Gitarrenunterricht, aber wie anfangen?

JerryCan

Power-User
7 Jan 2005
427
1
Waltrop
Hallo werte Gemeinde,

mir wurde vor kurzem ein Problem aufgehalst, dem ich mich jetzt stellen muss: Eine Bekannte von mir möchte, dass ich ihr besagten Gitarrenunterricht gebe. Offiziell läuft das unter "ein paar Tipps geben". Soll heißen, es ist nicht kommerziell und wird wohl eher als Workshop beim Kaffee trinken ablaufen - zumal auch ein gemeinsamer Bekannter zugegen sein wird, der seinerseits seit etwa sechs Jahren Untericht nimmt.

Die Bekannte hat in ihrer Jugend Klavier gespielt und im Chor gesungen, so dass sie bereits ein paar Notenkenntnisse haben dürfte. Die Musikrichtung wird grob Rock sein. An der E-Gitarre! ist sie jedoch neu.

Ich stelle mir das so vor, dass ich erst einmal mit den Grundlagen beginne: Wechselschlag (mit Plektrum), etwas später dann Greifen einzelner Töne. Aber das ist auch schon das Problem:
Wie gestaltet man so einen Anfängerunterricht interessant?
Grundlagen müssen ja sein. Aber man kann Gitarrenunterricht ja nicht wie Iai Do aufziehen, ohne dass die Schüler schreiend weglaufen. Ich müsste also so eine Art Mix aus "hässlichen" Grundlagen und "schöner" Musik finden, die man mit diesen Grundlagen bereits bewältigen kann.

Für ein paar Tipps und Anregungen wäre ich dankbar.

MfG

JerryCan
 
Ich habe früher immer mit meinen Schülern gesprochen und dann zusammen ein Lied rausgesucht, das sie lernen wollten und das gut geeignet war, die Anfangsgründe kennen zu lernen.

So macht das mein aktueller Klavier Lehrer auch mit mir. Also ohne Lehrbuch/ Methode im Hintergrund, sondern vom konkreten Stück ausgehend. Oftmals ist wichtiger, den Schüler davon abzuhalten, Sachen zu versuchen, die einfach noch nicht funktionieren können.

Lernen funktioniert halt durch ÜBEN und ich fand es immer wichtiger dahin zu lenken, dass das Üben funktioniert und möglichst Erfolgserlebnisse generiert werden.
 
NichtsLutz schrieb:
Ich habe früher immer mit meinen Schülern gesprochen und dann zusammen ein Lied rausgesucht, das sie lernen wollten und das gut geeignet war, die Anfangsgründe kennen zu lernen.

So macht das mein aktueller Klavier Lehrer auch mit mir. Also ohne Lehrbuch/ Methode im Hintergrund, sondern vom konkreten Stück ausgehend. Oftmals ist wichtiger, den Schüler davon abzuhalten, Sachen zu versuchen, die einfach noch nicht funktionieren können.

Lernen funktioniert halt durch ÜBEN und ich fand es immer wichtiger dahin zu lenken, dass das Üben funktioniert und möglichst Erfolgserlebnisse generiert werden.

Ein Lied als Ziel heraussuchen und dann erarbeiten, was man zum spielen dieses Liedes benötigt, halte ich durchaus für eine Methode - und zwar für eine ziemlich sinnvolle. Und den Leuten das Üben statt Malen nach Zahlen beizubringen ist auch ein guter Ansatz.

Ich selbst habe im Unterrichten noch überhaupt keine Erfahrungen, weiß aber aus meinem erhaltenen Unterricht ziemlich genau, was da - insbesondere an den Grundlagen - schief gelaufen ist.
 
