Neue Gitarre verstimmt sich extrem

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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Wizard schrieb:
Julle schrieb:
Meine Hauptgitarre ist 'ne Epiphone Les Paul Custom (okay, ohne Bigsby). Da verstimmt sich nichts, wenn man die Saiten vernünftig aufzieht. Ich hab aber damals auch immerhin 650 Euro auf den Tisch gelegt. In der Preisklasse kann man auch bei Epi erwarten, dass sich die Klampfe nicht verstimmt, auch, wenn die Marke hier gerne gebasht wird.

Beim besten Willen: Das ist für ne Les Paul kein Preis.
Und erwarten darf man für den Preis eben nix.
Just my...

Gruß Peter


Hi,

dann mal die Gegenfrage:
ab welchem Preis darf man denn was erwarten...??

Gruß
Der Nominator
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Nominator schrieb:
...Kollegen die schon 20 Jahre Gitarre spielen und auf ihrer Gitarre ein einziges Saitendraht-Gewirr auf ihren Mechaniken haben...

So wie dieser freundliche Herr?



Der Blues Boy wickelt gerne die ganze Saite auf. Geht auch.

Gruß,
Verfasst am:

RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Nominator schrieb:
Wizard schrieb:
Julle schrieb:
Meine Hauptgitarre ist 'ne Epiphone Les Paul Custom (okay, ohne Bigsby). Da verstimmt sich nichts, wenn man die Saiten vernünftig aufzieht. Ich hab aber damals auch immerhin 650 Euro auf den Tisch gelegt. In der Preisklasse kann man auch bei Epi erwarten, dass sich die Klampfe nicht verstimmt, auch, wenn die Marke hier gerne gebasht wird.

Beim besten Willen: Das ist für ne Les Paul kein Preis.
Und erwarten darf man für den Preis eben nix.
Just my...

Gruß Peter


Hi,

dann mal die Gegenfrage:
ab welchem Preis darf man denn was erwarten...??

Gruß
Der Nominator


Eigentlich ist die Antwort ja einfach:
Wenn man bei Epiphone 'ne verstimmungsfreie Les Paul für 650 Euro kriegt, kann man das von allen Gitarren dieser Preisklasse erwarten - immerhin ist es ja anscheinend machbar.
Für mich gehört es zu den absoluten Basic-Eigenschaften, dass eine Gitarre ihre Stimmung hält. Egal ob für 200 oder 5000 Euro.

10.000 € für 'nen Daihatsu Sirion sind natürlich auch kein Betrag für ein Auto, wenn man das mit Porsche vergleicht. Denke ich mir deshalb beim Kauf: Ach, der Tank ist zwar nicht dicht und der vierte Gang funktioniert nicht, aber das kann man für 10.000 Euro nicht erwarten, weil es ja kein Betrag für ein Auto ist? Irgendwie... bekackt.
 
"Ein Lothar Matthäus hat es nicht nötig, von sich in der dritten Person zu sprechen." (Lothar Matthäus auf die Frage bei einer Pressekonferenz, warum er öfter von sich in der dritten Person spreche)
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

sunburst schrieb:
Nominator schrieb:
...Kollegen die schon 20 Jahre Gitarre spielen und auf ihrer Gitarre ein einziges Saitendraht-Gewirr auf ihren Mechaniken haben...

So wie dieser freundliche Herr?



Der Blues Boy wickelt gerne die ganze Saite auf. Geht auch.

Gruß,


Hi,

oh ha, da hast Du genau ein treffendes Beispiel genannt.

Ich habe noch irgendwo auf einer Cassette einen Live-Mitschnitt von B.B.King aus den 70er Jahren als er mal in Berlin gespielt hat - ich meine es war in der Philharmonie. Wenn Du das hoerst aenderst Du wahrscheinlich Deine Meinung sofort´- seine Gitarre war sowas von verstimmt - er hat dann noch versucht nachzustimmen aber der Erfolg war leider nur maeesig nur maessig...

Merkwuerdigerweise waren meine Gitarren live noch nie so verstimmt wie die von besagtem Blues Boy.....

