1976 Fender Princeton Reverb

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1976 Fender Princeton Reverb

Hallo zusammen.

Ich habe gestern einen unverbastelten Fender Princeton Reverb von 1976 gekauft.
Konnte den Amp nur kurz vor Ort testen und hatte am Abend keine Zeit mehr ihn nochmal anzuschalten. Habe aber kurz von außen alles in Augenschein genommen und einen Eindruck von den 2 Minuten Testen beim Kauf. Dazu habe ich einige Fragen an die Fender Vintage Amp Experten

- Der Footswitch fehlt, kann ich das Tremolo dennoch irgendwie dazu bewegen zu arbeiten, ohne sofort einen neuen Footswitch zu kaufen? Habe im Hinterkopf man können die RCA Buchsen irgendwie Brücken. Sind doch Cinch Buchsen, oder? D.h. kann ich einfach ein Cinchkabel zwischen beide FS Buchsen hängen und dann ginge das Tremolo?
- Wie kann ich die Frontbespannung abnehmen um sie zu säubern? Der Speaker ist außerdem von vorne verschraubt soweit ich das sehe, d.h. ich muss irgendwie das Grill Cloth abnehmen, aber wie?
- Das führt direkt zur nächsten Frage: Neuer Speaker evtl, vllt, irgendwann ;) Derzeit ist ein Pyke 4 Ohm drin, ein 8 Ohm Jensen C10N klingt gut und passt was die Impedanz angeht und ist dazu aufgrund der Impedanz leiser, richtig?
- Der Reverb funktionierte am Anfang nicht, bis der Vorbesitzer per Telefon erklärte, dass man den Speed Regler des Tremolo aufdrehen muss, damit sich am Reverb was tut. Ist der Speed Regler nur eine Art On/Off Schalter für den Reverb, oder hat die Einstellung auch Auswirkungen auf den Reverb?
- Insgesamt war der Reverb sehr schwach fand ich, der Vorbesitzer meinte er hätte nicht so einen Riesenhall und man könne die Hallfeder justieren. Hat das mal jemand gemacht und was funktioniert wie?
- Ist die Verkabelung des Reverb Tanks egal? Also welches Kabel im Reverb Out und Reverb In steckt? Oder muss es in eine bestimmte Richtung gehen? Der Reverb war wohl mal ausgestöpselt, vllt ist er falsch herum verkabelt?
- Der Amp rauschte ordentlich als ich ihn eingeschaltet habe, unabhängig vom Volume Regler. Viel mehr als ich es von meinen bisherigen neuen Röhrenamps gewohnt bin. Ist das normal? Kann es an den Röhren liegen, denn die sind allesamt die originalen Röhren von 1976!!!
- Thema Röhrentausch: Wie kann ich die Röhrensockel und Kontakte reinigen? Vllt lag das Rauschen ja daran? Neue Röhren empfehlenswert? Habe fast komplett alle passenden Röhren zufällig hier. Paar 6V6 von Groove Tubes, 7025 Sovtek usw. Bias fix oder muss ich das einstellen?
- Generell zum Thema Werterhalt: Den Wert mindert nur ein Ansetzen des Lötkolbens oder? Also Chassis auf, reinigen, ankucken, neuer Speaker oder Röhren testweise ist kein Problem und mindert den Wert nicht, oder?

Ich glaube das war es erstmal ... puh reicht auch.
Ich poste bei Zeiten mal ein Foto von meinem Schätzchen

Lg
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Halllo Medronio,

willkommen im Club, mein Hauptamp ist ebenfalls ein alter Princeton. Gleich vorweg, ich kann die meisten Deiner Fragen nicht beantworten, hatte aber beim Lesen das Gefühl, als Du z. B. vom Rauschen sprachts, dass Du dem Amp mal einen Besuch bei einem Techniker spendieren solltest.

Auch beim Tremolo habe ich seinerzeit nicht experimentiert, sondern bei TAD einen Footswitch bestellt. Der war zwei oder drei Tage später da und gut wars.

