Strom und Feuchtigkeit

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Strom und Feuchtigkeit

Hallo!

Folgende Situation: Unbeheizter Proberaum, nicht gerade dichte Fenster und das Wetter von heute - kalt und nass. Nach einer guten halben Stunde proben ist mir persönlich ja warm, kein Problem.

Nun mache ich mir aber etwas Sorgen bezüglich Kondenswasser. Wenn ich meine Gitarre reinbringe und auspacke, bildet sich welches auf den Metallteilen. Auch das finde ich jetzt nicht so wahnsinnig schlimm, aber was ist mit der Feuchtigkeit in der P.A.?

Läuft man in so einer Situation eigentlich Gefahr, sich böse Stromschläge zuzuziehen? Wie kann man vorbeugen?

Aktuell spiele ich direkt in die P.A. und habe eine passive D.I. mit galvanischer Trennung zwischengeschaltet. Ich mache mir allerdings Sorgen hinsichtlich des Gesangsmikros.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Hallo Ernie,

ich würde da ganz entspannt sein. Ich bin zwar echt kein Fachmann, habe aber vor ein paar Jahren z.B. mal ein Praktikum bei einem wirklich(!) großen Veranstaltungstechnikdienstleister gemacht.

Das war im Winter. Arbeit in unbeheizten Lagerhallen, in denen man den eigenen Atem sehen konnte. Da stand unendlich viel super teures Equipment (PA in Rock am Ring Dimensionen etc.) und auch ne Menge Mikrophone und co.

Da hat keiner sich Gedanken über Kälte und Feuchtigkeit gemacht.

Im Endeffekt braucht man ja nur an den Tour-Alltag der großen Bands denken. Aus den Lagerhallen in die Trucks, durchs tiefste Sibirien, in warme Hallen, wieder raus, wieder ins Kalte...

Ich will meinen, das ganze Geraffel kann das schon ab.

Gruß!
 
"Ein Lothar Matthäus hat es nicht nötig, von sich in der dritten Person zu sprechen." (Lothar Matthäus auf die Frage bei einer Pressekonferenz, warum er öfter von sich in der dritten Person spreche)
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Moin,

Kondensat besitzt, soweit ich es gelernt habe, keine Leitfähigkeit. Mehr Sorgen würde ich mir über Oxidation machen. In meinem, damals unbeheizten, Probenraum, kam es aufgrund von Oxidation in der Elektronik und an den Steckverbindungen regelmässig zu Brummproblemen. In der Zeit habe ich Ballistol sehr zu schätzen gelernt. Kondensation entsteht übrigens nur beim Aufheizen. Ständige Kälte macht nix.
 
Gruss, tommy
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RE: Strom und Feuchtigkeit

tommy schrieb:
.... Kondensation entsteht übrigens nur beim Aufheizen. Ständige Kälte macht nix.


Abkühlen. Der Luft. Die beinhaltet die Feuchtigkeit. Bis zum Auskondensieren.
 
D'oh!

On sale:
Multicore 16/4
Mischpult mit Knöpfen ohne Computer Yamaha MG16/6fx
Mixercase mit Aufsteller extra tief!
Behringer graphischer EQ 3102
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Monkeyinme schrieb:
tommy schrieb:
.... Kondensation entsteht übrigens nur beim Aufheizen. Ständige Kälte macht nix.


Abkühlen. Der Luft. Die beinhaltet die Feuchtigkeit. Bis zum Auskondensieren.


Hmm, mein kalter Probenraum wurde immer zur Tropfsteinhöhle, wenn ich die Gasheizung angeworfen habe und es warm wurde.
 
Gruss, tommy
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RE: Strom und Feuchtigkeit

tommy schrieb:
Monkeyinme schrieb:
tommy schrieb:
.... Kondensation entsteht übrigens nur beim Aufheizen. Ständige Kälte macht nix.


Abkühlen. Der Luft. Die beinhaltet die Feuchtigkeit. Bis zum Auskondensieren.


Hmm, mein kalter Probenraum wurde immer zur Tropfsteinhöhle, wenn ich die Gasheizung angeworfen habe und es warm wurde.