In der Vergangenheit hatte ich auch immer wieder mal Schüler. Heute eher selten.
Bei meinem ersten Schüler den ich hatte wußte ich zuerst garnicht wo ich anfangen sollte.
Bei unseren ersten Stunde haben wir uns erst einmal locker unterhalten. Was er denn so für Musik
hört. Was er gerne lernen möchte. Was ihm am Gitarre spielen gefällt....oder auch Noten lesen lernen möchte, bzw.vom Blatt spielen können.
Harmonielehre erwähne ich nur am Rande. Noten lesen lernen ist bei mir kein Thema, war nie ein Thema. Bis heute nicht.
Das erwähne ich auch in einem Vorgespräch. Entweder mit dem Schüler, den Eltern, falls es noch Kids sind.
Sind Noten lesen und Harmonielehre aber ein Thema, dann lehne ich die Schüler ab.
Wie bei meinem ersten Schüler, aber auch bei den folgenden war die trockene Theorie immer sehr unbeliebt.
Aber ich habe es immer wieder geschafft es den Schülern zu vermitteln, daß es manchmal von Vorteil wäre, die Noten auf dem Griffbrett zu benennen oder was ein Drei/Vierklang ist, oder ein maj.7
Oder der Unterschied zwischen Dur und Moll. Das dann an Song- bzw. Klangbeispielen erklärt wird. Schnell kam/kommt dann der Aha Effekt.
Hausaugaben gehören natürlich auch dazu. Wie z.B. Tonleitern üben. Zum einen um zu verstehen wie die einzelnen Töne/Noten heißen, wo sie auf dem Griffbrett zu finden sind.... aber es war und ist auch immer wieder als Fingerübung/warm up zu betrachten. Natürlich auch immer wieder Akkorde betimmen, z.B. anhand von Grundton, Terz, Quinte usw.
Und immer wieder das erlente dann mit ein paar lockeren Jameinheiten ausprobieren. Der Lehrer groovt ein wenig rum, der Schüler darf dann solieren, oder umgekehrt.
Zwischendurch immer wieder mal ein Päuschen einlegen, quatschen, ne Cola trinken, und auch wichtig: der Schüler darf immmer fragen wenn er etwas nicht verstanden hat. Auch immer wieder mal den Wissensstand des Schülers abfragen: zeige mir einen G moll Akkord usw....
Ach ja, Instrumentenlehre, also was ist ein Korpus, ein Bund, was ist Oktavreinheit usw, lass ich immer wieder mit einfliessen. Basiswissen über Instrumente und Verstärker kann man immmer gebrauchen.
Und ich sag immer, such dir Leute und gründe ein Band ;-)
Auch nicht unwichtig ist das Ambiente, der Unterrichtsraum. Gemütlich soll er sein, die Instrumente sind zum benutzen da.
Ich erwähne auch daß ich als Lehrer und nach vielen Jahren des musizierens immer noch dazu lerne. Und ich lerne als Lehrer immer wieder neues hinzu. Wie z.B. eine stimmte Spieltschnik die ich vermitteln möchte,oder nach der gefragt wird. sie selber aber im Grunde wenig bis garnicht anwende....usw..usf....
Ich bin kein ausgebildeter Lehrer, habe keinen pädagogischen Background. Ich sag immer; es muß Spaß machen, auch wenn manchmal die Fingerkuppen schmerzen, das geht vorbei, ich kenn das auch :-D
Ich wäre damals froh gewesen über einen Gitarrenleher. Und ganz wichtig ist, Geduld zu haben mit den Schülern. Nur weil ich etwas beherrsche kann ich nicht erwarten dass mein Schüler das auch sofort begreift. Der Schüler soll gerne zum Unterricht kommen. Und wenn er mir dann stolz zeigt was er gelernt hat, dann habe ich was richtig gemacht.
Und: Wir haben alle mal bei Null angefangen.
 
Jerry,

wenn Du von Didaktik und Methodik nichts verstehst, dann weise die Bitte zurück.

Es besteht nämlich die Gefahr, dass der Schüler alsbald die Lust verliert. Und wer ist dann wohl der Schlimmling?
 
