Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

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RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

Hallo,

Stevie Ray Vaughn wollte iirc so tief wie möglich in den Blues abtauchen - das ist eine Stilentscheidung und er hatte seinen Stil. The Edge wollte sich so weit wie möglich vom Blues absetzen - das ist eine Stilentscheidung und er hat seinen Stil.

Zwei glasklare Gegenbeispiele.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

ferdi schrieb:
Swompty schrieb:
Die einfachste Möglichkeit herauszufinden, ob man einen hat oder nicht, ist sich die Frage zu stellen, ob man sich damit beschäftigt.

Tut man es hat man mit maximal hoher Wahrscheinlichkeit keinen.


Ich sehe da überhaupt keinen Zusammenhang ...


Geht dann - mal als Vergleich - die eigene, unverwechselbare Stimme (mit Wortwahl, Register, Tonlage, Satzmelodie) plötzlich verloren wenn man mal sie reflektiert?

Wäre die Tatsache, dass ich mich mit meinem eigenen Spiel auseinandersetze, der Beweis dafür, dass ich keinen eigenen Stil habe?

Finde ich nicht.

Das finde ich etwas romantisierend, dieses "Nicht nachdenken, einfach machen".
Ich finde zwischendurch auch einfach ruhig mal nachdenken eine super Sache.
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RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

groby schrieb:
...
Geht dann - mal als Vergleich - die eigene, unverwechselbare Stimme (mit Wortwahl, Register, Tonlage, Satzmelodie) plötzlich verloren wenn man mal sie reflektiert?

Wäre die Tatsache, dass ich mich mit meinem eigenen Spiel auseinandersetze, der Beweis dafür, dass ich keinen eigenen Stil habe?
...


Beides mal nein, hab ich auch nicht geschrieben.

Man kann über sein Stimme soviel reflektieren wie man will, man wird sie nicht substantiell verändern.

Man kann auch so viel üben wie man will, Stil wird man dadurch nicht finden. Man wird halt "lediglich" besser auf seinem Instrument.
Einige kommen damit ihrem Stil näher, andere werden einfach schneller, lernen Noten anderer zu lesen, können sich sicher im harmonischen Kontext bewegen, ist aber halt sehr individuell.

Wie gesagt, Miles hat es IMO auf den Punkt gebracht, Zitat hattest du ja rausgesucht...
 
LG
Uwe
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RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

Hallo Swompty,

ich hätte ja nicht gedacht, dass das in diesem Leben noch einmal passiert, aber in diesem Fall bin ich 100%ig bei dir!

Gruß Martin
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RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

Ist Stil lernbar?

Nicht: Stil im Sinne von "Musikstile" sondern Stil im Sinne von "individuelle Eigenheiten"?

Oder läuft das unweigerlich darauf hinaus, dass man sich dann nur zwanghafte Marotten anzüchtet?


(Ist mehr so eine philosophische Frage. Ich selber fürchte, ich habe bereits einen Stil, akzeptiere das ungefähr so wie mein Gesicht, bemerke diese Festgefahrenheit wenn mich wieder mal mein eigenes Solo beim Spielen langweilt aber rede mir es als "schützenswert individuell" schön wenn ich wieder zuhause bin und ja auch mal was dazulernen könnte, was aber dann Arbeit wäre.)
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RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

Swompty schrieb:
Tja, das Zitat von Miles sagt ja eigentlich alles. Wenn man sich mit dem beschäftigt, was man spielen möchte, bedeutet das ja nicht, dass sich das mit musikalischer Bildung ausschließt - ganz im Gegenteil.
Selbst bei einem Genie wie ihm ist nicht alles "vom Himmel gefallen" und er hat sich ständig entwickelt / weiter gebildet, nur war ihm das Thema Entwicklung / Bildung wohl völlig egal, weil es einfach passiert ist und dann wohl auch etwas schneller ging als bei einem Otto-Normalmusiker.


