Bassamp Roland Cube 100 Bass

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Bassamp Roland Cube 100 Bass

Hallo Forum,

hier der Kurztest meines Bassamps, des Roland Cube 100 Bass, kurz CB-100.

Das Fazit vorneweg: Unglaublich, der Kleine! Unglaublich laut, gutklingend, gut ausgestattet! Vor allem für den schmalen Preis (im Internet und beim Musikalienhändler meines Vertrauens für 429,- EUR zu kriegen)

Die Facts: 8 Modeling-Bassamps, 2 Effekte gleichzeitig (Chorus oder Flanger oder Touch-Wah können kombiniert werden mit Echo oder Hall), 100W, 12" Speaker, 17 kg leicht, DI-Ausgang, Line-Out, Kofhörer-Ausgang, Anschlussmöglichkeit für eine weitere Box (8 Ohm, min. 100W Belastbarkeit)

Der Testlauf in mehreren Etappen: Gleich am ersten Abend ein Einsatz bei der Probe meiner Rockband. Gain und Volume auf 12 Uhr (also in Mittelstellung) gebracht. Kommentar der Band: "Mach' das Ding leiser!" (und das wollen harte Rocker sein?).

Folgende Sounds probiere ich aus: Der Ultra-Linear-Mode (mein Favorit, weil man alles so wunderbar deutlich hört) und den Ampeg SVT mit 8*10" Box - das drückt in den Mitten vielleicht los! Auch nicht schlecht: Der Fender Bassman und der Session.

Der angeschlossene Bass ist laut, klar und deutlich zu hören, als Effekt läuft ein dezenter Hall mit - schön - und einmal ein Flanger: Klingt im positiven Sinne krank, und was einem beim alleine Spielen übertrieben scheinen mag, ist im Bandzusammenhang auf einmal wunderbar eingebettet. Ähnlich der Chorus, nur weniger extrem. Auch das Touch-Wah kommt geil! Leider brauche ich es noch bei keinem Song, aber das lässt sich ja umarrangieren

Am nächsten Abend gehe ich zum Relaxen auf das Konzert von der Rock-Pop-Band eines Bekannten, und siehe da, deren Bassist beschallt mit dem Mini-Amp einen Club, in dem 150 Leute Platz haben (okay, er war nicht voll). Er spielt da einen funky Fender Jazzbass drüber, der Bass klingt jederzeit super. Wahrscheinlich der Trace Elliot Mode, muss mal nachfragen.

Am nächsten Tag dann ein paar extreme Tests: Habe mal E-Gitarre drüber gespielt (eigentlich bin ich ja Gitarrist) - klingt im Fender Bassman richtig gut (kein Wunder, diesen Bassamp haben sich die Gitarristen ja auch scharenweise unter den Nagel gerissen), der cruncht sogar richtig gut!

Weiterer Extremtest: Ein gutes Gesangsmikro dran, in den Linear Mode geschaltet, etwas Hall dazu, untere Mitten leicht absenken, Höhen leicht aufdrehen - ein Sound, so silbrig klar wie über eine gute PA! Für die Beschallung der Probe oder winziger Gigs wird das nun die Winzig-PA meiner Frau (die ist Sängerin)!

Gestern dann nochmal Session (mit mir als Gitarrist), und ich habe den Amp dem Bassisten geliehen, ein ehemaliger Profi, der einen echt heissen Funkbass spielen kann (andere Sachen natürlich auch). Der Bass war saulaut, klang saugut, und ich habe den Eindruck, dass er seinen bestellten Amp abbestellen wird. Stattdessen kauft er den Basszwerg von Roland

Das einzige, das mir an dem Amp nicht gefällt, ist der Ein-Knopf-Compressor. Entweder man hört ihn nicht, oder er macht das Signal platt. Aber gut, ich muss ihn ja nicht nutzen.

Nochmal mein Fazit: Bin begeistert! Einziger Pferdefuss: Ich höre jetzt die ganzen Unzulänglichkeiten meines eigenen Instrumentes. Und überlege schon, wie ich die Kohle für einen guten Bass zusammenbekomme ...

EDIT1: bei der nächsten Bandprobe habe ich noch zwei Sachen probiert: Zum einen habe ich die ganze Zeit mit dem Compressor gespielt (Ihr wisst schon, anfangs mochte ich ihn gar nicht). Dabei habe ich folgendes festgestellt: Der Compressor arbeitet wie ein PA-Compressor - damit zähme ich den Bass ja auch meistens ziemlich stark, das gibt dann einen kompakten Band-Gesamtsound. Und genau das macht auch der eingebaute Compressor im Bass Cube! Ziemlich genial, denn damit kann man auch bei einer wirklich günstigen PA ohne Compressoren eins der wichtigsten (und für die PA: eins der gefährlichsten) Signale prima bändigen. Unter DEM Gesichtspunkt finde ich den Compressor auf einmal richtig gut!

Weiter habe ich meine alte Bassbox an die Buchse "external Speaker" mit angeschlossen - eigentlich eine PA-Box mit 15er im Bass und einem Hochtonhorn. Dann haben sowohl der eingebaute als auch der externe Speaker gearbeitet. Was soll ich sagen? Die Erde bebte! Ich musste gleich leiser drehen (schon wieder mal!), da die Endstufe an 4 Ohm Gesamtwiderstand jetzt ihre volle Power ausspielen konnte! DAS hat vielleicht Spass gemacht!

Also, je besser ich ihn kennenlerne, desto besser gefällt er mir, der Kleine!
/EDIT1


EDIT2: Dann noch ein paar Takte zur eingebauten DI-Box. Diese hat nämlich zwei Modi, für Anhänger aller Glaubensrichtungen, was die Amp-Abnahme angeht:

Entweder Modus "DI": Dort bekommt man ein cleanes Signal, ohne Beeinflussung durch die Vorstufe oder Effekte.
Oder Modus "LineOut": Da hat man FX und den Sound der Vorstufe mit drin. Finde ich ungemein praktisch, da auswählen zu können!

'Nuff said!
/EDIT2

Viele Grüße
Jo
 
Mix4Munich | Johannes Komarek
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