Klangliche Entwicklung von Gitarren

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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Also ...

dass sich nagelneue Gitarren setzen und mit der Zeit anders bzw. besser klingen, habe ich erlebt.

Aber noch nie erlebte ich, dass sich eine Gitarre zurück entwickelt.

Ich habe meine alte Breedlove, die mindestens 3 Jahre mit entspannten Saiten im Koffer schlief, in die Hand genommen..Und gleich dachte ich, da ist sie wieder, das gute, alte Mädchen.

Bei Deiner gibt es sicher andere Faktoren, die ihre Wirkung zeigen. Könnte gut sein, dass sie bei Dir liegen.
 
Gruss
frank
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Hallo Frank,

sagen wir es mal so: Die Erstgitarre entwickelt sich schneller und weiter durch laufendes Spielen, wodurch sie der weniger gespielten Zweitgitarre enteilt. Ich habe jetzt keine Referenzgitarre rumstehen, die nicht gespielt wird, um das zu vergleichen.

Übrigens merke ich durchaus, wenn ich eine Gitarre länger (>drei Monate) nicht gespielt habe. Es dauert dann so gute zwei Spielstunden, bis die Gitarre und ich wieder richtig in Form sind. Ob das dann fehlende Gewöhnung ist oder wirklich ein "Ermatten" der untrainierten Gitarre, vermag ich nicht zu sagen.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Hi,
ich würde mir da keine Gedanken machen und die Gitarre spielen, auf die ich Lust habe.
Und so schlecht kann die "eingeschlafene" Gitarre ja auch nicht klingen - sonst hättest Du sie wohl nicht gekauft.
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

frank schrieb:
Also ...

dass sich nagelneue Gitarren setzen und mit der Zeit anders bzw. besser klingen, habe ich erlebt.

Wobei ich mir (und Euch) die Frage stelle: Ist es wirklich das Instrument, oder nicht eher der Spieler?
Ich habe Walter einst meinen Lernprozess auf meinem Bass mit den Worten beschrieben: "Ich weiß jetzt, was er macht".
 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

Tu Deinem Admin was Gutes.
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Mhhh, nööö das Problem kenn ich nicht.
Ich habe eine Hauptgitarre und ein Paar Zweitgitarren, alle machen einen anderen Job. Eine hilft sogar beim Abwasch
Mir hat geholfen, dass alle Gitarren einfach unfassbar gut sind. Nix halbgares dabei....lange Suche und leider auch einiges an Geld und Erfahrung gekostet Und ob man dann wirklich am Ende der Suche ist??? Keine Ahnung. So wie ich Dich kenne und lese, glaube ich, dass da noch viele viele Gitarren durch Deine Finger rinnen werden
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Banger schrieb:
Wobei ich mir (und Euch) die Frage stelle: Ist es wirklich das Instrument, oder nicht eher der Spieler?


Nun ja, Banger,

wir reden hier von einer akustischen, nicht von einer e- bzw. Brett-Gitarre.

a-Gitarren werden nun mal anders gebaut. Dadurch können Spannungen im verbauten Material entstehen, die sich erst mal setzen müssen. ich meine mich zu erinnern, dass Walter mal solche Erklärung hier abgegeben hat.
 
Gruss
frank
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Banger schrieb:
frank schrieb:
Also ...

dass sich nagelneue Gitarren setzen und mit der Zeit anders bzw. besser klingen, habe ich erlebt.

Wobei ich mir (und Euch) die Frage stelle: Ist es wirklich das Instrument, oder nicht eher der Spieler?
Ich habe Walter einst meinen Lernprozess auf meinem Bass mit den Worten beschrieben: "Ich weiß jetzt, was er macht".


Da hast Du auch recht. Es ist immer erst der Spieler. Wir können meist das Potential des Instruments kaum ausschöpfen. Habe ich bei mir selber bemerkt. Ich habe meinen gesamten Bestand sehr minimiert und die Zeit am Instrument maximiert. Das brachte mir am meisten. Dem Instrument tuts auch gut!

Aber natürlich brauchen (neue) Gitarren eine Weile bis sie eingeschwungen sind und anfangen sich zu öffenen, besonders akustische Instrumente, aber auch E-Gitarren wollen gespielt werden und gewinnen.
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

mr_335 schrieb:
... aber auch E-Gitarren wollen gespielt werden und gewinnen.


So isses!
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

frank schrieb:
Ich habe meine alte Breedlove, die mindestens 3 Jahre mit entspannten Saiten im Koffer schlief, in die Hand genommen..


