Taylor und Scientology

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RE: Taylor und Scientology

Scientology ist keine Religion, sondern ein auf Effizienz getrimmter Wirtschaftsbund mit menschenverachtender Ideologie. Nur weil es Länder gibt, die das als Kirche akzeptieren, heisst das noch lange nicht, dass es mit dem Katholizismus als ganzem zu vergleichen ist.

Früher nannte man sowas Sekte.

Man muss sich nur anschauen, was Leah Remini so alles ausplaudert, bzw. andere Aussteiger. Viele allerdings sind keine berühmten Schauspieler und stehen nach ihrem Ausstieg vor den Trümmern ihres Lebens. Naja, eigentlich reicht es, mal einen Blick in das Oevre von L. Ron Hubbard zu werfen.

Wer den Pastafaries den Status einer Religion zugesteht, wählt auch "Die Partei".
 
"Any organized sound I consider to be music. Could be music if it was well organized, depends on the organizer."
(Malcolm Cecil)

"If you love music, sell Hoovers or be a plumber. Do something useful with your life."
(Robert Fripp)

"The more we have a disrespectfull attitude towards our egos I think the happier life becomes!"
(John Cleese)
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RE: Taylor und Scientology

Hallo,

wenn wir voraussetzen, dass Scientology eine Sekte ist, die ihre Mitglieder ausnutzt, dann sind die "niederen" Sektenmitglieder aber eher Opfer als Täter und bedürfen dann eher Hilfe als Boykott.

Es geht immer noch darum, eine Gitarre vom Hersteller Taylor zu kaufen. Das ist schon etwas anderes als ob Scientology selbst die Gitarren herstellt und vertreibt.

Mir fällt übrigens auf, dass Taylor bei amerikanischen Praise-and-Worship-Musikern, also Gitarristen im christlichen Umfeld, extrem beliebt sind und in Foren sehr oft empfohlen wird. Das Thema Scientology kommt dabei nach meiner Erinnerung nie auf. Das ist natürlich kein Grund, diese Diskussion hier nicht zu führen, mich überrascht das aber dennoch.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Taylor und Scientology

erniecaster schrieb:
Mir fällt übrigens auf, dass Taylor bei amerikanischen Praise-and-Worship-Musikern, also Gitarristen im christlichen Umfeld, extrem beliebt sind und in Foren sehr oft empfohlen wird.


Das Image von Scientology und die Berichterstattung darüber ist in den USA weniger negativ als in Deutschland (wertfrei gesagt). Es ist also nicht mit einem derartigen Stigma verbunden.
Die USA haben außerdem eine fast absurde Bandbreite an verschiedenen christlichen Kirchengruppen und eine stärkere Tradition von anderen Gruppierungen wie Mormonen. In der Breite sticht Scientology nicht ganz so arg heraus wie in Deutschland, wo eher Religionsmainstream herrscht.
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RE: Taylor und Scientology

groby schrieb:
Das Image von Scientology und die Berichterstattung darüber ist in den USA weniger negativ als in Deutschland. In der Breite sticht Scientology nicht ganz so arg heraus wie in Deutschland, wo eher Religionsmainstream herrscht.


Ich denke in Ami-Land gibt es auch ganz andere Baustellen als die Scientology....
Da hätte ich auch mehr Angst vor dem "Ku-Klux-Klan" (oder vor den Trump-Wählern) als vor der "S"....
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RE: Taylor und Scientology

groby schrieb:
Nun ja, dennoch ist Scientology eben *nicht* eine offene, dem Gemeinwohl dienende Organisation und auch wie sie ihre Mitglieder rekrutiert und behandelt oder mit Fragen der Öffentlichkeit umgeht, lädt zu Kritik an ihrem Menschenbild und ihren eigentlichen Zielen ein.

Das sind dann nicht Verfehlungen - wie in der katholischen Kirche - sondern ist der Kern ihrer Ideologie.

Man sollte niemanden aufgrund seiner Religion verurteilen aber könnte dennoch für die eigene Kaufkraft beschließen, dass Scientology als ethisches Kriterium doch nicht dasselbe ist wie andere Religionen.


Finde ich eine sehr messerscharfe Abgrenzung....

