12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

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12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Hallo zusammen,
ich bin ja ein erklärter Freund des Kopfplattendesigns von Music Man, aber das hier haut mir doch ein wenig die Augen aus der Fassung:





Ich mein – ok, 12 Mechaniken auf einer Kopfplatte unterbringen zu müssen ist keine sonderlich dankbare Aufgabe. Aber muss man das so machen?
 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

Tu Deinem Admin was Gutes.
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RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Es ist zumindest konsequent. Aber normalerweise würde man für so einen Entwurf im 1. Semester Design noch eine Stunde in der Ecke stehen müssen.
 
Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die nur Klavier spielt.
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RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Hallo,

ehrlich gesagt finde ich das Design gar nicht mal so schlecht.
Weil es sich um eine Doppelhals handelt. Durch den verlängerten Headstock sieht es nicht mehr quadratsich, praktisch, scheisse aus, sondern bekommt wieder ein eher rechteckiges Format bzw Proportion wie eine normale Einhals-Gitarre.

Abgesehen davon finde ich den MM-Standard-Headstock sowieso immer schon ein wenig zu kurz, irgendwie pummelig.

Eine reine 12-saitige mit dem Headstock allerdings würde vermutlich flach und platt und hässlich wirken.

Aber in der abgebildeten Kombination finde ich das stimmig.

Aber Design ist wie immer äusserst subjektive Geschmacksache...

Viele Grüsse

Michael
 
Die Gewohnheit ist der Sieg der Zeit über den Willen!
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RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

juergen2 schrieb:
Hallo,

ehrlich gesagt finde ich das Design gar nicht mal so schlecht.

Aber in der abgebildeten Kombination finde ich das stimmig.

Aber Design ist wie immer äusserst subjektive Geschmacksache...


Sehe ich recht ähnlich wie Michael. Oben 4:2 unten eben 8:4 - passt doch alles. Wie soll man das auch anders lösen, will man nicht eine komplett andere Form des Headstocks. Sowas spielt eh keiner und ich erst recht nicht
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RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Magman schrieb:
Sowas spielt eh keiner und ich erst recht nicht

Tach zusammen!

Die Musicman Kopfplatte sieht schon ein wenig gezwungen aus. Das Instrument habe ich übrigens bei Steuart Smith bei den Eagles gesehen. Bei welchem Lied setzt er es nochmal ein? Nach meinem Empfinden hätte eine etwas angepaßter Headstock der Yamaha Pacifica

dem Instrument besser gestanden. Auf jeden Fall hätte ich auf ein krampfhaftes Wiederholen des 4:2 Designs eher verzichtet.

Der Hockeyschläger von Fender

ist ja auch nicht so der Brüller, und mit der Burns

und der Shergold

kann man auch den Garten umgraben. Dabei ist leider der Griff ein wenig unhandlich.

Von der Eleganz her kaum zu toppen ist ja die Rickenbackerlösung:

Solange sie sich aber nicht dazu entscheiden, den Headstock zu durchstechen, ist das Besaiten eine verdammte Sträflingsarbeit.

Schlicht und geschmacklos finde ich immer noch die Version 2 der alten VOX Instrumente:

Hätten sie den noch ein wenig schmaler gemacht, hielte ich ihn für gelungen. So ungefähr:


Lösungen wie bei BC Rich
http://www.soundsliveshop.com/Handlers/ProductDetail/Main/ProductDetailImage.ashx?Path=/Resources/Images/main/B10G.jpg
oder Washburn
http://media.photobucket.com/image/Washburn%20electric%2012/turquoisemoleeater/guitars/Washburn12.jpg

finde ich ja nicht so prickelnd.
Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Hmtja. Ich glaube einfach es gibt nun mal Wahrheiten, da geht nix dran vorbei. Leverkusen wird nie Meister und 12-String-Kopfplatten sehen shice aus, sogar bei PRS:



Insofern finde ich die beste Lösung die radikale von Steinberger, nämlich ohne Kopfplatte, und am Steg machen die das ziemlich genial mit nur einem großen, verstellbaren Tuner:



Andererseits hab ich den bisherigen paarundzwanzig Jahren des E-Klampfens noch nie ne E-12-String vermisst ...
 
"Jetzt hör doch mal auf mit deiner 'Dynamik', ich spiel doch schon so laut ich kann!"

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Good guy list / gute Deals mit: lespaul04, Bierschinken, blues2004, godblesspete, tummy ))), wiesi, mad cruiser, ticemusic, Roli0333, unicut; mehrfach: tdfka Edin van Halen, Patzwald


Zuletzt bearbeitet von steinberger am 25.01.2012, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

mad cruiser schrieb:
Nach meinem Empfinden hätte eine etwas angepaßter Headstock der Yamaha Pacifica dem Instrument besser gestanden.

