Pickuptausch: Der große Wurf wars nicht...

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RE: Pickuptausch: Der große Wurf wars nicht...

Schnabelrock schrieb:
Ja n klar, Leute. Jedes Jahr eine neue Runde on top. Meist auch eine neue Preisrunde dabei.

Vorvorgestern Holmes, gestern Kloppmann, Amber, Gerold, was weiss ich.

Und jedesmal klingen die Stars der neuen Saison "jetzt aber wirklich", "endlich so süß und so markant", "definiert, stramm, aber auch singend, twangig und mit schönem chime und mit wumms" - und jedes mal heisst es, das rechtfertigt nun aber wirklich die 70 Öre, die sie mehr kosten, als der Teuermarktführer vom Vorjahr.

Wenn das alles stimmen würde, würden die Strats von 1957 und die 59er Paulas nur noch 500 Euro kosten, denn die Amber (Bareknuckles, Gerold, Fralin, was weiss ich) haben sie längst erreicht, ja überflügelt.

Diesmal aber wirklich!

(Macht mal, aber das findet schon seit Jahren ohne mich statt, ähnliches Phänomen übrigens bei Tretern - auch da kostet die Spitzengruppe so viel wie eine Made-in-Germany-!-Waschmaschine. Auch da klingen die Tonehunter und Mad Professor noch viel toller als die ZVex und Fulltone der Vorjahre - dabei waren die doch schon das Nonplusultra).


Du musst ja nicht dabei sein, ich wäre es auch nicht, wenn ich nicht von diesen PUs tatsächlich überzeugt wäre. Und da ist es mir erst mal egal, was die kosten, weil sie MIR gefallen und ICH damit glücklich bin.

Man kann Dacia fahren oder BMW, fahren tut beides, und das gehört zu den Dingen, für die ich z.B. kein überflüssiges Geld ausgebe. Da ist doch ein paar teurerer PUs eigentlich ein Schnäppchen, oder, wenn man sich dafür 5stellige Beträge bei den Autos spart . Insofern ist eine Diskussion über Preise von PUs genauso wenig zielführend wie die über Preise von Autos, solange der Markt es hergibt, dass die Sachen gekauft werden. Es sind ja auch schon genügend Marken wieder vom Feld verschwunden. Und da hier noch dazu jede Menge persönlicher Geschmack und persönliches Hörempfinden dabei ist, freue ich mich einfach über meine für mich geil klingende Gitarre. Ob sie das mit anderen PUs auch würde, weiß ich nicht, weil es mich tatsächlich nicht interessiert.

Soweit meine 2cents.
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RE: Pickuptausch: Der große Wurf wars nicht...

Schnabelrock schrieb:
..
*BMW-Schlüssel in Schublade leg*



Sehr schön
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RE: Pickuptausch: Der große Wurf wars nicht...

Hallo,

habe in meinen Gitarren diverse Pickups und Hardware getauscht. Auch nicht immer zum Besten:

Bei meiner Heritage H 150 Paula wurden getauscht:
SD Pickups gegen Amber 59 Pickups, Knochensattel, Alu Tailpiece und Titan Bridge. Eine ohnehin schon gut klingende Gitarre wurde dadurch zum Tonmonster. Nicht billig, aber deutliche Verbesserung.

Heritage H 535:
SD 59 Pickups gegen Amber 59 Pickups getauscht, Knochensattel und Alu Stoptailpiece getauscht, ursprünglich war Schaller Hardware verbaut. Erreicht wurde auch hier eine ordentliche Verbesserung des Tons, jedoch nicht so gravierend wie bei der H 150.

Heritage H 555.
verbaut waren Schaller Golden 50ies, die mir garnicht gefielen. Diese wurden gegen SD Seth Lovers getauscht, was mir auch nicht gefiel. Ein bekannter Gitarrenbauer aus Leverkusen gab mir den Tipp entweder Ambers einzubauen, oder SD 59iger, die natürlich wesentlich billiger sind. Habe dann die SD 59iger eingebaut und die Schaller Hardware durch ABM Hardware (Bridge, Alu Tailpiece) ersetzt. Damit wurde eine deutliche Verbesserung erzielt. Man sieht aber an dem letzten Beispiel auch, daß der Upgrade nicht immer sooo teuer sein muss, denn die Pickups müssen einfach zur Gitarre passen. Und hier ist man eben auf entsprechendes Knowhow angewiesen.
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RE: Pickuptausch: Der große Wurf wars nicht...

skerwo schrieb:
Schnabelrock schrieb:
..
*BMW-Schlüssel in Schublade leg*



Sehr schön


Wobei im Automarkt nicht alle zwei Jahre eine neue Boutique-Marke auftaucht, die 37.000 mehr kostet als alle vorher "nun aber wirklich wie ein 59er NSU" fährt

@ Wollinho: Ich hatte Seth Lovers in meiner H-157 ... die miesesten PUS, die ich je hatte. Klangen völlig steril und pfiffen ab Medium-Gain wie Sau. Auf dem Umweg über Barfuss "Duanes" (okay, aber nix Besonderes) bin ich dann bei Classic 57 und Classic 57+ gelandet. Man kann über Gibson als Gitarrenbauer viel schimpfen. Als PU-Hersteller imo nicht.
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RE: Pickuptausch: Der große Wurf wars nicht...

wollinho schrieb:
Man sieht aber an dem letzten Beispiel auch, daß der Upgrade nicht immer sooo teuer sein muss, denn die Pickups müssen einfach zur Gitarre passen. Und hier ist man eben auf entsprechendes Knowhow angewiesen.


Das einzige Knowhow, was da wirklich zählt, ist Ausprobieren.

Das Du mit dem Tip des Gitarrenbauers gut gefahren bist, ist schön, aber letztlich Glücksache, da zu viele Faktoren mitspielen.

Daher hilft letzlich nur probieren.

Wobei die Erwartenhalung auch nicht zu gross sein sollte, zwischen Pickups mit ähnlichen Messwerten wird der Klangunterschied auch nicht sensationell sein.

Viele Grüsse,
gp
 
Früher dachte ich, dass alle Musiker nette, freundliche und intelligente Menschen sind.
Dann fing ich an, selbst Musik zu machen.
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RE: Pickuptausch: Der große Wurf wars nicht...

Guitarplayer schrieb:
Das einzige Knowhow, was da wirklich zählt, ist Ausprobieren.


+ 1 !
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649
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