Kreuz & quer ... Ein Gig und sein Mikrokosmos

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Kreuz & quer ... Ein Gig und sein Mikrokosmos

iGude,

es ist was länger geworden ... aber lest selbst:

Im Grunde hat alles damit angefangen, dass meine Frau und ich vor ca. drei Jahren beschlossen haben, aus dem zentralen Rhein-Main-Gebiet weg, in eine etwas ländlichere Gegend zu ziehen. Distanz nur ca. 30 km, aber es ist wirklich viel mehr, als ein Wechsel von A nach B. Auf die "anner Seit", also anderes Bundesland (Hessen > RLP) , anderer Fluss (Main > Rhein), anderes Weinbaugebiet (Rheingau > Rheinhessen) ...

Ohne hier in die Tiefe zu gehen hat es sich ergeben, dass einer unserer nächsten Nachbarn am neuen Wohnort das ganze Jahr über auf seinem Weingut Veranstaltungen verschiedenster Art durchführt, und Sonntags hat er seine Weinstube geöffnet und bietet hier in netter Atmosphäre leckeres Essen und – natürlich – Wein an. Wir sind dort oft zu Gast, bei Veranstaltungen und auch in der Weinstube, und es hat sich ein ausgezeichnetes nachbarschaftliches Verhältnis ergeben. Als wir uns kennenlernten wurde uns gleich nachbarschaftliche Hilfe jedweder Art angeboten, was natürlich, wenn man komplett neu am Ort ist, erstmal schön ist. Lustigerweise war es dann so, dass ich ihm im ersten Jahr zweimal bei kleineren technischen Ausfällen bei Veranstaltungen mit Equipment aushelfen konnte. So hat er dann auch mitbekommen, dass ich hobbymäßig Musik mache.

Er hat auf seinem Weingut drei Locations, die unterschiedlich bespielt werden: Ein kleiner Gewölbekeller, wo ca. 100 Personen bestuhlt Platz finden: Hier finden dann so Sachen statt wie Kleinkunst (z.B. Hennes Bender etc.), Musik (z. B. Purple Schulz solo) und auch private Feierlichkeiten. Dann gibt es die „Scheuer“ (Scheune), wo in der Herbst/Winter-Saison idR Musikveranstaltungen (ca. 400 Personen) stattfinden, meist Tribute-Bands (z.B. Mad Zeppelin, Hole full of love etc.). Im Hof finden im Sommer Open-Airs (ca. 1000 Personen) statt. Hier ist sowohl Kleinkunst/Kabaret (z.-B. Urban Priol, Tobias Mann etc.) wie auch Musik (Tributes wie z.B. Night Fever, Queen Kings oder Originals wie z. B. Marla Glen etc.) angesagt. Im ersten Jahr waren im Hof Saga zu sehen, das Jahr darauf die Hooters, und dieses Jahr Sweet.

Und so hat es sich ergeben, dass im letzten Jahr, als die Hooters spielten, ich ihn mal aus Spaß geneckt habe, ob er da nicht eine Vorgruppe bräuchte. Er hat das – ohne uns je gehört zu haben – aufgenommen und beim Management angefragt, es kam eine Absage, da seine Spielzeiten (die Venue ist mitten im Ort) um 22 Uhr enden und die Hooters ein langes Set abliefern (2,5 Stunden, und zwar erstklassig!). Im letzten November waren meine Frau und ich dann bei ihm in der Scheuer bei einem Tributekonzert zu Gast, wo wir am Eingang dann gleich mit den Worten „Gude Rolf, hast Du Lust, mit Deiner Band im Sommer vor Sweet* zu spielen?“ empfangen wurden. Klar, logo – wann denn? 09.06.2017. Mist! Gerade da ging in Rüsselsheim der Hessentag (großes 10tägiges Volksfest) los, bei dem ich jobmäßig Hauptverantwortlicher für eine kleine Bühne im Stadtpark war. Eigentlich war der Termin ein No-Go. Am ersten Tag müssen sich viele Sachen erstmal eingrooven: Die Abläufe bei Bandwechseln, die Zusammenarbeit mit der Technik, das Miteinander mit den Ständen im Park etc. – eigentlich konnte ich nicht. Nun denn, mit Vorbehalt trotzdem zugesagt und Montags drauf dann mit dem Produktionsteam geklärt, dass ich am ersten Tag nur bis vormittags 12 Uhr da sein werde. Team nickt ab, ich habe trotzdem ein blödes Gefühl…