Auf jeden! Grundsätzlich wäre das ja mit dem MM-Kopfplattendesign kompatibel.

Nebenbei: Letzten Donnerstag auf dem Chickenfoot-Konzert solierte Herr Satriani (zu "Something Going Wrong") auf einer 12saitigen. Schnell wie üblich, inclusive Bendings. Ich machte ein wenig "Boah!" und "Ui!".
 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

Tu Deinem Admin was Gutes.
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RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Magman schrieb:
juergen2 schrieb:
ehrlich gesagt finde ich das Design gar nicht mal so schlecht.

Aber in der abgebildeten Kombination finde ich das stimmig.

Sehe ich recht ähnlich wie Michael. Oben 4:2 unten eben 8:4 - passt doch alles. Wie soll man das auch anders lösen, will man nicht eine komplett andere Form des Headstocks.

Naja, in Regionen, wo Heinz Becker als modische Stilikone und beige Popeline-Jacken
als trendy durchgehen, da mag man halt auch derartige 8:4 Kopfplatten ...
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Die komplette Klampfe sieht sooo Schice aus, da kommt's auf die Kopfplatte nicht mehr an...
 
Too old to die young...
Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Hi,
ich muss sagen, der Gibson-Headstock gefällt mir eigentlich auch ganz gut:
[img]http://www2.gibson.com/Images/Products/ElectricGuitars/SG/Gibson-Custom/Don-Felder-Hotel-California-SG-Double-Neck/Features-Images/Features-Neck-and-Headstock-jpg.aspx?width=300&height=200[/img]


Danelctro finde ich auch nicht schlecht:



Aber Rickenbacker hat es mit Abstand am schönsten gelöst

Basti
Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Steinberger schrieb:
Andererseits hab ich den bisherigen paarundzwanzig Jahren des E-Klampfens noch nie ne E-12-String vermisst ...

Für eine Weile geht es mal, auf Dauer hört man sich als Musiker daran
über, was den Cleansound betrifft. Viele spielen das Instrument dann
6-saitig weiter. Bei meiner Dean Sarasota 12-string,
es ist eine Semi-Solid mit Mahagoni Body, habe ich die 2 oberen Bass-Saiten noch doppelt,
das höre ich seit langem gerne, die Bespielbarkeit ist gut, ich nehme es
dafür gern in Kauf, daß sie etwas Kopflastig ist.
Was ich noch für wichtiger als das Kopfplattendesign finde, ist die Bridge.
Die mit 6 Reitern sind problematisch in Sachen Bundreinheit, da muß
gemauschelt werden. Eine Gitarre, die nicht bundrein einstellbar und
evtl. noch schwer bespielbar ist nervt mich absolut, dann spiel lieber
im Dunkeln, dann sind alle Gitarren grau....
Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

W°° schrieb:
Das geht auch schön und funktionell:


Ich bin ja nicht so ein Fan von F-gelochten Gitarren, aber das ist ja mal ein ausgesprochen schönes Exemplar! Dann auch noch als 12-Saiter...

Ist die von Dir? Du hattest doch auch mal ein Modell namens "Sahara-Rock", oder? Aber da steht nix von Kraushaar...

Gruß, Micha
 
Irgendwas is immer.
Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Bin da auch wieder von den Mosrite Gitarren überzeugt :D Aber klar, für mich ist das schönste Design auch das der Rickenackers


Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Die Mosrite Kopfplatte sieht irgendwie aus wie eine Taucherflosse mit Spikes
Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Banger schrieb:
Nebenbei: Letzten Donnerstag auf dem Chickenfoot-Konzert solierte Herr Satriani (zu "Something Going Wrong") auf einer 12saitigen. Schnell wie üblich, inclusive Bendings. Ich machte ein wenig "Boah!" und "Ui!".


Um bei dem OT nochmal nachzuhaken: Ja, genau! Und hatte dabei auch auf einmal 'nen super Sound. War die 12er eine alte Ibanez?
Verfasst am:

RE: 12-string-Headstocks - der implizite Designunfall?

Hollestelle schrieb:
Ist die von Dir? Du hattest doch auch mal ein Modell namens "Sahara-Rock", oder? Aber da steht nix von Kraushaar...

Gruß, Micha


Hallo Micha,
der Besitzer hat die Anfangssilben der Namen von Frau und Töchtern zu "SAHARA" verbunden. Er hat zwei Gitarren von uns.
Bei akustischen Gitarren steht der Name auf dem Zettel in der Gitarre. Tradition...
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

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