Bei der Gasverbrennung entsteht auch Wasser... (theoretisch 0,16l je kWh). Zudem wird die Raumluft schnell wärmer und an kühlen Bauteilen schlägt dann das Kondensat aus.

Generell für (Keller-)Räume:
Lüften nach der Probe. Die entstandene Feuchtigkeit (gerade durch die Menschen) sollte wieder raus. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als Kalte. Wenn somit die Luft abkühlt trennt sie sich von einem Teil der gespeicherten Feuchtigkeit. Das ist das Kondensat was z.B. auf kalten Bauteilen wie Türrahmen dann ausschlägt. Im Idealfall habt ihr bei der Probe den Raum aufgewärmt (durch euch, Heizung, Amps etc). Wenn im Winter nach der Probe gelüftet wird trägt die warme Luft die Feuchtigkeit nach draussen und die kalte bringt weniger feuchte Luft herein. Das sollte man nach Möglichkeit übrigens auch mit seinen Kellerräumen machen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Winter lüften, im Sommer nach Möglichkeit nicht, da der beschriebene Effekt dann umgekehrt eintritt.

Zur Eingangsfrage bzw. den Bedenken: technisches Geraffel wäre mir egal. Das hatte ich Jahre in einem Raum der nur aus Holzbrettern bestand und nicht gedämmt war. Da ist weder PA, Amps noch sonst etwas kaputt gegangen. Die Instrumente würde ich nach Möglichkeit abwischen und zuhause wieder akklimatisieren und z.B. nicht die Gitarre im Koffer lassen sondern rausstellen.
 
I will burn your brain with my fuzz.
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Ich glaube, erniecaster geht es weniger um Schäden an der Elektrik/Elektronik, sondern eher darum, ob die Gefahr besteht, dass über die Feuchtigkeit ein Kurzschluss entstehen oder man einen Stromschlag bekommen kann.
 
Meine Nachbarn hören gute Musik - zwangsläufig...
Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?


Lauter gute Deals mit
Edin van Halen, Magman(2x), mr_335, gitarrenruebe, Larspaul, ullisym, asatmann, taschakor, Patzwald(2x), minoruse, fradom, Magnus B aus W, orange side, Pfaelzer, The Rabber, Fleisch&Kartoffeln, finetone, mad cruiser, groby
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RE: Strom und Feuchtigkeit

kiroy schrieb:
ob die Gefahr besteht, dass über die Feuchtigkeit ein Kurzschluss entstehen oder man einen Stromschlag bekommen kann.


Dann sollte die Sicherung oder der Schutzschalter rausfliegen ...

Grusssss

r
 
Bildzeitung zu lesen, stellt keinen Weg aus der Unmündigkeit dar. (fm)
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Hallo,

das Geraffel ist nicht mein Problem. Mir gehört meine Gitarre und mein Effektbrett, das bringe ich mit. Beides packe ich zuhause wieder aus, schaue nach Schäden und "lüfte". Meine unqualifizierten Bedenken wegen Feuchtigkeit der P.A. hat der Eigentümer als nicht relevant abgetan - das ist dann auch nicht mehr mein Problem.

Mir geht es in der Tat um die Sicherheit, wie kiroy beschrieben hat.

Der Raum - wie sollte es anders sein, wenn er schon feucht und kalt ist - wirkt auf mich hinsichtlich der Elektrik nicht so wahnsinnig vertrauenserweckend.

Wenn ich eine D.I. mit galvanischer Trennung dabei habe, dürfte mir ja über die Gitarre schon mal nicht mehr viel passieren können, denke ich. Mein Mikro bringe ich aus Hygienegründen selbst mit, das ist ebenfalls trocken. Ein SM58 ist größtenteils aus Plastik, das dürfte auch nicht leiten.

Noch weitere Meinungen? Am liebesten von Leuten, die sich mit Strom auskennen!

