Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

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RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

groby schrieb:
Michael (Jacuzzi) schrieb:
... ich frage mich seit Anbeginn dieses Threads aus GW, was genau dieser Thread aus GW zu Überforderung und Hektik beiträgt..


Dieser Thread? Lächerlich wenig.


Daran trägt aber weder der Thread, noch die Mitschreibenden Schuld.
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

groby schrieb:
Michael (Jacuzzi) schrieb:
... ich frage mich seit Anbeginn dieses Threads aus GW, was genau dieser Thread aus GW zu Überforderung und Hektik beiträgt..


Dieser Thread? Lächerlich wenig.


Aber alle Threads und Aufrufe zusammengenommen tragen m.E. doch deutlich zur Verschärfung der Lage bei... mittlerweile wird schon von "Zertifikaten" geredet... keine Dalbergia spp.-Gitarre ausser Rio wird ein "Zertifikat" brauchen.
Die halbwissende Panikmache führt aber letztendlich dazu, dass der Käufer einer Hallibenntn auf Ebay demnächst dem Käufer wegen eines Zertikats die Hölle heiss macht... und so machen sich dann die eigentlich Betroffenen vor lauter vorauseilendem Gehorsam das Leben noch schwerer.
Aber so sind wir Menschen eben...

Gruss, Martin
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

"Beitragen" ist ein unscharfes Wort.

*Ursache* dieser Verwirrung sind nicht Threads sondern der merkwürdig kurze Zeitplan und die unscharfe Weiter-Verweisung an Behörden die selber noch keine Ahnung haben über etwas was faktisch *jetzt* passieren müsste.

Das ist es was beiträgt. Man hätte es vermeiden können.
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RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

Ich war gerade bei der unteren Naturschutzbehörde und habe mir mittels Bestandsliste und Einzelregistrierung den Vorbesitz meiner Gitarren bestätigen lassen. Die Mitarbeiter dort haben dies für Musiker empfohlen, die ihre Instrumente auf Reisen z.B.ausserhalb der EU mitnehmen oder diese verkaufen möchten. Das mache ich ab und zu und bin von daher auf der sicheren Seite. Quasi mit Brief und Siegel. Die Mitarbeiter machten mir keinen überforderten Eindruck sondern schienen sehr kompetent!
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

W°° schrieb:
groby schrieb:
Michael (Jacuzzi) schrieb:
... ich frage mich seit Anbeginn dieses Threads aus GW, was genau dieser Thread aus GW zu Überforderung und Hektik beiträgt..


Dieser Thread? Lächerlich wenig.


Daran trägt aber weder der Thread, noch die Mitschreibenden Schuld.


Und wenn man hier schon den Bildungsbürger raushängen lassen muss ("jeder nach seiner Facon"), dann wäre das Bild des Homo Faber wohl der passendere Vergleich für manchen "Beitrag".

 
πάντα ῥεῖ
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

Yeah,

zodrella schrieb:
Und wenn man hier schon den Bildungsbürger raushängen lassen muss ....
...
πάντα ῥεῖ


groby schrieb:
*Ursache* dieser Verwirrung sind nicht Threads sondern ....


Mit den Kausalitäten ist das ja immer so eine Sache. - Mit den Monokausalitäten aber sicher nicht.

Bestes aus Falschfilmistan,

M.
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

"So eine Sache".

Gibt ja viele so Sachen. Wo'mm ma' sagen.

Kontinuierliches Meta- und Drüber-Stehen als Konzept.

Auch 'ne Sache.

Auch bisschen mono.

Mal so gesehen.

Thema also:
Dinge die so Sachen sind. Gesehen, so und so.
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

Kollektive Verantwortung wiederum ist ein Thema, was spannend ist und spannender werden wird.
Natürlich hat der, der eine billige Konsumgitarre kauft nicht persönlich die Axt an den Regenwald gelegt.
Aber wenn sich zwei, fünf, fünfhundert, fünfhunderttausend Menschen eine Billiggitarre kaufen, müssen dafür viele Palisander und entsprechende Kollateralhölzer sterben.
Wer ist nun Schuld?
Das ist ein bisschen wie das Allmendenproblem.

Auf der anderen Seite kann man über seine individuelle Schuld sehr schön mit zum Beispiel Sartre meditieren, oder über Adornos Bonmot "Es gibt kein richtiges Leben im falschen.".
Das ist aber nicht gut für den eigenen Rotweinabdruck.

Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

HI,

erstmal allen Forenmitgliedern ein "Gutes Neues Jahr"!

