Dirty Blues Suffle Jam

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Dirty Blues Suffle Jam

Hey Leute,

hier mal wieder ne kurze Blues Impro.... Ich hab versucht die Noten ein bisschen zu reduzieren und mehr Bendings reinzuspielen. Auch mal in Dur Pentatonic gewechselt, gefällt mir momentan sehr gut!



Viel Spaß und Grüße
 
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Leidenschaftlicher Gitarrist, 80´s Rules
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RE: Dirty Blues Suffle Jam

Hi,

jo, so klingts wohl, wenn ein Metal-Gitarrist sich im Blues versucht. Sei mir nicht böse, aber da fehlt es noch ein bisschen, um das glaubhaft zu interpretieren. Ich höre da de facto keine Pausen, die Bendings sind unsauber und du nudelst da viel zu viel. Das klingt immer so easy und das tonale Material ist auch so schön einfach, das verleitet einfach dazu viel zu viel zu spielen.

Kleine Inspiration?



LG, Alex
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RE: Dirty Blues Suffle Jam

Hey cool das du wieder was anderes, für dich unkomfortables versuchst !!
Ansonsten hat Al aber recht du klingst nach Rockgitarrist spielt mal nen Blues.
Wenn du hier besser werden willst musst du mMn tiefer eintauchen in die schwarze Musik.
Besser shuffeln, mehr laid back spielen, dein Vibrato verbessern usw usw => höre mehr davon um es dabei aufzusaugen !!!!!

hier BB live mit Larry Carlton als Rhythmus Gitarristen



hier mal was flotteres


hier im Knast



Ein Blues Solo ist eine Story erzählen, ist eine Story erzähen, ist eine .... etc
Dramaturgie und ein gutes Shufflefeeling sind dafür extrem wichtig.
less is more
 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
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RE: Dirty Blues Suffle Jam

Storys, die man erzählen können will, sollte man auch erlebt haben. Herzen brechen, Narben am eigenen beim Heilen beobachten, auf die Fresse fliegen usw. Das volle Programm. Dann spielt sich der Blues viel leichter. Und es gibt noch Blues jenseits von BB King.
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649


Zuletzt bearbeitet von ferdi am 11.04.2017, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Dirty Blues Suffle Jam

Hey!

Ich kann mich in diesem Fall meinen Vorrednern nicht wirklich anschließen, weil ich finde, dass die Gleichung "traditioneller" Blues = Authentizität nicht aufgeht. Und genauso halte ich es für Quatsch, dass Blues nur dann funktioniert, wenn man musikalisch irgendwelche Stories erzählt.

Ganz im Gegenteil: Ich finde es so wie du es spielst viel authentischer, als wenn ausgerechnet du dich jetzt hinsetzen würdest und BB King Blues spielen, wie ungefähr eine Million Gitarristen seit 80 Jahren vor dir.

Du bist halt n Hardrock/Bandana/Spandexhose-Typ und machst deshalb eben Hardrock-Bandana-Spandexhosen-Blues! Finde ich cool und wesentlich reizvoller, als langweilige Bluesgrütze das x-te mal aufzuwärmen.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich "Authentizität" insgesamt nicht beurteilen könnte und auch nicht den Zusammenhang zwischen dieser und Qualität sehe.

Weitermachen!
 
"Ein Lothar Matthäus hat es nicht nötig, von sich in der dritten Person zu sprechen." (Lothar Matthäus auf die Frage bei einer Pressekonferenz, warum er öfter von sich in der dritten Person spreche)
Verfasst am:

RE: Dirty Blues Suffle Jam

Hey Leute,

Danke für eure Kommentare! Ich befasse mich noch nicht so lange mit Blues, habe mir neulich aber ein paar interessante Möglichkeiten angesehen, bei den Stufen-Wechsel noch interessanter zu klingen, also wenn man z.B. in A ist und dann auf den nächsten Akkord wechselt beim solieren den Grundton einen halben Ton runtersetzt, habe ich von Paul Gilbert gelernt, leider erst gestern haha, möchte aber mehr von solchen Ideen und Tricks erfahren, daher versuche ich mich auch mehr mit Blues-Gitarristen auseinander zu setzten.