Gruß
Der Nominator
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Nominator schrieb:
Wizard schrieb:
Hi,

...Schon allein die Mechaniken dürften anfällig für Verstimmungen sein etc. etc. etc.


Hi,
aber richtig stimmstabil ist dann keine Mechanik dieser Welt.


Gruss
Der Nominator


Hi,

ich hab auf meiner ES ja auch ein Bigsby nachträglich installiert und schwöre auf Locking Mechaniken. Meiner Meinung nach sind die hundertprozentig stimmstabil. Da ist nur fast eine halbe Runde Saite drauf, wenn man vorm Festdrehen richtig Zug aufbringt.

Abgesehen davon erleichtern die aber auch das Aufziehen der Saiten beim Bigsby ungemein. Hinten am Bigsby die Ballends bzw. den letzten Zentimeter der Saite vorher mit einer Rundzange leicht biegen. Dann geht das Aufsetzten auf die typischen Stifte locker von der Hand. Dann die Saite einfach stramm halten und durch die Offnung an der Mechanik fädeln. Mit der linken Hand hinter der Mechanik strammziehen und mit der rechten Hand die Locking Funktion händeln. Bei meinen Klusons ist das eine Schlitzschraube oben im Mechanikschaft. Halbe Umdrehung und schon bist Du im richtigen Bereich.

Damit nimmt man einem Bigsby jeden Schrecken und man kann sogar auch weiter tremolieren als das übliche Bisschen, sofern der Sattel und der Steg und das Bigsby selbst ok sind. Theoretisch soweit, bis die Saiten hinten vom Stift runterrutschen.

Ohne Sch... Meine Meinung: Locking Mechaniken sind beim Bigsby ein Segen!

Und noch was aus meiner ganz subjektiven Meinungskiste:
Vergesst Rollenstege und Rollensättel. Die machen nichts besser, höchstens schlechter. Ein gut gemachter Sattel und ein gut gekerbter Steg, dazu etwas Schmierpaste (Mein Tipp: Rene Martinez Graphit ALL Guitar Lube) sind in Sachen Sustain und Klang das Beste.

Zum Guitar Lube: Ist vielleicht auf den ersten Blich nicht gerade günstig, aber die kleine Tube habe und nutze ich schon ewig. Die hält ein halbes Gitarrenleben, denn man braucht nur sehr sehr wenig.

Das ist nur mein Senf aus eigener Erfahrung.
Zu den Rollenstegen habe ich außerdem gerade einen Test/Erfahrungsbericht in meine Website guitartest.de eingestellt.

Geuß Diet
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Marco23 schrieb:
Wizard schrieb:
Beim besten Willen: Das ist für ne Les Paul kein Preis.
Und erwarten darf man für den Preis eben nix


Höfliche Frage: Hast du das, was du von Julle gelesen hast, auch verstanden? Die Antwort generell kommt mir ein wenig 'schräg' rein...um nicht zu sagen, dass da ein bisschen Arroganz mitschwingt (was von dir wahrscheinlich nicht so gemeint war).

Grz, Marco

Hi Marco und quasi an alle, die das anders sahen.
Nee, sorry, hat nix mit Arroganz zu tun. Ist halt meine eigene Erfahrung.
Wir reden hier von einer Les Paul. Nur von diesem Instrument.
Viel Geld bezahlen heißt nicht immer viel Qualität bekommen. Vollkommen klar.


Und ja, ganz genau: Ich wollte direkt nach meinem Post Tante Edith bemühen
um folgendes zu schreiben: Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt
durchaus relativ gute Les Pauls für einen relativ günstigen Preis.
Allerdings, wie gesagt, das sind die Ausnahmen.
Und nochmals ja: Die PRS SE scheint für den Preis eine wirklich Gute
zu sein. Wie wohl das meiste von PRS, bin nur halt kein PRS Fan.

Gruß Peter
 
> Nothing is as it Seems <
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Danke - so liest es sich, für mich zumindest, schon verständlicher und freundlicher

Grz, Marco
 
Wo kämen wir denn hin, wenn jeder sagte: "Wo kämen wir hin", und niemand ginge, um mal zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge.