Hab nie kapiert warum man die Saiten entspannt.
Warum soll man das machen?

Bei manchen meiner Gitarren waren die Saiten 30 Jahre am Stück drauf (mit Saitenwechsel natürlich) und es ist nichts passiert.

Auch bei Gitarren, die bei mir bis zu 5 Jahren ungespielt im Keller lagen hab ich das nie gemacht. Nach 5 Jahren raus aus dem Keller und weiterspielen.

gruß
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

erniecaster schrieb:
Dr Gonzo schrieb:
. Nach 5 Jahren raus aus dem Keller und weiterspielen.


Aber gestimmt hast du schon, oder?


War noch OK
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Dr Gonzo schrieb:
erniecaster schrieb:
Dr Gonzo schrieb:
. Nach 5 Jahren raus aus dem Keller und weiterspielen.


Aber gestimmt hast du schon, oder?


War noch OK


Schon mal über eine Karriere als Bassist nachgedacht?
 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

Tu Deinem Admin was Gutes.
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Klar muss man Gitarren, sowohl akkustische als auch elektrische durch einfühlsames Spiel und ein paar Stunden üben erstmal wieder "aufwecken" wenn sie ein paar Monate nicht beachtet wurden.

Bin voll der Meinung der Antragstellers.

Fies sind in diesem Zusammenhang ganz besonders längere Mensuren und höhere Saitenspannungen der zu erweckenden. Dann muss man die FInger auch erst aufwecken.
 
und immer zeigt sich bei allem Gegreife, und allen Fingerübungen dieser Welt, daß die rechte Hand den Ton macht. Vernachlässige nie, nie, nie die Anschlagshand.
Dann, ein guter Gitarrist du werden kannst.
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

mr_335 schrieb:
Mir hat geholfen, dass alle Gitarren einfach unfassbar gut sind. Nix Halbgares dabei


Das ist auch mein Ansatz.

So wie ich Dich kenne und lese, glaube ich, dass da noch viele viele Gitarren durch Deine Finger rinnen werden


Das glaube ich auch.
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

ferdi schrieb:
mr_335 schrieb:
Mir hat geholfen, dass alle Gitarren einfach unfassbar gut sind. Nix Halbgares dabei


Das ist auch mein Ansatz.

So wie ich Dich kenne und lese, glaube ich, dass da noch viele viele Gitarren durch Deine Finger rinnen werden


Das glaube ich auch.


Hallo!

Spannenderweise habe ich gar nicht so viele "Arbeitsgitarren" besessen, auf denen ich lange gespielt habe. Es gab eine ganze Reihe von Gitarren für spezielle Einsatzzwecke, die sich dann als unrealistisch erwiesen haben. Und noch deutlich mehr Gitarren, die tatsächlich "durch die Finger rannen", nämlich nur für eine Testphase bei mir blieben.

Ohne diese Testphasen hätte ich meine (sehr guten und nicht halbgaren) Gitarren nicht gefunden.

Die ganz schlimmen Phasen sind zum Glück vorbei. Als Akustikgitarrist "muss" man ja beispielsweise für Aufnahmen (die ich extrem selten mache) unbedingt eine Gitarre in Nashville-Tuning haben. Klar. Diesen Gedanken hatte ich vor Jahren, schoss was bei ebay, besaitete sie neu. Als ich sie in der Wohnung verstaute, stellte ich fest, dass ich längst eine hatte. Nur hatte ich sie so lange nicht (vulgo: nie) benutzt und daher völlig vergessen. Es waren auch mehr als 20 Instrumente bei mir - und zwei Arbeitsgitarren für Üben, Proben, Live, Schönspielen und selten Aufnahmen.

Aktuell sind es nur noch zwei Akustikgitarren und zwei E-Gitarren und schon die werden eigentlich vernachlässigt, siehe OP.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Klangliche Entwicklung von Gitarren

Banger schrieb:
russ schrieb:
Klar muss man

Wieso "klar"?


Hallo Banger,

mein Ursprungsbeitrag ergibt nur einen Sinn (extra für dich in dieser Wortwahl), wenn man der Ansicht ist, dass akustische Gitarren eingespielt (per Hand oder Maschine) anders klingen, dieser Effekt aber in der Spitze verfliegt. Darüber haben wir schon häufiger diskutiert, ich bin auch gerne wieder dazu bereit - könnten wir das denn abtrennen?

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Gesplittet: 11.05.2017 Uhr von Banger
Von Beitrag müde Zweit-Gitarre (erste Welt-Problem) aus dem Forum Gitarre
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