Gitarre "einspielen" ?

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Verfasst am:

Re: Klingen "eingespielte" Gitarren besser...

klammer schrieb:
Es gibt im Archiv schon einen Thread dazu: http://www.guitarworld.de/forum/gitarre-einspielen-t9623.html,
nichtsdestotrotz halte ich das Thema noch nicht für beendet.


Oh schön, und mit dem ersten Beitrag hier direkt mal ins Fettnäpfchen getreten. Lesen kannst Du, ja? Was steht über dem Archiv? Genau:
Falls ein Thread reaktiviert werden soll, wendet Euch bitte an die Moderatoren.


 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

Tu Deinem Admin was Gutes.
Verfasst am:

RE: Gitarre "einspielen" ?

Oh schön, und mit dem ersten Beitrag hier direkt mal ins Fettnäpfchen getreten. Lesen kannst Du, ja? Was steht über dem Archiv? Genau:


Ja, kann lesen und schreiben.
Als Newbie in diesem Forum entschuldige ich mich für diesen Fauxpas.

Ich hoffe das mir, nachdem es einige Beiträge gab, noch eine Antwort zugestanden wird.



Da dies ja ja bauart-technisch sehr ähnliche Gitarren sind, *kann* der Unterschied ja einzig und allein durch das "Einspielen" kommen ...
Details wie andere Saiten, andere Hardware, andere Materialien und andere Konstruktion sind zu vernachlässigen ..


Mir ging es um ein nachvollziehbares Beispiel, die konstruktionsbedingten Unterschiede sind mir wohl bewusst.

Es mag sein das zusätzlich alterungsbedingte Auswirkungen existieren obwohl ich glaube,
dass diese zumindest bei der Hardware eine geringere Rolle spielen.

Zu der "Kristalltheorie", ich habe das sehr verkürzt wiedergegeben,
und werde mich sicher nicht zu einem Verfechter dieser machen.

Es gab halt auch schon genug Leute die mithilfe des derzeitigen Erkenntnisstands
bewiesen haben, dass es keinen Unterschied zwischen vernünftig
ausgelegten Kabeln geben könne.


ja, du musst einfach in der gleichen, vorgegebenen Zeit mehr spielen.


Ein Rat den ich gerne befolge.


Sicher entstehen beim Bau eines Instruments Spannungen. Beim Verleimen und beim Bearbeiten ist das unvermeidbar.
Wenn man ein verspanntes Holz mit der Säge auftrennt, verziehen sich die zwei einzelnen Teile hinter dem Sägeblatt. Ein fertiger Hals hat ggf. andere Spannungsverhältnisse, als ein Halsrohling. Beim Verleimen von Hölzern verschieben sich die Teile kurz vor der endgültigen Verpressung ein Wenig. Decken, Böden und Zargen von akustischen Instrumenten stehen sowieso unter starker Spannung.
Diese Spannungen gleichen sich sich nur langsam aus. Das führt zu einer Veränderung des Instruments. Gespielt, oder nicht.

Ob sich ein Instrument schneller verändert, wenn es viel gespielt wird - darüber kann man nur mutmaßen.
Beim "Einschwingen" werden Instrumente in bestimmten Frequenzen bis an ihre physischen Grenzen zum Schwingen angeregt. "Membranen" werden dabei williger.

Beim Einspielen stellt sich aber auch immer der Effekt ein, dass sich der Musiker einem Instrument annähert. Die Art, wie man ein Instrument anfasst, macht halt auch die Musik... Zum Schluss ist nicht abzugrenzen, wer sich wem gefügig gemacht hat.
Es ist wohl wie bei einem Liebespaar


Ich denke du hast zum großen Teil recht, ich sehe das ja auch viel entspannter als es klingen mag.

Gibt halt auch diesen Standpunkt: http://www.archtop-germany.de/-Tips/-Klangoptiemierung/body_-klangoptiemierung.html

BTW, der Verwechslung von Deadspots und Deadpoints mag die späte Stunde
zu der, der Post verfasst wurde zugrunde liegen.


