Kleines Recordingstudio auf Computerbasis

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Kleines Recordingstudio auf Computerbasis

Hallo!
Ich habe nun seit etwa einem Jahr Aufnahmen mit einem Headsetmikrofon dieser (Qualitäts)Größenordnung: http://purtel.com/templates/1/de/grafics/shop/headset.gif
Mit der Rauschentfernung Audacitys habe ich zwar wenigstens ein wenig hinbekommen... aber das, was man so in meinen Threads im Bandforum hört war vom Aufwand her recht grenzwertig. (Im Vergleich zur Qualität)
Ich musste exakt solche Sachen wie Rauschentfernung, Kompressor, Bassboost und Mikroskopansicht der Audiowelle benutzen. Das war meist recht aufwendig.
Vor kurzem nun konnte ich ein wenig mit meinem Bassisten aufnehmen. Er ist aber alles andere als Stressresistent undn braucht viel Zeit für sich selbst. (Bzw. sich und seinen Computer samt Spielen) Deswegen nehme ich jetzt alles in die Hand, wenn es um Musikaufnahmen etc. geht. (Irgendwann merkt man als engagierter Mensch einfach, dass man nunmal alles selbst anfangen muss. Am besten wäre "alles selbst in die Hand nehmen", aber das könnte ich auch nicht effektiv)
Deswegen will ich in meinem werten Heim einen Recordingraum einrichten. Einer, der vom Budget und vom Aufwand nicht die Kapazität eines Mittelstuflers eines gewöhnlichen Gymnasiums übersteigt.
Heißt: Recordingsoundkarte (besser: extern), Mikrofon (aber vorerst nicht unbedingt erwähnenswert), Software.
Ich werde einen etwas kleineren Raum von vielleicht 12-14m² verwenden. (Mein Schlafzimmer) Ich denke, es dürfte reichen, wenn ich jede Menge abschirmzeugs an Wand und Tür befestige. Was meint ihr? Was würde mich das in etwa kosten?
In den Raum werden passen: Mein PC (2.5Ghz, 1GB ram... nicht toll, aber wohl ausreichend), Ein Schlagzeug, eine Ecke für Sänger, Gitarrist, Basser... Eine Ecke für das ein oder andere Midieingabegerät. (Keyboard)
Vorhanden ist eine gewöhnliche Stereoanlage mit Boxen.
Nun die Fragen:
Welches Audiointerface würdet ihr mir empfehlen? Also welche Soundkarte bzw. externe Soundkarte (mir lieber)? Was hat seine Vor/Nachteile? Gibt es zur Aufstockung theoretisch ein Mischpunlt mit zB 4 slots, welches in einem akzeptablen Preisrahmen pendiert?
Ich hätte da zB das hier im Sinn:
http://www.thomann.de/de/line6_toneport_ux1.htm
Wie sieht dieses Angebot aus?
Ich halte allgemein nichts von direkten Eingängen Gitarre-Amp-PC ich will nach Möglichkeit alles per Mikro machen.
Wäre es theoretisch Möglich, wenn ich die Box der Gitarre des Bass etc. einfach in eine Ecke stelle, ein wenig sekundär abschirme und eben dort direkt ein Mikro platziere? Muss für sowas unbedignt ein extra Raum verwendet werden?
Dann noch die Software. Mir wäre es am liebsten, wenn ich mein altbekanntes(geliebtes) Audacity weiterhin benutzen könnte. Hält das auch für etwas weiterreichende Ansprüche hin? Was sind Vor-Nachteile? Kennt ihr Alternativen? Kostenlos wäre toll. Alles andere wohl okay. (Cubebase und Logic könnt ihr knicken. Ich mache Musik und kein Handbuchlesen) Etwas absolut intuitives wäre super.
Mein Budget liegt bei vielleicht 100-200€ für Equipment. Abschirmung ist mir im großen Stile fast egal. Das ist das Problem meiner Eltern und die bezahlen das dann auch. (Ich könnte es alternativ DeepPurple-Style mit Toilettenpapier machen)
Ein Mikro wird vorerst von Schule (Bassist) ausgeliehen.