Falls es hier um Miles Davis gehen sollte und um das Zitat mit dem Vergessen von Theorie (ich finde das Zitat hier im Thread nicht), dann muss ich widerspechen.
Miles Davis ist ganz bewusst ein "Big Styler" gewesen.
Und er hat ganz bewusst Dinge anders gemacht, als andere.

Ein Teil der Verwirrung rührt, glaube ich daher, dass Musik machen etwas Proaktives ist, Stil sich dagegen in der Retrospektive zeigt.

Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
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RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

Beim Erlernen von Sprachen - ist Musik nicht eine? - unterscheiden wir vor allem zwei Arten der Nichtbewusstheit - 1 und 4:

1. unbewusste Inkompetenz - zB der Gitarrist, der mit seinen paar Lagerfeuerakkorden und wenigen Licks "die irgendwie passen" rundum zufrieden ist und denkt, er könne "eigentlich alles"

2. bewusste Inkompetenez - Löcher im Käse im abrufbaren Repertoire / skills / Wissen / WTF sind erkannt, man merkt, dass man eben nicht "alles kann". Meist entzündet sich hier eine Motivation zum Lernen

3. bewusste Kompetenz - zB der Gitarrist, der sich denkt "jaaaa, und jetzt, da das Stück ja in A-dur ist und jetzt ja der Akkord der IV. Stufe kommt, muss also D lydisch passen, allllso kann ich jetzt die #11 und die maj7 spielen

4. unbewusste Kompetenz - kein (bewusstes) drüber Nachdenken mehr wie bei 3, sondern nur noch spielen.



Der Weg in den 4. Stock führt, so denke (und hoffe) ich, aus dem Parterre in den ersten und zweiten, dann über den dritten Stock, und es gibt keinen Fahrstuhl. Man muss die Treppe nehmen. Oder bleibt eben auf dem bisherigen Stockwerk, auch ok.

Das alles (Bewusstsein / Unbewusstsein, Kompetenz / Inkompetenz) hat nur mit Stil nichts zu tun - gar nichts. Ist mMn ne völlig andere Diskussion.
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649
Verfasst am:

Re: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

groby schrieb:
Kernfrage in Kurzform:

Was ist - und wie entwickelt sich - ein eigener Stil?
Und wie stabil ist er? ....


Wer hat da Meinungen oder Erfahrungen zu?


Hi, vieles in Deinem ersten Beitrag bezog sich wohl nur auf den "Spielstil" oder?
Ich lese da jetzt nichts von Komposition, Arranging etc.

Für mich gehört das alles zuammen. Und zu den von Dir bereits erwähnten Punkten [Kopieren, Aneigenen, Nach-Machen, Neu-Kombinieren, eigenen Ideen und Abläufen etc.] würde ich sowas wie Hörgewohnheiten/Hörreife und musikalische Bildung (Harmonie- und Kompositionslehre) in den Ring werfen. Bei mir wurde letzteres erst vor ca. 10 Jahren wichtiger. Vorher als reiner "Elektriker" habe ich mich eher mit irgendwelchen hippen Skalen rumgeschlagen, während ich heute mehr in Harmonien, Songs oder an den Gesamtausdruck denke.

Was meinen solistischen Spielstil angeht, gerade der auf der E-Gitarre, habe ich schon einen Wiederkennungswert. Sowohl im Positiven wie im Negativen. Ich mochte schon immer Musik mit viel Ausdruck und Emotion. Deswegen habe ich dann viel an Phrasierung gearbeitet. Leider habe ich erst recht spät gelernt komplexere harmonische Zusammenhänge zu verstehen. Ich empfinde das noch heute als großes Manko. Viele Einflüsse haben bestimmt einiges dazugetan, aber im Grunde klingt vieles noch so wie vor 20 Jahren. Das gehts mir wie Martin.

