Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

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Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Hallo liebe Lötkolbenschwinger!

Ich baue wieder mal an meinem kleinen Rack. Dazu habe ich eine 19"-Blende mit Löcher für Klinken-Einbaubuchsen. An diese Buchsen löte ich die Kabel, deren anderes Ende (mit einem Klinkenstecker versehen) dann im Looper oder in einem Effektgerät steckt.
So weit, so gut.

Mein Problem:
Mir scheint das an der Buchse angelötete Kabel nicht sehr sicher. Wenn man die Rackschublade mit den Effekten herauszieht, werden die Kabel immer etwas bewegt. Ich habe Angst, dass so ein Kabel abbricht oder mit einem anderen Kontakt bekommt und dann ist erst mal Ruhe.

Gibt es eine bestimmte Methode, wie man so ein Kabel anlötet?
Gibt es für so etwas eine Zugentlastung?

Ich habe bisher immer die Abschirmung kurz gehalten, damit diese als Zugentlasung wirkt. Das dünne Käbelchen in der Mitte bewegt sich aber trotzdem gefährlich.

So sieht's im Augenblick bei meinen Buchsen innen aus.


Ich möchte allerdings gerne demnächst die "normalen Einbaubuchsen (rechts im Bild) gegen schwarze Kunststoffbuchsen (links im Bild) austauschen, weil dort die Stecker satter drinsitzen.
Für ein paar gute Löt-Tipps wäre ich dankbar.

Vielen Dank schon mal und schönes Wochenende
kiroy
 
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Re: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Hallo kiroy,

zum Löten kann ich nichts Gescheites sagen, aber das Problem kenne ich. Ich suche in solchen Fällen immer nach einer Möglichkeit, das Kabel in der Nähe der Lötstelle sicher zu fixieren (z.B. mit Kabelbinder), so dass kein Zug auf die Lötstellen kommen kann. Ich finde diese kleinen selbstklebenden Plastiksockel ganz praktisch, durch die man die Kabelbinder hindurchziehen kann. Wäre das nichts? Kenne natürlich die Raumverhältnisse in Deinem Rack nicht ...

Grüße vom
Stardustman
 
Man soll nicht alles glauben, was man denkt.
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Re: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Stardustman schrieb:
Hallo kiroy,

zum Löten kann ich nichts Gescheites sagen, aber das Problem kenne ich. Ich suche in solchen Fällen immer nach einer Möglichkeit, das Kabel in der Nähe der Lötstelle sicher zu fixieren (z.B. mit Kabelbinder), so dass kein Zug auf die Lötstellen kommen kann. Ich finde diese kleinen selbstklebenden Plastiksockel ganz praktisch, durch die man die Kabelbinder hindurchziehen kann. Wäre das nichts? Kenne natürlich die Raumverhältnisse in Deinem Rack nicht ...

Grüße vom
Stardustman


Danke Dir, Stardustman!
Platz hat's eigentlich genug, um noch irgendwie eine Zugentlastung unterzukriegen. Leider habe ich keine Idee, wie so eine Zugentlastung aussehen könnte. Was meinst Du mit "Plastiksockel"? Wie sehen die aus?
 
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RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Aaah! Das ist schon mal nicht schlecht.
Hab' ich noch nie gesehen.
Wenn ich die Blende im Rack ganz nach oben oder ganz nach unten mache, könnte ich diese Klebedinger am Case festmachen. Guuute Idee!

Danke!
 
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RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Ahoi, ich kenn das Problem. Ich nehm für diesen Zweck diese Koaxiale Leitung wie es sie
z.B. bei Tube-Town gibt. Den Schirm führe ich verzinnt komplett durch den Anschluss und
verlöte ihn, die Seele wird nur auf die letzten 5mm abgesetzt und angelötet.
Hoffe man kann das auf dem Bild erkennen.



Beim einklinken wird zusätzlich der Klinkenstecker gegen die verzinnte Masse gedrückt. Bessere Verbindung gibts nicht.



Das ganze ist schon ziemlich "Bullet Proof" - hält sicher 5000 mal ein und ausklinken aus....
 
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Finally its back...