Ich habe ein Schreiben bekommen von unserem regionalen Umweltamt (Inhalt in Kurzform):

Meine Auflistung wurde rückbestätigt.
Nur bei einem Verkauf eines Musikinstruments in ein Drittland, z.B. Norwegen, USA, Türkei....kann eine Vorlagebescheinigung bei der Stadt Regensburg beantragt werden.....Dazu sind Bilder und die jeweilige Kaufrechnung von Nöten. Diese Bescheinigung dient zum Nachweis des Erwerbs zum 31.12.2016 und zur Vorlage beim Bundesamt für Naturschutz in Bonn....
.

Abgesehen davon, dass ich jetzt nicht verstehe, wie mein 2. Schritt aussehen würde (Bilder + Rechnungen nach Regensburg oder Bonn zur Ausstellung der Bescheninigung NUR bei Verkauf ins`s Ausland...wie soll ich das nachweisen)......habe ich nicht vor, eine meiner Palisander Gitarren in`s Ausland zu verkaufen, weshalb keine weitere Aktion in dieser Richtung jetzt Sinn macht....

Seht ihr das auch so?

Ich hatte es eher so verstanden, dass eine grds. Registrierung notwendig ist, unabhängig von einer Verkaufsintention. Denn warum sonst dieses Datum 31.12.2016!? Entweder habe ich das nun mißverstanden oder das Amt kommuniziert das sehr "unbeholfen".....

VG
oli
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

ollie schrieb:
Ich hatte es eher so verstanden, dass eine grds. Registrierung notwendig ist, unabhängig von einer Verkaufsintention. Denn warum sonst dieses Datum 31.12.2016!? Entweder habe ich das nun mißverstanden oder das Amt kommuniziert das sehr "unbeholfen".....


Registrierung ist nicht notwendig.

Aber falls du

1. mal in nach Nicht-Europa verkaufen möchtest oder
2. sich Gesetze oder Einschränkungen mal verschärfen (was ja wahrscheinlicher ist als das Gegenteil)

wäre es praktisch wenn man jetzt schon ein Schreiben besitzt, was den Bestand und Besitz der Gitarre noch im Jahre 2016 bestätigt.

Mit anderen Worten: die ganze Panik ist eigentlich nicht nötig. Du musst eigentlich gar nichts machen, darfst nach Frankreich touren oder in der EU verkaufen, blabla...

Doof nur, dass wegen der Zeitnot die Chance vertan wurde, die Dinge übersichtlicher und entspannter zu lösen und Besitz bis gestern nachzuweisen ohne späteren Probleme.
Zum Beispiel besitze ich keine einzige neu gekaufte Gitarre mehr und habe keine einzige Rechnung.
Mich nervt es tierisch das alle Behörden immer auf die Rechnung pochen, so als ob man nie gebraucht kauft und immer jeden Wisch über Jahrzehnte archiviert. So kann man über kurzlebige Tankfüllungen reden aber Gitarren werden vererbt, verschenkt, weiterverkauft und leben Jahrzehnte.
Rechnung, Rechnung, Rechnung Tätära!
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

Hallo,

so, 3.01.2017 ist da.

Ob ich mir irgendwo ein Plektrum aus Palisander bestelle? Bekomme ich dann echt Papiere dazu?

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

erniecaster schrieb:
Hallo,

so, 3.01.2017 ist da.

Ob ich mir irgendwo ein Plektrum aus Palisander bestelle? Bekomme ich dann echt Papiere dazu?

Gruß

erniecaster

Ich hörte gestern, dass es sich um mind. 35g handeln muss.
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

Hallo,

bei dem aktuellen Bohei behaupte ich mal, dass man zu jeder These derzeit eine Quelle findet, wo irgendwer irgendwas gesagt hat.

Beispielsweise soll sich eine Mitarbeiterin eines Amts angeblich auf Herstellungsdaten beziehen, was mit großer Sicherheit falsch ist.

35 kg allerdings habe ich noch nie gehört - woher stammt diese Information?

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

erniecaster schrieb:
Hallo,

bei dem aktuellen Bohei behaupte ich mal, dass man zu jeder These derzeit eine Quelle findet, wo irgendwer irgendwas gesagt hat.

Beispielsweise soll sich eine Mitarbeiterin eines Amts angeblich auf Herstellungsdaten beziehen, was mit großer Sicherheit falsch ist.

35 kg allerdings habe ich noch nie gehört - woher stammt diese Information?

Gruß

erniecaster

Bitte lesen!
Die Info über 35g stammt aus der Werkstatt Kraushaar.
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

Hallo Thomas,

verdammt, Gramm habe ich wirklich überlesen...

Muss ich wohl zehn Stück bestellen...

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

Hallo Leute,


ich würde (auch) bei diesem Thema gerne mal die Kirche im Dorf lassen!

Natürlich lässt sich gut nachvollziehen warum dieses Thema aktuell wird und
sicherlich ist es richtig diese Holzart zu schützen, aber was einmal verarbeitet
wurde, ist ja eh nicht mehr zu retten!

Und wie sieht das dann in der Realität aus?

