich habe ihn trotzdem für mich behalten, zumal ich zwischenzeitlich auch noch einen zusätzlichen Aktivmonitor erworben habe, wenn auch nicht (nur) für dieses Projekt Wink . Gemessen an Preis/Leistung ist der The T.Racks 1215E eine Empfehlung wert.
 
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(Walter Kraushaar)
 
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Musicload
Sgt.FloydPepper



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BeitragVerfasst am: 30.03.2010     Antworten mit Zitat

7-ender schrieb:
So, ich schulde Euch noch "das Ende vom Lied" Wink

Wir haben uns beim Monitoring für den Behringer FBQ3102 entschieden. Macht genau das was er soll, ist intuitiv zu bedienen und bei 31 Bändern spielt er den Vorteil der automatischen Feedbackfrequenzerkennung gegenüber dem 31 Band Thomann Derivat klug aus.


Mahlzeit,

das kann ich nur unterstreichen. Ich habe inzwischen auch einen FBQ3102 samt stabilem Rack und setze ihn in beiden Bands in den Monitorwegen ein.

Und für die Front tut's ein 2x15er - der ist in diesem Einsatzfall einfach leichter zu bedienen.

Gruß Falk
 
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