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RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Hallo, das ist schon große Lötkunst !
Dass da das Dielektrikum nicht durchschmilzt, alle Achtung.
V.H.
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RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Hi, für solche "bewegten" Lösungen würde ich mir bei einer Einzelbuchse aus einem 15er Aluflachprofil (15 x 1 => Baumarkt) einen Winkel biegen, nachdem ich auf der einen Seite eine 10er Bohrung eingebracht habe. Diesen Winkel würde ich zusammen mit der Buchse am Blech festschrauben. Kabel dann an der Buchse anlöten und das Kabel am nach hinten wegstehenden Teil des Winkels "anstrapsen". Bei mehreren Buchsen würde ich mit einem durchgehenden Blech arbeiten in welches ich an den entsprechenden Stellen Löcher für die Kabelbinder bohre. Ich hoffe Du verstehst wie ich das meine.
Bei einer "feststehenden" Lösung würde ich auch Pieros Lösungsansatz nehmen.
Verfasst am:

RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Anfangs begeistert sehe ich an dieser Einzellösung ein Problem :
Verzinntes Kupfer ist nicht mehr so elastisch, es wird dauerhaft
zur mechanischen Beansruchung der Lötaugen kommen.
Wie lange genau das wirklich gut geht, kann nur Erfahrung lehren.
Auf jeden Fall hält Lötzinn mit Blei länger stand, als reines Lötzinn.
V.H.
Verfasst am:

RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

Normalerweise hält die Masseseele das Kabel.
Die Printbuchse würde ich allerdings mit Lötösen nehmen anstatt der Printausführung.
Ob du offen oder geschlossen nimmst, ist meiner Ansicht nach egal, wenn offen, dann Switchcraft, das sind die besten.
Den schwarzen Kunststoffmantel über der Seele schneid mal etwas weiter ab, der liegt gefährlich nah am Innenleiter. Wenn die beiden sich berühren, hast du einen Übergangswiderstand und damit Soundverluste.
Verfasst am:

RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

V.H. schrieb:
Hallo, das ist schon große Lötkunst !
Dass da das Dielektrikum nicht durchschmilzt, alle Achtung.


Hi, ähem danke, aber nein, ist keine große Lötkunst da der Innenleiter mit Silikon ummantelt
ist, man kann 5 Minuten mit dem Lötkolben drauf bleiben, es verfärbt sich braun, aber schmilzt nicht durch...





V.H. schrieb:
Anfangs begeistert sehe ich an dieser Einzellösung ein Problem :
Verzinntes Kupfer ist nicht mehr so elastisch, es wird dauerhaft
zur mechanischen Beansruchung der Lötaugen kommen.


Ähem, wieder nein, du stellst dir das Konstrunkt vor wie ein Seil das dauernd gespannt und entspannt
wird. Dem ist nicht so, einmal gespannt hat es seine Endposition erreicht.

V.H. schrieb:
Wie lange genau das wirklich gut geht, kann nur Erfahrung lehren.


Wie lang muss diese Langzeiterfahrung sein? Ich hab es es von meinem Soldano Preamp
abgeguckt, dort funktioniert das seit ~20 Jahren. Ich kann mir aber gerne ein Lesezeichen setzen
um dir im Jahre 2033 zu schreiben wie es dort mittlerweile funktioniert


 
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RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

So so, Silikon. Gabs früher wohl nicht. Sonst hätte ich das genommen.
Alles klar, trotzdem gute Lötarbeit - auch wenn man genug Zeit hat.
V.H.
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RE: Frage an die Löt-Profis: Einbaubuchsen löten

finetone schrieb:
...Bei mehreren Buchsen würde ich mit einem durchgehenden Blech arbeiten in welches ich an den entsprechenden Stellen Löcher für die Kabelbinder bohre. Ich hoffe Du verstehst wie ich das meine.
Bei einer "feststehenden" Lösung würde ich auch Pieros Lösungsansatz nehmen.

Vielen Dank, Bernd.
Beim zweiten Durchlesen hab' ich's dann kapiert!
Das scheint mir die (für mich) beste Lösung zu sein. So ein schönes Alu-Blech über die gesamte Breite der Blende und entsprechende Löcher für Kabelbinder und ferttich!
Da ich - wie im ersten Beitrag geschrieben - die offenen Buchsen durch Kunststoffbuchsen ersetzen will, kommt die künstlerisch perfekte Lösung von Piero hier wohl leider nicht infrage. Außerdem ist das bei mir ja auch nicht ganz feststehend, sondern wird immer wieder mal bewegt (öffnen/schließen der Rackschublade mit den Effekten). Da ist dann so eine Zugentlastung à la finetone wahrscheinlich die sicherere Variante.

Django Telemaster schrieb:
... Den schwarzen Kunststoffmantel über der Seele schneid mal etwas weiter ab, der liegt gefährlich nah am Innenleiter. Wenn die beiden sich berühren, hast du einen Übergangswiderstand und damit Soundverluste.

Danke für den Hinweis auf dem schwarzen Kunststoffmantel. Es war mir nicht klar, dass hier eine "Gefahr" besteht. Meine Abisolierzange hat bisher immer alles gleich lang abgezwickt. Muss ich wohl mal etwas zartfühlender rangehen.

Euch allen vielen Dank.
Wenn's fertig ist, poste ich mal Bilder.

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