Aufnahmequalität von Demotapes


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Hallo,

was meint Ihr welche Qualität bei Demotapes wirklich zählt. Kann es auch eine Liveaufnahme sein oder sollte es heutzutage schon im Studio aufgenommen sein? Ich denke, dass hier schon eine ganz schöne Materialschlacht gemacht wird. Ist das denn notwendig?
Was habt Ihr da schon für Erfahrungen gemacht?

Wäre schön wenn sich hierzu ein Produzent oder so meldet, da es mich interessiert ob die Musik und damit die Linie der Band oder die Soundqualität zählt.

Catweezle
 
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Ich glaube das eine gut gemachte Aufnahme wesentlich besser ist als ein schlecht abgemischter live mitschnitt.
Eine Aufnahme der man anhört das sie Arbeit, Zeit und Geld gekostet hat macht 100% einen Professionelleren Eindruck.

In den meisten städten gibt es Studios die man sich für mehr oder weniger Geld mieten kann. Meist gibt es sogar noch nette leute dabei die einem eventuell bei den ersten Aufnahmen helfen. Habe zwar selber noch keine erfahrungen damit gemacht kann mir aber denken das sich so etwas eventuell lohnen könnte.
 
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Eine schlechte Aufnahme zeugt eben nicht unbedingt von grossem Engagement einer Band. Natürlich kann man sich nur schwer leisten eben mal ins Studio zu gehen, aber gerade heutzutage kann man mit ein wenig Aufwand selber "ausreichende" Aufnahmen zaubern.

Natürlich steht die Musik im Vordergrund. Guter Musik hört man Ihre qualität eben auch auf ner schlechten Aufnahme an, nur erschliesst sich dabei unter Umständen nicht die volle PRacht der Musik, was schade ist. Andererseits; Scheisse kann man eben nicht polieren... Schlechte Songs bleiben auch nach nem Studioaufenthalt meist schlechte Songs...

gruß,
jacques
 
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catweezle":rtbll4zw schrieb:
was meint Ihr welche Qualität bei Demotapes wirklich zählt.

Homerecording reicht. An günstigen Angeboten mangelt es inzwischen ja wirklich nicht.

Leider besteht dann selten die Möglichkeit mit der kompletten Band zu recorden. Was absolut zu bevorzugen wäre. Man hört das Zusammenspiel, den Groove, die Interaktion der Musiker. Und nicht diesen Loop an Loop, samplekorrigierten Scheiß. Den kein Schwanz mehr braucht ( ... ich schweife ab ).

Wenns dann mit den HR Demos geklappt hat und Ihr wollt es Euch nochmal richtig geben, wackelt mit den Songfiles zum mastern oder neu mixen in ein gutes Studio das Eurer Musikrichtung entspricht. Was will ne HeavyMetallCombo in nem Soulstudio ? Und sich dann wundern das es irgendwie doch nicht so geworden ist ...

... aber wie Meister PainofSalvation schon richtig anmerkte,... Scheiße kann man nicht polieren !

Also versuchen objektiv in der Beurteilung der eigenen Songs zu bleiben und nicht versuchen durch Technik irgendwas zu vertuschen. Wenn z.B. der Sänger Probleme mit der Intonation hat, hört man das IMMER. Egal wie korrigiert das wurde. Also dann lieber die Kohle sparen und üben.

Greeze
 
doc guitarworld
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catweezle":1hwg3ihm schrieb:
Hallo,

was meint Ihr welche Qualität bei Demotapes wirklich zählt. Kann es auch eine Liveaufnahme sein oder sollte es heutzutage schon im Studio aufgenommen sein? Ich denke, dass hier schon eine ganz schöne Materialschlacht gemacht wird. Ist das denn notwendig?
Was habt Ihr da schon für Erfahrungen gemacht?

Wäre schön wenn sich hierzu ein Produzent oder so meldet, da es mich interessiert ob die Musik und damit die Linie der Band oder die Soundqualität zählt.

Catweezle

Aus der Sicht der Veranstalter ist ein professionelles Live-Tape
das Beste als Referenz für Gigs. Denn damit kann man ein
wenig zeigen, wie die Band live funktioniert und überzeugen kann.
Besser ist sogar eine Live-DVD ... das sage ich mal aus Veranstaltersicht.
Schaut doch mal nach jemandem, der Videos macht.
 
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doc guitarworld":2e2zsn85 schrieb:
Aus der Sicht der Veranstalter ist ein professionelles Live-Tape
das Beste als Referenz für Gigs. Besser ist sogar eine Live-DVD ... das sage ich mal aus Veranstaltersicht.
Schaut doch mal nach jemandem, der Videos macht.

Tach Doc,

aus Sicht welcher Veranstalter? Es gibt nicht nur eine Sorte, und Du bist sowieso Musiker, der auch veranstaltet.

Sehr viele mir bekannte Veranstalter haben keine Ahnung von Musik, auch kein Interesse daran. Sie wollen, dass die Band ihnen hilft, den Umsatz zu steigern und nicht zu laut ist. Dementsprechend schauen sie darauf, dass das vorgelegte Material professionell aussieht - Hochglanz zählt mehr als Inhalt.

