Basssaiten und Längen

Seite 1 von 1
Verfasst am:

Basssaiten und Längen

Basssaiten
....., grundlegende Unterschiede.
Basssaiten gibt es in unterschiedlichen Materialien und Längen.
Das Kernmaterial , nicht die Gesamtsaitendicke, bestimmt den Kraftaufwand, der benötigt wird, um die Saite in der gewünschten Stimmung zu halten. Die Rede ist hier vom Kern der Saite. Was bedeutet dass die Umwicklung aus anderen Materialien bestehen kann.

Darm ( kenne ich nur noch als Kontrabasssaiten)
Nylon ( ebenso diese sind im Akustischen Sektor einzugliedern)
Nickel (Überwiegend elektrische Tonabnehmung )
Stahl (Überwiegend elektrische Tonabnehmung )

Es gibt auch Nickel oder Stahlsaiten mit Nylon oder Kunststoff „Überzügen“.
Diese Maßnahme soll in erster Linie, die Verschmutzung in Schach halten.
Aber der Klang dieser Saiten ist deutlich anders als, sagen wir mal, andere „normale“.

Dann gibbet noch die Unterscheidung der Saitenumwicklung.
Ungeschliffen, Geschliffen und quasi dazwischen.
Das sollte man mal Ausprobieren, der Klangcharakter und das Spielgefühl ist sehr unterschiedlich und gerade letzteres ist sehr subjektiv zu bewerten.

Feinere Unterschiede, meist nur nachzulesen ( wenn überhaupt), also nicht so zu erkennen:
Der Querschnitt des Saitenkerns ist rund, quadratisch oder rechteckig.
Der Saitenkern ist vorgespannt. Dem konkret, Kerndraht wird auf Spannung gezogen während die Umwicklung drauf gebracht wird.
Die Legierung der Materialien kennt keine Grenzen, ebenso die verschiedenen Nylonmischungen und Darm ist von Natur aus nicht homogen.

Achja, es gibt Saiten wo die Umwicklung erst einige cm nach dem „runden Dingsbums“ anfängt. Angeblich soll es die Saitenschwingung „befreien“. Also der Saite das Schwingen erleichtern. Äh, wie nennt man dieses „runde Dingsbums“ denn, Saiten-ende ???
Ah, und wenn man einen Hals ohne Kopf hat, gibt es 2 von den Dingsbumsen an der Saite, also an jedem Ende eins. Alles hat ein Ende nur diese Saite hat zwei.

Und um unseren alien noch zu beschwichtigen,...
Short, long und extra long Scale, so lauten die amerikanisch/englischen Bezeichnungen.
Etwas unzureichend, meiner Meinung nach.
Die Mensurlänge, die Strecke von Sattel bis Saitenreiter, ist bei vielen Klassischen Instrumenten anzugeben. Nicht ohne Grund, weil diese Mensurlänge frei gewählt werden kann. (Im Rahmen der Möglichkeiten des Tonumfangs natürlich, und auch nur beim Gitarrenbauer selbst)
Shortscale Bässe sind selten, kurze Mensur ist dem Bass nicht sonderlich hilfreich. Geht in Richtung Gitarrenmensur.
Long scale ist „normal“, ( meist 86cm Mensurlänge) wobei sich in den letzten Jahren auch Mensurlängen über 90 cm etablierten( hauptsächlich wegen der Subkontra H Saite)), ab 90cm kann es knapp werden und man benötigt Extra long.scale.
Die Mensurlänge, sollte man nicht bedenkenlos wählen, wenn man einen Bass kauft oder bauen lässt. Eine 90cm Subkontra H Saite klingt mörderisch geil, die Bespielbarkeit ist aber, gerade in den höher gestimmten Saiten bretthart und die Griffhand muss Schwerstarbeit leisten. Aber was tut man nicht alles um zu drücken.
Auch hier gilt: Alles was ich hier schreibe sind nur Erfahrungswerte; ohne Anspruch auf fachliche Kompetenz, die überlasse ich den Gitarrenbaumeistern und solchen, die es gerne wären.

Ansonsten gilt: Grüne Bässe drücken und Rote Bässe sind tierisch schnell.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.