Bin für jeden Tip aus jeder Richtung dankbar, BaronCid
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Re: Kleines Recordingstudio auf Computerbasis

BaronCid schrieb:
Hallo!
Ich musste exakt solche Sachen wie Rauschentfernung, Kompressor, Bassboost und Mikroskopansicht der Audiowelle benutzen. Das war meist recht aufwendig.

Mit einem anständigen Mikro und Preamp kannst du dir die Rauschentfernung sparen. Es wird also etwas einfacher, aber komprimieren, EQen und Mischen wird dir nicht erspart bleiben. Musik aufzunehmen ist mit einem gewissen Aufwand verbunden.

BaronCid schrieb:
Ich werde einen etwas kleineren Raum von vielleicht 12-14m² verwenden. (Mein Schlafzimmer) Ich denke, es dürfte reichen, wenn ich jede Menge abschirmzeugs an Wand und Tür befestige. Was meint ihr? Was würde mich das in etwa kosten?
In den Raum werden passen: Mein PC (2.5Ghz, 1GB ram... nicht toll, aber wohl ausreichend), Ein Schlagzeug, eine Ecke für Sänger, Gitarrist, Basser... Eine Ecke für das ein oder andere Midieingabegerät. (Keyboard)

Könnte räumlich eng werden. Der PC reicht aber locker aus, ich hoffe allerdings, dass es einer der leiseren Sorte ist. Was willst du mit dem "abschirmzeugs" erreichen? Schalldämmung oder akustische optimierung des Raumklangs?

Welches Audiointerface würdet ihr mir empfehlen? Also welche Soundkarte bzw. externe Soundkarte (mir lieber)? Was hat seine Vor/Nachteile?

Also 100-200 Euro ist bei Neuware das absolute Minimum. Meine Budget-Empfehlung:
Entweder das

http://www.thomann.de/de/terratec_phase_22.htm
und das
http://www.thomann.de/de/soundcraft_compact_4.htm

Oder z. B. das hier:
http://www.thomann.de/de/edirol_ua25_usb_audio.htm

In dem PreisBereich gibts noch mehr audio-interfaces, z. B. von Tascam oder m-audio. Externe Interfaces sind im schnitt etwas schlechter in der Latenz und Problembehafteter was die integration in das System angeht.

Das LineSucks Teil würde ich nicht nehmen. Da kaufst du dir schnell was neues. Hat eben nur einen Micro Eingang, und du willst ja keine Gitarre direkt in den PC aufnehmen. Dafür ist das Gerät aber gedacht. Midi hat es auch nicht.

Gibt es zur Aufstockung theoretisch ein Mischpunlt mit zB 4 slots, welches in einem akzeptablen Preisrahmen pendiert?

Was meinst du mit Slots? Eingänge? Es gibt so viele Mischpulte ...

Wäre es theoretisch Möglich, wenn ich die Box der Gitarre des Bass etc. einfach in eine Ecke stelle, ein wenig sekundär abschirme und eben dort direkt ein Mikro platziere? Muss für sowas unbedignt ein extra Raum verwendet werden?

Man muss gar nix. Es kommt darauf an, wie gut du die Signale getrennt haben willst nachher auf der Aufnahme. In so einem kleinen Raum hörst du aber alles in jedem Mikro. Aber du hast ja eh nur eins. Mir ist daher nicht ganz klar, worauf du hinauswillst.

Dann noch die Software. Mir wäre es am liebsten, wenn ich mein altbekanntes(geliebtes) Audacity weiterhin benutzen könnte. Hält das auch für etwas weiterreichende Ansprüche hin? Was sind Vor-Nachteile? Kennt ihr Alternativen?

Audacity habe ich nie benutzt. Könnte dir ausreichen. Alternativen, die dich erstmal nix kosten, sind Reaper oder Kristal. Sehr preiswert kommst du an Samplitude V8 SE, weil das auf diversen Zeitschriften dabei war, z. B. Keys Pocket guide oder so, ist so ein Jahresheft. Kostet dich 5,90 plus Porto oder so.

(Cubebase und Logic könnt ihr knicken. Ich mache Musik und kein Handbuchlesen) Etwas absolut intuitives wäre super.

