Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

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Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

Moin Kollegen,

Der lange, böse und ungewöhnlich trockene Winter hat einige Opfer gekostet...
HIER gibt es die Bildergeschichte der Reparatur eines abgerissenen Halsstabs.
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

mr_335 schrieb:
Toll gemacht Walter!
Was war denn das für eine Gitarre?!?!


Eine "Bass"-Gitarre
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

Pah, das kann doch jeder !

Ist an dem Schaden wirklich die winterliche Trockenheit schuld? Wäre die böse Schraubenmutter nicht beim nächsten Justieren eh von hinnen gegangen, mit dem rostigen Gewinde? Wie alt war der Bass? War dessen Gewinde auch verrostet? Muss irgendwann auch dessen Halsstab ausgetauscht werden?

Ich finde, eine erweiterte Galerie mit typischen DIY-Schäden wäre sehr lehrreich. So könnten wir mal etwas ganz außergwöhnliches tun: Aus den Fehlern anderer lernen.

Daniel

Edit: Die Fragen interessieren mich echt, denn einen solchen Schaden kann man beim Gebrauchtgitarrenkauf ja wohl kaum erkennen. Passiert das oft? Man kann ja schlecht den Halsstab nur zur Besichtigung rausschrauben, oder doch?
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

Hi Walter,
gelernt ist gelernt, Hut ab und gleichzeitig nochmals Dank für die Arbeit an meiner Paula

Gruß Garry
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

Hey Danke Walter,
sowas ist doch total interessant mal anzusehen.
Ich hätte nicht gedacht, dass sich soetwas so reparieren lässt ohne danach was zu sehen.
Lg
Auge
 
Traurige Erkenntnis:
...Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht...
...Andere zu stalken und auf die Füße zu treten bedeutet nicht besser zu sein sondern sich besser zu fühlen...
Homepage: http://www.AugeundSo.at
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

Schön, daß es dem Instrument wieder besser geht!
Bei meinem letzten Besuch in der Werkstatt lag es noch auf dem OP-Tisch (@Rolli: ich kenne daher auch die Marke, warum willst Du die erfahren? Hat Walter die jetzt bewußt verschwiegen oder die Frage nicht registriert?).
Jedenfalls ist es immer wieder interessant, die Tricks der Gitarren-Copperfields zu entdecken.
Gruß, Thomas
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

tomcatbe schrieb:
Hat Walter die jetzt bewußt verschwiegen oder die Frage nicht registriert?).


Da gibt es nichts zu "verschweigen", denn wir haben zwar vor 10 Jahren den Bass gemacht, aber der Stellstab kam von ABM. Davon wurden in der Vergangenheit Hunderte verbaut - gerade darum, weil sie so zuverlässig und robust sind. Dass es den hier zerrissen hat, ist ungewöhnlich. Stäbe gehen nicht selten zu Bruch. Manchmal reißen sie an der Verschweißung, wenn es zwei so verbundene Stäbe sind, oft reißt das Gewinde an der Zugangseite, manchmal geben Widerlager nach (bei Fender Bauart), Bei Warwick ist ein schwaches Lager zum beidseitigen Verstellen angenietet.
Der Schaden hier ist in der Form bisher einmalig!

Der Stab hatte durch die dicken Flatwound Trossen einiges zu tragen und die Witterung macht in diesem Jahr Schäden, dass die Heide wackelt, aber vielleicht war das Gewinde im Vierkantbereich von Anfang an schlecht, so dass Spannung und Wetter gerade das Wenige zu viel waren.
Ich war aber auch nicht nicht dabei, als der Besitzer sein Instrument nachgestellt hat. Er berichtete, es habe laut geknallt. Vielleicht hat er auch etwas zu viel Kraft gebraucht - der Mann ist einen Kopf größer als ich!
Wie auch immer...
Auch nach 10 Jahren ist das Instrument kostenlos repariert worden und ich bin sicher, dass es dauerhaft hält.
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
Verfasst am:

RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

W°° schrieb:
Wie auch immer...
Auch nach 10 Jahren ist das Instrument kostenlos repariert worden und ich bin sicher, dass es dauerhaft hält.