Besser alle Instrumente mit Palisander behalten! Da passiert ja numa' gar nix.
Oder könnt' Ihr Euch vorstellen, dass die "Holzbeamten" auf einem Eurer
Gigs aufschlagen? Ich hätte da weniger Bedenken!

Und selbst wenn ich ein Instrument verkaufen möchte, steht es erstmal nur
in irgendwelchen Kleinanzeigen.
Wenn ich dann verkaufe, kann ich mich mit dem Käufer immer einigen.
Der will nur das Instrument. Den interessiert doch das mit der Regelung
einen feuchten Kehricht, wenn er sein Wunschinstrument in Händen hält.

Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass der Gesetzgeber uns Instrumentenbesitzer
wirklich verfolgt und bestrafen will, wenn wir den Mißbrauch der Holzart nicht initieren.

Und wie sähe die Strafe aus, wenn...? Haft? Folter?


Mein Resumé ist: Ganz ruhig bleiben! Ich fühle mich nicht als Straftäter nur weil ich ein paar Instrumente besitze, die Palisandergriffbretter haben.

Und bei aller Sorge, die ich zunächst auch verstehen kann, wenn sowas aufkommt,
was sollte der Gesetzgeber denn für ein Interesse daran haben, mir das Leben
schwer zu machen, wenn ich mein Instrument innerhalb Deutschlands, wohl
auch innerhalb der EU, weiterveräußern möchte!?

Ich glaube eher, dass wir hier einer unnötigen Panikmache unterliegen.


Meine bescheidene Meinung hierzu!


Stay cool!
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

Nichts vom dem was du anführst hat tatsächlich jemand behauptet. Zumindest nicht hier.

Und, ja, der Gesetzgeber könnte durchaus in deine Interessen pfuschen. Da braucht man auch nicht das Beispiel eines Schlangenlederstiefels oder eines Klaviers mit Elfenbeintasten bemühen, wo man nachvollziehen kann, worum "dir das Leben schwer machen" durchaus berechtigt ist. Das akzeptieren wir bei diesen Materialien und müssen akzeptieren, dass andere Materialien auch - langsam aber trotzdem - diesen Weg gehen.

Und wenn du jetzt was aus den USA bestellen möchtest, dann ist das auch schon jetzt schon interessant. Eine Gitarrenteile-Firma (weiß jetzt gerade den Namen nicht, Warmoth nicht) liefert auch seit gestern nicht mehr nach Europa deswegen.

Das ist real. Und auch keine große Katastrophe.

Es ist nur schade dass es kaum Zeit gab, sich sinnvoll zu informieren, so dass man schneller Schritte einleiten kann, die noch problemlos möglich gewesen wären, *bevor* es akut wird.

Und es kann durchaus akut werden, nämlich wenn du insbesondere privat wieder was kaufen oder verkaufen möchtest und es kommt aus oder geht nach Japan, USA oder (dann auch bald Nicht-EU) Großbritannien.

Das ist keine Panikmache, es ist nur eine Einschränkung die einen direkt betreffen *kann* und in jedem Fall ist sie überhastet und bescheuert eingeführt.

Und sie geht von idiotischen Voraussetzungen aus, z.B. dass du deine vor 10 Jahren gebraucht gekaufte Gitarre ja auch im Verkaufsfall in drei Jahren ausweisen könntest weil ja jeder Mensch bei jedem Kauf selbst per Kleinanzeige immer einen Beleg produziert und alle diese Zettel bis zum Tod archiviert und dann den Erben vermacht.

Eine Lebensweise die auch nur einem Verwaltungsbeamten als selbstverständlich erscheint.
Verfasst am:

RE: Palisander/Rosewood und neue CITES Regulierung 2017

groby schrieb:
....und in jedem Fall ist sie überhastet und bescheuert eingeführt.

Moin,

die 90-Tage-Regel steht in dem CITES-Abkommen seit 1973.

Wie soll's auch anders gehen? "In 18 Monaten ist der Handel mit ... verboten," ja dann werden Wilderer erst recht den Bestand legal ein letztes Mal komplett abräumen.

Einzelne Länder können der Frist widersprechen, das ist aber unpopulär.

Man hatte in Sachen Dalbergia spp. nicht die Musikinstrumentenindustrie im Visier.
Grund oder Ziel der Maßnahmen ist die hohe Nachfrage von Chinas Neureichen nach traditionellen chinesischen Möbeln.

Wer mag kann hier mehr dazu lesen, der Artikel ist schon 2 Jahre alt:
http://www.spektrum.de/news/obszoen-hohe-profite/1305972

Insofern war eine gewisse Eile geboten.
Um den Wilderern ein Ausweichen auf verbleibende legale Palisanderarten unmöglich zu machen wurden gleich alle Arten unter Schutz gestellt.

Gruß,
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