Graphic EQ in der Liveanwendung

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Graphic EQ in der Liveanwendung

Hi Folks,

da brennt mir doch noch was unter den Nägeln und ich komme nicht umhin, Euer Wissen in Anspruch zu nehmen.

Vorspiel: Nachdem unsere Band sich neu formiert hat und wir nach 1 1/2 Jahren wieder einen eigenen Proberaum haben (wir waren zwischenzeitlich Gast einer befreundeten Band), haben wir natürlich auch unser verbliebenes Bandequipment wieder "im Betrieb". Durch Weggang (u.a. durch den Tod unseres Leadgitarristen) haben sich ein paar Lücken aufgetan...

Wir sind eine Band älterer Männer, daher ist der Grundstock auch schon etwas älter: Ein Soundcraft Spirit Live 3/24 Mischpult, eine 2x400W Peavey Endstufe und ein Paar Peavey Fullrange Boxen (+ 2x Monitor). Dank Physioblues (ich finde es toll, dass man innerhalb von GW mit netten Leuten vertrauensvoll Handel betreiben darf und kann ) ist ein Alesis Midiverb II für den Gesang (Hall) dazugekommen, danke nochmal! Unsere PA ist im Proberaum aktiv aber auch für kleinere Gigs ohne gestellte PA gedacht. Was uns zur Anpassung an div. Locations fehlt ist ein brauchbarer EQ (endlich beim Thema... ). Wir verfügen auch über ein Multicore Kabel und eine Stagebox, was aber (vermutlich) wohl eher nebensächlich ist.

Wir denken an einen 2x15er EQ in Bauweise 1HE, der im Livebetrieb vor allem fürs Monitoring gedacht ist.

Mir ist da gerade dieses Thomann Eigenprodukt für ziemlich unschlagbare 59.- über den Weg gelaufen. Nun haben Freizeitmusiker bekanntlich immer ein kleines Budget zur Verfügung, in soweit hätte ich gerne von Euch eine Einschätzung resp. passende Vorschläge in die Richtung gehört. Man kann für ein vergleichbares (Marken-) Produkt ja auch das vierfache hinlegen. Wie gesagt, es ist ausschließlich für Liveanwendungen gedacht!

Lasst mal Eure Einschätzung hören.

PS: Ich habe mich leider bislang nie wirklich mit dem Thema PA auseinandergesetzt, immer nur hingestellt und Musik gemacht...
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

hi Kollege,
solche Geräte sollte man immer im Rahmen dessen beurteilen, wofür sie gedacht sind und eingesetzt werden. Das ist sicher kein studiotauglicher EQ. Dafür werden ihm sowohl bzgl. Rauschfreiheit als auch Signalgüte (Frequenz-Präzision, Phasenkonstanz usw.) die Qualitäten fehlen.
Und wenn man den in einer high-quality-PA-Situation einsetzen würde, würde ein entsprechend qualifizierter Mischer sicher gleiches bemerken.
Aaber: die Anwendung die Du skizziert hast, ist ja doch eine etwas andere. Und im Rahmen dieser PA (bei der sicherlich das Spirit Live noch der qualitativ beste Baustein ist) sollte auch so ein EQ gut einsetzbar sein.
Allerdings würde ich für eine Monitor-Anwendung doch eher einen Dritteloktav-EQ empfehlen (also einen 31-Band-EQ). Nur mit dem dürfte man in der Lage sein, Feedbackfrequenzen einigermaßen treffsicher anzusteuern ohne zuviel vom Sound kaputt zu machen. Bei 15-Band-EQs sind die Bänder ja entsprechend breiter ausgelegt (mit niedrigerem Q-Faktor, also erfassen sie mehr Frequenzen ober- und unterhalb der Centerfrequenz). Das ist bei der Feedbackbekämpfung eher störend, weil es nicht nur die eine rückkoppelnde Frequenz betrifft, sondern auch viel drumherum. Für nur 20 € mehr bekommt ihr den Thomann-2x31-Band-EQ, der hier sehr viel besser geeignet ist.
Dank der 30-Tage-Rückgabemöglichkeit kann man ja auch die Anlage mal aufbauen, den EQ verkabeln, die Rauschwerte mit und ohne EQ vergleichen und die Einstellbarkeit überprüfen. Ich würde sagen, da kann man nicht viel falsch machen.
 