Hallo,

von mir keine konkreten Tipps, sondern etwas (In-)Fragestellung auf der Meta-Ebene:

mir wurde vor kurzem ein Problem aufgehalst, dem ich mich jetzt stellen muss:
Das liest sich ja wie "zu x Sozialstunden verdonnert, deren Ableistung jetzt unaufschiebbar wird".

Eine Bekannte von mir möchte, dass ich ihr besagten Gitarrenunterricht gebe. Offiziell läuft das unter "ein paar Tipps geben".
Unterricht, der als "ein paar Tipps geben" deklariert wird, ist keiner. Da liest sich keine Wille zu Mit-Abeit und Üben heraus.

Soll heißen, es ist nicht kommerziell und wird wohl eher als Workshop beim Kaffee trinken ablaufen -
Auch bei ehrenamtlicher Tätigkeit sollte eine vorherige Vereinbarung eines klaren Handlungsrahmens passieren.
Das ist was, was für prof. Lehrer genauso wichtig ist, wie die Didaktik selbst.

...zumal auch ein gemeinsamer Bekannter zugegen sein wird, der seinerseits seit etwa sechs Jahren Untericht nimmt.
Oh oh oh. Welche Funktion/Rolle hat er? Solche "Beisitzer" entpuppen sich meist als ganz schöne Konzeptbomben (und wenn sie nur Zeit stehlen).
Als Begleitung von behinderten Personen vielleicht ausgenommen...
.
.
.

Aber das ist auch schon das Problem:
Wie gestaltet man so einen Anfängerunterricht interessant?
Woher kommt dieser persönliche Ehrgeiz, wo sich das doch eher nach einem "Muß" anhört (Begründung: s. o.)?

Gruß, Bernd
 
Didaktik, Methodik, Ableistung, Wille zur Mitarbeit, Handlungsrahmen, ....

Mannometer. Man kriegt ja fast Angst.

Ich würde ein leichtes Stück raussuchen in ungefähr dem Rahmen was sie auch letztlich spielen können will.

Und dann würde ich von vorneherein sagen, ich wäre kein professioneller Musikpädagoge und wenn sie das technisch didaktisch korrekt (rächtäch ko-rähckt!) lernen will, dann besser woanders. Aber hier, guck mal: Cooles Lied, probier mal. Und dann mal sehen.

Das scheint mir eine Frau, die gerne etwas spielen möchte, nicht akademisch korrekt (ko-rähckt!) professionelle Unterweisung in einem didaktisch-methodischen Handlungsfeld....

Sondern, hey, Gitarre spielen. Zeig mir mal was.
 
Auf alle Fälle würde ich mit den für alle Gitarristen unverzichtbarsten Grundlangen anfangen:
Kirchentonleitern bzw. Modes
:prof:
 
Zack, erstmal das hier auf den Tisch legen.

Fuck, yeah! Here come da pain!

Grundlagen, Schätzchen, Grundlagen.

[img:480x621]http://livedoor.blogimg.jp/drazuli/imgs/8/0/80f8191f-s.jpg[/img]
 
Hallo,
vielleicht könnte ein Weg sein eine “Schule“ in Buchform mit CD Playalongs als Basis zu verwenden (z.B. Total Rock Guitar von Troy Stetina). In solchen Schulen werden regelhaft die notwendigen theoretische Grundlagen (z.B. Aufbau von Akkorden, Skalen etc.) vermittelt, meistens anhand ein paar Songs steigender Schwierigkeit, so dass der Anfänger nicht frustriert wird.
Vorteil finde ich, dass die “SchülerIn“ auch selbst nach Lust und Laune weiter arbeiten kann und bei Fragen/Unklarheiten auf den “Lehrer“ zurück greifen kann.
Könnte man dann ja noch mit dem einüben bekannter Songs kombinieren. Auch hier gibt's ja entsprechende Lick Sammlungen etc.

Vielleicht ein Einstieg, bis die “Lernwünsche“ etwas klarer sind...

