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Verfasst am: 18.08.2012
Hi,
ich hab mal auf eine Yamaha AES eine Rockinger Harmony Bridge gebaut. Damit hat sich sowohl ein Barré-Akkord im 15. Bund nch sauber angehört als auch z.b. ein offener E- oder D-Dur um eine Oktave nach oben geschoben. Wenn sich sowas sauber anhört, ist die Intonation meiner Ansicht nach nicht zu verbessern. Vielleicht ist da ein Peterson anderer Ansicht, abr sowas reicht mir eigentlich.
Auf meiner Gretsch habe ich einen einteilige Compton-Bridge, da klingen offene Akkorde ab dem 12. Bund nicht mehr so ganz astrein.
Ich finde, so eine einteilige Brücke (wenn sie denn richtig angepaßt ist) irgendwie mehr Rock´n Roll und nicht so viel Schlosserei
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Verfasst am: 19.08.2012
Hallo erst einmal,
das Thema Hals Shaping ist zwar schon durch, aber mein Fundstück auf YouTube möchte ich Euch nicht vorenthalten.
Man mag ja von den Amis denken was man will, aber er Einfallsreichtum ist schon bewundernswert.
Ich finde es einfach genial, denn es ist genial einfach.
Vor allem weil, mit wenigen Vorlagen jede Halsform angefertigt werden kann. Und die paar Brettchen zusammenzuschrauben ist nicht der große Aufwand.
Für mein derzeitiges Projekt werde ich mir das nicht anfertigen, aber für die Hälse ich noch basteln möchte schon.
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Verfasst am: 20.08.2012
So 4. Woche.
leider mußte ich den Kopf ganz abnehmen , um es wieder richtig fixieren zu können...
Aber wieder zurück zur Zappa SG: Es ist, wie gesagt aus Honduras Marzipan hergestellt. Ein äußerst begehrtes , hochwertiges und leider immer selteneres Tonholz.
Wo Licht ist, ist aber auch Schatten: Es ist z.B recht faserig. Die Gurtpins leiern mit der Zeit aus und im schlimmsten Fall liegt die Gitarre auf dem Boden. Folge: Siehe Bild 1.
deshalb...
setze ich vorsorglich ....
Hartholzdübel ein. Hier das grobe ablängen mit der rückenlosen Duzuki.
Und hier das bündige beisägen mit der berückten Douzuki.
..beischleifen, neues Loch gebohrt, fertig!
So kann ich sicher sein, daß mein japanischer Kunde wegen dem ausgeleiertem Gurtpin nicht schon nach einem halben jahr von Tokio kommend bei mir auf der Matte steht
EDE
"Seehr will bi no "Staatsbankrott" in Grieß! / Wolfgang Schäuble
Die Idee mit dem Hartholzstift ist mal sehr gut, aber nimmst du das Dozuki auch für nicht-japanische Kunden, oder war das auf Kundenwunsch, um die Gitarre schon während der Bauphase auf ihre neue Heimat vorubereiten?
Nach einem Duell mit dem dicken Pfälzer nun hochoffiziell der schlechteste Gitarrist des Guitarworld-Forums.
Dabei seit: 29.07.2009
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Verfasst am: 20.08.2012
Bin großer Fan der japanischen Handwerkszeuge wie dem oire Nomi ( Stecheisen) dem genno( ein besonders balancierter Hammer) oder dem Hocho , die superscharfen Küchenmesser.
Benutze ich seit ca 16 Jahren und es geht nix drüber!
EDE
"Seehr will bi no "Staatsbankrott" in Grieß! / Wolfgang Schäuble
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Verfasst am: 20.08.2012
So, bevor wir zu sehr ins Reich der aufgehenden Sonne abdriften, werfe ich auch mal wieder was in den großen Topf.
