Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

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Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Hi an alle!

Mich beschäftigt schon eine ganze Weile das Thema Amp-Abnahme. Weitreichendes Thema, ich weiß...
Aber hier mal eher die Frage: Wie macht ihr das und habt ihr schon gute Erfahrung live mit IRs gemacht?
Klar die sehr guten Lösungen von Two Notes gibt es ja schon was länger, aber jetzt gibt es ja sehr viel kostengünstigere kleine IR Speakersimulatoren, wie z.B. Die BluBox oder jetzt recht neu die Atomic Amplifire-Box.
Letztere finde ich sehr interessant, da dieses kleine Kästchen eben auch komplettes Amp-Modeling an Bord hat, welches sich aber auch ausschalten lässt. Und es lassen sich 3rd Party IRs draufladen. So wie es scheint hat das Teil aber auch gleich ein paar Ownhammer IRs an Bord.

Zur Zeit spiele ich ein Pedalboard vor einem leicht crunchenden VOX AC30 HW2x.
Mit dem ganz guten Mastervolumen ist der handelbar, aber natürlich nicht wirklich von der Kette.
Bisher habe ich einfach ein Mikro vergesetzt: SM57 oder Sennheiser 609 (jenachdem was gerade da ist).
Kemper ist für mich einfach keine Alternative (obwohl ich einen besitze). Wir spielen nicht über InEar und ich habe einfach meinen Amp gerne neben mir. Ich fand alle möglichen AC30 Profile auch irgendwie einfach nicht so überzeugend.

Jetzt wäre mein Vorhaben zuerst dem Amp einen Reactive Powerattenuator zu spendieren, da ich mir verspreche, dass das noch besser als das Master-Volumen klingt.
Zweitens dann dahinter so ein IR-Böxchen ala BluBox oder Amplifire-Box. Man hätte also direkt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und kann noch den schönen Amp-Sound neben sich genießen.


Andere Überlegung: Verdammtes Hexenzeugs dieser neumodische Kram und in ein richtig gutes Mikro investieren ... ?


Wie sind eure Erfahrungen?
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RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Ich habe den Amplifire jetzt fast ein ganzes Jahr und möchte ihn nicht missen. Ob ich abends leise in die Studiomonitore oder sporadisch laut in die PA einer Band spiele, bei der ich spontan eine Session mitmache, die Kiste hilft enorm! Laut bevorzuge ich immer noch 4x12+2203 bzw OTS, aber für spontane Session bzw leise haut mich die Kiste immer noch um! Ich bin nicht der große IR-Tüftler, daher reichen mir die Ownhammer IRs bzw ein toller warmer Marshall 4x12 von Singtall, um den Sound zu bekommen, den ich gerne habe. Wenn man da aber mehr Energie reinsteckt, kann man da evtl noch mehr rausholen.

Für Ausflüge in die modernere Ecke reichen mir die mitgelieferten Boogie-Caps etc vollkommen, das klingt für mich dann absolut authentisch. Diese modernen Metalsounds spiele ich allerdings nicht live oder mit Band, zur Durchsetzungsfähigkeit kann ich also nicht viel sagen.

Da mir bei höheren Lautstärken aber ein gewisses "response"-Gefühl fehlt, würde ich im Studio aber jederzeit mein Stack aufbauen und mikrofonieren, da mir das Spielgefühl bei hohen Lautstärken wichtiger ist, als der perfekte Gitarrensound.
 
"Any organized sound I consider to be music. Could be music if it was well organized, depends on the organizer."
(Malcolm Cecil)

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(Robert Fripp)

"The more we have a disrespectfull attitude towards our egos I think the happier life becomes!"
(John Cleese)
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RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Hi, ich spiele seit 2008 keine Box mehr. Seither benutze ich Live mein Two Notes Torpedo (erst das VB101-jetzt das Studio) oder eben den Kemper. Wobei ich seit 2 Jahren fast nur noch den Kemper live spiele. Das sind aber eher die Gewichtsgründe als der Sound. Mehr Spaß macht mir der Amp mit Torpedo

Viele Grüße
Roman
 
Und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her!

www.l-o-o-p-s.de
http://www.myspace.com/loopspartyband
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Re: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

michabekman schrieb:
Kemper ist für mich einfach keine Alternative (obwohl ich einen besitze). Wir spielen nicht über InEar und ich habe einfach meinen Amp gerne neben mir. Ich fand alle möglichen AC30 Profile auch irgendwie einfach nicht so überzeugend.


