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» Amps & Effekte » Eigenbau » guenther1984s Madamp M15
Eintragsdatum
16.11.2008 23:21
Besitzer
guenther1984
Hersteller
Eigenbau
Modell
Madamp M15
Baujahr
2008
Beschreibung
Ich möchte hier meinen ersten Eigenbau-Amp vorstellen .. Einen Madamp M15Mk1
:: Motivation zum Bau
Nach den vielen anderen Eigenbauten wollte ich mich endlich mal über ein größeres Elektronik-Projekt machen und bin dabei auf den Madamp M15Mk1 gestossen..
Ein Verstärker nach britischem Vorbild, der sich am Marshall 18W und dem Marshall JTM orientiert. Also kein Gainmonster, sondern eine klassische Variante der röhrenbasierten Gitarrenverstärkung! Natürlich gibts auch eine Eigenbaubox zu dem Top! (Infos zur Box gibts hier:
http://www.guitarworld.de/gwpages/gear,a,show,g,1194-212-cab-g212.html
)
:: Der M15 - Funktionen und Schalter
Der M15 bietet 2 Kanäle mit einer Endstufenleistung von 15 Watt. An der Front finden sich neben Input-, Netz- und Standbyschalter ein Schalter für "Fat", der die Tiefen etwas anhebt und ein Schalter zum Wechsel zwischen Kanal 1 & 2. Als Potis stehen mir für Kanal 1 ein Lautstärke- und ein Tonregler zur Verfügung. Kanal 2 kann mit Hilfe von Gain, einem 3 Band EQ (Bass, Mid, Treble) und einem Mastervolume Poti beeinflusst werden. An der Rückseite finden sich eine Netzbuchse, die beiden Ausgangsbuchsen (1*16Ω, 1*8Ω), 2 Sicherungen, der Anschluss für einen Fußschalter, und Send & Return Buchsen inkl. einem Miniswitch zum Ein- und Ausschalten der Effektschleife.
Front: Input, Fat Switch, Tone, Volume, Channel Switch, Gain, Bass, Mid, Treble, Master, Standby, Power
Rückseite: Netzbuchse, Sicherung I & II, Fußschalter-Anschluss, Effekt Send & Return, Effekt on/off, Speaker 8Ω, Speaker 16Ω
:: Bau des Amps
Der Bau des Amps geht mit ein bisschen Erfahrung bezüglich Löten und Elektronik relativ einfach von statten. Nach dem Bestücken der Haupt, und der Netzteilplatine wird der Transformator verkabelt und die Heizungsleitungen für die 3 ECC83 Vorstufen- und die 2 EL84 Endstufenröhren gelegt. Im Anschluss werden dann die Potis, die Buchsen und der Ausgangsüberträger verkabelt. Als letzten Schritt hab ich dann noch eine relaisgestützte Fußschaltoption und einen per Miniswitch ein- und ausschaltbaren Effektweg in den Amp eingebaut! Nach einer ausgiebigen Prüfung aller Lötkontakte und der Spannungen war der Amp also dann so weit für den ersten Test, der nach Beheben einiger Kleinigkeiten auch einwandfrei verlief!
:: Anfertigen des Gehäuses
Natürlich braucht ein richtiges Amp-Topteil auch ein ordentliches Gehäuse: Hierfür hab ich mir im Baumarkt passende 19 mm dicke Fichtenholzplatten zuschneiden lassen. Nach dem Bohren der notwendigen Löcher und dem Einbau von Aluminiumstäben an der Front wurde das Gehäuse zusammengeleimt und nach dem Trocknen ordentlich geschliffen. Die Oberfläche wurde anschließend mit Wachs behandelt, wie das beispielsweise auch bei der Möbelrestauration gemacht wird.
Nach dem Einbau eines Ledergriffs, den Gerätefüßen und den passenden Gehäuseecken konnte ich den Verstärker in das Holzgehäuse einbauen, zum Schluss noch ein Gitter für die Rückseite ... und der Amp war fertig!
:: Sound des Amps
An eine Box gehängt zeigt sich der Amp sofort sehr kraftvoll und ausdrucksstark! Kanal 1 liefert einen sehr angenehmen warmen Cleansound, der sich aber mit einer Drehung des Volume Poti in angezerrte Sphären verändern lässt! In Kanal 2 findet sich ebenfalls bei heruntergedrehtem Gain Poti eine schöner Clean Sound, der sich mit Aufdrehen von Gain und Volume Poti sehr schön zerren lässt. Insgesamt liefert Kanal 2 mehr Gain und Zerre als Kanal 1. Jedoch gehts mit dem M15 in keinem der beiden Kanäle in den High Gain Bereich, was allerdings auch sicherlich nicht der Anspruch dieses Amps ist!
Insgesamt zeichnet sich dieser kleine 15 Watt starke Verstärker durch seine irrsinnige Kraft und eine Wärme und Tiefe im Ton aus. Als gute Alternative zu alten britischen Amps ist er Ideal für Anwendungen im Blues bis zum Rock Bereich, der eine moderate, allerdings nicht übermäßige Zerre des Gitarrentons verlangt. :o)
Mehr Infos und Fotos gibts unter
http://www.gitarrenatelier.net.tf
Bilder
16.11.2008 23:45:10 |
Magman
Ich weis, es ist Geschmacksache - aber in einem hübschen Leder-oder Tolex-Anzug würde dein Stack m.M.n. wesentlich mehr hermachen. Wirt auf mich'n bisschen IKEA like.....
Ansonsten viel Spaß damit :-)
17.11.2008 00:14:15 |
atomiclove
Also ich finde die Holzoptik recht interessant und auch sehr ansprechend :) Ist definitiv mal was Neues und Anderes, kann mir nur vorstellen dass das Ganze unter Tourbedingungen etwas leided...in Sachen Sauberkeit und so.
Aber sonst sehr schöne und saubere Arbeit :)
17.11.2008 07:42:46 |
auge
Hey das gefällt mir! Glückwunsch!
17.11.2008 23:08:18 |
mrguiliani
Ich finde auch das hat was und die Idee mit Ikea ist so blöd nicht. Ich hatte vor längerer Zeit mal eine Bekannte, die hat für ihr Leben gerne Gemüse gemalt aber keiner wollte
das haben und viele haben über sie gelacht.
Irgenwer hat sie auf die Idee gebracht, das doch mal bei Ikea vorzustellen und sie hats gemacht.
Heute werden die Bilder dort als Poster verkauft und keiner lacht mehr, aber sie fährt Porsche. Warum nicht mal mit einem Amp versuchen, Plus und Lidl verkaufen ja auch Röhrenamps.
Grüsse, mrguiliani
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