Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

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Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Na da will ich euch doch natürlich auch Teil haben lassen...
Ein "defekter" Peavey Bandit 112 in ebay geschossen aus der beliebten Redstripe Serie, also Serie II, Made In China (Redtripes gab es auch kurz vorher Made in USA), guter Zustand, 80 Watt, 12 " Speaker, 2 Kanal mit Voicings, Reverb (Federhall) usw.

Die Redstripes (rote Streifen) sollen ja von allen Bandits am "besten" klingen sagt man, bzw. das Internet.
Kann ich selber nicht beurteilen, da ich nur diesen hier kenne und jetzt auch habe.
Außerdem ist mir das ziemlich egal.
____

Also los geht's, ausgepackt und angesteckt, kurzes fiepen, geklacker, kein Ton.
Ok mal die andere (Low Gain) Buchse probieren, und na da geht der Amp ja.
Der Amp müsste jetzt um die 15 Jahre alt sein, also alle Buchsen erneuern (schon bestellt), da die ext. Speaker Out auch nicht geht.

So schaut das Prachtstück aus.


Sehr stabil gebaut sowohl Chassis als auch das Gehäuse und alles drum herum.
Lediglich die Schalter (Voicings) wirken ein wenig billig, sind aber innen zum Teil aus Metal
Geht alles problemlos, ein paar Potis kratzen leicht, verschwindet aber sobald ich mit dem Spray rein puste.

Zu irgendwelchen Mods habe ich noch nichts vernünftiges gefunden, hat der Amp auch eigentlich nicht nötig., lediglich das Rauschen im Lead Kanal könnte etwas weniger sein.

Ansonsten hat der Amp einen parallelen ext. Speaker Out mit mind. 8 Ohm steht da, gut, ich brauch aber einen seriellen, also wo der interne Speaker stumm geschaltet wird.
Den werde ich einfach mit Hilfe einer Schaltbuchse zwischen dem internen Speakerout löten.
Der dürfte dann auch mind. 8 Ohm haben oder ?
Ich werde das mit den Impedanzen irgendwie nie peilen...
Jedenfalls messe ich am Speaker 10 Ohm, das dürfte dann ein 8 Ohm Speaker sein, und demnach schätz ich mal auch die mindest Ohm Impedanz.

Jetzt heisst es erstmal warten auf die neuen Buchsen und den Schaltplan mal erkunden.

Wer will kann sich den Originalplan der Redstripes von Peavey hier ziehen:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/35754713/Noisezone/Transtube_Bandit_II_schematic.pdf


Der Amp bekommt nun morgen ne Reinigung, d.H. das Tolex mal ab wischen und das Panel mal entsiffen.
Riecht irgendwie wie alte Oma oder wie Sportstunde
Zudem Lötstellen kontrollieren und ggf. nach löten
 
LG nOise

ZoneOfNoise
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Hallo Noize,

wenn ich einen 8 ohm Lautsprecher mit einem Ohmmeter messe, liest sich da normalerweise um die 6 Ohm. Kann es sein, dass Dein Speaker nicht doch 16 Ohm Impedanz hat? Könnte so ausgelegt sein, dass die Enstufe nicht verbraten wird bei Unachtsamkeit (mit einem 4 Ohm Lautsprecher parallell kommt man dann immer noch auf etwas ueber 3 Ohm Gesamtimpedanz?).


Nur so ein Gedanke...

Gruss

Alex
Verfasst am:

Re: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Noisezone schrieb:
Na da will ich euch doch natürlich auch Teil haben lassen...
Ein "defekter" Peavey Bandit 112 in ebay geschossen aus der beliebten Redstripe Serie, also Serie II, Made In China (Redtripes gab es auch kurz vorher Made in USA), guter Zustand, 80 Watt, 12 " Speaker, 2 Kanal mit Voicings, Reverb (Federhall) usw.

Die Redstripes (rote Streifen) sollen ja von allen Bandits am "besten" klingen sagt man, bzw. das Internet.
Kann ich selber nicht beurteilen, da ich nur diesen hier kenne und jetzt auch habe.
Außerdem ist mir das ziemlich egal.


Als ich vor ca. 10 Jahren nach einem Amp für Jazz gesucht habe, habe ich sehr, sehr viele Amps auf ihre Cleansounds angespielt. Platz eins teilten sich ein früher Silverface Twin mit Blackface Innenleben und ein AER. Direkt dahinter kam für mich ebenjener Peavey Bandit.

Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
Verfasst am:

Re: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Noisezone schrieb:
Ansonsten hat der Amp einen parallelen ext. Speaker Out mit mind. 8 Ohm steht da, gut, ich brauch aber einen seriellen, also wo der interne Speaker stumm geschaltet wird.
Den werde ich einfach mit Hilfe einer Schaltbuchse zwischen dem internen Speakerout löten.
Der dürfte dann auch mind. 8 Ohm haben oder ?
Ich werde das mit den Impedanzen irgendwie nie peilen...
Jedenfalls messe ich am Speaker 10 Ohm, das dürfte dann ein 8 Ohm Speaker sein, und demnach schätz ich mal auch die mindest Ohm Impedanz.

Jetzt heisst es erstmal warten auf die neuen Buchsen und den Schaltplan mal erkunden.

Wer will kann sich den Originalplan der Redstripes von Peavey hier ziehen:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/35754713/Noisezone/Transtube_Bandit_II_schematic.pdf


Also nach dem Schaltplan hat der Amp einen 8 Ohm Speaker eingebaut und verträgt problemlos 4 Ohm, welche ereicht werden, wenn man einen zweiten 8 Ohm Lautsprecher gleichzeitig anschliesst, weil dann beide Speaker parallel verschaltet sind.

Viele Grüße,
gp
 
Früher dachte ich, dass alle Musiker nette, freundliche und intelligente Menschen sind.
Dann fing ich an, selbst Musik zu machen.
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Ja, das mit dem gemessenen 10 Ohm Speaker ist schon komisch, obwohls ein Sheffield 1230 ist..kommt aber eh ein anderer rein also wurscht ;)
Ausserdem verträgt der Amp auch 16 Ohm Speaker, als Mindestimpedanz sind ja 8 Ohm angegeben.

Heute war Putztag, Tolex Chassis usw gereinigt, man kann schon sagen aufbereitet.
Den Gestank neutralisiert, roch wie Sportstunde.
Als Tips kann ich folgendes geben:
Für versifftes Tolex, Bespannungen etc. eignet sich Polsterschaum recht gut, kennt man aus dem Automobilbereich.
Einsprühen, trocknen absaugen, nach wischen fertig.

Gegen Mief und Gestank, der Amp stand wohl irgendwo im Stinkeproberaum, hilft ne Schale Essig über Nacht in den Amp stellen.
Kaffeesatz soll da auch funktionieren.

Sauber isser zumindest schonmal und quasi wie neu.
Jetzt heisst es warten auf die Teile...


Edit: Achja, beim innen auswischen is mir aufgefallen daß die Schallwand aus Birke Multiplex besteht
 
LG nOise

ZoneOfNoise
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Noisezone schrieb:
Ja, das mit dem gemessenen 10 Ohm Speaker ist schon komisch, obwohls ein Sheffield 1230 ist..kommt aber eh ein anderer rein also wurscht ;)
Ausserdem verträgt der Amp auch 16 Ohm Speaker, als Mindestimpedanz sind ja 8 Ohm angegeben.


Ein Kollege schrieb vor ewigen Zeiten

finetone schrieb:
Mit dem Digital-Multimeter mißt Du nun den Gleichstromwiderstand, der liegt immer unterhalb der angegebenen Lautsprecherimpedanz.
Liegt der Wert unter 4Ohm, ist es ein 4Ohm-Speaker, liegt er unter 8Ohm, ist es ein 8Ohm-Speaker und liegt er über 8Ohm, so ist es ein "16Öhmer".

WICHTIG: 1. Das ist eine Faustregel und trifft nicht auf 100% aller Lautsprecherchassis zu, in der Regel aber schon.
2. Den Wert IMMER nach OBEN interpretieren. Würdest Du z.B. 5,6Ohm messen, dann ist es trotzdem ein 8Ohmer und kein 4Ohmer.


 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan


Zuletzt bearbeitet von Dr.Dulle am 24.05.2013, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Ok, hab gerade nochmal nachgemessen und siehe da 6,8 Ohm

Keine Ahnung, aber anscheinend habe ich gestern irgendwas verpeilt, jedenfalls habe ich jetzt 20mal gemessen und komme immer auf 6,8 Ohm.
 
LG nOise

ZoneOfNoise
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RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Noisezone schrieb:
Ok, hab gerade nochmal nachgemessen und siehe da 6,8 Ohm

Keine Ahnung, aber anscheinend habe ich gestern irgendwas verpeilt, jedenfalls habe ich jetzt 20mal gemessen und komme immer auf 6,8 Ohm.



