Tele Bridge - Callaham oder Mastery??

Seite 1 von 4
Verfasst am:

Autor: thomsen32

Beiträge: 71
Dabei seit: 29.11.2012
Wohnort: Lüneburg

Tele Bridge - Callaham oder Mastery??

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mir in Holland beim Albert spontan eine Kauffmann´s Tele geholt letzte Woche! Die lag wunderbar in der Hand und ich konnte sie einfach nicht mehr weghängen.

Nun soll sie noch ein wenig Liebe bekommen: Lollar 52 Tele Set ist bestellt und 4 way switch.

Aber jetzt ist die große Frage nach der Brücke???

Callaham oder Mastery M3? wie sind denn so Eure Erfahrungen mit den beiden Varianten?

Hat vielleicht jemand noch eine von beiden zu verkaufen?

Danke im voraus und lieben Gruß,
der Tom
 
Lieblingsgear: Nick Page Strich2, Nick Page Lucid, 1965er Strat, 1956er Gibson ES-125T, Kauffmann´s Tele // AMPS: AudioKitchen, TwoRock Crystal, Silverface Fender (modded by Ampete) // div. Pedale
Verfasst am:

Autor: groby

Beiträge: 2273
Dabei seit: 22.11.2005

Re: Tele Bridge - Callaham oder Mastery??

Ich habe die Mastery oder Callaham noch nicht gehabt aber bin ein Fan der Joe Barden Tele Bridge.
Sie ist eine stumpf-normale, jeden Vintage-Fan zufrieden stellende Tele-Bridge (Vorsicht: in 2 verschiedenen Ausführungen) aber hier und da wo es zählt ist alles nochmal eine kleines bisschen sinnvoller gelöst.

Ich mag Callaham, finde ihn aber auch manchmal unsinnig weil manche seiner Teile klanglich nicht notwendig sinnvoll sind. Sein Strat-Tremolo habe ich sogar regelrecht gehasst, aber: anderes Thema.

Eine Tele Bridge - sofern es nicht dieses eine absurd fette Gotoh-Ding ist, hat meiner Ansicht nach kaum nennenswerte Klangauswirkungen. Das Material der Saitenreiter schon eher. Wenn es also um Klang geht, würde ich eher dort ansetzen und mir bei der Bridge eher ergonomische oder pragmatische statt klanglicher Gedanken machen.
Verfasst am:

Autor: Gurkenpflücker

Beiträge: 837
Dabei seit: 17.06.2009
Wohnort: Einen a.d. Waffel

Ich sage "weder noch" und empfehle mit Freude und gutem Gewissen die Produkte von T-Tune aus hiesigen Breitengraden.

http://www.t-tune.org/

Da gibt es Tele Bridgeplates in allen erdenklichen Varianten (klassisch, mit Schräubchen vorne, mit Ausschnitten etcusw... ) und die passenden Reiter in Messing und Alu - oktavkompensiert aber dennoch gerade montiert für den klassischen look ... und das zu mehr als vertretbaren Preisen.

Zudem ist Jas (die One Man Show hinter der Firma) ein sehr netter und witziger Zeitgenosse, der viel Know-How in seine Produkte reingesteckt hat.
Hab' ihn letztes Jahr auf der Vintage Guitar Show in Oldenburg kennengelernt und mich vor Ort direkt eingedeckt.

Einziger Nachteil: Es gibt die Dinger nur in neu ... nicht geadged. Das muss man dann selber erledigen

Eine klassische Bridgeplate mit Ausschnitt unten hätte ich noch rumliegen. Aber keine Reiter mehr. Bei Interesse PN.

Gruß
Gurki
 
In einer bodenlosen Lodenhose hängen Deine Hoden lose.
Verfasst am:

Autor: gitarrenruebe

Beiträge: 6040
Dabei seit: 20.10.2005

Ich stehe auf die, nicht vintage-korrekten Bridges von Kortmann:



Edelstahl, schnurgerade, ohne Rand, mit zwei Konterschrauben vorne beim PU. Die macht auch ordentlich Gain mit, ohne das sie pfeift. Habe ich auf zwei Kraushaar Ginas und auf der Switchback Country Boy.
Das Pfeifen hatte ich leider auch schon bei Bardens.

Die Saitenreiter sind idR bei mir kompensierte Gotohs, ähnliches gibt es auch von ABM. Die Gotohs sind aber runder kompensiert, die ABM recht scharfkantig.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

Autor: Gurkenpflücker

Beiträge: 837
Dabei seit: 17.06.2009
Wohnort: Einen a.d. Waffel

erniecaster schrieb:
Tag,

´tschuldigung, was soll denn der Steg können, was der alte nicht kann? Nur Geld kosten?