Jedoch muss ich mich immer zügeln, da es mir einfach sehr viel Spaß macht schnell zu spielen, ich liebe die Aggressivität von Alternate-Picking, da fühl ichs einfach :D
Allerdings hat mir Blues bereits sehr viel geholfen, auch wenn ich noch sehr wenig über Blues weiß.

Werd da mal bei BB King reinhören.

Grüße
 
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Leidenschaftlicher Gitarrist, 80´s Rules
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RE: Dirty Blues Suffle Jam

Julle schrieb:
Hey!

Ich kann mich in diesem Fall meinen Vorrednern nicht wirklich anschließen, weil ich finde, dass die Gleichung "traditioneller" Blues = Authentizität nicht aufgeht. Und genauso halte ich es für Quatsch, dass Blues nur dann funktioniert, wenn man musikalisch irgendwelche Stories erzählt.

Ganz im Gegenteil: Ich finde es so wie du es spielst viel authentischer, als wenn ausgerechnet du dich jetzt hinsetzen würdest und BB King Blues spielen, wie ungefähr eine Million Gitarristen seit 80 Jahren vor dir.

Du bist halt n Hardrock/Bandana/Spandexhose-Typ und machst deshalb eben Hardrock-Bandana-Spandexhosen-Blues! Finde ich cool und wesentlich reizvoller, als langweilige Bluesgrütze das x-te mal aufzuwärmen.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich "Authentizität" insgesamt nicht beurteilen könnte und auch nicht den Zusammenhang zwischen dieser und Qualität sehe.

Weitermachen!


Hey vielen Dank, mal wieder ne ganz andere Ansichtssache, generell freu ich mich einfach wenn ich Feedback bekomme, dann weiß man, man macht es nicht umsonst


Natürlich schön zu hören, vielen Dank, jaaa haha hast mich da stilistisch richtig eingeordnet..


Ich hab hier halt wirklich einfach so ausm Bauch gespielt, ohne irgendwelche Dinge groß zu beachten.

Ich geb mir Mühe, Grüße
 
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Leidenschaftlicher Gitarrist, 80´s Rules
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RE: Dirty Blues Suffle Jam

So, Jule,
ich schließe mich Deiner Argumentation grundsätzlich an.

Wobei ich allerdings auch finde, dass die an anderer Stelle geäußerte Kritik wie keine Pausen, einige Unsauberheiten u.s.w. gerechtfertigt sind.

Chris, etwas weniger zu shreddern dürfte nicht schaden. Aber Dich grundsätzlich verbiegen musst Du auch nicht.
Blues muss nicht dogmatisch gespielt werden.

Genres dürfen und müssen neu erfunden, interpretiert oder was sonst immer werden.
 
Gruss
frank
Verfasst am:

RE: Dirty Blues Suffle Jam

Ist ja auch die Frage um was es Chris geht. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass er nicht zum Blues-Spezialist werden will, ich denke, er will sein Spiel mit Ideen aus dem Blues bereichern.

Ich würde mir die Frage stellen, was ich aus dieser Stilistik in mein Spiel übertragen möchte.......

Ich finde z. Bsp. beim Blues kann man ganz bestimmt "musikalischen Ausdruck" lernen, den Tönen Bedeutung geben, eben seinen Gefühlen Ausdruck verleihen.

Ich empfinde es so, dass das den Musiker doch auch aus- und gegebenfalls einzigartig macht.

Was bringt er rüber-auch von sich selbst-was gibt er von seinen Emotionen an seine Zuhörer weiter. Wir habern ja alle nur 12 Töne zur Verfügung....

Da fehlt mir bei deinem Blues Solo, zumindest mal der Versuch etwas mehr Tiefe zu erreichen.