Sorry für 2 Posts nacheinander....
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RE: Taylor und Scientology

Eine Gitarre nicht kaufen weil EIN Vorsteher Mitglied einer Sekte ist? Was ist mit den anderen Gründern von Taylor Guitars? Den Mitarbeitern?
Wer weiss denn schon wer welche Leichen auch immer in seinem Keller hat? Und wie viele Unternehmen gibt es die diese Leichen zwar bekannt gemacht haben, ob nun freiwilllig oder nicht, aber eben noch immer für die Taten verantworlich sind. VW wurde vonn beschlagnahmten Gewerkschaftsgeldern gegründet, von Nazis, Die Deutsche Bank hat Milliardengeschäfte mit den Nationalsozialisten gemacht. Die Familie Quandt, also BMW hat bei der sogenannten Ariesierung, der Übernahme jüdischer Firmen, so richtig zugeschlagen.Krupp: Wer hat nicht in seinem Auto Metall von ThyssenKrupp? oder im Thermomix? In seiner Küche, etc. Wird also auch bei jeder Sparanlage, bei jedem Autokauf, bei was auch immer, in Zukunft allles hinterfragt.

Fender arbeitet ürigens auch recht eng in einigen Bereichen mit VW, also einer ex-Nazifirma und jetzigem Ex-Umweltverschmutzer zusammen.Was´n Schock
 

Wenn du eine weise Antwort willst, must du vernünftig fragen... Johann Wolfgang von Goethe
Das Leben ist nicht zu Ende, nur weil ein Traum nicht in Erfüllung geht.
Es hat nur einen Weg versperrt, damit man einen anderen sucht...
Chinesische Weisheit
Luc @Facebook
Luc@Youtube
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RE: Taylor und Scientology

BMW, Thyssen, Thermomix, Nazis,...

Das Thema ist eigentlich recht konkret. Taylor-Chef ist Scientologe: Stört einen das?

Man sollte eine Taylor kaufen wenn einem persönlich die Sache mit Scientology egal, unwichtig oder nebensächlich erscheint.

Ich finde alle Argumente Richtung "Andere haben auch an irgendwas Schuld" nicht besonders günstig.
So baut man sich eine General-Absolution für alles.
Wenn man darauf pocht, dass alle immer sowieso an irgendwas schuldig sind und man sowieso nichts moralisch richtig machen kann, dann braucht man ja auch nichts richtig machen.

Das ist dann das genaue Gegenteil von moralischen Verhalten: Ein Freifahrtschein.
Moral und Gewissen als Kriterien sind einfach ausgehebelt.

Praktisch für einen selbst, nicht schön für die Welt.
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RE: Taylor und Scientology

Hallo zusammen,

Ich frage mich, ob man verpflichtet ist den politischen/religiösen/moralischen w.a.i. Background eines Herstellers abzuklopfen und zu recherchieren, bevor man etwas von ihm kauft? Oder ob man zumindest dann in der moralischen Pflicht steht gewisse Details in seine Überlegung einfließen zu lassen, wenn man unaufgefordert über solche Umstände von Dritten informiert wird ?

Man ist sicherlich kein schlechter Mensch, wenn man eine Taylor kauft und weiß, dass einer der Gründer Scientologe ist. Und es heißt sicherlich auch nicht zwangsläufig, dass man das wissentlich und nachdrücklich unterstützt und gutheißt, wenn man trotzdem eine Taylor kauft.

Der eigene moralische Maßstab bleibt eben der eigene, es gibt hier - finde ich - kein objektives Kriterium, jeder handelt so, wie er es für sich verantworten kann und nach der Reihenfolge seiner Prioritäten.

Lucs Beispiele wirken vielleicht plakativ, taugen aber als Vergleich in meinen Augen durchaus. Daraus eine mögliche Generalrechtfertigung abzuleiten finde ich nicht ganz nachvollziehbar, denn hier tritt ja die eigene Gewichtung der (moralischen) Prioritäten in den Vordergrund. Falls jemand wirklich ALLES damit rechtfertigt, was er tut, dass andere es auch tun und/oder schlimmer tun/getan haben, dann ist das ein Fall für die Psychiatrie und sicher eher sehr selten anzutreffen.


Alles Gute!
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RE: Taylor und Scientology

JohnnyT schrieb:
Lucs Beispiele wirken vielleicht plakativ, taugen aber als Vergleich in meinen Augen durchaus.

