52er PUs = 62er PUs? oder auch: GAS vs. Vernunft


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Anonymous
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Hallo!

Ich hätte da gern mal ein Problem:
Hmm...wo soll ich anfangen :roll: Also: Ich habe mir vorgenommen, nun auf Tele umzusteigen und war auch schon einige Male testen. Meine Favoriten sind in folgender Reihenfolge:
1. Ne Haar Tele mit Voodoo PUs
2. Fender American Standard
3. Fender Japan 62er RI
Eigentlich würde ich ja jetzt zur Haar greifen, da sie sowohl klanglich als auch optisch die Nase vorn hat. Nun kommt aber das "Aber":
Ich arbeite Nebenberuflich im Musikladen um die Ecke. Dieser hat Fender im Programm, Haar aber nicht. Gleichzeitig könnte ich hier Mitarbeiterabatt bekommen und würde für die USA Tele mitunter nahezu die Hälfte des Preises für die Haar zahlen. Klanglich fand ich die Ami Tele auch durchaus gut, optisch hab ich mich aber mittlerweile an dem Standard Fender-Farbenprogramm satt gesehen (Immer schwarz, weiß, rot, sunburst....). Butterscotch fänd ich hingegen schon toll. Und da bietet Fender ja nur die 52er Teles (1x Vintage, 1x HotRod).
Abzüglich meines Rabatts würden die dann immer noch weniger, als die Haar kosten (mit Case). Klanglich mag ich diese dumpf klingende Neck-PU Schaltung der 52er aber gar nicht. Das heißt: Wenn ich die 52er Vintage nehmen würde, müsste ich erst noch die Schaltung ändern und wie das dann klingt, kann ich ja vorher nicht wissen.
Von daher würde ich gerne wissen, ob in der amerikanischen 62er Tele die gleichen PickUps wie in der 52er drinnen sind, nur quasi ohne dumpf-Schaltung!?! (Dann könnte ich die 62er testen und die 52er kaufen (jaja...Klangunterschiede durch anderes Holz und Streuung :roll: )).

Ich hoffe, ihr versteht mein Problem trotz Voranschritt von Uhrzeit und Alkoholpegel ;-) .

Im Grunde geht es nur darum: Soll ich auf meine Bank hören und eine "hässlichere", nicht ganz so gut aber dennoch brauchbar klingende Fender nehmen oder soll ich auf meine Ohren hören und mehr Geld für die Haar hinblättern, auch ggf. die Gefahr in Kauf nehmend, dass ich, sofern ich sie irgendwann mal wieder verkaufen wollen würde, mitunter einen stärkeren Preisverfall, als bei Fender hinnehmen müsste (Haar ist halt nicht sooo bekannt)???

MfG,

Noel
 
Woody
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Naja, die Frage ist wohl, könntest Du an einer Gitarre Spaß haben, die nicht die beste ist, die Du Dir vielleicht hättest leisten können?


Viele Grüße,
woody
 
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Hallo,
wenn Du
1. sicher bist, dass die Haar die (für Dich) bessere Gitarre ist und
2. Du sie dir finanziell erlauben kannst,
solltest Du m.E. die nehmen. In ein paar Jahren/Monaten wirst Du vergessen haben, dass die mal teurer war.

52er Tele: Ich habe selber eine. In meiner sind allerdings CS NoCaster Tonabnehmer drin und sie ist "modern" verdrahtet. So klingt sie typisch Tele und ich bin sehr zufrieden damit.
Eine 52 RI und eine 62 RI sind schon recht unterschiedlich. Insbesondere das Spielgefühl (Halsprofil / Griffbrett). Ob in einer 62er Japan RI und einer 52er Am RI die gleichen Tonabnehmer sind, weiß ich nicht, ich bezweifele es aber. Von daher denke ich, dass die eine Gitarre wenig Rückschlüsse auf die andere zulässt.
Klaus
 
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kk":18f3nbee schrieb:
Ob in einer 62er Japan RI und einer 52er Am RI die gleichen Tonabnehmer sind, weiß ich nicht, ich bezweifele es aber. Von daher denke ich, dass die eine Gitarre wenig Rückschlüsse auf die andere zulässt.
Klaus

Nein, also in der 62er Japan sind definitiv andere drin (Texas Specials). Wenn, dann ginge es mir um den Vergleich 62er USA vs. 52er USA.
 
little-feat
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Die 52er hat andere Pickups als die 62er. Sie unterscheidet sich auch ziemlich drastisch von der Konstruktion, hat ein ganz anderes Halsprofil (Ahornhals) und klingt um eine ganze Ecke anders als die 62er, die aggressiver daherkommt und einen wesentlich schlankeren Hals mit Rosewood-Griffbrett hat.

Du hättest heute abend auf Ebay ein Schnäppchen machen können, eine Thorndal zum halben Neupreis (600,00 Euro). Daran siehst du in etwa den gewaltigen Preisverfall bei teuren Insrumenten, wie Haar.

Was du machen sollst, kann ich dir auch nicht sagen. Ich würde auf die nächste gebrauchte Thorndal oder meinetwegen auch Haar warten, an eine fabrikneue Fender würde ich nicht eine Sekunde einen Gedanken verschwenden.

Tom
 
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Ne Haar Gitarre kann sehr gut sein, muss es aber nicht. Ich kenne Leute, die sich in voller Erwartung eine Haar gekauft haben und diese anschließend einem Gitarrenbauer ihres Vertrauens in die Hände gegeben haben, um sie 'nacharbeiten' zu lassen. Will heißen, sehr gute Hölzer, aber nicht so dolle Verarbeitung des Endproduktes. Da wurden Halstaschen nachgefräst, Bundstäbe entgratet, komplette Halsübergänge nachgearbeitet usw.
Hier im Forum gibt es übrigens auch jemanden, der die gleichen Erfahrungen machen musste. Vielleicht meldet er sich ja, wenn er das liest ;-)

Ich will die Haar's hier bestimmt nicht schlechtreden, aber es gibt ne menge anderer Hersteller, die auch lecker Gitarren im Programm haben und auch auf Kundenwünsche eingehen.
 
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Magman":3gqoiqlx schrieb:
Ich kenne Leute, die sich in voller Erwartung eine Haar gekauft haben und diese anschließend einem Gitarrenbauer ihres Vertrauens in die Hände gegeben haben, um sie 'nacharbeiten' zu lassen.

Na gut, dann sagst du das, ich wollte es ganz bewußt nicht von wegen "teure Gitarren werden hier ja grundsätzlich in Grund und Boden geredet".

Aber es ist nun mal so mit Haar, wie mit anderen Kult-Objekten auch, (Squier JV, Ibanez TS 808) usw:

Einer predigt vor, und eine gläubige Gefolgschaft von Jüngern betet es als Evangelium nach.

Aber...das hatten wir ja schon alles.

Tom
 
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Guest
wobei man zur ehrenrettung haar´s sagen muss das die verarbeitung inzwischen doch deutlich besser geworden ist.
frühe haar waren zuweilen...sagen wir "sehr rustikal" verarbeitet.
da stimmten die radien im bodyshaping nicht, eine les paul special ist bekannt, wo der halsstab lose im hals rumlag und nicht justierbar war - da gibt´s viele berichte.
aber heutzutage geht´s durchaus.

grüße
MIKE
 
 

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