Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

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Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

In meiner Küche steht schon seit langer Zeit ein sogenannter iPal (http://tivoliaudio.de/the-ipal.html) von Tivoli. Zum Radiohören und zum Anschließen eines mp3-Players oder Handys ideal. Nur - es nagte die ganze Zeit über in mir, ob das denn nicht noch etwas lauter ginge!
Also neulich im thomännischen Propagandamagazin auf den "TableAmp" von Harley Benton gestoßen.

http://www.thomann.de/de/harley_benton_tableamp.htm

Das Ding hat 2 Speaker, sieht aus wie das Topteil eines oldschool Röhrenamps und macht auf den Bildern schwer was her. Für 89 Euro jedenfalls eine Überlegung wert.

Gut, bißchen recherchiert und siehe da, es gibt ähnliche Teile auch von Marshall. Und zwar in 3 Größen und natürlich zu einem unverschämten Preis. Der Stanmore, mittlere Größe und mein Favorit, kostet im Laden 330 Euro.
http://www.marshallheadphones.com/speakers/

Heute kam der TableAmp. Ausgepackt ("unboxed" wie das ja mittlerweile heißt), eingeschaltet, mp3-Player drangehängt und die Lauscher gespitzt.
Hm.
Kein Bass. Viele Mitten. Als würde man die Songs durch einen EQ und dann noch durch einen Kompressor schicken... grausig. Dazu wackelt die Aux-Buchse. Alles andere hätte meinetwegen wackeln können, aber nicht die einzige Buchse, die ich brauche.

Danach mal den Direktvergleich mit dem bewährten iPal gemacht: er klingt satter, voller und vor allem --> lauter!
Morgen geht das Teil wieder zurück. Der wird schneller wieder "geboxed" sein als Henry Maske für eine Runde im Ring braucht.
Und ich werde mir wohl den Marshall Stanmore gönnen, der in den höchsten Tönen gelobt wird. Er ist zwar teuer, aber hey - dafür trägt er ja auch das Marshall-Logo aus bestem Plastik...

 
Ciao,
Mo

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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Danke für den ernüchternden Bericht, und bitte:
Review vom Stanmore!
Den hatte ich letztes Jahr auf der Messe im Vorbeigehen gehört, und fand das erstaunlich gut. Ist immer noch irgendwie ein Ding, das laut "Hier" ruft ...
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Hätte mich auch gewundert, wenn der Harley Benton gegen das Tivoli eine Chance gehabt hätte.

Wie war er denn in der Disziplin für die er eigentlich Gedacht ist (also Übungsamp, Köpfhörerverstärker, Interface)?
 
LG
Uwe
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Nach der ersten Hälfte dachte ich mir "Yeah, dann hol ich mir das Ding auch"
....naja....dann lieber doch nicht :D
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Uwe, ich hab nur die Musikwiedergabe getestet. Alle anderen Funktionen waren mir unwichtig. Zumal ich auch nicht glaube, dass Gesang über den Mic-Eingang oder Gitarre über diese schlechten Lautsprecher gut klingen würde. Per USB und irgendeinem Apple-Produkt kann man sich wohl in den Rechner einklinken, einen Amp-Modeller einbinden und das Resultat wieder abhören.

Interessant finde ich, dass der TableAmp mit seinen zwei(!) 4-Zoll Speakern so viel schlechter klingt als der Tivoli mit seinem einzigen 2,5-Zoll Speaker! Gezaubert wird also scheinbar hinter den Boxen. Eigentlich schade, denn wenn die Thomänner dem Ding eine etwas bessere Qualität spendiert hätten, dann lägen sie mit sagen wir mal 150 Euro immer noch im attraktiven Bereich und hätten eine echte Lücke gefüllt.

Rolf, der Stanmore kommt als nächstes. Er hat ausschließlich 5-Sterne bei amazon, das macht echt nachdenklich.
 
Ciao,
Mo

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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

O. k., schade, hätte mich interessiert.

Hab das Tivoli auch als "Küchenradio". Find ich echt super musikalisch, da hat es jede Konkurrenz irgendwie schwer.
Wenn ich meiner Frau erklären sollte sie bekommt da jetzt etwas anderes hingestellt, würde ich sofort ein Veto erhalten.
 
LG
Uwe
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Ich würde für das Verstärken von Iphones et al. niemals an Geräte denken, die Musikinstrumentenhersteller ins Programm nehmen, um Fanboys zu bedienen.
 
"Any organized sound I consider to be music. Could be music if it was well organized, depends on the organizer."
(Malcolm Cecil)

"If you love music, sell Hoovers or be a plumber. Do something useful with your life."
(Robert Fripp)

"The more we have a disrespectfull attitude towards our egos I think the happier life becomes!"
(John Cleese)
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Thorgeir, bist du nicht selbst ein Hamer Fanboy? Mir kam der Gedanke beim Anblick deiner Klampfengalerie.