Finde ich überhaupt nicht.

Eine moralische Entscheidung ist immer eine persönliche Angelegenheit. Aber auch eine Angelegenheit für einen ganz konkreten Fall.

Jede Art von Vergleich mit komplett anderen Angelegenheiten ist keine sinnvolle Größe.


Der Chef von Taylor ist Scientologe. Das kann ein persönliches Problem beim Kauf sein oder nicht. Spielt es eine Rolle, was ThyssenKrupp (vor über 70 Jahren) gemacht hat?
Und jetzt mal anders:
Angenommen Paul Reed Smith wäre erz-katholisch. Spielt es dann eine Rolle, was ThyssenKrupp (vor über 70 Jahren) gemacht hat?
Angenommen der Chef von Martin Guitars wäre Neo-Nazi. Spielt es dann eine Rolle, was ThyssenKrupp (vor über 70 Jahren) gemacht hat?

Nein, finde: keine Rolle. In allen drei Fällen.
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RE: Taylor und Scientology

groby schrieb:
Der Chef von Taylor ist Scientologe. Das kann ein persönliches Problem beim Kauf sein oder nicht. Spielt es eine Rolle, was ThyssenKrupp (vor über 70 Jahren) gemacht hat?
Und jetzt mal anders:
Angenommen Paul Reed Smith wäre erz-katholisch. Spielt es dann eine Rolle, was ThyssenKrupp (vor über 70 Jahren) gemacht hat?
Angenommen der Chef von Martin Guitars wäre Neo-Nazi. Spielt es dann eine Rolle, was ThyssenKrupp (vor über 70 Jahren) gemacht hat?

Nein, finde: keine Rolle. In allen drei Fällen.


Hallo Robert,

Das bedeutet, wenn es jetzt ein Problem für jemanden ist, dass einer der Taylor Chefs Scientologe ist, dann ist dieses moralische Problem gelöst, solange genug Zeit verstrichen ist, also, der Betreffende tot ist z.B. ?
Wenn das konkrete Beispiel in Deinem Falle ein evtl. moraliches Dilemma auslösen kann, dann nur deswegen, weil der Zustand aktuell ist und anhält, nach einer gewissen Zeit wäre das aber dann kein moralisches Problem mehr?

Ich habe es so verstanden, dass Du als Vergleich in diesem Fall nichts gelten lassen willst, außer einem, der direkt mit Taylor/Gitarren zu tun hat, weil das hier das konkrete Problem für Dich ist. In Deiner Kritik an Scientology schreibst Du allerdings von Deinen Dir in diesem Zusammenhang wichtigen Punkten, die ja auch nix mit Gitarren zu tun haben, sondern mit Menschenbild/Gemeinwohl. Und in diesem Kontext passen dann Lucs Vergleiche imho schon. Alles Produzenten, alle haben eine "problematische" Vergangenheit/Gegenwart, bei allen kann man sich folglich die moralische Frage stellen.
Und im Zusammenhang mit dem konkreten Taylor Beispiel kann man sich ja dann fragen, ob die Gewichtung des moralischen Standpunktes im Falle Taylor im Vergleich zu anderen Konsumgütern betroffener Produzenten dem eigenen Maßstab standhalten.


Alles Gute!
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RE: Taylor und Scientology

Das mit dem "Zeit verstrichen" verstehe ich nicht.
(Außer - so als Nebenerklärung - dass ich es unsinnig finde, einer Organisation Vorwürfe zu machen darüber, was sie vor 70 Jahren, also vor drei Mitarbeiter-Generation gemacht haben. Es gibt viele Gründe, keinen VW zu kaufen. Aber "wegen mit Hitler damals" ist absurd. Aber egal. Ende des Diskurses.)


Zum Thema Scientology und Taylor habe ich Gründe genannt, die auch mit Scientology zu tun haben.

Du findest Vergleich mit komplett anderen Dilemmas und Akteuren sinnvoll.

Ja, also nochmal die Frage: Ich möchte (beispielsweise) eine Taylor-Gitarre kaufen aber weiß nicht ob ich Kunde eines Scientologen sein möchte.

Was hat die Geschichte von ThyssenKrupp oder VW vor über 70 Jahren mit diesem ganz konkreten und ganz anderen Fall jetzt und heute zu tun?