Gruß
Markus


"Communication is the problem to the answer" (Eric Stewart)
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

Gutne Morgen,
den Behringer Ultradingenskirchens hat mein Stammmixermensch inzwischen auch im Rack und ist da sehr zufrieden mit, aber ihr wollt ja nicht klein PA-Verleiher werden. Ansonsten finden sich gerne DBX-215 in Anlagen die jeden Monitor mit nem extra EQ bestücken ...

Grusss

Rid
 
Bildzeitung zu lesen, stellt keinen Weg aus der Unmündigkeit dar. (fm)
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

hey monkey...hast Du meinen post weiter oben gesehen?
 
Gruß
Markus


"Communication is the problem to the answer" (Eric Stewart)
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

HaWe schrieb:
Gebt ein wenig mehr aus und holt Euch z.B. den/das http://www.thomann.de/de/behringer_deq2496_ultracurve_pro.htm hier.


Wenn ich den Ausgangspost und die Frage richtig verstanden habe (nämlich so, daß hier ein Bandmitglied fragt, daß es um eine unkomplizierte Anwendung in kleinem Rahmen geht, daß evtl. sogar kein eigener Tonmann existiert), dann scheint mir das eine schlechte Empfehlung. Dieses Gerät kann natürlich ne ganze Menge, aber was es nicht ist: leicht bedienbar. Wenn ich mir aber die Situation vorstelle, in der 7-ender sich mit der PA und dem Gerät wiederfindet, scheint mir das ziemlich grausam. Da sitzt man dann vor dem Menü des Behringer und kurbelt, liest, denkt, und währenddessen piepst der Monitor munter vor sich hin. Wenn es keinen festen Tonmann gibt, der sich das Ding reinziehen kann, würde ich sagen: Finger weg!

Außerdem: "ein wenig mehr" ist mal sage und schreibe grob das vierfache...
 
Gruß
Markus


"Communication is the problem to the answer" (Eric Stewart)
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

therealmf schrieb:
hey monkey...hast Du meinen post weiter oben gesehen?


Ääähh, ja, warum die Nachfrage? Ich wollte eigentlich nur noch einen Beitrag verfassen, damit ich bald die 2000er Marke knacken kann...

Im Ernst, klar. Hättest du den nicht so ausführlich geschrieben, hätte ich meine Ausführungen entsprechend gemacht. So gebe ich den gleichen Tipp wie du, macht im Moment 2 Stimmen für 2x31 (30) Band. Was dagegen, wenn ich Dir zu zustimmen? Schließlich war es eine Frage in die Runde, da zählt das kumulative Ergebnis eben auch.

Aber einen Tipp hab ich noch: Kauft euch einen graphischen EQ, warum hat ja therealmf schon geschrieben.



Ciao
Monkey
 
D'oh!

On sale:
Rote Gitarre
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

Vielen Dank für Eure Einschätzungen. Dank der guten Erklärung von Markus ist mir der gravierende Vorteil des 1/3 Oktav-EQs für unseren Anwendungsfall klar geworden (ich mag Erklärungen, die selbst ich sofort verstehe ).

Nein, wir haben z.Zt. keinen eigenen Mann am Mixer, wir starten ja gerade erst wieder neu durch. In soweit braucht es wirklich ein "Werkzeug", dass sich quasi selbst erklärt.

Der Vorteil des Behringer, den Rolf und Jörg empfehlen, leuchtet mir auch ein. Da muss ich mal mit den Kollegen sprechen, im Moment tragen der Basser und ich die Investitionen in die PA...

