Anteil von Korpus und PU am Sound?

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Anteil von Korpus und PU am Sound?

Ich wollte nach diversen euphorischen Besprechungen das Attila Zoller 48 flying PU haben. Zuerst wollte ich es auf meiner 60er Jahre Hopf als Hals PU montieren, es gab aber einige technische Schwierigkeiten, also habe ich es auf meiner Framus Halbresonanz aus 1967 als Hals PU montiert, die aber ein "billiges" Instrument war, ich nehme an, dass der Korpus kein besonderes Holz ist, es gibt aber keine Unterlagen mehr dazu. Hals, Bünde unsd Saitenlage sind nach einem Service sehr gut. Das ganze klingt absolut brauchbar, aber natürlich nagt jetzt in mir, wie gut würde das auf einer Archtop klingen. Wieviel trägt der Korpus eigentlich bei, wenn über PU abgenommen wird?
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

Hi Pinot,
es ist eigentlich ganz einfach und auch logisch,die Konstruktion eines Instruments im Ganzen gibt nach angeschlagener Saite einen Ton von sich und eben dieses
Schwingen wird vom Tonabnehmer (wie es ja auch heißt !) übertragen.Ich wickle die Pickups für meine Gitarren selber und zwar solange bis ich das Optimum
rausgeholt habe,ich reagiere also auf das was schon vorgegeben ist.

Der Korpus und alle anderen Bestandteile eines Instruments tragen also sehr wohl zum SOUND bei und zwar entscheidend.

Gruß
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

guitarman1962 schrieb:
Hi Pinot,
es ist eigentlich ganz einfach


Ich fürchte, es ist in Wahrheit äusserst schwierig, komplex und umstritten. Deswegen traut sich auch keiner so recht an die Frage.
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

Hi, danke für die Antworten! @guitarman1962: ja sonst wäre ja ab Erfindung des PU nur mehr ein Brett mit gutem Hals notwendig. Ich dachte aber, dass das PU nur die Saitenschwingungen in elektrische Impulse umwandelt und weiterleitet. Es wird aber bei der Strat z.B. der Unterschied zwischen Erlen- und Eschenkorpus, Ahorn und Rosewoodgriffbrett/hals betont. Wäre interessant was ein PU auf einer nicht bespanten Gitarre liefert?
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

Es gibt welche aus Plexiglas, welche aus Metall und Kunststoff und mit Leder bespannt usw. usw. Manche von denen aus Glas klingen einer aus Holz ähnlicher als eine andere aus Holz usw. usw. Manche von denen, die "selektierte Tonhölzer" propagieren, bieten Gitarren mit superdickem Lack oder gar mit Lederbezug an. Ein paar andere und ich finden, eine Gitarre sollte möglichst steif sein, viele andere denken, sie sollte intensiv schwingen.

In Wahrheit weiss es keiner wirklich genau.
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

Hi,
Die Saitenschwingung hat ja auch jeweils eine spezifische Art und das nimmt der PU ab und wandelt diese in elektrische Impulse um die dann natürlich auch different sind,
wodurch es dann auch immer anders klingt.
Lötet mal einen STRAT Singlecoil in eine fette LP(250K-POTI) und dann könnt Ihr euch die Antwort selber geben! Wenn es dann anders klingt,dann ist ja wohl die Frage geklärt.

Gruß
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

ich vermute, je besser de Tonabnehmer , desto weniger klingt er nur nach sich selbst.
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

Schnabelrock schrieb:
... Ein paar andere und ich finden, eine Gitarre sollte möglichst steif sein, ....


Und nicht nur die Gitarre...

Außerdem wissen wir doch bereits aus längst vergangenen Zeiten, dass der Tone aus den Fingern kommt, nicht wahr!?





















SCNR
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

hm, so wie ich das beurteilen würde, ist das schon ausschlaggebend, welcher Korbus, welches Holz, Holzkombinationen, neues Holz, altes Holz, Konstruktion/Design der Gitarre und die dazugehörigen Pickups. Das alles macht den mehr oder weniger "guten Sound" der Gitarre aus.

Sonst würde eine Tele klingen wie eine Les Paul oder Stratocaster. Tut sie aber nicht, weil die Konstruktion, der Erle oder Esche Body ein anderes schwingverhalten hat als Mahagoni mit Ahorndecke. Ganz extrem empfinde ich es, wenn ich zB von meiner Strat auf die Paula wechsel. Die Strat hat viel Attack, klingt spritzig und recht höhenbetont. Wogegen die Paula sehr warm und attackmäßig fast schon late back klingt - aber mehr Sustain und mehr Fundament.