Monate später, 01.06.2017 – die Vorbereitungen auf den Hessentag laufen gut, mein Team (keiner mit Vorkenntnissen aus der Veranstaltungsorga) hat sich spitzenmäßig entwickelt (und hat die 10 Tage Hessentag 1a gewuppt) und ich habe keine Bauchschmerzen mehr, weil ich am Tag 1 fehlen werden. Handy klingelt, Nachbar ist dran: „Rolf, schlechte Nachrichten: Der Sweet-Gig fällt aus, Sänger ist krank, darf nicht sprechen und singen – Ersatztermin 11.08.2017 – könnt Ihr da“. Ich rotiere, klingele die Band ab – allen können, puh … Glück gehabt.

09.06.2017 – erster Tag Hessentag: Wetter ist durchwachsen, für Abends gibt es eine Unwetterwarnung. Gut, dass der Sweet-Gig heute nicht stattfindet! Schlecht für unsere Bühne. Gut, dass ich an so einem kritischen Tag vor Ort bin. Bei dem Headliner abends fängt es um ca. 21 Uhr an zu gewittern, Wind, Hagel. Einer vom Team muss vor die Bühne, um im Park den Überblick zu behalten, klar, das bin ich, und schick das restliche Team in unseren Bürocontainer (Anmerkung: Aufgrund der Größe des Festes werden Veranstaltungen nur durch die zentrale Veranstaltungsleitung nach Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr abgesagt, das wird dann an die Bühnen per Funk kommuniziert). Es wird nicht abgebrochen, es passiert GsD niemandem etwas, der Sänger der Band hüpft solidarisch mit seiner Funke von der Bühne ins Publikum und damit in den strömenden Regen, wird dafür gefeiert. Nach 30 Minuten ist der Wetterspuk vorbei. Alles gut gegangen, im nachhinein bin ich echt froh, dass unser Gig vor Sweet verschoben wurde.

Wir springen in den August, eine Woche vorm Sweet-Gig: Info vom Nachbar, Sweet hat ein anderes Pult angefordert. Ich maile das an unseren FOH-Mann mdB, sich zeitnah mit dem Tech vom Veranstalter kurzzuschließen. Einen Tag vorm Gig erfahre ich, dass unser Tech sich NICHT mit den anderen Technikleuten in Verbindung gesetzt hat, was diese so quittierten, dass wir erstmal in jeder Hinsicht ein bisschen zappeln gelassen werden. Ich mach unseren Tech rund, die Band ist verunsichert, heilige Scheiße, das braucht NIEMAND. Dazu kommt, dass unser Tech (Technikleiter einer der größten Hallen in Ffm) nun am Tag des Gigs viel Arbeit hat und nicht weiß, wann und ob er überhaupt vor Ort sein kann. Er avisiert uns einen Sub, den wir zwar schon als guten Tonmann kennengelernt haben, aber das alles trägt nicht zur entspannten Vorfreude auf den Gig bei.

11.08.2017 – 15 Uhr – die Band sammelt sich vor Ort, unser Sub-Tech ist da, die Animositäten zwischen den Techs behoben, alles läuft. Der Stagemanager von Sweet macht uns klar, dass auf der Bühne NICHTS auch nur einen mm verrückt werden darf. D.h. Mikroständer, Keyboardständer in der Front, alles muss genauso bleiben. Wer etwas anfasst, wird erschossen – sofort. Wir dürfen keinesfalls auf der FOH lauter sein, als Sweet später – kein Problem, wir stehen eh nicht darauf, dem Publikum die Ohren wegzublasen. Wir sind beim Line Check von Sweet dabei, dieser wird vom Stagemanager alleine gemacht. Wow, die sind sacklaut auf der Bühne, alter Schwede … Wir dürfen dann ab 16:45 Uhr auf die Bühne, und müssen um Punkt 17:30 Uhr fertig sein, weil dann Doors-Open ist. Wir stehen etwas anders wie sonst, der Tonmann macht schnell und souverän einen guten Check, wir fühlen uns wohl auf der Bühne. 17:28 Uhr, Soundcheck fertig.

