welche potis für Gibson classic 57 pickups?

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welche potis für Gibson classic 57 pickups?

kurze frage:
welche potis passen am besten zu den 57 pickups?
klassischerweise sind ja 300er gibson für´s volume und 500er gibson für die tonkontrolle angesagt, hab aber öfter schon gelesen dass 500er für´s volume nochmal einen schub im sound geben... und CTS etc. gibts ja auch noch... irgendwer erfahrungen damit?
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

lange Antwort:
wichtig ist zunächst mal, dass einfach gesagt niedrigere Werte (also kleinerer Widerstand) weniger Höhen schlucken, daher nimmt man bei Singlecoils gern 250k, während bei Humbuckern (also auch den 57) 500 oder sogar 1M Pots verwendet werden. Für die Tonregelung würde ich mit verschiedenen Kondensatorwerten und Typen experimentieren, je nach Wunschsound. Die Werte in alten Les Pauls und SGs lagen bei ca. .022 bis .033 mfd. Das führt zu einem weiteren Aspekt: Bauteilstreuung. Sowohl die Potentiometer als auch die Kondensatoren unterliegen teilweise hohen Schwankungen. Somit sollte man gerade Pots einfach mal durchmessen, um zu wissen womit man es zu tun hat. Kann schon mal sein, dass ein 500k nur 450k hat oder ein 250k in Wirklichkeit 300k...Zu guter Letzt noch auf die Charakteristik achten: für die klassische Gibson Schaltung mit 2x Vol 2x Tone würde ich Audio Pots, also Logarithmische Potentiometer verwenden.
Die beste Qualität am Markt liefern sicherlich momentan CTS Potts, allerdings kann man auch mit den Göldos nichts falsch machen - die sind sogar vom Regelweg und den Werten noch ähnlicher zu den alten Originalen. Viel Spaß beim Löten!
 
"Can't Loose What You Ain't Never Had!" - McKinley Morganfield, blues singer
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

umgekehrt: kleinere Werte schlucken mehr Höhen...
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

Die Frage lässt sich ohne nähere Angaben zur Gitarre, Amp, Musikrichtung etc. nicht mal annähernd beantworten ... Und auch danach ist es mehr oder weniger Glückssache, weil Potis Feintuning sind und das geht in Wahrheit nicht übers Internet.
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

um´s mal so zu formulieren:

kurz: die klangcharakteristik einer 60er jahre gibson emulieren. wird eh nix, aber ich wills mal versuchen.
hab mittlerweile raus dass die gibson irgendwann in den siebzigern von 500k auf 300k am volume runter sind, 500k am ton war schon immer...

das ist bei mir alles andere als feintuning.

welche gitarre?

lange erklärung: ein limit von der haushaltsführung ( ähem ) was gitarrenkauf angeht ( 600 euro für eine gitarre? bist du bescheuert?du bist bassist... das reicht scjhon was du dafür ausgibst ), aber reparaturen und änderungen sind im budget...

also: mein alter paula-fernost-klon mahagoni-body, eingeleimter hals, palisander griffbrett, alles was an holz da ist ist gute qualität und sitzt perfekt. nix verzogen seit 10 jahren, immer noch stimmstabil, bundrein, also gutes grundmaterial. schöner sustain, in der grundversion war vom sound die epihphone SG aber deutlich besser, der klon hat furchtbar gekratzt.

die elektrik ist/war china kernschrott, hab schon mal die humbucker gegen original 57 classic gibson ersetzt. unterschied wie tag und nacht. die potis und kondensatoren sind 100% auch das billigste was überhaupt hergeht, insofern ist alles neue eine steigerung.

stil: hardrock/stoner, also vom sound her schon möglichst original anfang 70er. standard tuning, kein drop D oder C. ist ein nebenprojekt zur bestehenden band. mal gitarre probieren. geht dann über ein ashdown basstop oder meinen alten trace elliot... hab noch einen tubescreamer rumliegen... mal schauen.
ausserdem steht noch ein JCM 800 im bandraum rum.

ich werde es jetzt mal mit 500k potis 4x und paper-in-oil kondensatoren probieren. hab auch schon das original 60er wiring ausgegraben.
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

Gut! Und nehm bitte den JCM800, versprochen ?
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

goorooj schrieb:
paper-in-oil kondensatoren

Wenn das Budget wirklich so eine Rolle spielt, kannst Du Dir diese Anschaffung sparen.
Normale Folienkondensatoren für <1 Euro tun es auch.
Dann lieber 'nen Euro mehr für gescheite Potis, gar nicht mal wegen des Klanges sondern wegen der Haltbarkeit.

Gruß,
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

also ich bin grade bissl beschämt.
steile lernkurve.

bin gestern beim suchen über die richtige höheneinstellung der HUMBUCKER gestolpert...
single coils werden, überraschung, anders eingestellt, und beim bass schon 2x.

dat dingens klingt jetzt wie ich es eigentlich erwarte, nachdem ich das bridge PU etwa 4 (!) millimeter höhergelegt habe und das hals-PU etwa 2...
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

@Hako - natürlich hast Du Recht!! Hatte das erst anders formuliert, daher der Fehler...Sachlich richtig ist nämlich nur die Formulierung mit dem "Höhen schlucken" und nicht "Bässe dazugeben" Danke für den Hinweis.

