Kredit für Aufnahmestudio aufnehmen

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Habt ihr schon einmal einen Kredit für eure Musikkarriere aufgenommen?

Ja
12%
3
Nein
72%
18
Würde ich nie machen! Irgendwann wird mich schon jemand entdecken!
16%
4
Stimmen insgesamt: 25
Verfasst am:

RE: Kredit für Aufnahmestudio aufnehmen

Ich stimme Euch beiden gleichzeitig zu: die ISO Qualität ist gequirlte Scheiße und sagt nur, hier ist geregelte und gleichbleibende Qualität. Nicht gute Qualität!

Gleichzeitig ist dies notwendig, da in vielen Bereichen bei dem Kram mitgemacht werden muss, sonst verliert man Kunden, Zulassungen, Abrechnungsberechtigungen - je nach Branche. Der Gesetzgeber verlangt es in einigen Branchen sogar.

Beim produzierenden Gewerbe und insbesondere im Bereich Hygiene und Sicherheit ist das sehr sinnvoll. Bei Dienstleistern nur bedingt. Und in der Kunst schon gar nicht.
In der Musik z.T. aber schon, wenn es wirklich reine Dienstleistung ist. Da ist die Benchmark z.B. der Getränkeumsatz beim Publikum, der Prozentsatz rotierender Hüften, die Einschaltquote am TV, .......

Was wir eigentlich hier meinen mit Qualität ist doch eher die künstlerische Qualität, was auch immer das ist!?!?!

Edit: ich spiele auch Bass!
 
"Wir essen jetzt Opa!" - Interpunktion rettet Leben!
Verfasst am:

RE: Kredit für Aufnahmestudio aufnehmen

Ernie, es ging mir lediglich um die Trennung zweier Qualitätsbegriffe. Einem 1€-Messer oder einem Happy Mal "zertifizierte Qualität" zu bescheinigen, IST PR (und ich persönlich bezeichne das als gequirlte Scheiße ... das sage ich als staatlich geprüfter Werbetechniker).

T€di-1€-Messer befinden sich ebenso wie Happy Meals im unterst denkbaren Bereich einer Qualitätsskala. Es sind schlechte Messer und schlechte Mahlzeiten. Zertifikat hin oder her.

Das produzierende Gewerbe kann Standards und Normen festlegen und mit tausend Zahlen, Buchstaben und Codes bezeichnen, soviel es will. Nur handelt es sich bei den Produkten nicht automatisch um "Qualitätsprodukte".
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649
Verfasst am:

RE: Kredit für Aufnahmestudio aufnehmen

ferdi schrieb:
Das produzierende Gewerbe kann Standards und Normen festlegen und mit tausend Zahlen, Buchstaben und Codes bezeichnen, soviel es will. Nur handelt es sich bei den Produkten nicht automatisch um "Qualitätsprodukte".


Hallo,

okay, ich bin ein Wortklauber. Es sind Qualitätsprodukte. Im Sinne des Sprachgebrauchs eben niedrige Qualität.

Grundsätzlich sind wir uns schon einig, wissen wir ja beide.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

Re: Kredit für Aufnahmestudio aufnehmen

Hallo JenneW,

Ich kann nichts zum Musikbusiness sagen, ich habe immer auf kleinem Niveau agiert und nie die Traute gehabt dafür.
Und da ist schon der Punkt für mich: wenn ich im Leben eines gelernt habe, dann ist es lieber nicht auf alle die zu hören, die Dir erzählen wollen, wie schwierig dies oder jenes ist, kaum machbar etc. . Mach es einfach. Vielleicht gehst Du baden, ja. Aber das Leben geht weiter und nicht jeder ist für die Bilderbuchkarriere mit einem Lebenslauf frei von Brüchen gemacht.
Und ich denke auch, dass es nie so sehr darum geht, was man kann, sondern nur darum, welche Rolle man spielt und mit welcher Überzeugung.

Jedenfalls denke ich, DU solltest entscheiden ob die Musikkarriere genau das ist, was Du machen willst und zwar am allerliebsten. Und dann versuch das. Ich vermute, dass Du noch jung ist, also hast Du auch noch mehr Chancen.
Natürlich muss man auch auf mögliche Gefahren hinweisen, aber es klingt dann oft nur noch nach Gefahren und die Möglichkeit, dass jemand seinen Traum erfüllen kann, wird so oft als romantisch-utopische Idee abgetan. Das finde ich schwachsinnig. Wenn man Musik macht, dann macht man das nicht aus rationalen Gründen, sondern wegen des Gefühls, was es einem gibt. Rationalität und Musik, das ist eine shice Kombination, wie ich finde, zumindest meistens, aus meiner Sicht.

Mach, was Du fühlst, was gut für Dich wäre, was das wäre, wie Du Dein Leben am liebsten verbringen willst, gib alles dafür. Und wenn es nicht hinhaut, ja, dann hast Du Zeit verloren, vielleicht auch Geld, aber nicht Dein Leben und Deine Existenz und gewonnen hast Du Erfahrung und die Ruhe, dass Du Dich nie fragen musst "was wäre gewesen wenn?".

Bilderbuchkarrieren kenne ich aus der Wirtschaft und Wissenschaft, bei "kreativen" Berufen fast nicht, also, es waren immer Brüche und Umwege dabei und von sowas darf man sich auch nicht entmutigen lassen.

Also, frag keine anderen, was Du machen sollst, mach einfach, wie Du meinst, was sich gut für Dich anfühlt.