Gruß,
Wolfram
 
Au Mann,

es ist ja eine Menge zusammengekommen. Vielen Dank schon mal für die Tipps, aber auch für die Rückfragen.

Ich fange hier einmal an.

eBernd schrieb:
Hallo,

von mir keine konkreten Tipps, sondern etwas (In-)Fragestellung auf der Meta-Ebene:

mir wurde vor kurzem ein Problem aufgehalst, dem ich mich jetzt stellen muss:
Das liest sich ja wie "zu x Sozialstunden verdonnert, deren Ableistung jetzt unaufschiebbar wird".

Bei der Bekannten und dem Beisitzer handelt es sich um Freunde von mir, die auch meinen Gitarrenlehrer kennen. Bei einer Veranstaltung letztens haben die dann meinen Gitarrenlehrer angequatscht, wie weit ich denn schon wäre usw. und ob nicht ein "paar Tipps" geben könnte.
Auf der anderen Seite hatte mir mein Gitarrenlehrer schon einmal empfohlen, selbst zu unterrichten, um mein Gelerntes weiter zu vertiefen. Besonders letzteres ist dann auch der Grund, warum ich mich jetzt ernsthaft mit dem Anliegen auseinandersetze.

eBernd schrieb:
Eine Bekannte von mir möchte, dass ich ihr besagten Gitarrenunterricht gebe. Offiziell läuft das unter "ein paar Tipps geben".
Unterricht, der als "ein paar Tipps geben" deklariert wird, ist keiner. Da liest sich keine Wille zu Mit-Abeit und Üben heraus.

Ich weiß, dass meine Bekannte sehr gern lernen will. Aber möglicherweise hat sie noch keine Ahnung, was dahinter an Arbeit für den Schüler steckt. Das muss sich dann herausstellen.
eBernd schrieb:
Soll heißen, es ist nicht kommerziell und wird wohl eher als Workshop beim Kaffee trinken ablaufen -
Auch bei ehrenamtlicher Tätigkeit sollte eine vorherige Vereinbarung eines klaren Handlungsrahmens passieren.
Das ist was, was für prof. Lehrer genauso wichtig ist, wie die Didaktik selbst.
Deshalb der Workshop-Gedanke. Wenn ich direkt das Wort "Unterricht" nähme, würde ich wohl eine Erwartungshaltung erwecken, der ich später nicht gerecht werden kann.
Was jetzt die Didaktik an sich angeht, habe ich bereits in meinem beruflichen Umfeld (negative) Erfahrungen beim Abhalten von Schulungen gesammelt. Auf der anderen Seite habe ich einen klaren Blick dafür, was bei mir während meiner Zeit mit früheren Gitarrenlehrern alles schief gelaufen ist. Diese Fehler gedenke ich zu vermeiden.

Im Zweifelsfall werden wir einfach nur bei der Bekannten zusammensitzen und uns über unser gemeinsames Hobby austauschen.

eBernd schrieb:
...zumal auch ein gemeinsamer Bekannter zugegen sein wird, der seinerseits seit etwa sechs Jahren Untericht nimmt.
Oh oh oh. Welche Funktion/Rolle hat er? Solche "Beisitzer" entpuppen sich meist als ganz schöne Konzeptbomben (und wenn sie nur Zeit stehlen).
Als Begleitung von behinderten Personen vielleicht ausgenommen...
.
.
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Letzteres kommt der Sache schon recht nahe. Meine Bekannte hat aus verschiedenen Gründen nicht die Möglichkeit, einen "richtigen" Lehrer aufzusuchen. Der Beisitzer verspricht sich hingegen auch noch den einen oder anderen Tipp. So etwas ist mir übrigens schon einmal passiert. Damals sprach ein Besucher bei einer Veranstaltung im Gitarrenladen an: "Du bist doch Schüler bei ... . Sag mal, ich hätte da einmal eine Frage ..." Ein bisschen färbt da wohl die Reputation meines Lehrers auf mich ab.

eBernd schrieb:
Aber das ist auch schon das Problem:
Wie gestaltet man so einen Anfängerunterricht interessant?
Woher kommt dieser persönliche Ehrgeiz, wo sich das doch eher nach einem "Muß" anhört (Begründung: s. o.)?