Gruß

e.


Steg und Reiter ändern durch Material, Masse, Schwingungsverhalten etc. den Sound der Gitarre. Reiter mehr als der Steg. Hab' ich ausprobiert... stimmt.
Sind wirklich nur Nuancen, aber genau diese Nuancen können in kritischen Fällen den unterschied machen.
 
In einer bodenlosen Lodenhose hängen Deine Hoden lose.
Verfasst am:

Autor: frank

Beiträge: 4104
Dabei seit: 13.10.2004

Gurkenpflücker schrieb:
Steg und Reiter ändern durch Material, Masse, Schwingungsverhalten etc. den Sound der Gitarre. Reiter mehr als der Steg. Hab' ich ausprobiert... stimmt.
Sind wirklich nur Nuancen, aber genau diese Nuancen können in kritischen Fällen den unterschied machen.


W°° hat auf eine Strat 6 unterschiedliche Böckchen montiert und gleiche Saiten mit gleichen Stärken aufgezogen und anschließend an einem Amp getestet.
Ergebnis: Kein Unterschied im Klang.

Tja, und nu?

Mein Fazit: Für reines Mojo kann man Geld verbrennen, muss man aber nicht.
 
Gruss
frank
Verfasst am:

Autor: erniecaster

Beiträge: 4204
Dabei seit: 19.12.2008

Gurkenpflücker schrieb:
erniecaster schrieb:
Tag,

´tschuldigung, was soll denn der Steg können, was der alte nicht kann? Nur Geld kosten?

Gruß

e.


Steg und Reiter ändern durch Material, Masse, Schwingungsverhalten etc. den Sound der Gitarre. Reiter mehr als der Steg. Hab' ich ausprobiert... stimmt.
Sind wirklich nur Nuancen, aber genau diese Nuancen können in kritischen Fällen den unterschied machen.


Mag ja sein, aber was ist jetzt auf der Gitarre und was soll konkret anders werden?
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

Autor: Gitarada

Beiträge: 335
Dabei seit: 11.06.2013
Wohnort: im Haus

frank schrieb:
Gurkenpflücker schrieb:
Steg und Reiter ändern durch Material, Masse, Schwingungsverhalten etc. den Sound der Gitarre. Reiter mehr als der Steg. Hab' ich ausprobiert... stimmt.
Sind wirklich nur Nuancen, aber genau diese Nuancen können in kritischen Fällen den unterschied machen.


W°° hat auf eine Strat 6 unterschiedliche Böckchen montiert und gleiche Saiten mit gleichen Stärken aufgezogen und anschließend an einem Amp getestet.
Ergebnis: Kein Unterschied im Klang.

Tja, und nu?

Mein Fazit: Für reines Mojo kann man Geld verbrennen, muss man aber nicht.


Kombiniere: Die Chancen stehen 50/50.
Verfasst am:

Autor: groby

Beiträge: 2273
Dabei seit: 22.11.2005

Vorweg: Was ich an diesen "Ich debunke jetzt deinen Myth"-Tests so unangenehm finde, ist die Unterstellung, weil ich das nicht höre, könne der andere das bei sich ja auch nicht wahrnehmen, denn er wolle ja etwas bestimmtes hören.

Ich kann ja nur für mich selber sprechen: Ich will gar nichts.

Und ob andere das hören, ist mir ehrlich egal.

Und ich möchte fast sagen, selbst wenn ich es mir nur einbilden täte, wäre das schlimm? Es geht ja darum, was man selber geil findet, nicht was das Oszilloskop sagt. Musikmachen ist schon an sich eine nicht-rationale Angelegenheit. Gottseidank. Objektivität ist eine blutleere Pottsau.

Ist ja auch egal.
Stahl oder Messing an meiner Tele höre ich.


Aber zum eigentlichen Walter-Test:

Vergessen wir mal die Saitenreiter. Es gab keinen Soundunterschied? Dann hat dieser Test ja auch herausgefunden, dass der Abstand der Saiten zu den Tonabnehmer-Magneten keine Rolle spielt, klingt alles gleich.

Das ist auch mal eine interessante Neuigkeit.
Verfasst am:

Autor: erniecaster

Beiträge: 4204
Dabei seit: 19.12.2008

groby schrieb:
Aber zum eigentlichen Walter-Test:

Vergessen wir mal die Saitenreiter. Es gab keinen Soundunterschied? Dann hat dieser Test ja auch herausgefunden, dass der Abstand der Saiten zu den Tonabnehmer-Magneten keine Rolle spielt, klingt alles gleich.