When I'm sad, I just sing. And then I realize that my voice is far worse than my problems.
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Guitarplayer schrieb:
Nur um Dich richtig zu verstehen, Du sagst, dass bei Ernie Ball die nicht umwickelten Saiten einen oktagonalen Querschnitt haben?
gp

Jepp. Hatte vor ein paar Monaten mal einen Saitentest gemacht, nachdem mein Gitarrenhändler sein Saitenlager räumen wollte und Saiten für unter 9.-€ anbot. Da habe ich mir dann mal zum ausprobieren das Übliche mal geholt, dann Marken die keine Sau kennt und dann noch Marken die nicht so mein Ding sind, nur um mal zu schauen, ob sich da was geändert hat.
Darunter war dann auf drängen meines Händlers auch die 010er Ernie Ball. Erst habe ich mich gewundert weshalb mir bei den Teilen die Fingerkuppen so schnell schmerzten. Dann habe ich die mal angefasst und zwischen den Dingern gerollt und eben dabei gemerkt, dass da Ecken drin sind. Das habe ich mir dann man genauer angeschaut... und so komme ich auf diesen Hinweis.
Kann natürlich sein, wie der Teufel so will, dass ich nun ausgerechnet eine Fehlcharge hatte. Das wäre dann aber das allererste Mal.

Die Ernie Ball haben einen großen Vorteil (kommt auf die Gitarre an), sie haben eine starke Brillanz in den hohen Mitten. Wer also im Schwerpunkt im Funky zu Hause ist, der wird genau das wollen. Die D' Addrio ist dagegen viel glockiger und weicher. Das wiederum gefällt mir bei einer Hollow-Body einfach besser.
Aber Saiten... na ja ist halt ein sehr persönliches Thema, wo jeder nach einer gewissen Zeit zu seiner persönlichen Vorliebe kommt. Daher immer etwas emotional behaftet.
Verfasst am:

RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Kulle Wumpenteich schrieb:
Dann habe ich die mal angefasst und zwischen den Dingern gerollt

Freud'scher Versprecher...

Gruß,
Verfasst am:

RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

sunburst schrieb:
Kulle Wumpenteich schrieb:
Dann habe ich die mal angefasst und zwischen den Dingern gerollt

Freud'scher Versprecher...

Gruß,

Hahaha... jo der ist amtlich!
Verfasst am:

RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Kulle Wumpenteich schrieb:
sunburst schrieb:
Kulle Wumpenteich schrieb:
Dann habe ich die mal angefasst und zwischen den Dingern gerollt

Freud'scher Versprecher...

Gruß,

Hahaha... jo der ist amtlich!

So, jetzt aber wieder ernsthaft:
Von einer Packung kann man nicht generell auf das Produkt schließen.
Ich hatte bei bei allen großen Herstellern schon fehlerhafte Saiten gehabt.
Am schönsten: Nur 5 Saiten im D'Addario-Tütchen.

Gruß,
Verfasst am:

RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Also das sind einige Tipps

Ich werd Montag die Gitarre ins Auto schmeißen und zu meinem Gitarrenbauer fahren und fragen was das sein kann.
Ich gehe mal davon aus das vorher eine dünnere Saitenstärke drauf war.
Achso und das Bigsby ist standardmäßig drauf verbaut.
Und wie man Saiten auf eine Gitarre zieht und diese dann auch stimmt weiß ich auch, hab nämlich bei meinem Gitarrenbauer mal Praktikum gemacht und da alles gezeigt bekommen wie das geht

Würde sich eine Rollerbridge bei einem Bigsby lohnen?
Verfasst am:

RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Nominator schrieb:
wenn man die Saiten richtig aufzieht - d.h. max 2 Windungen und nicht die ganze Saite wie sie aus der PAckung kommt draufwickelt - und richtig stimmt - d.h. immer von einer zu niedrigen Stimmung hoeher stimmen bis es passt - dann gibt es zwischen Mechaniken keinen Unterschied bei der Stimmstabilitaet.