Alternativen siehe oben. Aber mit der Einstellung wirst du nicht weit kommen. Ein andere Software fällt manchen leichter als Cubase, dennoch ist die Materie komplex. Da muss man sich schon einarbeiten und durchbeissen. Ich mach das jetzt schon knapp 10 Jahre und lerne auch noch dazu. Habe ich neue SW (-Versionen), muss ich auch mal in der Hilfe oder im Handbuch nachsehen, allerdings eher selten. Wenn du das als Anfänger nicht machst, bist du selbst schuld.
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RE: Kleines Recordingstudio auf Computerbasis

Statt des Line6 UX1 solltest Du auf jeden Fall das UX2 nehmen.
Als Recordingsoftware ist da, meine ich, Ableton schon dabei.

Die genauen Leistungsmerkmale kannst Du dir auf der Line6-Homepage anschauen und vergleichen.

Direkt in den Rechner aufnehmen hat auch sehr viele Vorteile.
Du mußt zum Beispiel den, wohl ohnehin relativ kleinen, Raum nicht mit Amps zustellen.

Und nicht unerheblich in einem Haushalt .... die Lautstärke.
 
Meine hier kundgegebenen Meinungen und Aussagen sind natürlich rein subjetiv.

Gruß Hans-Werner

Ach ja, und allzeit schöne Töne!
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re

Hallo!
Danke für die ausgiebigen Antworten und eure Aufmerksamkeit!
Um ehrlich zu sein, wäre mir soetwas wie Line6 Toneport X2 am liebsten.
Denn für's Recording brauche ich ja nicht mehr als ein (oder 4synchron) gute mikrophone und einen eingang in den PC.
billion guitar horror, du nanntest die Firma linesucks... das muss ja was heißen. Sind diese Dinger schlecht verarbeitet oder soetwas? Was gibt es für merkliche Nachteile? Könnte ich den Line6toneport nicht verwenden, um einfache Aufnahmen zu machen? Wenn 1-2 mikros (vll. Mischpult dazwischen) reinkommen, kann ich och theoretisch alles (mit begrenzter Qualität) machen. Und HaWe muss ich recht geben, dass Gitarren-Direktaufnahmen manchmal gelegen kommen könnten.

Man muss gar nix. Es kommt darauf an, wie gut du die Signale getrennt haben willst nachher auf der Aufnahme. In so einem kleinen Raum hörst du aber alles in jedem Mikro. Aber du hast ja eh nur eins. Mir ist daher nicht ganz klar, worauf du hinauswillst.


Damit meinte ich: Ich stelle den Amp (die Box) in eine Ecke. Das Mikrofon wird drangelegt. Jetzt kommt Schallschutzmaterial darum und der Gitarrist sitzt in der anderen Ecke des Raumes. Könnte man so verhindern, dass eventuelle schrammelgeräusche ins Mikrofon gehen? Man könnte den Pc ja auch ein ganz klein wenig Abschirmen... so könnte man Nebengeräsuche doch in einem relativen Rahmen verhindern?

Den Raum Abschirmen hätte ich mir überlegt, um die Umwelt vor Drums und lauten Gitarren zu schützen. Unser Haus steht zwar so weitab von anderen Häusern, dass sich eventuelle Nachbaren nicht beschweren werden, aber so könnte ich auch mal spätnachts etc. was machen. Müsste ich dazu tatsächlich alle Wände mit diesen Schauzmstoffabdeckungen von innen verkleiden? Wo liegen die Knackpunkte?

danke nochmals, euer BaronCid
Verfasst am:

Re: re

BaronCid schrieb:
Danke für die ausgiebigen Antworten und eure Aufmerksamkeit!
Um ehrlich zu sein, wäre mir soetwas wie Line6 Toneport X2 am liebsten.
Denn für's Recording brauche ich ja nicht mehr als ein (oder 4synchron) gute mikrophone und einen eingang in den PC.
billion guitar horror, du nanntest die Firma linesucks... das muss ja was heißen.