Und wenn die Antwort in die Richtung geht "Es zeigt, dass irgendwie alle Dreck am Stecken haben", dann würde ich sagen, das ist ein Argument in die Richtung "moralisch richtige Entscheidungen gibt es eh nicht, also macht was ihr wollt".

Moral relativieren wollen ist amoralisch.


Ich finde es okay wenn jemand bei McDonalds isst. Ende.

Ich finde es okay wenn jemand das nicht tut. Ende.

Ich fände es absurd wenn jemand sein Essen bei McDonalds vor sich und anderen damit rechtfertigt, dass Bayer damals Zyklon B hergestellt hat. Hä?
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RE: Taylor und Scientology

groby schrieb:
Das mit dem "Zeit verstrichen" verstehe ich nicht.
(Außer - so als Nebenerklärung - dass ich es unsinnig finde, einer Organisation Vorwürfe zu machen darüber, was sie vor 70 Jahren, also vor drei Mitarbeiter-Generation gemacht haben. Es gibt viele Gründe, keinen VW zu kaufen. Aber "wegen mit Hitler damals" ist absurd. Aber egal. Ende des Diskurses.)


Zum Thema Scientology und Taylor habe ich Gründe genannt, die auch mit Scientology zu tun haben.

Du findest Vergleich mit komplett anderen Dilemmas und Akteuren sinnvoll.

Ja, also nochmal die Frage: Ich möchte (beispielsweise) eine Taylor-Gitarre kaufen aber weiß nicht ob ich Kunde eines Scientologen sein möchte.

Was hat die Geschichte von ThyssenKrupp oder VW vor über 70 Jahren mit diesem ganz konkreten und ganz anderen Fall jetzt und heute zu tun?

Und wenn die Antwort in die Richtung geht "Es zeigt, dass irgendwie alle Dreck am Stecken haben", dann würde ich sagen, das ist ein Argument in die Richtung "moralisch richtige Entscheidungen gibt es eh nicht, also macht was ihr wollt".


Hallo Robert,

Der Punkt Zeit kommt daher, dass Du in den vorgenannten Beispeilen Deinerseits es jedes Mal explizit schrubst. Es las sich, als wäre eine moralische Frage mit der Unmittelbarkeit des Ereignisses verknüpft, also auch, wenn die zeitliche Distanz (3 Mitarbeiter-Generationen z.B.) groß genug ist, es kein Thema mehr für eine Entscheidung heute ist.

Die Geschichte von Krupp oder wem auch immer jetzt, oder vor 100 Jahren hat gar nichts mit Taylor zu tun. Gar nichts. Überhaupt gar nichts. Dennoch kann man aus meiner Sicht durchaus den Vergleich wagen und sagen, dass wenn Scientology bei einem Gitarrenkauf ein Problem darstellen könnte, warum dann nicht auch die Vergangenheit von Krupp, oder die Gegenwart von Ausbeuterfirma XYZ ? Bzw. wenn auch letzteres für einen ein Problem ist, wie sieht dann das Scientology Problem von Taylor im direkten Vergleich seiner Kaufgewohnheiten dazu aus?

Daher denke ich immer noch, dass der von Luc gemachte Vergleich seine Berechtigung hat. Dass Du da automatisch den Reflex hast, dass damit alle Entscheidungen moralisch legitimiert werden für einen selbst, weil ja alle "Dreck am Stecken haben", erschließt sich mir nicht und finde ich auch ehrlich gesagt reichlich konstruiert. Mir geht es eher um Verhältnis und Wertigkeit der eigenen moralischen Prioritäten im Vergleich von Konsumgütern aus unterschiedlichen Bereichen, das muss jeder für sich ausmachen, aber um das für sich zu erörtern hilft m.E. ein solcher Vergleich.

Alles Gute!
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RE: Taylor und Scientology

Scientology ist nicht die ferne Vergangenheit von Taylor sondern seine unmittelbare Gegenwart und damit - wenn einen sowas stört - unmittelbar relevant.
Wäre der Taylor-Chef jetzt 94 und vor 70 Jahren einmal Scientologe gewesen, wäre es deutlich weniger relevant.