Unser Backstagebereich ist quasi der Büffetraum von Sweet. Wir bedienen uns bei den Schnittchen, jeder schnappt sich Wasser für die Bühne, und der Drummer von Sweet (der optisch ein Bruder von John Candy sein könnte) läuft orientierungslos mit fragendem Blick durch den Raum. Auf die Frage, ob ich ihm helfen könnte, kommt die wirklich verzweifelte Frage: „Where ist the fridge with the beer?“. Dem Mann kann geholfen werden, wir haben einen Freund fürs Leben gefunden.

18 Uhr – 19 Uhr Showtime (ursprünglich war 18:30 -19:45 Uhr geplant).Der Hof ist um 18 Uhr schon fast komplett voll, wir starten mit (wohl nicht nur auf der Bühne) sehr gutem Sound, und auch, wenn unsere Musik mit Sweet gar nichts zu tun hat, kommt unser Set ziemlich gut an. Btw: Erster Gig mit der blauen Bigsby-Gina - eine tolle Gitarre, die in der Band zu 100% das bringt, was benötigt wird. Um 18:55 Uhr zeigt uns der Stagemanager an: „Last Song“, da wir ursprünglich etwas länger geplant hatten, springen wir dann gleich zum Ende. Schlussakkord, viel Applaus, Bühne in Rekordzeit abbauen. 10 Minuten, und wir sind komplett runter, mit Drums, Congas und allem Pipapo. Wir bekommen nach dem Gig viele Komplimente, und haben scheinbar eine gute Visitenkarte hinterlassen.







(nur ein paar erste Handypics, weitere haben wir noch nicht, kommen aber ...)

Sweet macht ein gutes Set. Also viel besser, als ich das erwartet habe: Guter Frontsound, nicht zu laut, aber satt, mit Pfund. Glücklicherweise mit einem kernigen Rocksound, ohne (heavy) Metallic-Lackierung. Gute Arrangements, freundliche Ansagen, die legendären Sweet-Chöre, 90 Minuten inkl. Zugaben, basta.

Anschließend hatten wir noch einen netten Abend backstage, teilweise auch mit den Jungs von Sweet, leider bis auf Andy Scott: Den hat man nur auf der Bühne gesehen, nicht vorher, nicht nachher. Schade! Egal, cooler Gig, netter Abend, und irgendwann bin ich dann glücklich und leicht angeschickert mit meiner Equipmentkarre den weiten Weg von ca. 80m nach Hause gewackelt, und hab mir zu Hause noch mit einem Grinsen im Gesicht einen wunderbaren Riesling vom Weingut Becker-Schittler aus Zornheim gegönnt.

Fazit

1. Mer waas nie, fer wasses gud is …
2. Was mer had, des hadd mer – hadd mers ned, dann fehlt´s aam (yeah)**

*Sweet, kleiner Exkurs: War als Kind/Teenager eine meiner Lieblingsbands, Andy Scott fand ich als Gitarrist immer extrem klasse (sehr melodisch). Eigentlich bin ich für Sweet ein paar Jährchen zu jung, hab das aber als kleiner Doppsch immer von meinem älteren Bruder mitgekriegt. Insofern war Support für Sweet durchaus etwas Besonderes für mich. Ich finde die heute noch klasse, auch die Sachen auf den LPs, die nicht als Singles in Charts waren (Set me free). Wobei ich mir beim Gig noch folgende Songs wünscht hätte: Fever of love, The lies in your eyes, Stairway to the stars und Turn it down.

** frei nach FLATSCH!
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: Kreuz & quer ... Ein Gig und sein Mikrokosmos

Danke, Rolf, da wäre ich gern dabei gewesen.
Das letzte Mal, dass ich The Sweet sah, war schon ohne Conolly, aber noch mit Mick Tucker, in der Großen Freiheit 36.
Ich erinnere mich gut, dass Andy Scott sehr überzeugend war, Mick Tucker jedoch schon sehr gezeichnet von seiner Drogensucht und teilweise für Minuten unfähig, weiterzuspielen...
Das ging dann erst weiter, als Andy lange auf ihn eingeredet hatte...
 
www.beatcrazy.eu
LOWBRIDGE - das aktuelle Album:
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Ich bin Beta- Tester für Kemper GmbH
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RE: Kreuz & quer ... Ein Gig und sein Mikrokosmos

Doc Line6forum schrieb:
Danke, Rolf, da wäre ich gern dabei gewesen.
Das letzte Mal, dass ich The Sweet sah, war schon ohne Conolly, aber noch mit Mick Tucker, in der Großen Freiheit 36.
Ich erinnere mich gut, dass Andy Scott sehr überzeugend war, Mick Tucker jedoch schon sehr gezeichnet von seiner Drogensucht und teilweise für Minuten unfähig, weiterzuspielen...
Das ging dann erst weiter, als Andy lange auf ihn eingeredet hatte...


