14. Osnabrücker Blueslawine

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14. Osnabrücker Blueslawine

Hallo zusammen,

hatte letzten Samstag das Vergnügen, mir die 14. Osnabrücker Blueslawine anzuhören, und um es schonmal vorweg zu nehmen, es hat sich wirklich gelohnt !

Mit dabei waren:

Richie Arndt and the Bluenatics, feat. Kelly Rucker

Doug Jay and the Blue Jays, feat. Sax Gordon, Chris Rannenberg und Thomas Feldmann

Mark Hummel and the Blues Survivors, feat. Steve Baker und Keith Dunn

Bericht folgt im Laufe der Woche...


P.S. War nochjemand anwesend?
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RE: 14. Osnabrücker Blueslawine

Du bist zu beneiden, ich bin absoluter Doug Jay und Mark Hummel Fan!

Leider wars zu weit von mir weg
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RE: 14. Osnabrücker Blueslawine

So, dann geht's los mit einem kleinem Review, Part I:


Da ich letztes Wochenende in Osnabrück weilte, ließ ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, mal ein richtiges Bluesfestival zu erleben (obwohl ich keinen der Namen zuvor weder gehört, noch gesehen habe). Also, kurz nach 19:00 erstmal ins Foyer gestellt und ein Bier getrunken (2,50 € für ein Weizen war echt in Ordnung). Wie zu erwarten, war ich mit meinen 32 Jahren einer der Jüngeren unter den Bluesfans. Ca. 19:40, und damit etwas frührer als geplant starteten Richie Arndt mit seinen Bluenatics den Abend. Schon im zweiten Song gesellte sich die amerikanische Rockröhre Kelly Rucker dazu, die fast jeden Song mit einer Harp Einlage bereicherte. Wobei zu erwähnen ist, dass mir ihre Stimme besser in Erinnerung geblieben ist, als die Harp Soli. Egal, jedenfalls hat die Frau eine super Rockröhre, Richtung Alannah Myles (Black Velvet), nur ein bischen dreckiger. Der Gesang wurde zwischen den beiden Hauptakteuren geteilt, wobei die Punkte eindeutig nach Amerika gingen. Gespielt wurde eine sehr gelungene Mischung aus Bluesrock (z.B. Hands up von Rory Gallagher oder eine schöne Version des Klassikers Crossroads), Bluesrock-Balladen (sehr schön hier, Blues is blues, ein Kelly Rucker Song) oder eher traditionellen Bluesspielweisen. Hervorzuheben ist natürlich das Gitarrenspiel des Richie Arndt, das live sehr energetisch rüberkommt, manchmal wäre vielleicht weniger mehr gewesen, aber dies soll den insgesamt sehr guten Auftritt nicht schmälern. Jedenfalls brachten die Bluenatics das sehr gut gefüllte Haus der Jugend zum schwitzen. Eine Überraschung bot auch die Beatles Nummer One after 909, vom kommenden Arndt/Rucker Album, das sich ausschließlich mit dem Thema "Trains" beschäftigt. Der Gitarrensound war ausgezeichnet, Dank einer Stratocaster und einem Fender Super Reverb. Effekte wurden sehr sparsam eingesetzt, manchmal etwas Wha-Wha oder eine kleine Prise Delay. Übrigens, Richie Arndt & the Bluenatics sind im Frühjahr/Frühsommer mit Kelly Rucker in Europa auf Tour, eine lohnende Angelegenheit für alles Bluesrocker!


Part II mit Doug Jay und Mark Hummel folgt in Kürze
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RE: 14. Osnabrücker Blueslawine

Blackface schrieb:
Übrigens, Richie Arndt & the Bluenatics sind im Frühjahr/Frühsommer mit Kelly Rucker in Europa auf Tour, eine lohnende Angelegenheit für alles Bluesrocker!
´
Info für Interessierte aus Hessen:
Am 14.03.2008 ist Richie mit Kelly in Kelkheim, Jazz Club.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: 14. Osnabrücker Blueslawine

gitarrenruebe schrieb:
Info für Interessierte aus Hessen:
Am 14.03.2008 ist Richie mit Kelly in Kelkheim, Jazz Club.


In meiner Heimatstadt , welch' Ehre für das Kaff' , o.k., o.k., immerhin zählt Kelkheim ca. 30.000 Einwohner. Aber das nenne ich doch mal: Musikalisches Highlight!!!!


