Ich finde Mastering wird auf Kosten des "Mühegebens" beim Aufnehmen überschätzt ... Auspegeln, Mikrophonierung, Probeaufnahmen durchhören und vergleichen
- Alles was man nachträglich korrigieren kann, sollte man von vorne herein versuchen besser zu machen ... ach
- Presets von irgendwelchen Plugins ersetzen nicht das Hinhören
- Wer´s vorne vergeigt, holt´s hinten nicht mehr raus
Oder kurz - Shit in - Shit out ...
Scheisse kann man nicht polieren - auch nicht mit Mastering ...
Dabei seit: 16.11.2009
Beiträge: 291
Wohnort: Hagen/NRW
Verfasst am: 26.06.2012
Aber lieber Heiko,
davon reden wir hier doch gar nicht,
ich hab das so verstanden, mit dem Mastering, wenns schon sehr gut ist, kann man ES noch a bisserl auf die jeweiligen Medien, sprich CD, mp3 optimieren. Und ja sicher ist das alles auch absolut subjektiv, der eine findet mehr Druck untenrum gut, der andere steht mehr auf cup D oder größer, und ein dritter hätte ES gerne ganz schlank und blass.
Manchmal fordert die Musik auch Ihren Teil, und ne Rockscheibe wird anders gemastert als Fusion oder Akkustikgeschrammel.
Ich für meinen Teil habe unendlichen Respkt vor einem guten und gut ausgestattem (mit Ohren und Equipment) Masteringengineer. Und wer anfängt sich ein wenig mit diesem Thema schlau zu machen, wird feststellen, uih.... ein weites Feld, ne da üb ich lieber Gitarre!!!! und geb dem Magier, denn solch Leute haben irgendwie schon diesen Titel verdient, mein Geld auf daß er das Schmuckwerk noch ein wenig poliere... Punkt
... Ja, das war nicht Thema ... Ich denke halt das man - gerade im Hobbybereich - immer auf die Basics hinweisen sollte - da hätte ich mir viele Lehrstunden erspart ...
Scheisse - was - eine Streife - nein - doch - Scheisse
Dabei seit: 30.01.2004
Beiträge: 4070
Wohnort: Recklinghausen
Verfasst am: 26.06.2012
Pfaelzer schrieb:
Woody schrieb:
Jetzt bin ich neugierig.
Lesetipps?
KSM?
Für ein KSM bin gerade zu faul...google dich mal mit "Sonic Solutions" bzw. "Sonic System" durch...das war/ist die Standardumgebung für Mastering.
Da gibt es bestimmt Testberichte mit Messprotokollen etc.
p
Die Software nutzt doch auch den Izotope Mbit+ Dither! Keine Ahnung, ob jemand dann noch mit Hardware dithered.
Das Software Dingens gibt es grundsätzlich auch woanders...
P.S: Übrigens habe ich im Netz mit Dither mal eine Blindtest gemacht und ich habe den Algorithmus tatsächlich als am angenehmsten/besten Empfunden. Das ist jedoch soviel Psychoakustik, dass ich da nix quantifizieren konnte.
http://www.24-96.net/dither/blind_shootout.htm
P.S. Das Quantisierungsrauschen ist hier natürlich absichtlich im hörbaren bereich.. man muss die Lautstärke soweit runterdrehen, dass es gerade noch so hörbar wird. Was einem dabei klar wird....
Der ganze High-Tech Kram ist heute für 99% der Musikhörer für die Katz´...höhö..die 13. Obertonreihe par Excellence quasi. Bei jedem Radiosender , auch Klassik, ist die Frage der verwendeten Technik für den Otto-Normal vollkommen nebensächlich, weil man die Qualität der verwendeten Technik nicht "entschlüsseln" kann... Bei den Kollegas, die Dance-Trax über ihren Handy-Lautsprecher hören, bin ich immer ganz fasziniert. Was man haben muss , um die zu erreichen, muss eine ganz spezielle Art der Kommunikation sein.
sehr interessant! das was Du erklärt hast, war mir so auch nicht klar. Auch ich war der Meinung, dass Mastering ein Bestandteil der Musikproduktion der Vinyl-Ära ist. Mein Wissen beschränkt sich darauf, dass man heute größtmögliche Lautheit erzeugt und dass alle Signale gleich laut hörbar sind. So wird das zumindest in der Popularmusik gemacht. In der Klassikproduktion ( Orchester ) wird gänzlich auf diese Art Mastering verzichtet, da es hier um Dynamik geht.
Ich persönlich arbeite Lowbugdet, ich habe keine externen zusätzlichen Limiter oder Kompressoren oder Ähnliches. Ich versuche lediglich jeweils saubere brauchbare Signale zu erzeugen und diese dann im Verhältnis abzumischen. Ich habe oft die Stereosumme durch Wavelab gejagt, irgendwie fand ich die Resultate immer zu künstlich, obwohl ich "weniger ist mehr" gefahren bin. Wavelab mag auch vielleicht nicht die Lösung sein, sicher bin ich auch nicht der Masterkönig.
Dabei seit: 25.03.2010
Beiträge: 293
Wohnort: Hamburg
Verfasst am: 29.06.2012
Beim Thema Mastering bin ich mittlerweile raus
Wird doch eh jede Woche eine andere Sau durch's Dorf getrieben.
Auch für mich war MAstering eigentlich immer die Optimierung einer Mischung für die digitale Überspielung im Presswerk, mit der Möglichkeit der dezenten Klanganpassung.
Was musste man aber in den letzten Jahren nicht alles über sich erghen lassen, abgesehen vom Loudness War.
Erst musste alles Multiband sein.
Dann kamen die phasenlinearen EQs.
Dann analoge Summierung.
Dann "Komm wir mastern jetzt in Gruppen: die Drums separat, die Gitarren separat, die Vocals kriegen auch ein eigenens MAstering... und dann pappen wir wieder alles zusammen..."
Ganz schlimm auch die Beiträge zum Thema in "Fach"zeitschriften die meist so Begriffe wie Sound und Recording im Namen führen.
Mit den Sachen bin ich mittlerweile auch überfordert bzw habe ich keine Lust mehr mich damit noch groß zu beschäftigen. Ich nehme die Musik so auf, wie sie mir gefällt und verarbeite sie dann auch so, wie ich es für richtig halte. Vor allem finde ich es auch komisch, sich dabei nach einem gewissen Trend zu richten, statt zu versuchen, seine eigene Linie zu finden. Außerdem hat man meiner Meinung nach mit ein bisschen Erfahren auch das Zeug dazu, selber zu erkennen, welche Methoden die besten für die eigenen Klänge sind. Das ist halt auch Geschmacksache.
Ich nehme die Musik so auf, wie sie mir gefällt und verarbeite sie dann auch so, wie ich es für richtig halte. Vor allem finde ich es auch komisch, sich dabei nach einem gewissen Trend zu richten, statt zu versuchen, seine eigene Linie zu finden. Außerdem hat man meiner Meinung nach mit ein bisschen Erfahren auch das Zeug dazu, selber zu erkennen, welche Methoden die besten für die eigenen Klänge sind. Das ist halt auch Geschmacksache.
Das ist der Weg von Trial and Error.
Geht auch, kostet aber Zeit und Nerven.
Ein paar Grundlagen hinsichtlich Physik und der Funktionsweise der zur Verfügung stehenden Werkzeuge helfen, sowohl Zeit als auch Nerven zu sparen. Dazu noch ein bisschen Ahnung von Signal Flow, Staffelung und DAW-Workflow...
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde Gehe zu Seite Zurück1, 2
Seite 2 von 2
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.