Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

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Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Als Röhrenamp-Neuling noch n paar doofe Fragen:

Der Excelsior hat ja kein Standby. Ich schnappe mir mind. 5 Mal am Tag die Gitarre um für ne viertel oder halbe Stunden rumzuklimpern. Was ist besser für die Lebensdauer der Röhren - den Verstärker quasi 16 Std. anzulassen oder ihn immer an und auszuschalten?

Griechenlandspezifische Probleme:

Wie reagieren Röhren auf kurzfristige Stromausfälle (< 1 sec.) ? Sowas haben wir hier oft.

Was manchmal auch droht, ist ein Abfall der Netzspannung auf 60 bis 80 Volt. Glühlampen glimmen dann nur noch. Geh ich recht in der Annahme, dass ich an Tagen, an denen sowas droht (Gewitter, Sturm, große Kälte oder Hitze), den Amp besser ganz auslasse? Meine ganze Nicht-Röhren-Unterhaltungselektronik verträgt das bislang erstaunlicherweise.

Gruss,

Frente
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RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Hi

Also ich bin kein Elektroniker oder Ampexperte, aber
aus meiner eigenen Erfahrung mit würde ich sagen


1) Amp eher an- und ausschalten. Ansonsten liegt den ganzen
Tag Spannung an den Endröhren an, und das ist genau der
Punkt weswegen Endstufen Röhren altern.

2) Röhrenamps sind mMn eher unempfindlicher gegen
Netzunterspannung als z.B. digitaler Kram. Bei zu
wenig Spannung funktioniert er eben nicht mehr richtig
oder klingt evtl merkwürdig. Manche Leute wie E.v.Halen
mögen das und kaufen sich nen Variac, mit dem man die
Spannung reduzieren kann (aber nicht so weit bis 80V runter) ........


Eine gute Idee ist es übrigens solche

http://www.conrad.de/ce/de/product/533491/ESKA-Feinsicherung-5-x-20-mm-522517-1A-250-V-10-A-Traege-T-Inhalt-10-St/SHOP_AREA_38928&promotionareaSearchDetail=005

Sicherungen im Haushalt zu haben. Davon gibt es Normalerweise
eine Netzsicherung und meistens eine extra Röhrensicherung(en).
Natürlich unbedingt mit der richtigen Ampere Zahl und für Tubeamps
unbedingt in träge kaufen. So eine Sicherung kann sich auch
mal zwischendurch verabschieden, gerne auch mal wenn die Endstufenröhren älter werden.
Meist in eher ungünstigen Situationen.

Was Röhren auch nicht so gut vertragen ist starke mechanische
Belastung im warmen Zustand. Also nach einem Gig evtl erst mal
in Ruhe die Kiste abkühlen lassen.


Ansonsten müsste derExperte Bierschinken hier mal
was fundierteres schreiben ............



Gruß nach Süd Kreta
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RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

ich bin auch kein Elektriker. Was ich weiss, ist, dass das ständige Ein- und Ausschalten den Röhren aber mehr zusetzt, als wenn sie mal ne Weile eingeschaltet sind und auch bleiben. 16h find ich allerdings auch sehr übertrieben. Ich spiel nen Fender 57 Champ , der auch keinen Standby Schalter hat und lass den auch mal 3 Stunden lang an , statt den alle 20 Minuten ein und auszuschalten.
Man muss sie ja dann nicht unter Vollast aufgedreht lassen ;)
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RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Blos nicht! Das schreit doch förmlich nach Kathodenvergiftung. An-Ausschalten ist echt gesünder, als Stunden im Standby!

Desweiteren interessiert es mich auch, wo Du wohnst, dass es solche seltsamen Einbrüche gibt.
Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Hi!
Ich hatte früher auch das selbe Spielverhalten. Meinem Peavey Deltablues (auch ohne Standby) hat's bis jetzt nicht geschadet, dass ich ihn für kurze Sessions mehrmals am Tag ein- und ausgeschaltet hab. Röhrenwechsel war in 6 Jahren (3 mit deinem Spielverhalten) nicht nötig. Nach Gigs oder längerer Beanspruchung lass ich ihn aber auch immer abkühlen, bevor er bewegt wird.

Zum Spannungsproblem kann ich nix sagen...

Gruß
 
_________________________________
Die wahre Musik steht nicht in den Noten
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RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Adrenochrome schrieb:
...
Desweiteren interessiert es mich auch, wo Du wohnst, dass es solche seltsamen Einbrüche gibt.


Gugg doch mal in Frentes Profil, da steht's...
 
D'oh!

On sale:
Multicore 16/4
Mischpult mit Knöpfen ohne Computer Yamaha MG16/6fx
Mixercase mit Aufsteller extra tief!
Behringer graphischer EQ 3102
Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

gelöscht
 
Viele Grüße


Zuletzt bearbeitet von Bathos am 25.02.2014, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Ich würde auch noch gerne eine Frage dazwischen schieben. Wie lange muss der Amp bzw. die Röhren nach dem Abschalten abkühlen, bis ich den aus dem Proberaum wieder in das Auto verfrachten kann?
 