Nochmal um es auf den Punkt zu bringen aber du springst nicht drauf an:

Ich möchte (beispielsweise) eine Taylor kaufen, weiß aber nicht, ob ich Kunde eines Scientologen sein möchte.
Das ist der Fall. Nur der. Nichts anders. *Das* ist der Fall.

Wie "helfen" Vergleiche mit, ja, was? Nazis und VW?
Ganz konkret.
Du kommst mit der Taylor nach Hause und deine Freundin sagt "Ich dachte, du wusstest erst nicht. Wegen Scientology und so"
Und dann sagst du "Ja, aber dann ist mir eingefallen, dass damals VW mit Nazis kooperiert hat und dann dachte ich, deswegen ist das jetzt okay."

¿que?
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RE: Taylor und Scientology

Ich finde das ein schwieriges Thema.

Für mich ist es so, dass Taylor ein grösseres Unternehmen darstellt und nur einer der Verantwortlichen (natürlich kein Unwichtiger) einen Weg eingeschlagen hat den ich nicht unterstützen würde.
Durch diesen damit kleineren Prozentsatz an Verantwortung (bezogen auf den Betrieb) würde ich auf keine Taylor verzichten deswegen.
Anders wäre es wenn das ein Unternehmen von Scientology ist.

Wohingegen ich sehr wohl auf Dienste eines Gitarrenbauers verzichte der pauschal ganze Menschengruppen verurteilt/verunglimpft, weil es hier einen viel direkteren Connex (für mich) gibt. Es sich sozusagen um DIE PERSON handelt und nicht nur einen Teil eines Unternehmens.

LG
Auge
 
Traurige Erkenntnis:
...Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht...
...Andere zu stalken und auf die Füße zu treten bedeutet nicht besser zu sein sondern sich besser zu fühlen...
Homepage: http://www.AugeundSo.at
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RE: Taylor und Scientology

Moin Robert,


Ich habe Deinen Punkt verstanden, alles gut. Ich habe auch versucht einen weiteren Punkt zu nennen, den ich als relevant für eine solche Kaufentscheidung erachte und für den auch die anderen Beispiele interessant sind in meiner Überlegung. Für mich und meine moralische Abwägung von solchen Dingen und daher für mich z.B. durchaus relevant und zum Thema gehörig.

Die Unmittelbarkeit des "Fehlverhaltens" spielt bei Dir eben eine größere Rolle, als bei mir, ich denke, das ist der Unterschied.


Alles Gute!
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RE: Taylor und Scientology

auge schrieb:
Wohingegen ich sehr wohl auf Dienste eines Gitarrenbauers verzichte der pauschal ganze Menschengruppen verurteilt/verunglimpft, weil es hier einen viel direkteren Connex (für mich) gibt. Es sich sozusagen um DIE PERSON handelt und nicht nur einen Teil eines Unternehmens.

LG
Auge


Das bin ja wohl dann ich.

Schade, dass du das so siehst, aber nun. Was im Grunde nur zeigt, dass das Thema Religion/Glaube extrem empfindlich zu sein scheint, selbst bei aufgeklärten, klugen Leuten wie dir.

Jab
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RE: Taylor und Scientology

Öhm

Aufgeklärte, kluge Leute, die auch noch religiös sind? Gibt es sowas?
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.

https://soundcloud.com/user-868938649
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RE: Taylor und Scientology

ferdi schrieb:
Aufgeklärte, kluge Leute, die auch noch religiös sind? Gibt es sowas?

Ja.


Zu Auge-versus-Jab:

Nur so aus meiner Sicht, falls es zur Streitklärung beiträgt: Ich kann hier nicht nachvollziehen warum Auge *dich* gemeint haben könnte. Weder direkt noch indirekt.

(Das Zitat dazu ist auch etwas lustig. Auge sagt "jemand der pauschal ganze Menschengruppen verunglimpft" und du fühlst dich angesprochen: "Hey, das bin ich.")

(Bonusfrage: ist das pauschale Ablehnen von Menschengruppen, die andere verunglimpfen, schon pauschal verunglimpfen?)

(Bonus-Bonus-Frage: Wäre die Welt mit mehr Verunglimpfen besser? Sollte Menschen einander mehr verglimpfen? Man schaut aus dem Fenster und auf den Strassen verglimpfen die Menschen sich gegenseitig nach Strich und Faden? You may say I'm a dreamer, but I'm not the only one.)
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