Interessante Bilder und toller Service Walter
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

W°° schrieb:
tomcatbe schrieb:
Hat Walter die jetzt bewußt verschwiegen oder die Frage nicht registriert?).


Da gibt es nichts zu "verschweigen",


Das war jetzt nicht provokativ gemeint, die Frage stand einfach noch im Raum. So kriegen natürlich auch die "Copperfields" einen ganz anderen Anstrich, arrgh, war aber als Kompliment gemeint!

LG, Thomas
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

nolinas schrieb:
Edit: Die Fragen interessieren mich echt, denn einen solchen Schaden kann man beim Gebrauchtgitarrenkauf ja wohl kaum erkennen. Passiert das oft? Man kann ja schlecht den Halsstab nur zur Besichtigung rausschrauben, oder doch?


Nö,

da bleibt ein Risiko!

Mit Glück sieht man schon auf den erste Blick, ob der Hals verschwurbelt ist. Ansonsten, so lehrt die Sache, ist es nicht schlecht mal zu testen, ob der Stab noch funktioniert, indem man ihn einfach benutzt.

Was auch funktionieren kann: Das Instrument schütteln. Manchmal hört man, wie der kaputte Stab sich im Inneren bewegt.

Aber ein kaputter Halsstab ist etwas , was auch ein korrekter Privatverkäufer als Rückgabegrund akzeptieren sollte. Und verschweigen und trotzdem Verkaufen, ist ja auch nicht ohne weiteres als astrein zu bezeichenen. Bei ´nem Instrument , dass lange irgendwo rumliegt, fällt das ja möglicherweise überhaupt nicht auf, bis man eben an dem Teil mal wieder rumwerkelt.
 
Gruß

Marcello

"Mit mir selbst bin ich ohnehin selten zufrieden.
Aber das weiß ich, und es ist mir scheißegal."
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Re: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

W°° schrieb:
Moin Kollegen,

Der lange, böse und ungewöhnlich trockene Winter hat einige Opfer gekostet...
HIER gibt es die Bildergeschichte der Reparatur eines abgerissenen Halsstabs.


Danke, Walter!

Was mich ein wenig wundert: dass DU als Zupfinstrumentenmachermeister nicht weißt, dass die richtige Bezeichnung für die *böse Mutter* korrekterweise *Schwiegermutter* ist. Aber das nur am Rande........

gausö, franz
Verfasst am:

Re: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

franz schrieb:
W°° schrieb:
Moin Kollegen,

Der lange, böse und ungewöhnlich trockene Winter hat einige Opfer gekostet...
HIER gibt es die Bildergeschichte der Reparatur eines abgerissenen Halsstabs.


Danke, Walter!

Was mich ein wenig wundert: dass DU als Zupfinstrumentenmachermeister nicht weißt, dass die richtige Bezeichnung für die *böse Mutter* korrekterweise *Schwiegermutter* ist. Aber das nur am Rande........

gausö, franz



Dann ist das Wetter dieses Jahr ja doch positiv zu sehen, wenn es dadurch Schwiegermuttern zerreisst.
" da hab ich an meinen Bass gebastelt und mit einem Kracher hat's die Schweigermutter verrissen ! "
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Verfasst am:

Re: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

physioblues schrieb:
Dann ist das Wetter dieses Jahr ja doch positiv zu sehen, wenn es dadurch Schwiegermuttern zerreisst.
" da hab ich an meinen Bass gebastelt und mit einem Kracher hat's die Schweigermutter verrissen ! "


"Nicht das ich erschrocken gewesen wäre. Nein. Ein kurzers Stoßgebet und weiter im Text! Lag wohl am Wetter, kann man nix machen!"
 
Gruß

Marcello

"Mit mir selbst bin ich ohnehin selten zufrieden.
Aber das weiß ich, und es ist mir scheißegal."
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RE: Der Halsstab - kleine Bildergeschichte einer Reparatur

Geil
Das mit der Röntgenaufnahme finde ich ja sehr cool!

Nicht das ich an Walters handwerklichem Geschick gezweifelt hätte, aber ich bin trotzdem jedesmal angetan wenn ich saubere handwerkliche Arbeit sehe.

"Doktor Walter Kraushaar - Der Arzt dem die Gitarren vertrauen"
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