Wenn man nicht selbst Techniker ist, sollte man seinem Röhrenamp sowieso regelmässig warten lassen, wenn nicht jetzt wann dann?

Gruß Lutz
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Weil ich keinen Amptech des Vertrauens in der Nähe habe
Ich werde erstmal die Röhren ziehen und mit Isoprop reinigen, ebenso die Sockel mithilfe einer Röhre.
Dann den Reverb Tank Anschluss testen und alles mal auseinanderbasteln und ankucken.
Nur soviel vorab: Das Ding klingt hammergeil!!
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Hi Medronio!

Erstmal - herzlichen Glückwunsch zum neuen/alten Amp!
Ein alter PR ist schon was Feines

Und dann erstmal das einfache...

Das Vibrato (Tremolo) funzt beim PR auch OHNE den Fußchalter - man kann es dann nur nicht abschalten, sondern muss den Intensity-Regler runterdrehen zum Ausmachen.

Und dann - ja, ein 8-Ohm-Jensen (C10R oder C10Q) ist eine gute und günstige Wahl. Für Live/Band-Gebrauch empfehle ich den "Q", für Zuhause/Studio den "R".

Das "Geeier" mit den Reglern ("...Ist der Speed Regler nur eine Art On/Off Schalter für den Reverb...)" ist Unsinn und soll nicht so sein.
Reverb regelt den Hall-Anteil, Speed und Intensity sind für´s Tremolo/Vibrato.

Ebenso das Rauschen.
Dass der Amp ab 3-4 vernehmbar rauscht ist normal - aber nicht schon beim Einschalten. Und mit "vernehmbar" meine ich nicht LAUT

Um´s kurz zu machen - der Amp muss zum Doktor


Ich kann dir einen in Duisburg empfehlen - bei Interesse sende mir einfach eine PN.

cheers - 68.


P.S.:

Wenn du passende Röhren zur Hand hast, kannst du die ruhig mal wechseln - ich denke aber eher, dass da andere Sachen "im Argen" liegen...
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Mist, dann ist wohl wirklich ein Besuch beim Amptech nötig.
Werde nachher mal die Röhren tauschen und dann weiter hören.
Es ist ein Export Modell mit variabel einstellbarer Spannung.
230V sind derzeit korrekt, oder?
Stand auf 220V ... mglw seit 1976
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Medronio schrieb:
230V sind derzeit korrekt, oder?

Mit Verlaub,
Du scheinst ja gar keine Ahnung zu haben. Gleichwohl willst Du am Amp rumbasteln. Mein lieber Schwan ...

Vorstufenröhren kannst Du selbst ersetzen. Ziehen, Reinstecken, Fertig - jedenfalls, wenn Du dabei nichts kaputt machst.

Endstufenröhren müssen eingemessen werden.
 
Gruss
frank
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Jeder Anfang ist schwer.
230V aufgrund EU Harmonisierung lt. Google, da er aber auf 220V stand, die Frage.
Endstufenröhren müssen nicht eingemessen werden wenn man ein Matched Pair nimmt und der Amp ein fixes Bias hat, so wie der Princeton Reverb.
Mit Verlaub ... ;)
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Nun ja, ein Freund von mir besitzt ebenfalls einen Prince Reverb. Und bei dem hat er kürzlich die Endstufenröhren ersetzen und dazu einmessen lassen.

Wenn Du sagst, dass das bei Deinem anders ist, wird's so sein.
 
Gruss
frank
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Klar, denn ein Händler (Handel = Gewinnerzielungsabsicht) will Geld verdienen.
Man kann da nichts einmessen.
Man nimmt nur ein zusammen passendes Paar und fertig.