P.S. Gitarrenrübe bist Du dabei?
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RE: 14. Osnabrücker Blueslawine

So, weiter gehts mit dem Bericht von der Blueslawine! Nachdem die letzte Zugabe von Richie Arndt verklungen war, und zwar "I can see clearly now" von Jimmy Cliff, war Zeit, um sich um Getränkezufuhr und -abfuhr zu kümmern. Nach einer kurzen Pause kamen Doug Jay mit seinen Blue Jays auf die Bühne. Die Band präsentierte sich in sehr guter Verfassung und Doug Jay überzeugte mit gekonnten Ansagen, schönem Harp Spiel und natürlich mit seiner sehr angenehmen Stimme. Die Musiker bestanden aus Jimmy Reiter an der Stratocaster, Andre Werkmeister an Drums und Percussion sowie Jasper Mortier am Bass. Außerdem gesellten sich am Saxophon "Sax" Gordon und Thomas Feldmann dazu, sowie Chris Rannenberg am Piano. Das war schon ein schönes Bild auf der Bühne, da alle Akteure in Anzügen gekleidet waren. Die Musik unterschied sich sehr angenehm vom ersten Akt, da zwischen Blues immer wieder Rock'n'Roll oder Swing Elemente eingebaut wurden. Eins, zwei Nummern wurden auch instrumental wieder gegeben. Besonders hervorzuheben waren diesmal Mr. Doug Jay, der gekonnt seine Bühnenerfahrung ausspielte, immer wieder kleine Ansagen dazwischenschob, Songs anzählte, wirklich schöne Harp Soli hinlegte und mit seiner Stimme den Songs das gewisse Etwas hinzufügte. Außerdem verdient der Gitarrist Jimmy Reiter eine besondere Erwähnung, da er einen sehr ungewöhnlichen, perkussiven aber sehr sauberen Gitarrenstil verkörpert. Für mich der beste Gitarrist der gesamten Blueslawine. Außerdem hat mir das Saxophonspiel von Mr. "Sax" Gordon sehr gut gefallen, der Mann hat Power und Seele. Er gab auch kurz vor Ende des Sets ein Solostück zum Besten, nämlich "Have Horn will travel" von der gleichnamigen CD. Ein wirklich rundum gelungener Auftritt.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es auch gleich weiter, diesmal mit eine geballten Ladung Harp! Zuerst kam Steve Baker auf die Bühne, zusammen mit den Blues Survivors, der Band um Mark Hummel. Da diese Formation wenig Zeit zum Proben hatte, lag der Schwerpunkt auf, manchmal etwas zu langen, Improvisationen. Steve Baker legte ein sehr emotionales Spiel an den Tage, jedoch wirkte er nicht ganz nüchtern und sein Wasserglas war wohl nicht mit demselbigen gefüllt. Anschließend kam ein weiterer Harp Spieler zum Zug, nämlich Keith Dunn. Sein Spiel und seine Musik haben ihre Wurzeln ganz klar im traditionellen Blues. Sein Gesang und sein Spiel waren sehr emotional und beeindruckend, wobei er es gekonnt verstand, sein Spiel nicht zu überladen rüberkommen zu lassen. Für mich der beeindruckendste Harp Spieler des Abends. Zum Schluss gab sich dann Mark Hummel die Ehre, wobei sich die Reihen im Publikum schon etwas gelichtet hatten. Was aber auch nach mittlerweile über 4 Std. Musikgenuss nicht verwunderlich erscheint. Jedenfalls lies meine Aufmerksamkeit auch schon etwas nach und ehrlich gesagt, war es mir auch mittlerweile zuviel an Harpsoli, so schön das Instrument auch ist. Das anschließende Harp-Blow Out mit den gesamten Harp Spielern des Abends habe ich mir dann nicht mehr gegeben.


Als Fazit bleibt aber ein sehr schöner Bluesabend in Osnabrück, der viele Stilrichtungen des Blues zu Tage förderte.


Zuletzt bearbeitet von Blackface am 10.03.2008, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: 14. Osnabrücker Blueslawine

gitarrenruebe schrieb:
Blackface schrieb:
P.S. Gitarrenrübe bist Du dabei?

Ja, ich bin !


Cool, dann sehen wir uns in Kelkheim, bis dann!
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