Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

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Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

Viele Musiker hofften dank des Internets auf einen Geldsegen - doch laut einer neuen Studie sind die Einnahmen aus dem Online-Vertrieb lächerlich. Bei Plattformen wie Last.fm muss ein Song 1.546.667-mal gespielt werden, damit ein Künstler gerade mal den US-Mindestlohn erhält.

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RE: Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

Kein sehr toll geschriebener Artikel auch mit einigen Fehler, die wichtigste Sache jedoch stimmt bestimmt. Ich frage mich wirklich, wieso sich überhaupt jemand über solch eine Meldung wundert....

Musiker und insbesondere Gitarrist zu sein ist ein tolles Hobby oder ein schöner Nebenerwerb. Ein Beruf ist es NICHT!!!!!! Die wenigen Ausnahmen, die nur den Bruchteil eines Prozents aller Musiker ausmachen, kann man getrost unter den Tisch fallen lassen.

Wenn überhaupt, dann kann mit mit Live-Musik oder am Besten einer Live-Show noch Geld abgreifen. Das kann einige Jahre laufen, Grundlage der finanziellen Situation einer Familie kann das aber auch nicht sein. Und dann die üblichen Verdächtigen: Musikunterricht, Ton-Studio, Instrumentenverkauf etc.

Übrigens: die Tonstudios leben z.T. immer noch von dem "American Dream" vieler Bands, Stars zu werden.....

Also, akzeptiert die Wahrheit:

Musiker in Deutschland im Jahr 2010 zu sein kostet Geld - es bringt netto kein Geld ein.

Geniesst Euer Hobby und verdient gelegentlich etwas mit Auftritten für Eure Bandkasse. Seit kreativ und habt Spaß mit der Musik! Veröffentlich die guten Sachen, damit andere teilhaben können. Erwartet aber nicht, dass ihr damit Geld verdient! Praktisch immer verdienen andere damit.

Deshalb: Sucht Euch einen Beruf, der Euer Hobby mitfinanziert. Dann könnt ihr leichter glücklich werden und ohne finanziellen Druck wird die kreative Seite der Musik auch evtl. besser bedient.

Und sagt nicht, ich hätte es Euch nicht erzählt.

Es wurde übrigens hier vor Kurzem ausführlich über das Thema gesprochen:
http://www.guitarworld.de/forum/gibt-es-eine-zukunft-fuer-den-beruf-des-gitarristen-bassisten-t23849,highlight,Beruf.html

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Ich muss dazu schreiben, dass ich als einziger einer Band vor 20 Jahren eine Berufsausbildung gemacht hatte, alle anderen trauern immer noch dem Rockstar - Traum hinterher. Es gibt viele Wege glücklich zu sein und jede Lebensweise kann die richtige sein. Das Leben wird aber einfacher, wenn man diese Wahrheiten oben akzeptiert.
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RE: Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

Ja Papa Ich weiss zwar nicht, warum es immer nur um "alles" oder "nichts" geht aber nun gut. Es gibt Musiker in Musicalproduktionen, im Studio, in richtig großen Top40-Bands und selbst die besten Musiker unterrichten gerne mal zwischendurch mal. Und wenn der Wurf ne Nummer kleiner war, dann reicht es vielleicht für ne gute Durchsetzung in der regionalen Musiklandschaft mit paar Unterrichtstagen an einer Musikschule. Für manche Leute immer noch schöner als im Büro zu versauern und nicht jeder muss 2 mal im Jahr nach den Malediven, brauch nen Benz oder ein Reihenhäuschen, wenn er seine Flocken mit irgendwas mit "musik" verdienen kann. Es lebe die Vielfalt!

LG, Alex
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RE: Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

uwich schrieb:
Übrigens: die Tonstudios leben z.T. immer noch von dem "American Dream" vieler Bands, Stars zu werden.....



Auch die nicht mehr. Seit dem es quasi kein Geld mehr kostet eine Platte aufzunehmen, da wirklich jeder auf professionelle Technik zugreifen kann, gehen die kleineren Studios den Bach runter und die in der Oberklasse bieten sich für Preise an, die früher undenkbar waren. Beispiel? Hansahausstudios in Bonn (da musizierten schon Maceo Parker, John Abercrombie oder John Lord): 350,-€ / d incl. Techniker ... Das Studio in Siegburg in dem ich gerne rumhänge kriegste unter Freunden für unter 200,-/d und das geht nur weil dort gleichzeitig Bürgerfunk gemacht wird, was die Miete zum Teil deckt ...

Ich tät trotzdem gerne mit Musik machen nen Haufen Geld verdienen, mit scharfen Weibern rummachen und meine inneren Organe in einer Mischung aus Alkohol und Koks einlegen ...

Look at the Sun and be happy!
 
Bildzeitung zu lesen, stellt keinen Weg aus der Unmündigkeit dar. (fm)
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RE: Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

Ohje, hier soll doch keine Grundsatzdiskussion entfacht werden, die bereits im verlinkten Topic stattfand, sondern lediglich aufgezeigt werden, welche Abverkaufsmengen auf Internetdiensten notwendig sind um einen Erlös zu erwirtschaften.

Wie man generell mit Musik KEIN Geld verdient, erst Recht wenn man zu hohe Erwartungen hat, sollte sich mal diesen Artikel durchlesen...
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RE: Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

bimbam schrieb:
…Abverkaufsmengen auf Internetdiensten…

In dieser Hinsicht ist last.fm, vergleichbar mit einem Radiosender, aber eher ein schlechtes Beispiel. Aber die Zahl ist natürlich schön plakativ hoch.
 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

Tu Deinem Admin was Gutes.
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RE: Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

...darauf aufbauend... Streaming statt Download
Muss der Hörer Musik noch besitzen? Nein, glauben On-Demand-Musikdienste, die den Benutzern jeden musikalischen Wunsch per Mausklick erfüllen. Die Musikindustrie sieht den Trend mit gemischten Gefühlen: Offene Fragen der wirtschaftlichen Teilhabe von Autoren und Künstlern bremsen die Entwicklung.

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RE: Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

jemand der ca. 1.500.000 Klicks auf einem Song hat, wird sicherlich noch andere musikalische Aktivitäten am Start haben, z.B. Liveauftritte, Airplay auf versch. Sendern, CD Verkäufe. etc. pp....meinetwegen GEMA oder GVL Einnahmen - Kleinvieh macht auch Mist.
Irgendwoher muss man den song ja kennen, es klickt ja da keiner freiwillig einfach nur so drauf.....irgend einen Bezug muss man haben.
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RE: Das Internet, ein Armenhaus für Musiker

Darauf aufbauend hat der Spiegel wieder mal einen Artikel zur Thematik - Musikindustrie und Internet online gestellt:

"Downloads sind die Peitsche für den Künstler"

Musik ist viel mehr als ein Geschäft, aber sie ist eben auch eines. Darüber, wie es sich dieses Geschäft entwickelt, gibt es viele Meinungen. Besonders laut und oft wird dieser "common senf" vorgetragen: Das Internet macht die Musikindustrie kaputt! Oder das Gegenstück: Die Musikindustrie hat das Internet nicht verstanden!

Interessant und sehr realistisch finde ich das Interview mit Olli Schulz... wo bei ich dachte, dass der doch mehr Tonträger absetzen würde...

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