Beste Grüße, Roger

...bye by DR Z...
Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Moin,

ich würde den Amp an Frentes Stelle ebenfalls dann einschalten, wenn ich ihn brauche.

Ansonsten, das sind Röhrenverstärker, und keine rohen Eier. Warmlaufen, das mache ich während meine Finger warmlaufen. Prinzipiell geht es los, wenn der Amp einen Ton von sich gibt. Abkühlen lassen, das mache ich während ich alles andere zusammenräume, aber wenn es sein muß bewege ich den Amp auch sofort oder im eingeschalteten Zustand. Ich lasse den ja (hoffentlich) nicht fallen... Und von warm nach kalt, was soll denn bei den unglaublichen 50C Temperaturdifferenz passieren? Die Röhren zerspringen wegen dem Temperaturschock? Nee, nee, die Röhre verträgt ja wesentlich höhere Temperaturunterschiede zwischen "An" und "Aus". Da macht der Unterschied zwischen dem 30C warmen Proberaum und den -20C kalten Winter keinen Unterschied. Wenn die Röhre noch warm ist, kühlt sie etwas schneller ab, und wenn sie bereits kalt ist, naja, kühlt sie halt noch etwas mehr ab...

Locker bleiben, aber nicht übertreiben...

Ciao
Monkey, der jetzt mit tiefgekühltem Amp in den Proberaum geht, und sofort loslegt wenn aufgebaut...

Sorry für OT
 
D'oh!

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Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Danke für die Antworten. Resumee: Also doch besser 6 x am Tag an- und ausschalten statt Dauer-An. Richtig? Auf der einen Seite leuchtet ein, dass Röhren durch Erwärmung und Abkühlung evt. ehr leiden als unter Dauerbetrieb, auf der anderen Seite läst aber auch Dauerbetrieb die Dinger altern. Und setzt sie in meinem Fall den andern Gefahren aus.

Zur grauseligen Netzversorgung und Installation: Auf griechischen Inseln ist das gang und gebe, es gibt lange Komplettausfälle wenn irgendwas kaputt ist (unproblematisch, weil wie aus- und anschalten für den Amp), 10tel Sekunden Ausfälle wenn etwas am kaputtgehen bei ist (Problemfall 1) und die minuten- bis stundenlangen Unterspannungsphasen (Problemfall 2). Trafostationen stehen frei ohne Wetterschutz, bei entsprechender Verdreckung und Luftfeuchtigkeit kann man schöne Lichtbögen beobachten (auch Grund für viele Brände!). Oberirdische Kabel reißen bei Sturm und fallen auf andere. Kritisch bei Hitze: alle machen die AC an. Kritisch bei Kälte: alle die Heizlüfter und E-Radiatoren. Woop - dunkel.
Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Moiners,

Mach dir da nicht sonen Kopf, einfach anschalten und spielen...

Den Röhren schadets nicht

Grüße,
Swen
 
Crank it!
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RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Frente schrieb:
Zur grauseligen Netzversorgung und Installation: Auf griechischen Inseln ist das gang und gebe,

Kritisch bei Hitze: alle machen die AC an.
Kritisch bei Kälte: alle die Heizlüfter und E-Radiatoren. Woop - dunkel.


Jetzt neu in Süd Kreta: Kritisch Frente spielt Power Chords
und bringt so die Stromversorgung so ins Wanken .......

Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Dr.Dulle schrieb:
Kritisch Frente spielt Power Chords
und bringt so die Stromversorgung so ins Wanken .......



Merke, Stromversorgung wankt auch in Griechenland nicht unter Hm7b5
Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Thorgeir schrieb:
Dr.Dulle schrieb:
Kritisch Frente spielt Power Chords
und bringt so die Stromversorgung so ins Wanken .......



Merke, Stromversorgung wankt auch in Griechenland nicht unter Hm7b5


Stimmt! Die Flat 5 läßt immer alles abrauchen. Aber sofort. Deshalb ist Jazzartiges hier auch so unbeliebt.
Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

FretNoize schrieb:
Verminderte Akkorde, vermindertes Einkommen.


Ha! Den merk ich mir
Verfasst am:

RE: Röhren, Lebensdauer, mittelalterliche Stromversorgung

Frente schrieb:
Thorgeir schrieb:
Dr.Dulle schrieb:
Kritisch Frente spielt Power Chords
und bringt so die Stromversorgung so ins Wanken .......



Merke, Stromversorgung wankt auch in Griechenland nicht unter Hm7b5


Stimmt! Die Flat 5 läßt immer alles abrauchen. Aber sofort. Deshalb ist Jazzartiges hier auch so unbeliebt.

Gibts deshalb jetzt auch schaltbar:





...das ist übrigens ein OBERGEILES Pedal. Ich schreib demnächst ein Review. Sowas hab ich noch nicht gehört. Sensationell. Mit oder ohne Stromschwankung!
 
Gruß
Markus


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