Booking

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Booking

Moin zusammen,

ich habe mal eine Frage an die Leute, die in ihren Bands für das Booking zuständig sind.
Da wir in der letzten Zeit verstärkt damit beschäftigt sind Auftritte zu bekommen, stellt sich natürlich die Frage: Wie spreche ich einen Veranstalter, Club-Besitzer etc. richtig an? Wir haben das meistens so gehandhabt, dass wir uns erst einmal informieren, über welchen Weg die Clubs unsere Bandinfo überhaupt bekommen wollen. Ich habe das Gefühl, dass die Meisten diese Infomappe direkt in den Müll schmeißen, wenn sie sie per Post bekommen oder dass sie die Email, die wir Ihnen geschrieben haben, direkt löschen. Und selbst wenn sie sich das durchlesen, bekommt man keine Antwort. Wenn dies der Fall ist, rufen wir dort an und bekommen meistens zu hören, dass die sich die Demo noch nicht angehört haben, dies aber in der nächsten Zeit tun und sich spätestens in einer Woche zurückmelden. Das passiert natürlich nicht.

Das ist fast jedes Mal unser Problem. Was machen wir falsch?


Gruß,

Maddin
Verschoben: 24.05.2006 Uhr von Banger
Von Gigs, Gigs, Gigs :-) die Bretter, die die Welt bedeuten nach Live on Stage und im Proberaum
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RE: Booking

Tach Maddin,

mach mal Suche! Es gab einen Fred vom Kreuzer, wo es um ähnliches ging. Da spielte Promo - Material eine größere Rolle.

Abgesehen davon: Selbst wenn die erste Präsentation stimmt, Booking bleibt im Zweifel und am Anfang erstmal ekelhafte Kalt-Aquise. Da kannste nix machen.

1. Man macht es selber: Kontakte sind wichtig. In dem Business tummeln sich viele Eier. Vor kurzem erlebten wir den Super-Gau. Aufgrund unseres Werbematerials buchte der Veranstalter eine andere Band. Er war so sehr überfordert, dass er es erst bemerkte, als er anrief um sich zu erkundigen, ob die Verträge eingetroffen seien. Es gibt derlei viel Geschichten. Bis man rausbekommt, wen man überhaupt ansprechen kann bzw. mit wem man möglicherweise vernünftig zusammenarbeiten kann, vergeht bestimmt ein Jahr.

2. Agenturen: Die nehmen einem die Arbeit im Idealfall ab. Aber auch hier alles Graubereich. Kann man im Zweifel auch böse auf die Fresse fallen. Die wollen schließlich überall mitverdienen.

Wichtig ist vor allem: Setzt euch Ziele. Nicht unbedingt konkret, aber fragt euch, wo ihr mit der Band hinwollt, wo ihr spielen wollt und wieviel Gigs ihr im Jahr bestreiten wollt/könnt, was euer Preis ist. (keinen Preis zu haben ist übrigens ganz große Kirmes, egal ob ihr das als Hobby, Amateur oder Profi betreibt)

Die Gelegenheiten, wo man mal eben ´nen Gig spielen kann, weil man ja keinem "weh tut" werden auch immer seltener, die Gagen immer schlechter. Das wissen die Veranstalter und demnach wird gehandelt. Deswegen braucht man wirklich Ziele, wenn man eine Band vermarktet. Sonst landet man überall und nirgends

P.S: Ich bin übrigens (noch nicht) für Promo zuständig.
 
Gruß

Marcello

"Mit mir selbst bin ich ohnehin selten zufrieden.
Aber das weiß ich, und es ist mir scheißegal."
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RE: Booking

Moin, Moin... wir haben bisher die absolut besten Erfahrungen mit "Band-Freundschaften" gemacht... wir besorgen 'ner Band bei uns in der Gegend 'nen Auftritt und die machen das bei sich... meiner Meinung nach ist es einfach, in der eigenen Stadt für eine lokale Band nen Gig zu kriegen. Wenn wir dann bei denen spielen, fragen wir sofort den Veranstalter, ob er uns noch mal haben will... so läuft dat bei uns.
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RE: Booking

Hi Maddin,

Also, das mit den Bewerbungen ist immer so eine Sache. Ich kann von der Bandseite her sprechen, aber auch als Veranstalter. Früher, als reine Coverband, haben wir uns regional durch die Liveauftritte einen Namen gemacht und mussten uns, ehrlich gesagt, nicht gross bewerben - da lief praktisch alles über die Mund-zu-Mund-Propaganda. Wollten wir mal einen Gig ausserhalb des 50 km Radius, so sah es schon ganz anders aus. Das Beste war immer ein Tape (heute eine CD), eine Bio und eine Setliste (als Coverband) - dazu ein kurzes, sauber formuliertes Bewerbungsschreiben. Gut, als Coverband macht es meines Erachtens nicht viel Sinn ein Demo aufzunehmen - aber das war ja nur ein Beispiel...schaden würde es (in vielen Fällen) nicht.

Als Veranstalter einer Konzertreihe achte ich auf eine saubere Bewerbung. Ich kann es irgendwie nicht ausstehen, wenn ich ein liebloses Gekritzel erhalte, für welches ich archäologische Kenntnisse benötige, um es zu entziffern... Ein wenig Mühe sollte sich die Band, oder der für die Gigs Verantwortliche, schon geben, wenn es um Bewerbungen geht. Man muss sich vorstellen, dass der Veranstalter die Personen bzw. die Band und deren Musik nicht kennt. Also sollte Herr oder Frau sich anstrengen, diesem die Band / Musik so vorzustellen, dass er sich ein (möglichst positives) Bild machen kann.

Bewerbungen per E-Mail? Erhalte ich auch. Im Gegensatz zu wahrscheinlich 99 % der Veranstalter lese ich die auch ohne sie gleich zu löschen. In der Regel heisst's 'Delete' - 'Endgültig löschen?' - 'Enter'. So ist das nunmal. Die an mich gerichteten Mails werden in allen Fällen mit der Bitte beantwortet, mir eine Bio plus ein Demo zukommen zu lassen.

Als Band sollte man sich aber auch bewusst sein, dass wenn Bewerbungen verschickt werden, auf diese auch, wenn überhaupt, Absagen folgen können. Warum 'wenn überhaupt'? Viele Veranstalter nehmen sich die Demos / Bewerbungen, schmeissen sie weg oder legen sie ganz einfach zu Seite - ohne eine Antwort zu senden. Nicht verkopfen, nicht persönlich nehmen...das ist für die meisten die normale Handhabung. Kleiner Tipp am Rande: wenn ihr auf gut Glück eine Bewerbung verschickt, und ihr innert einer gewissen Frist (ca. 2 Wochen) keine Rückantwort erhaltet, einfach mal telefonisch oder per Mail nachhaken. Werdet dem Veranstalter jedoch nicht lästig, dann kriegt ihr den Gig sowieso nicht - bei mir ist das jedenfalls der Fall.

...äh, ja...das wäre mein Beitrag hierzu gewesen. Habe sicher das eine oder andere vergessen zu schreiben, aber hier tummeln sich so viele Musikanten mit grossen Erfahrungswerten, die das ergänzen können... Just my 5 cents!

Viel Spass an der Musik!

Gruss

Marco
 
Wo kämen wir denn hin, wenn jeder sagte: "Wo kämen wir hin", und niemand ginge, um mal zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge.

When I'm sad, I just sing. And then I realize that my voice is far worse than my problems.
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