Naja, das mit linesucks ist eher ein gag. Bin insgesamt eben nicht so der Modelling fan ...
Klar ist das X2 ne Möglichkeit. Andere Firmen sind eben länger am Markt der Audiointerfaces, da habe ich mehr Vertrauen in die Treiber. Und du hast was von Midi geschrieben, das Midi-Interface fehlt so weit ich das erkenne auch beim X2.
Grundsätzlich ist die PCI Schnittstelle performanter als USB oder firewire. Dafür gibts für die externen Schnittstellen eben mehr all-in-one-Lösungen.
Beim Thomann kannst du das Line6 auch zurückgeben binnen 30 Tagen, wenn du nicht damit klarkommst. Könntest es also mal probieren.

Jetzt kommt Schallschutzmaterial darum und der Gitarrist sitzt in der anderen Ecke des Raumes. Könnte man so verhindern, dass eventuelle schrammelgeräusche ins Mikrofon gehen? Man könnte den Pc ja auch ein ganz klein wenig Abschirmen... so könnte man Nebengeräsuche doch in einem relativen Rahmen verhindern?

Den PC bekommst du mit relativ preiswerten Maßnahmen (Lüfter u. evtl Netzteil tauschen) leise genug. Abschirmen ist auch ok, drauf achten, dass Belüftung trotzdem ok bleibt. Über die Schrammelgeräusche würde ich mir keine Gedanken machen, wenn der Amp nicht sehr leise ist und der gitarrist nicht direkt beim Mikro sitzt.
... aber so könnte ich auch mal spätnachts etc. was machen. Müsste ich dazu tatsächlich alle Wände mit diesen Schauzmstoffabdeckungen von innen verkleiden? Wo liegen die Knackpunkte?

Der Knackpunkt ist der, dass eine effektive Lärmdämpfung teuer und aufwändig ist. Schaumstoff alleine reicht auch nicht. Dieser noppenschaumstoff oder das Pyramidenzeug ist eher dazu da, um die Akustik zu verbesser. Für eine sehr gute Dämmung brauchst du eigentlich ein entkoppeltes "raum im raum" Konzept.
Verfasst am:

re

Hallo!
Naja... dann wird die Bude halt sturmfrei gemacht.
Ich muss ganz ehrlich sagen... ich finde Modeling an sich auch nicht sonderlich. Die Vox-AD modelle sind das beste Beispiel: 100sounds... 2 davon gerade noch mäßig.
Ich benutze zwar auch ein multieffekt von Zoom... aber das nur aus Geld und Zeitmangel. Nebenbei ist da noch Analog-Zeugs drinnen oder so... also ganz digital isses auch nicht.
Beim Recording würde ich gerne die Philosophie verfolgen, die ich beim Bass auch verfolge:
Ein Sound, und der sitzt richtig.
Wie ist es denn so beim X2? Was bedeutet in diesem Falle Modelling? Wie ist der Sound denn so? (aus meinem Blickwinkel betrachtet, natürlich). Wie macht sich die Latenz? Mit USB2.0 müsste das doch eigentlich passen, oder?

euer BaronCid
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RE: Kleines Recordingstudio auf Computerbasis

Versuch es doch einfach mal ..... mit dem X2.
Du kannst es bei nichtgefallen ja wieder zurückgeben.

Vorteile:
sehr gute Gitarrenampsims, Bassampsims und Mikrovorverstärkersims.
Und ... alle zusammen in einem Gerät.
Phantomspeisung für eventuelles Kondensatormic. hat es auch.
Und wie gesagt, Ableton ist auch dabei.

Du brauchts dir also keinen Stress mit irgend welchen Dämm-Maßnahme usw. machen.

Einstellungen der Geräte sind sehr einfach mit der kostenlosen Line6-Software machbar.

Wie gesagt versuche es einfach mal.
 
Meine hier kundgegebenen Meinungen und Aussagen sind natürlich rein subjetiv.

Gruß Hans-Werner

Ach ja, und allzeit schöne Töne!
Verfasst am:

re

Okay!
Danke für die Tips, euch.
Ich werde es vorerst mal mit dem X2 versuchen. Wenn's mir nicht passt... landet es dort, wo es hergekommen ist und ich suche eine andere Möglichkeit.

Soweit,
euer BaronCid
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