Und wenn die ersten Kritiken schlecht sind: shice drauf, weitermachen, wenn Du überzeugt bist von dem, was Du machst. Wenn man Musiker ist, dann, so glaube ich, darf man sich nicht anpassen wollen, nicht den Kritikern, nicht den "Konsumenten", man muss machen, was man machen muss um nachts ruhig schlafen zu können. Und wenn man das macht und dann noch davon leben kann (und man kann von sehr wenig leben, wie ich weiß), dann ist man unterm Strich - so stelle ich mir vor - oft ein glücklichere Mensch als all diejenigen die "Karriere" gemacht haben im Sinne von viel Verdienst, viel Ruhm und Erfolg.


Alles Gute!


Jonas
Verfasst am:

Re: Kredit für Aufnahmestudio aufnehmen

JohnnyT schrieb:
Hallo JenneW,

Ich kann nichts zum Musikbusiness sagen, ich habe immer auf kleinem Niveau agiert und nie die Traute gehabt dafür.
Und da ist schon der Punkt für mich: wenn ich im Leben eines gelernt habe, dann ist es lieber nicht auf alle die zu hören, die Dir erzählen wollen, wie schwierig dies oder jenes ist, kaum machbar etc. . Mach es einfach. Vielleicht gehst Du baden, ja. Aber das Leben geht weiter und nicht jeder ist für die Bilderbuchkarriere mit einem Lebenslauf frei von Brüchen gemacht.
Und ich denke auch, dass es nie so sehr darum geht, was man kann, sondern nur darum, welche Rolle man spielt und mit welcher Überzeugung.

Jedenfalls denke ich, DU solltest entscheiden ob die Musikkarriere genau das ist, was Du machen willst und zwar am allerliebsten. Und dann versuch das. Ich vermute, dass Du noch jung ist, also hast Du auch noch mehr Chancen.
Natürlich muss man auch auf mögliche Gefahren hinweisen, aber es klingt dann oft nur noch nach Gefahren und die Möglichkeit, dass jemand seinen Traum erfüllen kann, wird so oft als romantisch-utopische Idee abgetan. Das finde ich schwachsinnig. Wenn man Musik macht, dann macht man das nicht aus rationalen Gründen, sondern wegen des Gefühls, was es einem gibt. Rationalität und Musik, das ist eine shice Kombination, wie ich finde, zumindest meistens, aus meiner Sicht.

Mach, was Du fühlst, was gut für Dich wäre, was das wäre, wie Du Dein Leben am liebsten verbringen willst, gib alles dafür. Und wenn es nicht hinhaut, ja, dann hast Du Zeit verloren, vielleicht auch Geld, aber nicht Dein Leben und Deine Existenz und gewonnen hast Du Erfahrung und die Ruhe, dass Du Dich nie fragen musst "was wäre gewesen wenn?".

Bilderbuchkarrieren kenne ich aus der Wirtschaft und Wissenschaft, bei "kreativen" Berufen fast nicht, also, es waren immer Brüche und Umwege dabei und von sowas darf man sich auch nicht entmutigen lassen.

Also, frag keine anderen, was Du machen sollst, mach einfach, wie Du meinst, was sich gut für Dich anfühlt.

Und wenn die ersten Kritiken schlecht sind: shice drauf, weitermachen, wenn Du überzeugt bist von dem, was Du machst. Wenn man Musiker ist, dann, so glaube ich, darf man sich nicht anpassen wollen, nicht den Kritikern, nicht den "Konsumenten", man muss machen, was man machen muss um nachts ruhig schlafen zu können. Und wenn man das macht und dann noch davon leben kann (und man kann von sehr wenig leben, wie ich weiß), dann ist man unterm Strich - so stelle ich mir vor - oft ein glücklichere Mensch als all diejenigen die "Karriere" gemacht haben im Sinne von viel Verdienst, viel Ruhm und Erfolg.


Alles Gute!


Jonas


Moin,

für mich sehr nachvollziehbar, was Du schreibst........allerdings ging es im Eingangspost darum, ob der TS einen Kredit über 80.000.- dafür aufnehmen sollte.

Hier zählt für mich einzig und allein, ob seine Existenz vollständig den Bach runter geht, wenn sein Projekt platzt bzw. kann er den Kredit überhaupt nachhaltig bedienen bzw. gibt es vielleicht eine reiche Lieblingsoma etc., die evtl. "gerade stehen" könnte?

Hierauf sollte der TS vielleicht mal eingehen.
 
Gruss, tommy
Verfasst am:

Re: Kredit für Aufnahmestudio aufnehmen

tommy schrieb:
... gibt es vielleicht eine reiche Lieblingsoma etc., die ...


Ich plädiere grundsätzlich dafür, dass jeder GAS-infizierte Gitarrist eine reiche Lieblingsoma haben sollte muss.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

Re: Kredit für Aufnahmestudio aufnehmen

tommy schrieb:
Eingangspost


Da hatte johnny gerade so ein schönes Schlusswort geschrieben und jetzt kommt ihr mit eurem profanen Kram!





Schurz beiseite:

Nein, einen Kredit über 80.000 Euro sollte man wirklich nicht aufnehmen. 5000, 10000, ganz vielleicht 20000, aber mehr ist wirklich grober Unfug, es sei denn, man möchte nicht Musik "machen" (im Sinne von Musizieren), sondern produzieren/aufnehmen/mischen usw usf.
Und auch für eine 80000€-Erbschaft gibt es andere Verwendungsmöglichkeiten.
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649
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