totales Waterloo im A/B-Test

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RE: totales Waterloo im A/B-Test

gruenspan schrieb:
erniecaster schrieb:
Hallo!

Vielleicht nochmal ohne Schönschrift:

1. Test Langzeit - Yamaha völlig okay.
Pause
2. Test - Yamaha okay, Furch nicht okay (Reihenfolge beachten!)
Pause
3. Test - Furch gut, Yamaha gar nicht okay
Pause
4. Test - Yamaha okay

Alles zuhause, am bewährten Amp, ohne EQ-Schweinereien.

Vielleicht hatte ich am WE auch einfach einen schlechten Tag.


Ganz sicher doofe Ohren.
Habe ich dauernd. Ist zum verrückt werden und meistens nicht heilbar.

Gruß
Stefan


Genau das ist es!

Unsere Ohren sind zum Referenz hören nicht gebaut - im GEGENTEIL!

Die tatsächliche Leistung unseres Gehirns besteht darin, aus dem unglaublichen Konglomerat von Schallereignissen, Geräuschen, Getösen und Gerauschen DAS EINE Signal heraus zu filtern, was wir im Moment wahr nehem WOLLEN.
Ich beschreibe es immer so: Wenn im Stadion 30.000 Menschen Toor rufen, seine kleine Tochter zu hören, die sagt:"Papa ich muss Pipi!" Dafür ist unser Ohr gebaut!
Die Fähigkeit, das Gehör auf das abzustellen, was es in der Summe der Ereignisse hören soll, ist eine unglaubliche Leistung.
Unser Ohr ist ein Hör-Chameleon. Es verstellt alle Parameter der Wahrnehmung mit dem Schall Ereignis und unserer Fokussierung.

Von da her, lieber Matthias, kann ich Dir nur gesunde Ohren attestieren!
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

Salü,

wie schon geschrieben: Aufnehmen hilft echt. Dann kann man den Kaffee trinken und es muss trotzdem nicht still sein.

Und ich finde "gut klingen" etwas ungriffig. Ein Pignose kann auch gut klingen; man kann nur meistens nichts mit ihm anfangen. Vielleicht versteht man sich selber besser, wenn man versucht, Frequenzen oder Attack oder Sustain oder irgendwelche anderen einigermaßen fassbaren Kriterien heranzuziehen.

Schließlich, auch schon oft gesagt: Je nach Kontext und Musik drumherum kann das, was alleine "schlecht" klingt, genau das richtige sein.

Grüßchens,

M. (J.)
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

W°° schrieb:
Die tatsächliche Leistung unseres Gehirns besteht darin, aus dem unglaublichen Konglomerat von Schallereignissen, Geräuschen, Getösen und Gerauschen DAS EINE Signal heraus zu filtern, was wir im Moment wahr nehem WOLLEN.

Ersetze "wollen" durch "müssen", dann ist es auf den Punkt gebracht.

Ralf
 
At the end of the day, a guitar is a piece of wood, and you either have good wood or bad wood. Quite often you change your pickups and electronics anyway, so really, having that little transfer on the headstock makes zero difference. (Steve Rothery)
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

Steht ein Gig an? Das wäre doch die beste Gelegenheit beide mit zu nehmen und von Song zu Song zu wechseln, ist jetzt auch nicht abwegig, da jede Gitarre ihre Vorzüge hat, wie Du ja selbst schreibst.
Dann kannst Du direkt das Auditorium, oder den Kumpel, der darauf achtet, entscheiden lassen, welcher Sound am besten zu welchem Song etc, war.
 
kann Spuren von Ironie, Sarkasmus oder eigener Meinung enthalten, der Genuss für Musiker ist unbedenklich
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

Ich denke, das Stichwort ist hier "Kontext".
Besser oder schlechter ergibt nur Sinn mit einem Ziel vor Augen.
A/B-Vergleiche im Luftleeren Raum sind schon gar nicht hilfreich.