Wir sind uns sehr ähnlich.
Ich hatte auch den AC30 HW2X, spiele aber ausschließlich den Kemper live.
Wenn dir die Profile nicht zusagen:
Warum nicht deinen Amp selbst profilen?
Das hab ich mit meinem gemacht und war/bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Mein persönliches Lieblings AC30 - Profile ist jedoch das eine Clones, nämlich des Morgan AC20 von rmpacheco. Schon mal getestet?
Dieses benutze ich mittlerweile zu 90% und bin damit seit mehr als 5 Jahren happy.
 
www.beatcrazy.eu
LOWBRIDGE - das aktuelle Album:
http://www.beatcrazy.eu/lowbridge---new-album.html
---------------------------------------------------------
Ich bin Beta- Tester für Kemper GmbH
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RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Moin.
Das Mooer Radar Dingsie hast Du auf dem Schirm? Ich glaube es ist noch nicht verfügbar, klingt aber sehr interessant.
Ich nutze momentan eine olle Redbox und die Fender DI mit Speakersimulation. Ist für Live immer noch eine nutzbare Alternative. Ich würde beim echten Amp ja auch keine Boxen tauschen.
Wenn Dein Board es hergibt: Mal ein Liverpoolpedal genutzt? Mein letzes Pedal hat 2 Ausgänge und so kann ich einmal den Liverpool anbieten und parallel in einen Amp gehen. Dér wechselt dann je nach Monitorbedarf oder ich biete Wet/Dry an mit 2 Simualtionen.
Gruß
Ugorr
 
Status Series 1 5Saiter sucht ein neues Heim.
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RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Moin,
Um wieviel ist denn eine IR getriggert Lösung auf kleinen Bühnen besser, als eine Redbox oder eine eingebaute Lösung? Auf kleinen Bühnen kommt ja sehr viel vom Amp selbst, die Abnahme ist doch eher zum verbreitern des Signal oder fürs Monitoring.
Auf grossen Bühnen geht dann wieder die Abnahme.

Bei meinen letzten Auftritten hatte ich jeweils die eingebaute Lösung der Amps verwendet DT25 u Rebel20. Eigentlich nur für die Aufnahme. Das klang deutlich besser, als ich spielen kann...

Ciao
Monkey
 
D'oh!

On sale:
Multicore 16/4
Mischpult mit Knöpfen ohne Computer Yamaha MG16/6fx
Mixercase mit Aufsteller extra tief!
Behringer graphischer EQ 3102
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Re: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

michabekman schrieb:
Bisher habe ich einfach ein Mikro vergesetzt: SM57 oder Sennheiser 609 (jenachdem was gerade da ist).


Was schafft Dir denn dabei Leidensdruck?
Dein Posting kling für mich so ein bisschen nach einer Lösung auf der Suche nach einem Problem...

Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
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RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Schonmal vielen Dank für die zahlreichen guten Antworten!

Wenn dir die Profile nicht zusagen:
Warum nicht deinen Amp selbst profilen?
Das hab ich mit meinem gemacht und war/bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Mein persönliches Lieblings AC30 - Profile ist jedoch das eine Clones, nämlich des Morgan AC20 von rmpacheco. Schon mal

Ich denke selbst zu profilen ist zu aufwendig - zu mal mir dafür einfach das nötige Studio-Equipment fehlt, geschweige denn das Know-How. Das sollten die Cracks dann schon besser hinbekommen. Es liegt aber auch für mich irgendwie am Kemper selbst. Ich hasse Parametergefummel. Ich hasse Presets usw. Früher fand ich das mal super - heute ist es irgendwie nicht mehr meine Welt. Auch wenn man sich damit etwas verbaut. Das Morgan AC20 Profile werde ich mir aber mal besorgen und anhören. Es geht für mich aber gar nicht mal darum, dass ich die Profile schlecht finde. Ich finde einfach das Feeling, dieses gewisse etwas fehlt mir beim Kemper beim Spielen - auch wenn der sicherlich eines der besten Signale abgibt.

Was schafft Dir denn dabei Leidensdruck?
Dein Posting kling für mich so ein bisschen nach einer Lösung auf der Suche nach einem Problem...