Hallo,

das verstehe ich nicht. Ich habe die Brücke mit den Saitenreitern damals selbst vor Ort mit meinen eigenen Augen gesehen und die Böckchen waren gleich hoch, ergo auch der Abstand der Saiten zu den Tonabnehmer-Magneten. Die waren - glaube ich - nicht gestaggert.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

Autor: Gurkenpflücker

Beiträge: 837
Dabei seit: 17.06.2009
Wohnort: Einen a.d. Waffel

frank schrieb:
W°° hat...
Ergebnis: Kein Unterschied im Klang.
Tja, und nu?


Gurki hat in seine Tele verschiedene Pickups, Reiter, Bridgeplates eingebaut, alles mit den gleichen Licks in unterschiedlichen Anschlagspositionen und stärken in seine DAW eingespielt und sowohl clean als auch Overdrive penibel vergleichen.

Mein Fazit: Wer bei ner Tele den Unterschied zwischen Messing-, Stahl- und Aluböckchen nicht hört hat entweder was an den Ohren oder sollte sich nen anständigen Verstärker kaufen
 
In einer bodenlosen Lodenhose hängen Deine Hoden lose.
Verfasst am:

Autor: groby

Beiträge: 2273
Dabei seit: 22.11.2005

erniecaster schrieb:
.....und die Böckchen waren gleich hoch, ergo auch der Abstand der Saiten zu den Tonabnehmer-Magneten. Die waren - glaube ich - nicht gestaggert. .


Okay. Wusste ich nicht.
Sorry, nehme diesen Punkt zurück.

Rest lasse ich so stehen.
Verfasst am:

Autor: frank

Beiträge: 4104
Dabei seit: 13.10.2004

groby schrieb:
Rest lasse ich so stehen.


Ich finde nichts Verwerfliches daran, seine Gitarre ganz nach gusto zu verändern bzw. zu individualisieren, groby.
Aber das muss man doch nicht mit Kvlangverbesserung begründen.

@Gurke: Na gut, wenn Du meinst, dann habe ich halt was an den Ohren. Und auch mein Boogie ist scheiße.
 
Gruss
frank
Verfasst am:

Autor: Gurkenpflücker

Beiträge: 837
Dabei seit: 17.06.2009
Wohnort: Einen a.d. Waffel

frank schrieb:
@Gurke: Na gut, wenn Du meinst, dann habe ich halt was an den Ohren. Und auch mein Boogie ist scheiße.


Vielleicht ist das so ... ich weiss es nicht.
 
In einer bodenlosen Lodenhose hängen Deine Hoden lose.
Verfasst am:

Autor: groby

Beiträge: 2273
Dabei seit: 22.11.2005

frank schrieb:
Aber das muss man doch nicht mit Kvlangverbesserung begründen.


Das tue ich aber, denn ich - wie ich sagte - höre es ja.

Warum die Walter-Sättel für euch gleich klangen, weiß ich nicht. Aber wir müssen das Rätsel ja auch nicht lösen.

Hier, ich und jetzt und bei meinen Gitarren höre ich das. Ich fände es aber völlig okay wenn 30 andere Leute sagen, also ich habe das da und damals auf der einen Gitarre dort nicht gehört.

Diese Unterstellung, das kann es gar nicht geben, kann ich stehen lassen aber sie widerspricht meiner Sinneserfahrung so als ob du sagen würdest, Kölsch und Guinness schmeckt exakt gleich.
Nämlich so ganz grob gesagt ja, schon, irgendwie, letztlich beides Bier. Aber doch ganz klar nicht, schon verschiedene Erfahrungen.
Verfasst am:

Autor: gitarrenruebe

Beiträge: 6040
Dabei seit: 20.10.2005

Ich kann jedenfalls, für mich, und meine Ohren, folgendes feststellen:

Dünne (Stahl)Blech-Aschenbecher neigen bei Gain (JCM800) schnell mal zum Pfeifen.
Auch mit Konterschrauben, auch "teurere" Varianten.
Die fette Edelstahlbridge vom Kortmann macht das nicht, kein Pfeifen.
Klingen tut es .... gut.
Bingo, passt.

Und ich habe festgestellt, dass die Edelstahlreiter auf der roten Gina (mit Ebenholzgriffbrett) zu knallig waren.
Austausch gegen Voodoo-freie, kompensierte GraphTechs, und alles ist gut.
Also eher sehr gut ...
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.