"Would you tell me, please, which way I ought to go from here?"
"That depends a good deal on where you want to get to," said the Cat.
"I don't much care where –" said Alice.
"Then it doesn't matter which way you go," said the Cat.
"– so long as I get somewhere," Alice added as an explanation.
"Oh, you're sure to do that," said the Cat, "if you only walk long enough."




Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

Wenn Walter Recht hat, dann bringt Aufnehmen nix....
Dann agieren Ohren ausschließlich bedarfsgerecht. Jegliche Soundoptimierung ist dann den Bedürfnissen des Zuhörers geschuldet....

Wenn Woddy Recht hat, zählt nur der Kontext, wenn Groby Recht hat, dann ist der Kontext ein Symptom der Hilflosigkeit und Ernie sitzt dabei verzweifelt in der Ecke und traut seinen Ohren nicht mehr....

Wir gründen ein Gitarren-Psychologie Unterforum.....
Zukünfitg jeder Plektrenkauf nur noch via Supervisionsbegleitung.....

Ganz egal wie, Betreuung und externe Unterstützung ist angezeigt.....
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

Hallo!

"Geh in einen Laden und such dir die am besten klingende Gitarre aus." Das haben wir schon oft gelesen. Ich habe jetzt Zweifel daran, dass das so einfach geht.

Meine Verzweiflung hält sich in Grenzen. Ich habe einfach nur das Gefühl, dass sich hier eine Menge Aussagen, Meinungen und vermeintliches Wissen als Bullshit entpuppen. Meine auch.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

erniecaster schrieb:
Ich habe einfach nur das Gefühl, dass sich hier eine Menge Aussagen, Meinungen und vermeintliches Wissen als Bullshit entpuppen. Meine auch.

Sollen wir als Konsequenz jetzt den Laden hier dicht machen?
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

...hm,

unser Leben besteht heutzutage aus so vielen Zweifeln, Kompromissbemühungen und Unsicherheiten. Ständig wird unser Gehirn mit bunten Eindrücken zugemüllt, die wir irgendwie verarbeiten und bewerten müssen. Ständiges Abwägen verhindert konsequente Zielführung.

Und jetzt soll man sich plötzlich auf seinen Urinstinkt beschränken und rein emotional Klang "in sich hinein lassen", um eine zielgerichtete Entscheidung zu treffen? Das funktioniert m.E. nur bei einem Kind oder vielleicht noch bei einem Esotheriker, möglicherweise auch bei einem Hamster.
 
Gruss, tommy
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

Hallo Rolf,

gitarrenruebe schrieb:
erniecaster schrieb:
Ich habe einfach nur das Gefühl, dass sich hier eine Menge Aussagen, Meinungen und vermeintliches Wissen als Bullshit entpuppen. Meine auch.

Sollen wir als Konsequenz jetzt den Laden hier dicht machen?


Nein, natürlich nicht. Das Gegenteil ist der Fall.

Ich finde es viel wichtiger, sich dieser Dinge bewusst zu werden und zu versuchen, daraus Konsequenzen zu finden und dann auch zu ziehen. Welche das sind, kann ich jetzt beim besten Willen noch nicht sagen.

Ich erinnere nur daran, dass Woody ja vor kurzem auch festgestellt hat, dass nicht alles so einfach ist, wie es bei einem A/B-Test scheint. Vielleicht ist das ja auch totaler Quatsch.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

Ich sag´s mal so:
Wenn ich eine halbe Stunde auf meinem Line6 Zeug gedengelt hab und dann an den 2203 geh,
dann ist das natürlich eine andere Welt.
Eine Welt, die ich aber nicht mehr auf die Bühne bringen WILL.
Zu schwer.
Zu laut.
Klingt geil, ist aber nicht praktikabel ...
Ich hab lang gerungen, aber die Amps, die hier aus nostalgischen Gründen rumstehen,
die kommen in Kürze unter den Hammer:
2203 samt 4x12" und JTM45 mit 2x12" müssen leider gehen ...
Es bleiben nur noch die 1x12" Kisten.
Jaaa, ich weiß ... Blasphemie ... aber die Teile waren seit 3 Jahren nicht mehr draußen. Weg damit.
Wenn jemand Interesse hat ... ich mach am WE Bilder ...
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

tommy schrieb:
...hm,

Das funktioniert m.E. nur bei einem Kind oder vielleicht noch bei einem Esotheriker, möglicherweise auch bei einem Hamster.