Was Improvisation und Soloarbeit betrifft, fliegt alles, was sich für mich nicht singbar anfühlt, raus. Ich mag es technisch versierten Gitarristen wie z.B. Michael (Jacuzzi), Henderson, Holdsworth, Wayne Krantz etc zuzuhören, vor allem live. Aber tief berührt mich das meist nicht. War aber früher anders, da wollte ich sowas auch können und ich fand so Zeugs sehr geil. Hat sich geändert. Das liegt wohl daran, dass ich nicht mehr erreichen will, was ich nicht erreichen kann. Mein Stil hat sich also in fast allen Dingen "vereinfacht". Im Gegensatz dazu hat sich mein persönlicher Stil auf der Akustischen Gitarre schön weiterentwickelt. Man wohl immer noch meine Zeit als E-Gitarristen durchscheinen und das ist dann auch ein Teil des akustischen Spielstils geworden.
Ich empfinde das Erlernen von neuen Spieltechniken oder Konzepten (egal ob Rhythmik, Begleitung, Solo, Harmonie) sehr befriedigend, bereichernd und es trägt zur Weiterentwicklung des Stils bei. Aber so eine Grundhandschrift bleibt immer erkennbar.


Zuletzt bearbeitet von mr_335 am 21.06.2017, insgesamt einmal bearbeitet
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Re: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

mr_335 schrieb:
Hi, vieles in Deinem ersten Beitrag bezog sich wohl nur auf den "Spielstil" oder?
Ich lese da jetzt nichts von Komposition, Arranging etc.

Das ist eine schöne, weiterführende Frage.
Ich ging zunächst von einem Spielstil aus. So, dass man z.B. dich von mir oder martin oder wem auch immer unterscheiden könnte wenn ihr in demselben Song z.B. ein Solo spielt.
Ich würde von mir sagen, dass ich selber da einen Stil hätte. Zum guten oder schlechten ist jetzt mal egal.

Was Songwriting angeht, weiß ich das nicht. Mein Musikgeschmack ist sehr entschieden und punktuell aber nicht einem Genre zuzuordnen. Ich mag bestimmte Metalbands, bestimmte Folkbands, bestimmte moderne Jazzbands, bestimmte Akustikkünstler. Aber bei allem davon oft schon den Künstler oder die Band direkt daneben überhaupt nicht. Ich könnte also nicht mal prägnant zusammenfassen, was mein Geschmack überhaupt ist.

Was ich selber schreibe ("verzapfen" wäre hier der bessere Ausdruck) sind dann unterschiedliche Dinge. Das eine ist mit Akutikgitarre zuhause und das andere ist eine parallele aber völlig unverwandte E-Gitarren-Schiene und die ändert sich mit der Band für die es gedacht ist.

Ich würde sagen dass ich einen Solo-Stil hätte, aber keinen vergleichbar ausgeprägten Kompositions-Stil.

Obwohl ich dir zustimmen würde, dass das zusammengehört.
Oder zusammengehören kann.
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

groby schrieb:
Ist Stil lernbar?

Nicht: Stil im Sinne von "Musikstile" sondern Stil im Sinne von "individuelle Eigenheiten"?



Ehrlich gesagt mMn nein.

Denn bei mir war das in groben Grundzügen, von Anfang an irgentwie angelegt gewesen.
Das wusste ich damals natürlich gar nicht. Aber wenn ich, was ich sehr selten mache,
mal ganz alten Kram von mir anhöre, dann ist vieles zu hören, was heute noch in meinem
Spiel vorkommt. Natürlich hört man meine Schwierigkeiten mit Timing, Groove und Technik
usw usw aber man hört mich. Sicher ist das nicht so prägnant wie z.B. JJ Cale oder Clapton
aber hey das bin ich. Unglaublich befreiend das anzunehmen, damit zufrieden zu sein
(was weiteres Dazulernen natürlich in keinster Weise ausschliesst).


Daraus folgere ich das der persönliche Stil eigentlich sowieso bei jedem vorhanden ist.
Der zeigt sich irgentwann automatisch, solange man seine Augen und Ohren offen hält,
und nicht versucht alles zu überanalysieren. Oder andere Musiker/Vorbilder
eben zu stark zu kopieren versucht.
 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

Dr.Dulle schrieb:
groby schrieb:
Ist Stil lernbar?