Ich glaube auch daran, dass ein PU Wechsel eine Veränderung bewirken kann. Wenn man sich mit seiner Gitarre, dem Resonanzverhalten beschäftigt und sich dafür passende Pickups raussucht.

Bei Pickups kommt es ebenso auf die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten an. Das macht am Ende den guten Ton. Ob der PU matscht, mulmt oder differenziert und klar klingt.

Aber die Geschmäcker sind verschieden. Und wenn eine gute Gitarre schon sehr gute Pickups verbaut hat, so kann es sein, dass andere Pickups zB mit der fast gleichen kOhm Zahl vielleicht nicht mehr die Entscheidende Wende bewirken, sondern nur noch minimale Veränderung brinen...

Aber man sollte unterscheiden, differenzieren und manchmal auch die Kirche im Dorf lassen. Ob zB ein 170,-€ Pickup in einer günstigen Gitarre die Offenbarung bewirkt, das wage ich zu bezweifeln. Aber ich bin der festen Übezeugung, dass man bei gutem Holz auch mit einem guten Pickup (teuer muss nicht immer viel besser sein) seine Gitarre bzw. Sound optimieren kann. Dafür habe ich viele Beispiele aus meiner Erfahrung gesammelt...
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

Hallo,

Was bei einer Signalkette passt, muss bei der anderen Signalkette nicht richtig sein.

Signalkette? Spieler mit spezifischer Spielweise, Saiten, Plektrum, Effekte, Amp, Speaker, Bandumgebung, Raumklang, Genre etc. Nicht zu vergessen ist das eigene Soundempfinden. Das ist unterschiedlich von Nutzer zu Nutzer - Standardantworten können nur Tendenzen abbilden.

Der Shadow klingt tendenziell anders als ein PAF, soviel ist sicher. Wie er bei dem OP in seiner Gitarre klingt, ist erst sicher, wenn man es probiert hat.

Der Rest ist Forengewölk.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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Attila Zoller Jazz PU AZ48

Hallo,
ich danke euch allen für die interessanten Beiträge! Der Hinweis auf die Finger ist berechtigt und taucht immer wieder auf. Nur suche ich nicht den Sound irgendeines Heroes dessen Finger ich eben nicht habe, sondern einen für mich angenehmen Sound. Ich habe mit meinen Fingern einen Sound auf der Strat und einen anderen auf der Gretsch CG.

Ich habe mir das AZ-48 PU gekauft und kann es aber ohnen größeren Aufwand auf der Hopf-175 196n, die ich wegen des geringen Gewichts und gutem unplugged Ton sehr liebe, nicht installieren, sondern auf meiner Framus 1967 mit noch immer bester Spielbarkeit, nur glaube ich, dass diese damals sehr preisgünstige Gitarre aus keinem besonderen Holz gefertigt ist. Trotzdem klingt sie jetzt besser, nur nagt in mir wie dieses PU auf einer Archtop-Jazzgitarre aus gutem Holz klingen würde. Ich halte halt jetzt die Augen offen nach einer ohne PU.
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RE: Anteil von Korpus und PU am Sound?

Hallo Pinot, bitte vergiß das mit den Fingern ... ich kann diesen ausgelutschten "Stuss" nicht mehr hören. Klar wissen wir alle, dass ein echter Könner selbst auf der bescheidensten Gitarre noch beeindruckend klingen kann. Aber Dir geht es doch um die Tonübertragung eines PUs auf einer bestimmten Gitarre? Fakt ist, dass nicht jeder PU auf jeder Gitarre toll klingt. Ein Strat-PU klingt auf einer Gibson ähnlichen Gitarre nicht überzeugend, auch mit fleißigem Üben und Studium in LA nicht. Ein interessanter Beitrag steht in der Gitarre&Bass Ausgabe 02/2016 - "Pimp deine Strat" ... genau solche Erfahrungen habe ich selbst erfahren und vielleicht hilft Dir das weiter ... und der Anteil des PU an der "Klangfarbe" ist groß, aber gleich null am Schwingungsverhalten des Bodys / Material / Konstruktion etc.
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