Ok, Korrektur:

Bei einem fixed Bias Amp werden die Widerstände auf dem Board neu verlötet, falls nötig, oder passende 6V6 eingebaut. Also ist ein einmessen nötig. Damn
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Medronio schrieb:
Endstufenröhren müssen nicht eingemessen werden wenn man ein Matched Pair nimmt und der Amp ein fixes Bias hat, so wie der Princeton Reverb.
Mit Verlaub ... ;)


Entschuldigung, aber das ist Blödsinn! Matched heisst noch NICHT, dass die Röhren ohne Einmessen getauscht werden dürfen! Sowas gibt es zwar bei einigen Firmen (H&K z.B.), aber da ist dann ein Code auf den Röhren und man muss dann neue mit dem gleichen Code kaufen! Du weisst doch gar nicht, was die aktuell eingestellte Spannung ist!
Und Fixed Bias ist NICHT Kathodenbias, als muss doch eingestellt werden. Der Princeton hat aber keinen bequemen Regler dafür! Deswegen gehe unbedingt zu einem, der sich auskennt! Du willst den Amp doch sicher nicht kaputtmachen.
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Kleines Update:
Habe die Röhrenpins gereinigt und die Sockel mithilfe einer günstigen Röhre (vorsichtig rein und raus ).
Dann neue Vorstufenröhren rein, Ergebnis: Das Rauschen ist weg!
Rauscht nur noch Röhrenamp-typisch.
Der Hall funktioniert wie er soll, auch wenn er relativ schwach ist, das Tremolo funktioniert 1a und klingt göttlich!
Allerdings hat der Amp gestern wieder nach 2-3 Minuten angefangen laut zu ploppen, klingt als wenn irgendwie Stromspitzen durchrasen, oder vllt. haben die Endstufenröhren wenig Kontakt und der verliert sich durchs Erhitzen.
Werde mal testweise ein paar GT 6V6 einsetzen um es zu testen.
Auch wenn der Bias dann nicht passt, sollte es doch für ein paar Momente ok sein denke ich.
Zum Techniker gebe ich ihn auf jeden Fall, denn der Klang ist wirklich super und den Amp behalte ich!
Lg und danke für die Tips!

@68Goldtop: Ich meld mich die Tage bei Dir. Danke.
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Ich hatte mal einen -mit nichtflüchtigen Reinigungsmittel- Sockel-verschmierten Twin-Reverb, worin die Ursache für sein Ploppen lag.
Verfasst am:

RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Medronio schrieb:
Weil ich keinen Amptech des Vertrauens in der Nähe habe


Das kann ich nachvollziehen wenn man z.B. in Oberbayern lebt, aber in ESSEN?
Ansonsten hab ich auch einen Princeton und der war auch schon beim Onkel Doctor, was ich nur empfehlen kann bei dem Baujahr.

Gruß Peter
 
> Nothing is as it Seems <
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RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Werde zum doc gehen, wenn ich einen gefunden habe, dem ich vertraue. Habe schon so einiges erlebt, daher meine extreme Vorsicht.
habe eben kurz 5 min mit den neuen endstufenrohren getestet und jetzt funkdioniert alles wie es soll.

kein rauschen, kein ploppen mehr.
Dankeschön
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1976 Fender Princeton Reverb

Hallo Medronio,

wie einige Vorredner würde ich Dir ein CheckUp bei einem Techniker empfehlen.

Such mal den Kollegen "Bierschinken" hier im Forum, der sitzt in Köln (nicht so weit von Essen aus).
Der hat 2 meiner alten Fenderschätze sehr gut und zu einem guten Preis/Leistungsverhältnis wieder in Stand gesetzt.
Es sind ja nicht nur die Röhre, die altersbedingten Verschleiß haben, sondern auch andere Komponenten, ELKOs etc..

Gruß Stefan
Verfasst am:

RE: 1976 Fender Princeton Reverb

Ich glaube, Bierschinken wohnt inzwischen in Wuppertal, ist aber ansonsten wohl genau der richtige Ansprechpartner.

Gruß Peter
 
> Nothing is as it Seems <
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