Ich hab Sweet vorher schon zweimal gesehen, einmal in der ersten Hälfte der 80er im Volksbildungsheim Frankfurt, und zwar Brian Conolly mit drei jungen Burschen. Traurig und ziemlich würdeloses Ding, Conolly war da hochgradig betrunken und offensichtlich in einem so desolaten Gesamtzustand, wo er besser in professionelle Betreuung, aber nicht auf eine Bühne gehört hätte.

Das zweite Mal war Mitte, Ende der 80er in der Frankfurter MusicHall, Andy Scott & Mick Tucker samt Mitstreiter. Tucker war da noch in einem guten Zustand, die Band war dem damaligen Trend gemäß eher heavy unterwegs, aber trotzdem war der Gesamteindruck gut.

Der Gig letzten Freitag war musikalisch mit Abstand der Beste!
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: Kreuz & quer ... Ein Gig und sein Mikrokosmos

Moin Rolf,

schöner Bericht!

Darf man als Rhoihesse eigentlich noch ungestraft am Hessentag mitwirken...so auf der falschen Rheinseite..?

Hab übrigens mal 2 Jahre in Stadecken-Elsheim gewohnt, bei dir um die Ecke.

Zum Thema, Sweet hab ich jetzt noch nicht gehört, aber andere aus der Zeit oder noch früher (Geronimo, Rattles etc) auf irgendwelchen Oldieveranstaltungen.
Muss sagen dass viele dieser, früher für Alkohol oder sonstige Exzesse bekannten Bands, oft die Kurve gekriegt haben und heute solide abliefern.

Ok, bei den meisten ist natürlich nicht mehr viel von der Originalbesetzung übrig.

Aber die Rattles (auch schon wieder 10-12 Jahre her oder so)waren mit das Professionellste was ich zu der Zeit hab in der Preisklasse rumtingeln sehen.

Fonds echt gut dass es solche Locations wie bei dir um die Ecke oder auch beim Rolli gibt wo so was angeboten wird!

Gruss

Michael
 
Die Gewohnheit ist der Sieg der Zeit über den Willen!
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RE: Kreuz & quer ... Ein Gig und sein Mikrokosmos

Moin,
Schöner Bericht, Danke dafür!
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche Dinge sich fügen, ohne dass man an alle Stellschrauben drehen kann...
Gig im musikalischen Wohnzimmer, das find ich immer extrem spannend, wenn man auf der anderen Seite steht.

Ciao
Monkey
 
D'oh!

On sale:
Multicore 16/4
Mischpult mit Knöpfen ohne Computer Yamaha MG16/6fx
Mixercase mit Aufsteller extra tief!
Behringer graphischer EQ 3102
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Gigbericht oder "Wenn Dir Verteilerdosen entgegengeschwommen kommen ..."

Kleine Gigbericht als Abschluss unserer Sommersaison:

Am Freitag stand das "Volk im Schloss"-Festival in Groß-Gerau an, ein tolles und mit viel Herz organisiertes Festival in den Überresten einer alten Ruine (heute Standort der VHS in GG). Running Order war: Wir auf der OpenAir-Bühne von 18:30 - 20:15, danach auf der Zeltbühne 20:15 - 22:15 Uhr Badesalz, und als Abschluss die "Love+Peace-Revue" ab 22:30 Uhr auf der OpenAir-Bühne.

Nachmittags Aufbau, schwüles Sommerwetter, neben dem Festivalgelände ist ein Feuchtbiotop:
Es wimmelt von Mücken! Ok, Autan, ist dabei, aber in der Konzentration tagsüber hab ich das bislang noch nicht erlebt.