...dann würde ich bei der Nocaster mal einen Blick auf den Sattel werfen (mal davon ausgehend, dass Du Saiten richtig aufziehen kannst). Stimmbarkeit ergibt sich aus einer korrekten Saitenführung und den den Saitenverlauf betreffenden Auflagepunkten. Die werden erst mal nicht von selbst besser mit der Zeit.


Der Hinweis ist sehr sinnvoll, denn dieses Problem hatte ich tatsächlich mal,
allerdings nicht mit den beiden genannte Gitarren.


Ich möchte mich bei allen die geantwortet haben bedanken, das Thema hat in der Tat
viele Aspekte.

klammer
Verfasst am:

Re: Klingen "eingespielte" Gitarren besser...

klammer schrieb:
Dieser Link: http://www.archtop-germany.de/-Tips/-tips.html ist mir
bekannt.

Ein Gitarrist dessen Vertrauenswürdigkeit ich nicht anzweifeln möchte,
erklärte mir das die Ausrichtung von Wasserkristallen, die in jedem
Holz anzutreffen sind, beim Einspielen sozusagen angeordnet werden.


Du glaubst irgendetwas, was auf Archtop Germany steht..?

 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
Verfasst am:

Re: Klingen "eingespielte" Gitarren besser...

klammer schrieb:
Ein Gitarrist dessen Vertrauenswürdigkeit ich nicht anzweifeln möchte,
erklärte mir das die Ausrichtung von Wasserkristallen, die in jedem
Holz anzutreffen sind, beim Einspielen sozusagen angeordnet werden.


Aha. Wasserkristalle also. In Holz. Soso. Bei Raumtemperatur und Normaldruck?

Doch wohl eher nicht. Kristallisiertes Waser wird von normalen Menschen, also nicht von Gitarristen mit nicht anzuzweifelnder Vertrauenswürdigkeit, gemeinhin als "Eis" bezeichnet. Ich habe vor geraumer Zeit mal gelernt, dass derartiges Material zumindest bei Normaldruck nur bei Temperaturen unterhalb von 0°C stabil ist. Gut, das ist schon einige Zeit her, vielleicht hat ja die Wissenschaft inzwischen Fortschritte gemacht.

Weiter habe ich gelernt, dass Wasser beim Gefrieren, also beim Kristallisieren, sein Volumen erheblich vergrößert. Enthielte also eine Gitarre so viel Wasser, dass es zur Bildung von Eiskristallen kommen könnte, sähe die Gitarre hinterher wohl ziemlich "relic" aus.

Gruß,
Klaus
Verfasst am:

RE: Gitarre "einspielen" ?

Hallo dann mal...
Nur kurz meine Meinung:
Ich persönlich habe mit einer Gitarre die ich etwa 20 Jahre besitze die Erfahrung gemacht daß sie sich über die ganze Zeit im Klang verbessert.
Damit meine ich nicht daß ich besser spiele als vor 20 Jahren - das ist bestimmt so - sondern sie klingt definitiv fokussierter, holziger und hat ein sehr ausgewogenes Frequenzspektrum bekommen.
Unter Umständen liegt es daran daß sie sehr oft gespielt wird -
vielleicht aber auch daran daß ich immer 10er oder 11er Saiten draufpacke
und sehr kräftig spiele.
Eine andere Gitarre die ich kaufte um bei Gigs ein Ersatzinstrument zu haben falls eine Saite reißt - was allerdings noch nie passiert ist, trotz brachialen Ziehens - ist nun nach etwa 2 Jahren auch deutlich besser im Klang.
Ich persönlich bin Felsenfest überzeugt davon daß eine Gitarre die dauernd im harten Einsatz ist nach einiger Zeit besser wird.
Da ich sie auch unverstärkt spiele wenn meine Kinder schlafen weiß ich auch wie sie trocken klingen, und da ist es noch deutlicher.
Was da physikalisch abgeht ist mir egal -
das Phänomen ist da.
Noch nicht einmal von Leuten die länger als ich spielen lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen , denn ich weiß was ich höre.
Schönen Gruß ,
und es ist das Vorrecht der Unwissenden übers Ziel hinauszuschießen.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
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