Hör mal bei Warren Haynes/Gov't Mule rein, falls du das nicht schon tust......vielleicht kannst du da was für dich entdecken....
 
_____________
groovige Grüße
Verfasst am:

RE: Dirty Blues Suffle Jam

Jeder spielt Musik so, wie er sie empfindet.

Chris spielt definitiv Blues-Rock eines weißen Gitarristen.

Der Rudimentär-Techniker B.B. King wird ihm nicht weiter helfen. Ich empfehle als gelungenes Beispiel spielt mit kräftigem Schuss Rock Walter Trout. Der spielt schon mal vier Takte lang nur einen Ton, etwa der Blue-Note, um dann Geschwindigkeit zu bolzen. Diese „Ruhe vor dem Sturm“ verleiht dem Shredding-Part viel mehr Wirkung.

Missratenes Gegenbeispiel ist Ryan McGarvey. Der fudelt Scalen, wie Chris aktuell.

Gelernt hat es Michael Goldschmidt. War Co-Gitarrist bei Bernard Allison. Spielte anfangs in seinen Soli die Nummer „Metallica goes blues“. Es brauchte zwei Jahre, bis (auf mich persönlich) seine Soli wirkten. Nun spielte er songdienlich.

Dazu eine Story aus meiner „Laufbahn“.

Sollte von Jahren einen Gig einer schwarzen Sängerin aus San Francisco begleiten. Setliste und Tonarten wurden schriftlich übermittelt. Alles alte Blues- und Soulnummern. Gemeinsame Proben vor dem Gig gab es nur zwei.

Nach wenigen Stücken der ersten Probe stoppte uns die Dame, gewichtsmäßig den Weather Girls zugehörig, also alle Klischees erfüllend, dreht sich zu uns um und erteilte uns eine Lektion:

„Jungs, ihr versucht gerade, diese Musik schwarz zu spielen. Das könnt ihr gar nicht, weil ihr weiß seid und diese Musik anders fühlt. Spielt die Musik so, wie ihr sie fühlt, spielt sie weiß. Ich werde dazu schwarz singen und dann ist es gut!“

Äußert so etwas eine weiße Sängerin einer schwarzen Band gegenüber, brennen bundesweit die Lichterketten gegen Rassismus. Nur hatte die Dame recht. Ich traue mir zu, mit hoher Treffergenauigkeit zu hören, ob ein Blues-Gitarrist schwarz oder weiß ist.

Also, Chris, spiel Deinen Heavy-Blues so, wie die ihn fühlst.

Theo Logie
Verfasst am:

RE: Dirty Blues Suffle Jam

Hey Leute,

Also mehr Pausen, versuch mich beim Spiel mal wirklich drauf zu konzentrieren.

Ja da habt ihr schon recht, man weiß zwar nie was die Zukunft bringt, allerdings sehe ich mich jetzt eher rockigen Seite stehen haha.

Macht schon sin, die Geschichte mit der schwarzen Dame, wenn man mal kulturell zurückschaut, dann hat die schwarze Kultur ja musikalisch auch eine ganz andere Vorgeschichte, ich denke lebendiger und aus sich rauskommender, das merkt man ja meistens auch am Temperament.

Daher macht es für mich schon Sin!

Allerdings schadet es bestimmt nicht wenn ich mich von einigen schwarzen Blues-Musikern inspirieren lasse... da kann ich bestimmt auch sehr viel mitnehmen, hat ja Paul Gilbert auch gesagt, das er fast alles irgendwie vom Blues gelernt hat.

Vielen Dank Leute für eure zahlreichen Kommentare!
 
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Leidenschaftlicher Gitarrist, 80´s Rules
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RE: Dirty Blues Suffle Jam

ChrisShredGuitar schrieb:
dann hat die schwarze Kultur ja musikalisch auch eine ganz andere Vorgeschichte, ich denke lebendiger und aus sich rauskommender, das merkt man ja meistens auch am Temperament.