Das habe ich auch so gelernt. Aber für Allgemeinverbindlich würde ich das nicht erklären.
Vintage Strats haben beispielsweise keinen Saitenniederhalter für die mittleren beiden Saiten (D-G),
zwei Windungen können da möglicherweise zu wenig sein, um genügend Druck auf den Sattel zu bringen.

Grüße
Zodrella
 
πάντα ῥεῖ
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Donere95 schrieb:
Also das sind einige Tipps

Ich werd Montag die Gitarre ins Auto schmeißen und zu meinem Gitarrenbauer fahren und fragen was das sein kann.
gute Idee

Ich gehe mal davon aus das vorher eine dünnere Saitenstärke drauf war.
Achso und das Bigsby ist standardmäßig drauf verbaut.
Und wie man Saiten auf eine Gitarre zieht und diese dann auch stimmt weiß ich auch,
hab nämlich bei meinem Gitarrenbauer mal Praktikum gemacht und da alles gezeigt bekommen wie das geht
hüstel .....

Würde sich eine Rollerbridge bei einem Bigsby lohnen?


=>

diet schrieb:
Und noch was aus meiner ganz subjektiven Meinungskiste:
Vergesst Rollenstege und Rollensättel. Die machen nichts besser, höchstens schlechter.
Ein gut gemachter Sattel und ein gut gekerbter Steg, dazu etwas Schmierpaste (Mein Tipp:
Rene Martinez Graphit ALL Guitar Lube) sind in Sachen Sustain und Klang das Beste.


auch hier würde ich mal den Gitarrenbauer befragen

Gruß
 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Donere95 schrieb:
Also das sind einige Tipps
Würde sich eine Rollerbridge bei einem Bigsby lohnen?

Die Frage ist, ob das bei Deiner Gitarre so einfach möglich ist. Es wird ja seinen Grund haben, weshalb sie keine Rollen hat. Frag Deinen Gitarrenfachmann.

Ich besitze eine Ibanez AS73T-TCR mit einem Bigsby und Rollen. Ich habe mit den Dingern null Probleme. Ob das dann aber für jede Gitarre gilt, ist dann wieder eine andere Sache.
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RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Morgäähn,

ich lese hier gerade die Empfehlung, die Saiten nach dem Aufziehen, auf höhere Stimmung als die gewünschte zu bringen, da die Saite sich noch mal dehnt (ist ja soweit klar) und die Stimmung verliert, im Prinzip ist das richtig. Das kann aber dauern.
Was macht man denn, wenn einem die Saite während der Probe oder Gig reisst und man die selbe Gitarre weiterspielen will, oder keine andere Gitarre dabei hat?
Ich erzähle hier nix Neues; die Saiten aufziehen, auf gewünschte Stimmung bringen, dann jede einzelne Saite etwa in mitte des Korpus packen und mal schön nach oben ziehen (wie Flitzebogen, aber bedächtig), also dehnen, dann nachstimmen, nach etwa 3-4 mal sollte die Stimmung halten.
Neueinsteiger kennen diesen Trick vllt nicht.
Verfasst am:

RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

Also ich hab die Gitarre heute zu meinem Gitarrenbauer gebracht.
Die Gitarre war im Ganzen komplett falsch eingestellt da sie vorher eine Saitenstärke von 9 - 42 drauf hatte und ich jetzt 10 - 46 drauf hab.
Ich hoff ja mal das die dann nicht mehr so schnarrt und scheppert und das die sich weniger verstimmt

ich werd morgen nochmal schreiben wenn ich sie wieder hab.
Und danke an alle für die Tipps
Verfasst am:

RE: Neue Gitarre verstimmt sich extrem

bebob schrieb:
Morgäähn,

Was macht man denn, wenn einem die Saite während der Probe oder Gig reisst und man die selbe Gitarre weiterspielen will, oder keine andere Gitarre dabei hat?
.



Bei Bigsby Gitarren ist eine Backupklampfe Pflicht.

Pflicht.


Pflicht.



Sagte ich es schon? Bei Bigsby Gitarren ist eine Backupklampfe Pflicht.
 
Gruß,

Sascha

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