Aber es sei dir gegönnt, denn ich gestehe hiermit: ich bin ein Marshall-Fanboy und habe ihm auch persönlich vor einigen Jahren während der Musikmesse die Fußsohlen geleckt und dafür ein Autogramm bekommen!

Davon abgesehen rockt das Stanmore-Teil. Siehe mein Kurztest.
http://www.guitarworld.de/forum/kurztest-marshall-stanmore-aktiv-lautsprecher-t47910.html
 
Ciao,
Mo

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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

McCracken schrieb:
Thorgeir, bist du nicht selbst ein Hamer Fanboy?[/url]


Im Leben nicht. Ich stelle halt nur nicht alles ein, was bei mir so rumfliegt. Zumal ich mir von Hamer NIEMALS Kaffeetassen, T-Shirts, Kühlschränke oder iPhonelautmacher kaufen würde.
 
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Moin,

ich habe beide Stanmore ausprobiert.
Der kleinere hat mich schonmal geflasht. recht homogene Klangentfaltung. Ich hatte hat nicht das Gefühl, dass der Sound aus einer kleinen Box kam. Der Bass eher etwas draufgesetzt und leicht angestrengt, für die Gerätegröße aber sehr o.k.

Dann nahm ich mir den großen vor. Großes Kino. Ebenfalls sehr homogener Sound aber mit noch mehr Größe. Der Klang entfaltete sich dreidimensional im Raum. Und der Bass! Man kann schon von einem richtigen Tiefbass sprechen. Er wird auch nicht irgendwie aus der Box gepresst, sondern steht, genauso wie das restliche Klanggeschehen, einfach im Raum. Völlig unangestrengt.
Ich würde den großen Stanmore ohne wenn und aber als Ersatz für die heimische HiFi Anlage nutzen. Laut genug wäre er auch. Einziges Manko bei dieser Nutzung ist lediglich das fehlende Stereo.

Fazit: Vom großen Stanford bin ich schwer beeindruckt, das hätte ich so nicht erwartet! Anfangs dachte ich: "wieder so eine plärrige Büchse, teuer verkauft über ein Fanboy Markenlabel."
Offenbar steckt aber tatsächlich hochwertiges englisches HiFi Entwicklungs Know How in der Kiste.
Der Preis ist m.E. für das gebotene noch nicht mal zu hoch.
 
Gruss, tommy
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Hat das schonmal irgendjemand mit sowas verglichen?



oder



oder x anderen Systemen aus dem HiFi-Bereich?
 
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Thorgeir schrieb:
Hat das schonmal irgendjemand mit sowas verglichen?



oder



oder x anderen Systemen aus dem HiFi-Bereich?


...im HiFi Bereich hatte ich vorher einiges probiert. Ich war auf der Suche nach einem bezahlbaren Blutooth Speaker. Fündig wurde ich seinerzeit beim Bose Soundlink. Den fand ich bis €300.- konkurrenzlos.
Den großen Stanmore würde ich klanglich noch eine Klasse drüber ansiedeln. Der Bass kommt deutlich natürlicher. Er wirkt in der Wiedergabe noch souveräner.
 
Gruss, tommy
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Was ist denn der "große" Stanmore? Hanwell?

Dann muss man auch mit einer anderen Preisklasse vergleichen.
 
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Thorgeir schrieb:
Was ist denn der "große" Stanmore? Hanwell?

Dann muss man auch mit einer anderen Preisklasse vergleichen.



Ich muss gestehen, dass ich überhaupt nicht auf Typenbezeichnungen geguckt habe.
Hab' mich gerade noch mal schlau gemacht. Ja, es muss der Hanwell gewesen sein.
800 Schleifen ist schon 'ne heftige Ansage. Das war mir so gar nicht mehr bewusst. Keine Ahnung, ob es da Besseres gibt.
Absolut gesehen ist der Hanwell aber m.E. echt gut. Ob 800.- Euro gut...hmmm, viel Geld! Als eingefleischter Marshallfan würde ich trotzdem zuschlagen. Das Ding ist im Übrigen echt hübsch und wertig gemacht.
 
Gruss, tommy
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RE: Kurzreview: Harley Benton TableAmp Interface

Auf den Preis bin ich diesmal nicht explizit eingegangen. Aber es ist schon so, dass man einen Haufen Geld für den Namen Marshall hinlegt. Das ist sicher kein Geheimnis. Auch gibt es ne Menge Konkurrenzprodukte, das kann jeder selbst googlen.
Aber das Geld fließt wohl auch in die Verpackung und diverse Extras, die ich nicht erwähnt habe. Das ist schon eine andere Welt als bei Harley Benton... (braucht eigentlich jemand eine mit "Marshall" bedruckte Stofftüte, hätte sie billig abzugeben :-)
Stünde nicht Marshall drauf, würde das Ding vielleicht noch 200 Euro kosten.

Jedenfalls, der Stanmore tut was er soll und macht sich außerdem gut in der Küche.
 
Ciao,
Mo

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