Ich habe, nachdem gefüllert wurde, geschliffen, dann grundiert, wieder geschliffen und noch einmal dünn grundiert. Da wir hier mit Nitrolack umgehen, sollte man nicht zu dick grundieren, weil dann der Hartlack reißen könnte. Für Relicfans kann das durchaus gewollt sein, in unserem Fall aber nicht.
Da die Gitarre ja weiß werden soll, müssen die Griffbrettränder abgeklebt werden - und natürlich auch das gesamte Griffbrett.
Geschliffen wurde übrigens mit 240er und 400er Körnung.
So, jetzt die erste Schicht weiß
..........und während die Snapster trocknet, mache ich an dem Baby weiter:
......................Kerle nee, ist das heiß heute - in meiner Werkstatt sind "nur" 24 Grad.
Allerdings! Nachteil: Man muss der Dame des Hauses immer wieder mal einbläuen, dass die NICHT mit in die Spülmaschine dürfen und man sie auch nicht nach der Küchenarbeit 'ne Stunde feucht herumliegen lassen sollte.
Dabei seit: 29.07.2009
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Verfasst am: 20.08.2012
Banger schrieb:
[
Allerdings! Nachteil: Man muss der Dame des Hauses immer wieder mal einbläuen, dass die NICHT mit in die Spülmaschine dürfen und man sie auch nicht nach der Küchenarbeit 'ne Stunde feucht herumliegen lassen sollte.
Hach, ja, wenn man der Frau aber sagt " bitte beim spülen nicht zwischen das Andere Besteck werfen" , wird die auch noch sauer ! "Mach ich doch gar nicht!" Wo der Rost herkommt und die die kleinen Macken im Hocho, das weiß sie dann auch nicht...
Bei uns ist Küche inzwischen zu 95% MEIN Job, Einkaufen, Kochen, Spülen und der Hocho sowas wie ein Heiligtum.
Meine Frau weiß jetzt auch , nachdem wir alle stumpfen Messer einfach weggeworfen haben , daß nichts über ein Hocho geht. Damit kann man einfach ALLES schneiden : Tomaten, Brot, Steaks, Gemüse. Was das Thema in diesem Gitarrenthread verloren hat?
Weil es zusammen gehört: Ob in der Werkstatt oder zu Hause, diese großartigen japanischen Werkzeuge gehören längst zu meinem Alltag.
EDE
"Seehr will bi no "Staatsbankrott" in Grieß! / Wolfgang Schäuble
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Verfasst am: 20.08.2012
JohnnyT schrieb:
little-feat schrieb:
Allein der Gedanke, Palsisanderholz mit PU-Lack zu vergewaltigen, sollte unter Strafe gestellt werden.
Tom
Rickenbackers sind strafbar? Naja, vielleicht nehmen die ja Nitro, dann geht es vllt. wieder
Naja, nur mal zur Aufklärung : Die Griffbretter der Rickenbackers bestehen NICHT aus Pali sondern einem weichem, bröseligem Zeug. Etwa wie Mahagoni. Eine Neubundierung ist da sehr undankbar und fehlerfrei auszuführen , fast unmöglich: Das Griffbrett ist mit Polyester lackiert. Der harte Lack verkrallt sich so stark in das Weichholz , das es nicht ohne Schäden extrahiert werden kann.
Rickenbacker Gitarren sehen schick aus, wie bei den Beatles, aber leider weitgehend eine Fehlkonsruktion. Am schlimmsten finde ich, daß Rickenbacker NICHTS dazugelernt hat.
Wenn Ihre Kunden dies aber so haben wollen , ist dies natürlich in Ordnung
"Seehr will bi no "Staatsbankrott" in Grieß! / Wolfgang Schäuble
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Verfasst am: 21.08.2012
Die Vermählung.
Nachdem Body und Hals grundiert und geschliffen wurde, alle Teile passen, werden die beiden Teile verleimt. Da alles 100% paßgenau ist , reicht eine einzige Zwinge.
Das ganze muß jetzt über Nacht aushärten.
"Seehr will bi no "Staatsbankrott" in Grieß! / Wolfgang Schäuble
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