...jaja. Daher gucke ich immer etwas komisch, wenn Kollege Gitarrist schreibt, das er Potis in seiner neu erworbenen Klampfe rauswirft, weil er 395 K-Ohm statt der angegebenen 500 K-Ohm misst.
In dem hochohmigen Bereich muß man schon wissen, wie man möglichst genau misst. In den sehr niederohmigen Bereichen auch. Stichwort: oxidierte Lötstelle, auf der gemessen wurde, dreckige und billige Messspitzen usw.


Viele Grüße
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Birkel schrieb:
Noisezone schrieb:
Ok, hab gerade nochmal nachgemessen und siehe da 6,8 Ohm

Keine Ahnung, aber anscheinend habe ich gestern irgendwas verpeilt, jedenfalls habe ich jetzt 20mal gemessen und komme immer auf 6,8 Ohm.



Stichwort: oxidierte Lötstelle, auf der gemessen wurde,


Viele Grüße


Genau das wars, hatte ich nicht gesehen ;)


____

Boah Leute, gradmal den Wizard an den Bandit gehängt, glaub darf den Speaker doch nicht verkaufen, das passt irgendwie wie arsch auf eimer !

 
LG nOise

ZoneOfNoise
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

So, nun also erstmal der "serielle" Speaker Out.
Platz gefunden, gemessen, gebohrt (11mm), mit Sauger natürlich und das wars schon fast.

Ganz links im Bild die Stereobuchse für den parallelen speaker out (interne Speaker läuft beim Einstecken einer ext. Box mit).
Daneben die Speakerkabel, welche direkt zum internen gehen.
Die Schaltbuchse unterbricht einfach die Verbindung und leitet das Signal statt zum Internen, zum Externen.
In der Mitte zu sehen (rote Mutter), die neue Schaltbuchse für den ext. seriellen Speaker out, beim Anschließen einer Box wird dabei der interne Lautsprecher stumm geschaltet.
Man könnte jetzt sogar zwei Zusatzboxen damit laufen lassen ;)
 
LG nOise

ZoneOfNoise
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

So, weiter gehts.

Der Amp läuft soweit ganz gut, nur hab ich so ein komischen knacken wenn der Amp kalt ist



nach ner Minute isses weg.

Finde keine fehlerhafte Lötstelle, noch kaputte Bauteile auf den Boards.

Da es nur im kalten Zustand auf tritt, hab ich mal die Leistungstransistoren im Verdacht.
 
LG nOise

ZoneOfNoise
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Noisezone schrieb:
so ein komischen knacken wenn der Amp kalt ist ...
nach ner Minute isses weg.
... hab ich mal die Leistungstransistoren im Verdacht.


das vermittelt den Eindruck, als würde ein Tremolo mitticken. Aber...
ich tippe mal auf Ladekondensatoren bzw. Netzteil.

Häng mal extern nen fetten Elko an die Diodenbrücke oder weiter hinten im Signalweg nen Entstörkondi nahe bei den Endtransistoren.
Eigentlich müsstest du mit nem vernünftigen Oskar den Störenfried schnell aufgespürt haben.
 
mit freundlicher Empfehlung
Verne

http://www.blues-corporation.eu
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wenns denn reicht ... Na dann.
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Noisezone schrieb:
Oskar ?


Ich vermute er meint Oszi. (Aber nicht Oszi Osborne )

Gruß,
Don Mauzo
 
Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung was dann passiert ist...

Einwandfreie Deals mit folgenden GW'lern: Armint, A.N.Other, burstcracksplit, Docter, Duesentrieb, gitarrenruebe, grommit, lowbee, taschakor, Patzwald, Schrabbelman, twulf, WaveMaster und Wolfgang.
Verfasst am:

RE: Peavey Bandit 112 Redstripe Rumgefummel.

Mit einem "Oszi" bist da 3 Wochen dran, das Störsignal ist viel zu steilflankig, um es eindeutig zu sehen - es schiebt sich von vorne bis hinten durch die komplette Schaltung.
Das ist sehr wahrscheinlich eine fauler Kondensator, der sich beim Betrieb langsam "heilt" oder eine kalte Lötstelle, evtl. ein Haariss auf der Platine.
Spar das Kältespray, das hilft dir auch nicht weiter.
Viele Grüße
W.-B
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