Das wird auch gut in diesem Video thematisiert (ab 5:58, aber auch davor ist sehens- und hörenswert)



Nix für ungut ...
Ralph
Verfasst am:

RE: Dirty Blues Suffle Jam

Danke, Ralph, für dieses herrliche Posting: )
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649
Verfasst am:

RE: Dirty Blues Suffle Jam

Mir gefällt das was Chris spielt.
Natürlich würde ein B.B.King da komplett anders drüber spielen....
Aber es gibt auch 1000 andere Blueser, viele kommen aus dem Blues und haben in den Rock gewechselt, die Übergänge sind fließend.
Entscheidend sollte sein, was Chris selber will...

Ich denke nicht, dass er das Genre wechseln möchte, nur weil er sich jetzt auch intensiver mit Blues Impro beschäftigt.....

Deshalb teile ich die Meinung von Julle und Frank.....und nicht die der Stil-Dogmatiker!

Stilgrößen finde ich immer gut zur Orientierung....aber muss es denn der schwarze Blues a´la B.B King sein.....ich persönlich konnte damit auch nie recht viel anfangen. Ich war immer ein Freund von SRV, Robben Ford, Gary Moore und Joe Bonamassa....und wenn ich Chris so einordne, könnte er auch eher in diese Richtung ticken.....

Letztlich kommt fast alles aus dem Blues.....es ist immer spannend, sich mit dieser Wurzel zu beschäftigen.....das Schöne und Spannende ist, was jeder daraus macht....

Technisch konstruktive Vorschläge waren schon einige da....Ich würde die Verzerrung runterdrehen und etwas mehr Hall auf die Gitarre, man reduziert dadurch sein Spiel weil man vom Raum getragen wird (ich spreche hier aus Eigenerfahrung, ohne Hall neige ich deutlich mehr zum Vieltonsyndrom).....ein paar Standard BLues Licks könnten auch befruchtend wirken.....da empfehle ich SRV, Frank Marino und Eric Clapton....
Verfasst am:

RE: Dirty Blues Suffle Jam

ollie schrieb:
Mir gefällt das was Chris spielt.
Natürlich würde ein B.B.King da komplett anders drüber spielen....
Aber es gibt auch 1000 andere Blueser, viele kommen aus dem Blues und haben in den Rock gewechselt, die Übergänge sind fließend.
Entscheidend sollte sein, was Chris selber will...

Ich denke nicht, dass er das Genre wechseln möchte, nur weil er sich jetzt auch intensiver mit Blues Impro beschäftigt.....

Deshalb teile ich die Meinung von Julle und Frank.....und nicht die der Stil-Dogmatiker!

Stilgrößen finde ich immer gut zur Orientierung....aber muss es denn der schwarze Blues a´la B.B King sein.....ich persönlich konnte damit auch nie recht viel anfangen. Ich war immer ein Freund von SRV, Robben Ford, Gary Moore und Joe Bonamassa....und wenn ich Chris so einordne, könnte er auch eher in diese Richtung ticken.....

Letztlich kommt fast alles aus dem Blues.....es ist immer spannend, sich mit dieser Wurzel zu beschäftigen.....das Schöne und Spannende ist, was jeder daraus macht....

Technisch konstruktive Vorschläge waren schon einige da....Ich würde die Verzerrung runterdrehen und etwas mehr Hall auf die Gitarre, man reduziert dadurch sein Spiel weil man vom Raum getragen wird (ich spreche hier aus Eigenerfahrung, ohne Hall neige ich deutlich mehr zum Vieltonsyndrom).....ein paar Standard BLues Licks könnten auch befruchtend wirken.....da empfehle ich SRV, Frank Marino und Eric Clapton....



Vielen Dank für deine vielen Tipps, kommentierst fast jeden Post von mir, schätze ich sehr!

Ich habe mir schon lange vorgenommen von SRV und Bonamassa inspiration zu holen, es ist einfach die Zeit :D Ich habe immer das Gefühl mir rennt die Zeit davon....
 
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