Leidensdruck ist eher etwas übertrieben. Sagen wir mal eher "auf der Suche nach Verbesserung". In der Regel sind den Soundleuten die Amps auf der Bühne ja immer zu laut. In kleineren Locations muss dann sogar meist noch leiser als Proberaumlautstärke eingesellt werden. Da arbeitet ein Amp dann nicht mehr wirklich mit gutem Sound. Das wird dann abgenommen. Ich suche halt Lösung ein immer gleich gut klingendes Signal anbieten zu können, die aber nicht komplettes Modeling sein soll (siehe oben) - da kommen halt jetzt die mittlerweile bezahlbaren IR-Alternativen ins Spiel.
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RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Ugorr schrieb:
Moin.
Das Mooer Radar Dingsie hast Du auf dem Schirm? Ich glaube es ist noch nicht verfügbar, klingt aber sehr interessant.
Ich nutze momentan eine olle Redbox und die Fender DI mit Speakersimulation. Ist für Live immer noch eine nutzbare Alternative. Ich würde beim echten Amp ja auch keine Boxen tauschen.
Wenn Dein Board es hergibt: Mal ein Liverpoolpedal genutzt? Mein letzes Pedal hat 2 Ausgänge und so kann ich einmal den Liverpool anbieten und parallel in einen Amp gehen. Dér wechselt dann je nach Monitorbedarf oder ich biete Wet/Dry an mit 2 Simualtionen.
Gruß
Ugorr


Das Mooer sieht interessant aus. Wird man dort auch externe IRs laden können?
Die Idee mit dem Liverpool finde ich auch interessant. Die aktuellen Modelle haben nur noch einen Klinkenausgang, aber man könnte ja genauso gut vor dem Pedalboard-Ausgang noch eine A/B setzen. Ein Signal geht in den Amp, das andere in den Liverpool. Zumal das ja auch noch eine günstige funktionierende Ersatzlösung ist, falls tatsächlich mal was mit dem Amp sein sollte.
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RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Diese AMT Pangaea kann externe IRs laden. Leider hat das Teil keinen symetrischen XLR-Ausgang, so dass man noch eine weitere DI-Box benötigt. Aber grundsätzlich finde ich diese Idee gar nicht schlecht.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

michabekman schrieb:
Leidensdruck ist eher etwas übertrieben. Sagen wir mal eher "auf der Suche nach Verbesserung". In der Regel sind den Soundleuten die Amps auf der Bühne ja immer zu laut. In kleineren Locations muss dann sogar meist noch leiser als Proberaumlautstärke eingesellt werden. Da arbeitet ein Amp dann nicht mehr wirklich mit gutem Sound. Das wird dann abgenommen. Ich suche halt Lösung ein immer gleich gut klingendes Signal anbieten zu können, die aber nicht komplettes Modeling sein soll (siehe oben) - da kommen halt jetzt die mittlerweile bezahlbaren IR-Alternativen ins Spiel.


Ok, wenn ich dich richtig verstehe, dann ist das eigentliche Problem, dass Du Amps zu leise fahren musst und sie dann nicht mehr gut klingen.
Ob man sie dann mikrofoniert oder mit IRs zum FOH gibt, macht -in meinen Augen- keinen Unterschied, es wird weiterhin anaemisch und matt klingen.

Die Frage wäre also mehr, wie kann ich Amps optimal ausfahren, ohne die Mixer zu verärgern.
Das hieße dann Isocabs oder Torpedo live.
Man kann sich da sicher was zusammenklunken, mit einer reaktiven Last, einem standalone IR-Dings und DI-Box, aber das wird am Ende nicht besser, transportabler und billiger, als gleich die Torpedo zu nehmen, denke ich.
Bühnenmonitoring ginge dann mit einer zusätzlichen kleinen Endstufe und einer Gitarenbox, das lässt sich dann ampunabhängig in der Lautstärke regeln.



Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
Verfasst am:

RE: Amp Abnahme live: Mikro vs. IR

Der Torpedo live killt aber komplett den Ampsound, was ich nicht möchte.

Daher die Zwischenlösung mit nem Rivera-Rockcrusher der den Amp ebenso reaktiv an Last setzt, aber eben noch die gewünschte Lautstärke an die AmpSpeaker weitergibt. Von dessen Lineout dann über IR zum FOH. Da verspreche ich mir schon einen volleren Sound. Der Amp ist am Wunscharbeitspunkt und füttert damit das virtuelle Cabinet und an die internen Speaker geht das per Power-attenuator heruntergeregelte Signal.

Das Torpedo-Live wäre mein Wunschgerät, wenn ich inEars benutzen würde. Wie beschrieben möchte ich aber noch was vom Amp im Background hören. Und die obige Lösung ist nicht teurer. Ich glaube das Torpedo live kann auch nur 8Ohm. Habe mal in einem Forum gelesen, dass Vox Amps unter 8Ohm Last schlechter klingen sollen und deshalb das Torpedo live nicht die optimale Lösung für AC30/15 wäre.
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