Nicht: Stil im Sinne von "Musikstile" sondern Stil im Sinne von "individuelle Eigenheiten"?



Ehrlich gesagt mMn nein.

Denn bei mir war das in groben Grundzügen, von Anfang an irgentwie angelegt gewesen.
Das wusste ich damals natürlich gar nicht. Aber wenn ich, was ich sehr selten mache,
mal ganz alten Kram von mir anhöre, dann ist vieles zu hören, was heute noch in meinem
Spiel vorkommt. Natürlich hört man meine Schwierigkeiten mit Timing, Groove und Technik
usw usw aber man hört mich. Sicher ist das nicht so prägnant wie z.B. JJ Cale oder Clapton
aber hey das bin ich. Unglaublich befreiend das anzunehmen, damit zufrieden zu sein
(was weiteres Dazulernen natürlich in keinster Weise ausschliesst).


Daraus folgere ich das der persönliche Stil eigentlich sowieso bei jedem vorhanden ist.
Der zeigt sich irgentwann automatisch, solange man seine Augen und Ohren offen hält,
und nicht versucht alles zu überanalysieren. Oder andere Musiker/Vorbilder
eben zu stark zu kopieren versucht.


Also Du meinst der Stil liegt in den Genen und nicht daran, dass man beeinflusst wird und auch z.B. an diversen Dingen arbeitet, diese verfeinert, verinnerlicht und sich zu eigen macht?
Dann versteh ich nur nicht warum man Augen und OHren offen halten sollte (bin zwar auch dieser Meinung, aber weil ich glaube, dass alles extremen Einfluss auf die Bildung des (Spiel)-Stils haben kann).

Dann hätte also auch ein blutiger Anfänger, der gerade ein paar Wochen auf dem Holz rumdöngelt bereits einen eigenen Stil? Mhhhh....ich habe da meine Zweifel. Ich glaube, dass sich Stil dann bildet, wenn man sich auf sehr individuelle Art sehr intensiv mit der Musik und dem eigenen Spiel auseinandersetzt oder man ist vielleicht wirklich hypertalentiert und es wurde in die Wiege gelegt. Dafür spricht aber die große Vielzahl an Musikern mit eigenem Stil.
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

"Stil" geht für mich am Anfang hervor aus dem Umsetzen von eigenen Hörvorlieben. Danach kommt dann eine dynamische Entwicklung auf dem Instrument, wo viele äußere Einflüsse verarbeitet werden. MMn ist das etwas, was sich über einen längeren Zeitraum herausbildet, und dann ab einem gewissen Punkt in eine spezielle Richtung intensiviert wird.

"Stil" kann auch aus einem gewissen Grad aus "Unvermögen (im virtuosen Sinne)" entstehen, in dem man durch limitierte spielerische Möglichkeiten gewisse Spielarten (oder auch equipmentbezogene Besonderheiten - The Edge>Delay) intensiv forciert.

Mir fällt auf, dass gerade aus der Limitierung heraus (z.B. bei vielen Autodidakten) oft eher eine eigene Handschrift erkennbar ist, als bei den (gelernten/ausgebildeten) Virtuosen. Das soll um Gottes Willen kein Argument gegen didaktisches Lernen, eine solide Ausbildung auf dem Instrument ist toll, aber fragt mal den klassischen Cellisten aus dem Orchester oder den Trompeter der örtlichen Blaskapelle, er soll bei Euch im Folkquartett spontan einsteigen; Da kommt mitunter nur ein entsetzter Blick, aber keine Musik!
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

gitarrenruebe schrieb:
Mir fällt auf, dass gerade aus der Limitierung heraus (z.B. bei vielen Autodidakten) oft eher eine eigene Handschrift erkennbar ist, als bei den (gelernten/ausgebildeten) Virtuosen. Das soll um Gottes Willen kein Argument gegen didaktisches Lernen, eine solide Ausbildung auf dem Instrument ist toll, aber fragt mal den klassischen Cellisten aus dem Orchester oder den Trompeter der örtlichen Blaskapelle, er soll bei Euch im Folkquartett spontan einsteigen; Da kommt mitunter nur ein entsetzter Blick, aber keine Musik!