Vielen Dank und beste Grüße

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Berechtigte Bedenken! Ich tät mir erstmal den Sicherungskasten suchen und den Testknopf am Schutzschalter drücken. Dann sollte der Strom an deinen Geräten ausgehen. Falls du dann immer noch haderst - besorg dir einen "FI-Schnelltester" oder ein "Fehlerstromschutzschalter-Prüfgerät" und steck das mal in deine Steckdose. Dann weisst du ob du der Elektroistallation vertrauen kannst.
Sowas kann man auch machen, wenn man auf zwielichtigen Bühnen spielt, wo z.b. ein Baustellenverteiler auf ner Wiese steht oder so ...

r
 
Bildzeitung zu lesen, stellt keinen Weg aus der Unmündigkeit dar. (fm)
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Hallo!

Riddimkilla schrieb:
besorg dir einen "FI-Schnelltester" oder ein "Fehlerstromschutzschalter-Prüfgerät" und steck das mal in deine Steckdose. Dann weisst du ob du der Elektroistallation vertrauen kannst.
Sowas kann man auch machen, wenn man auf zwielichtigen Bühnen spielt, wo z.b. ein Baustellenverteiler auf ner Wiese steht oder so ...

r


holla, ist das etwas, was generell in die "Stromkiste" gehören sollte? Was wäre da an Geräten empfehlenswert? Links welcome!

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Strom und Feuchtigkeit

erniecaster schrieb:
Ein SM58 ist größtenteils aus Plastik, das dürfte auch nicht leiten.


Es gibt hier eine Kneipe in der Nähe, in der ich mit der Band schon öfter gespielt habe, da haben wir zwei Jahre hintereinander alle am Metallkorb unserer SM58 kleinere Stromschläge bekommen. Da wäre ich also vorsichtig!! Angeblich ist die Elektrik da jetzt wieder in Ordnung - genaueres könnte ich Ende Dezember berichten. Oder vielleicht auch nicht.

Grüße
Michael
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Hallo!

Okay, da habe ich ja mal wieder totalen Mist geschrieben.

Fangen wir mal anders an: Wie kann sich ein Musiker im Proberaum und auf der Bühne absichern, wenn die Elektrik nicht in Ordnung ist? Was kann ich dazwischenschalten?

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Ich würe mit einem Poppschutz-Schaumstoff-Frömmel (wie immer so ein Ding in echt heißt) auf dem Mikro anfangen und bei Bedenken an der Gitarre so einen Schutzkondensator (oder Sicherung? Gleich nochmal googeln) einbauen. Es gibt Gitarren - meist Gitarrenbauergitarren - die das bereits drin haben.
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Partscaster schrieb:
da haben wir zwei Jahre hintereinander alle am Metallkorb unserer SM58 kleinere Stromschläge bekommen.

Einer der Hauptgründe, warum ich live nur noch drahtlos (Gitarre) spiele.
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Dave Sustain schrieb:
Partscaster schrieb:
da haben wir zwei Jahre hintereinander alle am Metallkorb unserer SM58 kleinere Stromschläge bekommen.

Einer der Hauptgründe, warum ich live nur noch drahtlos (Gitarre) spiele.


Ehrlich gesagt habe ich über diesen Vorteil noch gar nicht nachgedacht! Gute Idee!

Grüße
Michael
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RE: Strom und Feuchtigkeit

Partscaster schrieb:
erniecaster schrieb:
Ein SM58 ist größtenteils aus Plastik, das dürfte auch nicht leiten.


Es gibt hier eine Kneipe in der Nähe, in der ich mit der Band schon öfter gespielt habe, da haben wir zwei Jahre hintereinander alle am Metallkorb unserer SM58 kleinere Stromschläge bekommen. Da wäre ich also vorsichtig!! Angeblich ist die Elektrik da jetzt wieder in Ordnung - genaueres könnte ich Ende Dezember berichten. Oder vielleicht auch nicht.

Grüße
Michael


...eindeutig ein Problem fehlender Erdung, irgendwo zwischen Stromnetz und Mischpult. Häufig sind auch zwischengeschaltete Steckerleisten mit unterbrochener Erdung Ursache.
 
Gruss, tommy


Zuletzt bearbeitet von tommy am 01.12.2015, insgesamt einmal bearbeitet
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