Gruß, Bernd


Wenn ich das schon mache, dann will ich das auch ordentlich machen - im Rahmen meiner Möglichkeiten. Und wie oben schon gesagt begreife ich das auch als Chance, mich nochmal eingehend mit dem Lehrstoff zu beschäftigen.

MfG
JerryCan

p.s.: ... da habe ich ja etwas losgetreten. :shock:
 
groby schrieb:
Zack, erstmal das hier auf den Tisch legen.

Fuck, yeah! Here come da pain!

Grundlagen, Schätzchen, Grundlagen.

[img:480x621]http://livedoor.blogimg.jp/drazuli/imgs/8/0/80f8191f-s.jpg[/img]

Jepp, genau das habe ich für die erste Stunde gesucht.

... das erspart mir dann auch alle weiteren. :banana:
 
frank schrieb:
Jerry,

wenn Du von Didaktik und Methodik nichts verstehst, dann weise die Bitte zurück.

Es besteht nämlich die Gefahr, dass der Schüler alsbald die Lust verliert. Und wer ist dann wohl der Schlimmling?

Die Chance zum Abweisen habe ich leider nicht mehr. ;-)

Ich werde die Sache wohl wie folgt aufziehen:

  • - ein Stück aussuchen, das gefällt und das wir dann erarbeiten.
    - nach einer vorhandenen Gitarrenschule vorgehen (wahrscheinlich Scheinhütte) und dies nach eigenem Gusto modifizieren

MfG

JerryCan
 
Moin.
Gerade wenn es sowas wie ein einmaliger/unregelmäßiger Workshop sein soll:
Quellen zum Selberlernen zeigen:
gitarrenlinks.de
guitar habits
Justinguitar
die lessons bei ultimate-guitar
Als App: Uberchord und dazu ein Tuner und Metronom
Vielleicht eine Buchempfehlung...
Wie ließt man eine Akkordtabelle? Klären ob Noten oder Tabulaturspiel gewünscht ist. Ansonsten A, E und D Dur zeigen und Powerchords. Danach soll sich die Dame eine Band suchen und fertig.

Was man als Lehrer mMn umbedingt abdecken sollte: Haltung am Instrument, da ist viel Problempotential und dort schleichen sich die miesesten Fehler ein.

In einer Gruppensituation mit 2 "Schülern", die völlig unterschiedlichen Stand haben, ist sicherlich unproduktiv. Will man nur über Gitarre spielen quatschen, ist das ja OK, aber Unterricht ist das nix. Ich halte von Gruppen im Instrumentalunterricht zumindest nicht viel.
Und "Beisitzer" im Unterricht sind ganz furchtbar. Helikoptereltern dürfen bei mir vor der Tür warten, die beste Freundin auch. Was ganz gut hilft: Im Unterrichtsraum wird Musik gemacht. Von allen Anwesenden, also darf Mutti mindestens den Takt klatschen und das Handy bleibt aus(kein facebooklive in der ersten Instrumentenstunde)

Wenn Du kein Lehrer bist - schick die Dame zu einem. Zusammen was spielen und Spaß haben, kann man auch so. Dafür brauchst Du aber kein Unterrichtskonzept.
Gruß
Ugorr
 