Der SC läuft gut und schnell, Sound ist klasse, unser Mann am Pult ist wirklich ein Glücksfall. Anschließend im toll organisierten Backstagebereich ein belegtes Brötchen und ein alkfreies Bierchen. Jochen, der Veranstalter, kommt gegen 17:45 Uhr auf uns zu und teilt mit, dass er eine Wetterwarnung erhalten hat, es sei eine Regenzelle im Anflug, die aber lt. seinen Infos "nur" für ca. 30 Minuten Regen bringt, aber kein Unwetter (sagt seine App).

Wir (und der Regen) fangen pünktlich um 18:30 Uhr an. Zunächst leichter Regen, die Besucher sammeln sich unter einigen wenigen Vordächern und Schirmen, aber nach ca. 15 Minuten ist das ein heftiges Unwetter mit viel Wind und extremen Wassermassen. Beim vierten Song versuche ich, mein Pedalboard irgendwie ins Trockene zu bringen, wir brechen mitten in der Nummer ab: Im selben Moment Stromausfall auf der Bühne, der FI-Schalter vom Backline-Strom ist geflogen. In dem Moment bin ich sehr froh, via Sender zu spielen, so ist zumindest ausgeschlossen, dass ich über die Gitarre eine gewischt bekomme. Es regnet keine jungen Hunde, es regnet deutsche Doggen!

Nach 40 Minuten ist der Spuk vorbei, die "abgesoffene" Verteilerdose, die den Stromausfall verursacht hatte, konnte lokalisiert werden, alle Verteiler auf der Bühne werden gegen trockene, neue ausgetauscht. Die Bühne wird mit einem Abzieher begehbar gemacht. Ich hatte während des Regens meine Zoom Q2n, die ich neben der PA platziert hatte, aus dem Regen gerettet: Ich Nachhinein stellt sich raus, das Ding verträgt einiges, trotz ca. 10 Minuten im fetten Regen funktioniert das Ding am Tag darauf. Der Veranstalter teilt uns mit, dass Badesalz (die wir als sehr höfliche Zeitgenossen ohne jegliche Allüren kennenlernen durften) damit einverstanden ist, dass wir 15 Minuten länger spielen und sich ihr eigener Auftritt entsprechend nach hinten verschiebt.

Unser Gig war dann ok, den Leuten (die nicht klitschnass nach Hause geflüchtet sind) hat es gut gefallen, wobei man nach der Unterbrechung gemerkt hat, dass wir zwei-drei Songs gebraucht haben, um wieder richtig zusammen zu sein. Da merkte man dann einfach, dass es erst unser vierter gemeinsamer Gig war. Klar, alles "alte Recken", die so was routiniert durchziehen, aber es hat schon bissel gebraucht, um wieder in "unseren" Groove zu kommen. Bei der letzten Nummer fliegt mir ein Moskito ins Ohr, summt da noch ein bisschen, um dann aber eben zuzustechen - blödes Vieh! Ein Gig, der lange in Erinnerung bleiben wird. Ich hoffe die Themen "Mückenplage & Unwetter" sind nun für die nächsten Jahre erst mal tabu ...

Anschließend hat uns dann ein sensationelles Helferteam unterstützt, unseren Kram abzubauen und in die Autos zu verladen, das wirklich TOPP!
Wir haben dann, während Badesalz gespielt hat, noch eine Kleinigkeit gegessen (tolles, von den Helfern selbstgemachtes Catering mit veganer Lasagne, traditioneller Lasagne und hausgemachten Spinatknödeln mit Pfifferlingen). Ich bin dann recht früh nach Hause, und habe mir die Woodstock-Revue (leider) nicht mehr angeschaut. Mir wurde dazu aber noch folgendes berichtet:
Der Gig der Love+Peace-Revue war wohl gut, (da spielen dann so Leute wie Ali Neander und der Osti von den Rodgaus mit, Olaf Mill von Flatsch!, der Fips von den Glitter Twins etc.). Aber auch hier gab es noch Probleme mit der Feuchtigkeit: Alis Amp (Fender Hot Rod Deluxe) ist ausgefallen, er hat dann einen Teil der Show einfach mit der Electroacoustic direkt ins Pult gespielt.
Ab jetzt befindet sich eine Rolle Frischhaltefolie als Regenschutz fürs Pedalboard im Notfallkoffer!

Anbei noch einige Bilder zum Festival:









 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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