Gitarre Aria FA 80

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Gitarre Aria FA 80

gekauft:
Links Musical Instruments über Ebay
Preis 498,- €

Ich mag:
Die Aria FA 80 ist eine vollakustische Jazzgitarre mit 16" Resonanzkörper - komplett aus Ahorn, eingeleimten Ahornhals mit Palisandergriffbrett.
Bestückt ist die Aria mit zwei splitbaren Humbuckern, je 2x Tone und Volumenreglern sowie einem Mastervolume. Als Vibrato dient ein Licensed by Bigsby B70. Die Hardware ist aus poliertem Aluminium - Korrosion wird also kaum ein Thema sein. Die Grover-Mechaniken sind gekapselt.

Die Brigde ist auf einem Ebenholzböckchen montiert, welches nur durch den Saitenzug auf dem Korpus gehalten wird.
Trocken gespielt überzeugt die Aria durch einen perligen und sehr perkussiven Klang - was wohl durchaus von der losen Bridge kommen mag.. Trotz des nur 7 cm in der Höhe messenden Korpus ist sie ausreichend laut um auch mit einer normalen Westerngitarre mithalten zu können.

Derjenige, der die Tonabnehmer für die FA 80 entwickelt hat, war entweder mal Gretsch-Mitarbeiter oder hat ganz genau zugehört... Verstärkt (an meinem Fender Pro 185) klingt die Aria wirklich wie eine 6120 - zumindest für mein ungeschultes Gehör. Ich konnte fast keinen Unterschied feststellen. Die Bässe wummern und gehen gut vorwärts, in hohen Lagen gespielt geben die PU´s noch nicht (verglichen mit meiner Johnson ES-SV) auf. Klanglich ist alles drin, vom warmen Blues bis zum knackigen Country-Twang. Nur zerren mögen die PU´s nicht so gerne, da müsste man mit Effekten eben nachhelfen.
Durch den Coil Tap habe ich insgesamt vier Tonabnehmer zur Verfügung, wobei ich jedoch nur die gesamte Schaltung splitten kann, d.h folgende Möglichkeiten gibt es:

Rythm HB
Rythm + Treble HB
Treble HB

und

Rythm SC
Rythm + Treble SC
Treble SC

Humbucker am Hals + einen SC am Steg beispielsweise kann ich leider nicht schalten. Ist aber auch nicht schlimm, die vorhandenen Möglichkeiten sind mehr als ausreichend.

Große Lautstärken steckt der große Korpus noch gut weg ohne viel Feedback zu verursachen. Jedoch hat man "good Vibrations" am Bauch, man fühlt regelrecht, was man spielt. Zur Bespielbarkeit selber lässt sich sagen: die Gitarre ist sehr gut eingestellt, alle Knöpfe und Schalter sind gut erreichtbar. Jedoch endet der Cutaway am 17. Bund, alles darüber hinaus braucht lange Finger und eine sehr bewegliche linke Hand, da man tief in den Korpus greifen muss.
Die Gitarre wiegt ca. 3,5 Kilo, was ich relativ wenig finde, dafür, dass die Aria recht imposant und groß daherkommt.
Werksseitig sind D´Addario XL 110er Saiten aufgezogen.

Ich mag nicht:
Das einzige, was mich nachhaltig an der Aria stört, ist die kurze Feder des Bigsby, der Hebel liegt sehr dicht über dem Schlagbrett und lässt sich dadurch nicht gut packen. Ich selber neige nämlich dazu, den Hebel in die ganze Hand zu nehmen. Wird bei nächster Gelegenheit ausgetauscht.

Verarbeitung:
Bindings, Kunststoffteile wie die PU-Rahmen und das Schlagbrett sind in einem stark creme-farbenen vintage Ton gehalten und lassen die Gitarre optisch sehr "gereift" wirken. Die transparente weinrote Lackierung und die Fräsungen der F-Löcher sind sauber ausgeführt.
Hals und Bünde sind absolut sauber und gerade abgerichtet.

Support:
./.

Zusammenfassung:
Insgesamt eine tolle Gitarre die sich in Puncto Ausstattung und Verarbeitung hinter 4fach teureren Hollowbodies (die mit dem G im Namen...) nicht verstecken braucht. Wer eine ehrliche Rock´n´Roll Klampfe sucht, sollte sich die Aria mal ansehen. 500€ sind ein echt fairer Preis. Hab aber von dem Händler erfahren, dass Aria die Preise bald anzieht...
 
Gruß,

Sascha

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