Ok, da ich weder Esotheriker noch Kind bin, bekenn ich mich zum Hamster, der durchaus grds. in der Lage ist ausschließlich nach Gefühl zu entscheiden....

Schwierig wird es dann, wenn ich mir einen Tag Bedenkzeit gebe....dann lass ich andere mitreden...und dann wird`s schwierig. Genauso ist ein "Erwachsenenproblem"...das man Bauchentscheidungen zu hinterfragen beginnt, weil man das ja so gelernt hat.

Es gibt aber bei Instrumenten und Amps durchaus den Moment der entscheidet ob eine Sache geil oder ungeil ist...und das sind die ersten 5 Minuten......
Im Verliebtsein ist es übrigens auch nicht anders. Unser Unterbewußtsein hat eine deutlich höhere Kompetenz als unser Bewußtsein....man sollte darauf hören!
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

Nochmal zum Verdeutlichen: in der konkreten Bandsituation ist es, vermute ich, kein großer Akt zu entscheiden, welche Klampfe nun besser passt, bei diesem Stück bei diesen Lautstärken in dieser Tonart.
Und hier stimme ich mit Ollie total überein, solche Entscheidungen trifft man am besten schnell und aus dem Bauch heraus.

Die Frage nach dem Besser muss in meinen Augen immer die Rückfrage aufwerfen "Besser wofür?"
Beim Gitarrenkauf weiß ich mittlerweile sehr genau, welche Situationen ich hardwareseitig gut bedienen kann, und was Lücken sind, die ich mit einem neuen Instrument abdecken will.

Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

ollie schrieb:
Wenn Walter Recht hat, dann bringt Aufnehmen nix....
Dann agieren Ohren ausschließlich bedarfsgerecht. Jegliche Soundoptimierung ist dann den Bedürfnissen des Zuhörers geschuldet....

Wenn Woddy Recht hat, zählt nur der Kontext, wenn Groby Recht hat, dann ist der Kontext ein Symptom der Hilflosigkeit und Ernie sitzt dabei verzweifelt in der Ecke und traut seinen Ohren nicht mehr....

Wir gründen ein Gitarren-Psychologie Unterforum.....


Abgemacht!

Im Ernst - natürlich haben wir Erfahrungswerte und Parameter für das, was wir als Ton und Ergebnis erwarten. Darum verstehe ich auch Woodys Ansatz, bestimmtes Besteck für bestimmte Einsatzzwecke zu haben.

Worauf ich in Ernies Verzweiflung nur hinweisen wollte ist, dass keines unserer Sinnesorgane sich so stark den Verhältnissen anpassen kann, wie unser Ohr. Wir hören zwischen 5 und 120 db, zwischen Ping und Pinknoise. Und darin jeweils das, was für unser Gehirn im Moment relevant ist.
Es muss klar sein, dass dieses Gerät uns beim Versuch eines objektiven Vergleichs schon mal in die Irre führt, denn Objektivität, sprich feste hör - Parameter, stehen der Variabilität und damit der Hauptaufgabe unseres Gehörs diametral gegenüber.
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

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Karl Valentin
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RE: totales Waterloo im A/B-Test

erniecaster schrieb:
"Geh in einen Laden und such dir die am besten klingende Gitarre aus."


Ich für mich verfahre eher nach der Devise:

"Kauf Dir die Gitarre, die Du gerade größtmöglich haben willst!"

Das hat manchmal mit Klangverhalten oder Bespielbarkeit überhaupt nichts zu tun.
 
"Any organized sound I consider to be music. Could be music if it was well organized, depends on the organizer."
(Malcolm Cecil)

"If you love music, sell Hoovers or be a plumber. Do something useful with your life."
(Robert Fripp)

"The more we have a disrespectfull attitude towards our egos I think the happier life becomes!"
(John Cleese)
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