Amps getestet, Classic 30 gekauft ...


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Schnabelrock
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Am Freitag war ich bei PPC Hannover, wieder mal im Ampfieber, nachdem meine Gitarrenfragen mit 2x Paula und 1x Tele final gelöst sind, wollte ich ampäßig etwas aufrüsten, ohne gleich ein Vermögen auszugeben.

Zum Antesten war reichlich Zeug vorhanden. Ich hatte meine eigene Paula mit David Barfuss "Duane Special" Pickups dabei ...

Ich begann mit einem H&K Edition Tube 20th Ann. Der gefiel mir vor allem im High Gain Bereich prima, hat mittelstark komprimiert (was ich mag) und war gut ins Singen zu kriegen. Im angezerrten Sound gut, aber nicht überwältigend. Clean etwas nichtssagend, was mir aber egal war, da ich keinen Funk mache ;). Gut!

Ganz anders dann der Fender Blues Junior in der Ausgabe mit 12er Speaker. Sehr viel heller klingend, in meinen Ohren oft schrill. Auch der Crunch litt imo unter diesem für mich typischen Fender-Bild: Selbst mit einer Les Paul zu hell und selbst sehr ausgefahren nicht zum Singen zu kriegen. Nicht meine Baustelle.

Der Peavey Delta Blues mit 15er Speaker ... Oha, ein mächtiges Twang. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie das Ding mit einer Tele losgeht. Letztlich nicht mein Geschmack, weil ich den Speaker einfach zu mächtig fand und das Gefühl hatte, der Amp macht´s mit schierer Gewalt. Da flattern die Hosenbeine und wer SRV sucht: Der muß irgendwo da drinnen sitzen. War mir letztlich zu unelegant.

Vox AD50VT: Bietet eine ganze Reihe guter Sounds, aber irgendwie nicht "den einen". Zudem hatte ich Probleme, das Ding intuitiv zu bedienen und bin kein Freund langer Einstellereien und von Bedienungsanleitungen. Wenn ich ein Parameter feiner justieren wollte, kam plötzlich nichts mehr oder ganz etwas anderes heraus. Für einen Puristen wie mich auf der Suche nach genau einem Ton nicht das Richtige.

Laney VC 15. Einfach zu schwach auf der Brust mit dem 10er und klang leicht dosig. Habe ich schnell von abgelassen.

Peavey Classic 30 (1x12): Das ist er. Verfügt über einen sehr starken Crunchsound und etwas weiter oben über einen mühelos singen Solosound. Vom häufig bemängelten Röhrenklirren war nichts zu hören, dafür klingelten die anderen Amps im Raum, weil das Ding richtig Dampf machen kann. Komprimiert etwas weniger als der H&K, Grundsound recht mittig. Im Gegensatz zum Delta-Blues eher ZZ Top als SRV. Einfach zu bedienen. Genau richtig. Da er mit 499,-- auch sehr fair gepreist war, wurde er prompt gekauft.

Im Proberaum kam er noch an dem Abend mit der Heritage Les Paul, einem MEK TD 1 und einem TAD Wah zum Einsatz. Sehr gut. Den Leadkanal genommen, alle Regler (ausser Reverb) auf fünf und ab ging es. War mit dem MEK leicht auf Soloniveau zu pushen. Wie immer sind die Geschmäcker doch verschieden ... Mein Co-Gitarrist (Marshall JCM 800 und Strat) fand ihn zu mittig. Ich war dagegen froh, zwischen seinem Geklingel und dem Bass genau die richtigen Frequenzen gebucht zu haben. Ich glaube, der ist nur neidisch ;).
 
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Anonymous
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[Klugscheissmodus an ] es heißt nicht komprimiert, sondern es ist "geclippt", da nichts da ist, was von selbst rum komprimieren könnte. Das geht nur elektronisch ... ;-) [Klugscheißmodus offus]
 
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Schnabelrock
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Ähm, watt?

Ist doch elektronisch, der Amp. Der drückt eben den Sound bißchen zusammen. Ja ... und ganz von selbst.
 
karlchen
karlchen
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Hi,
Glückwunsch zum Amp. Ich bin auch sehr von ihm angetan. Hab ihn letztens genen geinen Fame Rockerverb mit 4x10 Celestion-Speaker gespielt. Also ich fand den Classic sympathischer weil schön warm und singend. Mein Bruder allerdings gab dem recht britisch klingeden Fame den Vorzug. Geschmäcker halt.

Das einzige was mich etwas stört ist, dass wenn ich mal 1 - 2 Stunden mit ihm gespielt hab, ich ihn schier nichtmehr richte clean bekomme. Da ist er auf drei schon gut in der Zerre.
Aber vielleicht ist das auch normal für Röhrenamps. Ist mein erster und ich bin noch recht grün hinter den Ohren.

Gruß
Markus
 
 

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