Wir spielen nächsten Monat einen Gig anlässlich eines 50sten Geburtstags. Eine gute Möglichkeit zum Ausprobieren.
Verfasst am:

RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

Ups .... den Link zu von Rolf und Jörg empfohlenen Teil wollte ich eigendlich auch posten.
(Man sollte ja immer noch mal nachschauen .... )

Ich habe mir aber gerade nochmal die Möglichkeiten des von mir oben verlinkten Gerätes angeschaut und finde es gar nicht mal sooo daneben.
Die automatische Frequenzanalyse und -anpassung (oder habe ich das falsch verstanden ?) hat doch was, wenn man sich nicht ständig selbst darum kümmern kann. .... und 4 sind mehr als zwei und ........

Ach egal ...... nehmt was Ihr wollt.
 
Meine hier kundgegebenen Meinungen und Aussagen sind natürlich rein subjetiv.

Gruß Hans-Werner

Ach ja, und allzeit schöne Töne!
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

gitarrenruebe schrieb:
Hi Martin,

der hier

http://www.thomann.de/de/behringer_deq_1024_digital_eq.htm

bietet schnellen Zugriff UND signalisiert kritische Feedback-Frequenzen optisch. Evtl. ein guter Kompromiss.

Ich tendiere aber in jedem Fall auch zu einem 2x31 Bd EQ mit manuellen Fadern.


+1

Hab ich auch im PA-Rack. MAcht genau das, was es soll...
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

Danke nochmal!

Ich habe den Behringer und den grösseren T.Racks gestern bestellt und wir werden beide mal ausgiebig testen. In solchen Fällen hat das 30 Tage Money Back wirklich was für sich. Es haut nämlich haarscharf hin mit unserem Gig am ersten März WE, für den wir auch einen befreundeten Tontechniker gewinnen konnten.

=> ...und wir haben beschlossen, die Gage erst mal in die PA zu stecken. Ich komme dann ggf. mit weiteren Fragen noch mal auf Euch zu...
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

gibts da von Behringer nicht auch so ein Ding das genau auf Live-Anwendung zugeschnitten ist und sich mittels Richtmikro selbst auf die Location einstellt??? Kennt das wer?

...war - in meiner Erinnerung - auch nicht sooo teuer und hat sich quasi selbst bedient.



Gruß, Hannes
 
endlich hab ich auch eine mySpace-Seite: http://www.myspace.com/hannestheisl
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

Ja, ist halt ein Ultracurve, der sowas mit nem MESSmikro (ECM-8000) mehr oder weniger gut kann. Den alten 8000er gibt´s gebraucht recht günstig, den 8024 mit Delay auch.
 
MfG, Marco

http://www.blueamps.de
perfekte Deals mit: Auge, Magman, Leny, Hypnose Kröte, fenderlefthand, Tummy ))), Pfälzer, Noisezone
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RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

Zum Feedback Unterdrücken scheint das genannte Teil von Behringer ja prima zu sein.

Aber du hattest vor allem von "Anpassen an die Location" geschrieben. Das wiederum ist ein ganz schön komplexes Thema, das sich meiner Meinung nach erst lohnt, wenn euer Equipment und die zu beschallenden Räume eine Nummer größer geworden sind. Es ist sehr schwierig, selbst mit der Lieblings-CD oder einer Mess-CD als Hilfe, einen guten Raumsound zu erzielen.
Fall nämlich keiner in deiner Kapelle richtig Ahnung von "Frequenzen" hat, nützt das beste Teil nix. Ihr müsst schon sehr genau wissen, was ihr bezwecken wollt.
 
Ciao,
Mo

Blog zum Thema Gitarrenbau, Reisen, Kulinarik und jetzt auch noch Segeln:
http://www.travelling-dippegucker.de
Verfasst am:

RE: Graphic EQ in der Liveanwendung

Hi McCracken,

danke für Deine Antwort! Ich will es mal so ausdrücken: In erster Linie mache ich Musik. Den Raumklang kann ich zwar für mich einschätzen, das Gesamte (also incl. mir) aber im (gesamten) Raum eh nicht hören (vor allem nicht in der Veränderung, die der Sound den Abend über immer wieder haben wird). Das muss ich anderen überlassen und das wird sich auch noch für uns finden. Monitor ist mir, zumal ich auch singe, aber sehr wichtig. Das höre ich direkt und darauf möcht ich auch Einfluss nehmen. Also fang ich erst mal klein an . Der Rest wird wachsen...
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