Equipment » Gitarren » Hoyer » Armints Dressed Gentleman
Eintragsdatum 05.05.2008 12:16
Besitzer Armint
Hersteller Hoyer
Modell Dressed Gentleman
Baujahr 2007
Beschreibung Die Dressed Gentleman ist die Replika einer Schlaggitarre namens "Herr im Frack" von ca. 1948.
Heutzutage (natürlich) aus China. Ich habe mich mit dem deutschen Importeur und Initiator dieser Baureihe unterhalten: Die Konstruktion ist an verschiedene Versionen der Herr im Frack angelehnt.
Zum Aufbau: Ich bin kein Holzexperte, kann nur wiedergeben was mein Gitarrenbauer mir sagte: Es handelt sich um laminierte Hölzer, wie es auch seinerzeit bei den Originalen üblich war.
Der akustische Klang ist gar nicht schlecht, im Vergleich zu ähnlichen Modellen anderer Hersteller sehr laut. Der elektrische Klang kann da (nach ein paar Umbaumaßnahmen - s.u.) mithalten, sie klingt "groß".
Umbaumaßnahmen (Das Foto mit weißem Pickguard zeigt die Werksauslieferung):
a) Notwendig war eine Verlegung des Pickups:
ab Werk (und dies gilt - soweit ich das auf der Musikmesse sehen konnte - nach wie vor) ist der Pickup ca. 4-5mm tiefer als das Griffbrett, um dies zu kompensieren muss man die Polepieces bis an die Grenze des Machbaren herausdrehen. M.E. ein echtes Manko der Werksgitarre.

b) Nützlich war eine Verlegung der Potis:
ab Werk sind sie auf dem Pickguard (siehe Foto) und liegen damit genau in der Schwingbewegung der rechten Hand - das ist weder den Fingern noch den Potis förderlich.

c) Ich weiß nicht wie der aktuelle Stand ist, aber bei meinem Modell war der Tone-Poti eher ein zweiter Vol-Poti, von einer Veränderung des Tons konnte man nichts bemerken.

d) Mein neuer Steg (hölzerne Basis) ist Geschmacksache, den werksseitig montierten gab es m.W. zu der Zeit der Originale noch nicht.

Das Grundkonzept ist gut, die Umbaumaßnahmen steckte ich gerne rein, die Gitarre hat auf jeden Fall Charakter.
Als ich sie im Geschäft stehen sah wusste ich sofort, dass da jemand auf mich wartete.
Zwar hatten wir beide noch einige Klippen zu umschiffen, aber im Großen und Ganzen sind wir uns einig.
Eine der Klippen hieß z.B.: In welchen Koffer bekommt man so ein Monstrum?
Nur zur Info: Ich wollte sie eigentlich im Koffer meiner Martin-Jumbo transportieren, nur leider steht sie rundherum 2cm über!

Juli 2008 - Update:Nun mit m.E. schöneren,schwarzen, zylindrischen LP-Knöppen. Der Staub ist mein Beitrag zum Thema Äitsching.

November 2012 - Update: Nun bei dem netten Herren in den bunten Hemden.
Bilder
05.05.2008 12:31:47 | Gast
Wowwwwwwwww - wunderschöne Gitarre!
Viel Spaß damit :-)
07.05.2008 08:23:52 | Gast
...ooops, ziemlich invasiver Umbau, Löcher inne Decke bohren ist sicher nicht jedermanns Sache ... aber hübsches Teilchen.
Habe mal geschaut, die Mechaniken sind auch ziemlich "dicht am Original", oder? Gibt's damit Probleme? Das Kofferproblem kommt mir bekannt vor, ich habe auch immer noch keinen für meine Hoyer Meisterklasse gefunden ... hat Hoyer selbst sowas vielleicht inzwischen?
07.05.2008 10:20:16 | Armint
Da ich das Löcherbohren eine Spezialisten überlassen habe, hatte ich natürlich auch keinen Angstschweiß auf der Stirne.
Die Mechaniken haben noch eine Gnadenfrist, jetzt da die Saiten (Ernie Ball: "Not even Slinky", 12-56) sauber laufen können.
Die Kofferfrage hätte ich zwischenzeitlich in Hanau klären können dort wurde mir gesagt "bekommen wir rein" - Monate später war's dann schon soweit. Aber der Laden hatte - als ich endlich mal hingefahren bin - schon zu (Diskrepanz Homepage - Realität). Na, dann halt nicht. Ich habe mir inzwischen in FFM helfen lassen, die hatten einen passendes Gigbag (Für Jumbo-Western).