Akustik-Saiten zum Sliden und Greifen


S
schorsch27
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Hallo miteinander,

meine Taylor 414 CE ist meist auf offenes D gestimmt. Ich benutze derzeit 12er Martin-Saiten, die ich mal greife, mal slide - letzteres leider mit dem üblichen Gekratze auf den dicken Saiten.

Nun würde ich zur Vermeidung dieser Nebengeräusche gerne mal probehalber wieder auf flatwound umsteigen. Vor Jahren hatte ich das schon mal mit Thomastik probiert, war aber nicht soo begeistert.

Könnt Ihr mir Saiten empfehlen, die beim Sliden nicht so kratzbürsten ? Sie sollen andererseits auch beim Greifen gut klingen. Leo Kottke hat die Kombination aus Beidem immer gut hingekriegt.

Und/oder hat jemand Erfahrung mit der Kombination aus "normalen" (dünnen) Saiten und geschliffenen (dicken) Saiten aus verschiedenen Sets ?


Viele Grüße
Markus
 
E
erniecaster
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Hallo,

wäre ich in deiner Situation, würde ich ohne Zögern das hier kaufen:

https://www.thomann.de/de/elixir_11050l.htm

Das ist die erste Generation der Elixir-Saiten. Die Beschichtung ist sicht- und fühlbar, tatsächlich wie ein Überzug über die Saite. Rutschgeräusche auf den Saiten sind erheblich geringer als bei anderen Saiten, es werden sogar die Bundstäbchen geschont.

Klanglich fehlen mir die ganz hohen Britzelhöhen, die frische Saiten haben sollten, die aber ohnehin nach zwei Tagen verschwunden sind. Im Bassbereich kann es je nach Gitarre etwas "flubby" werden, bei einer Taylor hätte ich da aber keine Bedenken.

Grundsätzlich bleiben das aber Roundwounds, nur eben beschichtet. Richtige Flatwounds sind eine völlig andere Baustelle, das mag ich persönlich für Slide und Akustikgitarren eher nicht.

Daneben würde ich mich mal mit dem verwendeten Slide selbst beschäftigen. Die klanglichen Unterschiede je nach Materialart und -stärke sind enorm. Da ich kaum noch slide, habe ich meine alle an Batz Benzer verschenkt, der hier im Forum darüber geschrieben hat. Vielleicht suchst du dir das mal.

Gruß

erniecaster
 
B
Bumblebee
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Hallo,

schorsch27 schrieb:
- letzteres leider mit dem üblichen Gekratze auf den dicken Saiten.

Vorausgesetzt, Du benutzt keinen ungeeigneten (kratzigen) Bottleneck, würde ich nicht die Schuld bei den Saiten suchen.
Ehe Du hier eine Symptombekämpfung vornimmst, würde ich lieber an Deiner Technik arbeiten. Die meisten Slidegitarristen klingen auch auf normalen Saiten gut.

Beste Grüße
 
S
schorsch27
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das mit den Elixir-Saiten klingt ja recht vielversprechend, auch die Rezensionen bei Thomann. Werd ich mal testen, zumal ich bei der ohnehin recht HiFi-igen Taylor gern auf ein paar Höhen verzichten kann.

"Gekratze" ist sicher etwas drastisch ausgedrückt. Es sind halt die üblichen Geräusche, die z.B. bei Country-Blues-Sachen ganz dekorativ und "authentisch" klingen mögen.

An den Rohren oder meiner Spielweise liegts nicht, da hab ich schon ziemlich alle Materialien durch (außer Porzellan und Holz) und mir ein gut gedämpftes Sliden ohne Son-House-Geschepper angewöhnt.
 
A
Anonymous
Guest
Flatwounds auf der Western klingt nicht, würd ich sagen. Für open D würd ich eher zu dicken Elixirs greifen, .013er Satz oder so. John Pearse hat auch Saiten, die extra für Slide usw konzipiert sind. Nen deutlichen Unterschied konnt ich nur klanglich erkennen, sind mittiger und recht steif in der Haptik - ich fand sie gut.
Das Material des Bottlenecks ist sehr ausschlaggebend, deutlich mehr als die Saitenwahl, finde ich. Auf der Akustik spiel ich sehr gern mit Keramik, das klingt schön weich und kratzt nicht, hat mehr Sustain als Glas. Auf der E Gitarre spiel ich lieber Messing, das ist spritziger, und das Kratzen hört man übern Amp nicht.
 
 


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