Ugorr schrieb:
Moin.
Gerade wenn es sowas wie ein einmaliger/unregelmäßiger Workshop sein soll:
Quellen zum Selberlernen zeigen:
gitarrenlinks.de
guitar habits
Justinguitar
die lessons bei ultimate-guitar
Das sind schon einmal ein paar Tipps, die ich noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
Ugorr schrieb:
Als App: Uberchord und dazu ein Tuner und Metronom
Vielleicht eine Buchempfehlung...
Über helfende Software (auch Metronom) habe ich schon nachgedacht. Ich muss einmal gucken, was da so geht. Aber für die Bekannte müsste es kostenlos sein.
Ugorr schrieb:
Wie ließt man eine Akkordtabelle? Klären ob Noten oder Tabulaturspiel gewünscht ist. Ansonsten A, E und D Dur zeigen und Powerchords. Danach soll sich die Dame eine Band suchen und fertig.
Schon einmal gutes Basismaterial. So in etwa habe ich mir das auch vorgestellt. Handelsübliche Schulen (ich meine jetzt die Buch- oder DVD-Form) versuchen immer in einem Rundumschlag möglichst viel Stoff unterzubringen. Ich will das sehr viel spezieller angehen; d.h. ein Lied als Zielvorgabe, auf dem Weg dahin Wechselschlag erst auf Leersaiten, dann etwas Moll-Pentatonik (aber eben nicht sofort alle möglichen und unmöglichen Griffmuster) und Single-Note-Riffs und dann Powerchords - bloß nicht sofort Akkorde.
Ugorr schrieb:
Was man als Lehrer mMn umbedingt abdecken sollte: Haltung am Instrument, da ist viel Problempotential und dort schleichen sich die miesesten Fehler ein.
Das kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung bestätigen. Mein jetziger Gitarrrenlehrer hat etwa zwei Jahre gebraucht, mit diverse schlechte Eigenheiten abzugewöhnen, die ich mir in acht Jahren zuvor auf einer städtischen Musikschule beim "Malen nach Zahlen" angewöhnt hatte.
Deshalb auch erst Leersaiten, dann einzelne Töne greifen, dann Powerchords und ... dann vielleicht irgendwann auch Akkorde.
Ich habe hier mehrere hundert Bücher, DVDs, Videos zum Thema Gitarre herumliegen. Aber in vielleicht eineinhalb davon wird einmal thematisiert, welche Kraft beim Greifen eigentlich ausreichend ist, um einen Ton korrekt zu spielen.
Ugorr schrieb:
In einer Gruppensituation mit 2 "Schülern", die völlig unterschiedlichen Stand haben, ist sicherlich unproduktiv. Will man nur über Gitarre spielen quatschen, ist das ja OK, aber Unterricht ist das nix. Ich halte von Gruppen im Instrumentalunterricht zumindest nicht viel.
Und "Beisitzer" im Unterricht sind ganz furchtbar. Helikoptereltern dürfen bei mir vor der Tür warten, die beste Freundin auch. Was ganz gut hilft: Im Unterrichtsraum wird Musik gemacht. Von allen Anwesenden, also darf Mutti mindestens den Takt klatschen und das Handy bleibt aus(kein facebooklive in der ersten Instrumentenstunde)
Gut, Eltern sind jetzt nicht dabei. Ansonsten muss ich halt sehen, wie das läuft. Schließlich habe ich ja keinen Vertrag, den ich widerwillig erfüllen muss.
Gemeinsam etwas machen scheint hier ein guter Ansatz zu sein. Ich habe soetwas schon einmal bei einem Cajon-Schnupperkurs erlebt: Nachdem die Grundschläge erklärt waren, übte zunächst die ganze Gruppe gemeinsam die Grundschläge. Bei allen weiteren Figuren spielte jeweils einer reihum die Figur, während die Gruppe einen Grundtakt durchschlug.
Ugorr schrieb:
Wenn Du kein Lehrer bist - schick die Dame zu einem. Zusammen was spielen und Spaß haben, kann man auch so. Dafür brauchst Du aber kein Unterrichtskonzept.
Gruß
Ugorr
Zum Lehrer schicken ist hier leider nicht möglich, so dass ich hier als Notlösung herhalten muss.

MfG

JerryCan
 

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