Huhu, ja aber das liegt ja nicht an der Ausbildung, sondern dass sich diese Musiker nicht in der Welt des Ragg nroll, Folk oder der Popmusik bewegen. Es gibt ganz viele Klassiker die in allen Welten eine gute Figur machen. Und andererseit setze mal den meisten von uns eine Paritur von Bach oder eine schnelle Polka von Seppl Huberschwarte und die Krachenden Schinkenklopfer vor die Nase und da wird man meist nix zu hören bekommen

Aber ich weiß, glaube ich, was Du meinst und das Phänomen kann ich teils bestätigen.

Noch ein Gegenbeispiel. Du warst doch mal bei uns zum Konzert von Daniel Stelter und Fola Dada oder? Hat mit 8 Jahren klassische Gitarre gelernt, wurde dann - das ist glaube ich prägend und wichtig - vom Bruder musikalisch sozialisiert im Jazz, Rock und Pop. Und den Daniel erkenne ich an nur einem Ton. Dann kenn ich einen Haufen Musiker z.B. von der Pop Aka im Mannheim. Toll ausgebildet und alle mit eigenem Stil. MIr fallen da immer meine beiden Kinne runter. Nicht wegen der Chops sonder wegen der Reife und Eigenheit.

Hier mal mein Lieblings-Stelter


oder mal was jazzigeres
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

mr_335 schrieb:
Also Du meinst der Stil liegt in den Genen und nicht daran, dass man beeinflusst wird
und auch z.B. an diversen Dingen arbeitet, diese verfeinert, verinnerlicht und sich zu eigen macht?


Soweit will ich das nicht runterbrechen.
Aber mMn ist Stil eine Kombination

a) deiner Persönlichkeit
b) deines Geschmackes
c) deiner Einstellung zur Musik (was mag ich und was nicht)
d) deiner musikalischen Entwicklung und Einflüssen von aussen


Da Punkt a) am Anfang deiner Musikalischen Entwicklung schon vorhanden
war, ist das eben auch der Kern deines musikalischen Stils.
Der Rest sind Wachstum und Einflüsse, auf dem Weg zu deinem musikalischen Ich.


=> “Sometimes you have to play a long time to be able to play like yourself.”
Miles Davis
 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

mr_335 schrieb:
Aber ich weiß, glaube ich, was Du meinst und das Phänomen kann ich teils bestätigen.


Hi Rolli,

ich schrieb ja auch, dass ich sehr viel von guter Ausbildung halte, und da gibt natürlich in der Mehrzahl (sehr) gute Leute.

Mir ging es darum, dass eben richtig bekannte Leute, die man an einem Ton erkennt, Ihr Markenzeichen, Ihren Stil, aus der Limitierung heraus entwickelt haben.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

mr_335 schrieb:
oder mal was jazzigeres


Lieber Rolli, mit so einem Drummer spielt es sich doch von ganz allein.
Wenigstens fast. Hut ab!
Da braucht man auf der Gitarre nur ein paar rhythmisch passende Töne raushauen, ist sofort geil.-
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

ferdi schrieb:
mit so einem Drummer spielt es sich doch von ganz allein.
Wenigstens fast. Hut ab!


Guter Punkt !!

Genau deshalb ist mMn auch ein gutes Rhythmusgefühl,
einer DER Knackpunkte für einen eigenen Stil.
 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
Verfasst am:

RE: Eigener Stil - whatever that is - sein Erhalt & Erweiterung

Yo. Als ich damals Skalen gelernt habe, war mir eins recht schnell klar: saubere Rhythmik ist wichtiger als die Auswahl der Noten. Lieblos hingeschlabbert nützt auch die geilste #11-Tension nix.
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649
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