Zur Lösung des Problems über die Pickuphöhe: da ist natürlich ein Haufen Musik drin und es gibt 1001 Philosophien - am besten man probiert so wie goorooj einfach rum, bis es für einen selbst gut klingt - dann isses auch richtig!
 
"Can't Loose What You Ain't Never Had!" - McKinley Morganfield, blues singer
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

goorooj schrieb:
also ich bin grade bissl beschämt.
steile lernkurve.

bin gestern beim suchen über die richtige höheneinstellung der HUMBUCKER gestolpert...
single coils werden, überraschung, anders eingestellt, und beim bass schon 2x.

dat dingens klingt jetzt wie ich es eigentlich erwarte, nachdem ich das bridge PU etwa 4 (!) millimeter höhergelegt habe und das hals-PU etwa 2...


Das Thema Potis wird meines Erachtens eine Nummer zu hoch gehängt, da ein Widerstand keinen Ton "macht", wie ein Pickup, eine Konstruktion oder ein Holz.
500 Ohm gegen Masse sind 500 Ohm! Wie der Widerstand aussieht und woraus er gefertigt ist, interessiert die Elektronen nicht.
Von großem Interesse bei einem Poti ist seine Arbeitskurve und die Verarbeitung. Hier muss man ausprobieren, bis man persönlich (!) mit dem Ergebnis zufrieden ist. So ist z.B. ein Treble Bleed, so angesagt er im Moment ist, längst nicht für jedes Equipment und Ohr geeignet.
Was angesagte Kondensatoren angeht, möchte ich für die diesjährige GW Session mal einen Test anregen: Lasst uns in eine Blackbox mit Umschalter 12 unterschiedliche Kondensatoren einlöten. Wir wollen mal sehen, wer Bumbelbees und Orange Drops, Ölfolien Kondensatoren und all den Kram heraus hören kann. Ich habe es selbst noch nicht probiert und wäre interessiert und neugierig!
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

W°° schrieb:
Lasst uns in eine Blackbox mit Umschalter 12 unterschiedliche Kondensatoren einlöten. Wir wollen mal sehen, wer Bumbelbees und Orange Drops, Ölfolien Kondensatoren und all den Kram heraus hören kann. Ich habe es selbst noch nicht probiert und wäre interessiert und neugierig!


Ich habe das schon mal probiert. Mit drei Ergebnissen:

1. ...dass ich Orange Drops am liebsten mochte, danach das billigste Billigding was ab Werk billig drin ist, danach (echte) PIO, danach anderes was ich mir dann schon nicht mehr gemerkt habe.

2. ...die Unterschiede sind so lächerlich gering, dass wenn nachts kleine Gnome kämen und in alle meine Gitarren einen der anderen Kondensatoren einlöten würden (gleicher Wert vorausgesetzt) würde ich das bis zum nächsten Blick ins E-Fach nicht merken.

3... wenn ich das nächste mal einen Gitarrenkondensator brauche, nehme ich den nächstbesten der den gewünschten Wert hat und die Bauart des Kondensators selbst ist mir seit dem egal.
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

groby schrieb:
W°° schrieb:
Lasst uns in eine Blackbox mit Umschalter 12 unterschiedliche Kondensatoren einlöten. Wir wollen mal sehen, wer Bumbelbees und Orange Drops, Ölfolien Kondensatoren und all den Kram heraus hören kann. Ich habe es selbst noch nicht probiert und wäre interessiert und neugierig!


Ich habe das schon mal probiert. Mit drei Ergebnissen:

1. ...dass ich Orange Drops am liebsten mochte, danach das billigste Billigding was ab Werk billig drin ist, danach (echte) PIO, danach anderes was ich mir dann schon nicht mehr gemerkt habe.

2. ...die Unterschiede sind so lächerlich gering, dass wenn nachts kleine Gnome kämen und in alle meine Gitarren einen der anderen Kondensatoren einlöten würden (gleicher Wert vorausgesetzt) würde ich das bis zum nächsten Blick ins E-Fach nicht merken.

3... wenn ich das nächste mal einen Gitarrenkondensator brauche, nehme ich den nächstbesten der den gewünschten Wert hat und die Bauart des Kondensators selbst ist mir seit dem egal.


Ich sage jetzt mal hinter vorgehaltener Hand: "Schnauze, Groby!!"
 
Gruß

Walter


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Karl Valentin
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RE: welche potis für Gibson classic 57 pickups?

Was angesagte Kondensatoren angeht, möchte ich für die diesjährige GW Session mal einen Test anregen: Lasst uns in eine Blackbox mit Umschalter 12 unterschiedliche Kondensatoren einlöten. Wir wollen mal sehen, wer Bumbelbees und Orange Drops, Ölfolien Kondensatoren und all den Kram heraus hören kann. Ich habe es selbst noch nicht probiert und wäre interessiert und neugierig!


Ich bin sehr dafür!


Jab
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