Und ob eine Demo-CD im Studio aufgenommen wurde und das so auf ihrer Bühne gar nicht realisiert werden kann, merken sie oft nicht einmal.
Das ist die Sorte, die bei Einreichen eines schweißgetränkten Live-Mitschnitts in einer überfüllten Kneipe mit Riesenstimmung die hohen Nebengeräusche bemängelt.

Fazit: es kommt immer auf die Band an, wo sie sich am Markt positionieren will, welche Zielgruppe sie anspricht. Danach sollte sich das Demomaterial richten.

Und, mal ehrlich: eine professionell gemachte Live DVD für einen Kneipengig einreichen? Also, irgendwann mal muß doch Schluß sein mit Wettrüsten...
 
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mad cruiser":37d5utdk schrieb:
[
Fazit: es kommt immer auf die Band an, wo sie sich am Markt positionieren will, welche Zielgruppe sie anspricht. Danach sollte sich das Demomaterial richten.


Seh ich auch so. Vor 10 Jahren habe ich mit ner Top 40 auf Firmenfeiern ordentlich Taler verdient. Die 'Pressemappe' war hochglanz incl. live CD.

Bei Vorstellung beim AR sieht das anders aus...

Greeze
 
doc guitarworld
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mad cruiser":33cjtj0s schrieb:
doc guitarworld":33cjtj0s schrieb:
Aus der Sicht der Veranstalter ist ein professionelles Live-Tape
das Beste als Referenz für Gigs. Besser ist sogar eine Live-DVD ... das sage ich mal aus Veranstaltersicht.
Schaut doch mal nach jemandem, der Videos macht.

Tach Doc,

aus Sicht welcher Veranstalter? Es gibt nicht nur eine Sorte, und Du bist sowieso Musiker, der auch veranstaltet.

Sehr viele mir bekannte Veranstalter haben keine Ahnung von Musik, auch kein Interesse daran. Sie wollen, dass die Band ihnen hilft, den Umsatz zu steigern und nicht zu laut ist. Dementsprechend schauen sie darauf, dass das vorgelegte Material professionell aussieht - Hochglanz zählt mehr als Inhalt.

Und ob eine Demo-CD im Studio aufgenommen wurde und das so auf ihrer Bühne gar nicht realisiert werden kann, merken sie oft nicht einmal.
Das ist die Sorte, die bei Einreichen eines schweißgetränkten Live-Mitschnitts in einer überfüllten Kneipe mit Riesenstimmung die hohen Nebengeräusche bemängelt.

Fazit: es kommt immer auf die Band an, wo sie sich am Markt positionieren will, welche Zielgruppe sie anspricht. Danach sollte sich das Demomaterial richten.

Und, mal ehrlich: eine professionell gemachte Live DVD für einen Kneipengig einreichen? Also, irgendwann mal muß doch Schluß sein mit Wettrüsten...

Demo für Kneipengig mal außen vor, da reicht schon ein guter Mitschnitt
vom P-Raum. Bei grossen Veranstaltungen, zB. Bürgerhäuser etc.
haben wir (JAMproductions) sehr gerne Videos gesichtet, was viele
semiprofessionelle Covertruppen mittlerweile auch auf den Homepages
anbieten, und Live-Demos bekommen. Ich bin der einzige Musiker
bei JAMproductions, da lernt man auch die Hör- und Sichtweisen
anderer eher zu erachten und wahrzunehmen. Als Musiker kommt
man da eh nicht so weit, weil ja doch vieles gut-kommerzielle
eher schon seicht bis belangslos wirkt für einen Musiker ;-) da ist
das Urteilsvermögen eines unvorbelasteten Menschen sehr gut ...

Es ist aber, wie ich die Kernaussage verstehe: jedem Einzugsbereich
seine Fahrkarten, will damit sagen, wenn TOP40 und der Anspruch,
für Daimler, Telekom und Deutsche Bank spielen zu wollen besteht,
kommt eine professionelle Live-DVD mit Menus und Bonbons
wohl am besten. Und nicht vergessen: Kleidung macht den König!

Für Kneipengigs, Jugendhäuser und solche Venues sollte
das Infopaket aber auch nicht aus einer in Brotpapier gewickelten
CD ohne Beschriftung bestehen :shock: . Manche Häuser bieten mittels
Formular zur Kontaktaufnahme auch die Möglichkeit, ein MP3-Demo
hochzuladen. Habe ich vor ein paar Tagen noch gesehen.

Das Infopaket sollte immer den Eindruck erwecken, man hat es mit einer
professionell eingestellten, versierten und unkomplizerten Band zu tun.
 
EZE
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doc guitarworld":1bu8c0sn schrieb:
... Und nicht vergessen: Kleidung macht den König!

Mensch Doc, ich sach nur echt n geiles Bühnenoutfit beim Open Air in Königswinter :-D :-D :-D , rock'n'roll !
 
doc guitarworld
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EZE":bzeadobg schrieb:
doc guitarworld":bzeadobg schrieb:
... Und nicht vergessen: Kleidung macht den König!

Mensch Doc, ich sach nur echt n geiles Bühnenoutfit beim Open Air in Königswinter :-D :-D :-D , rock'n'roll !

Das war es ja nicht mal! Ich hätte auch eine Cordjacke mit
Ellbogenschoner aus Filz anziehen können dort :lol: ... ich ziehe
bei WOI-Gigs z.B. gerne so was an:

svenundsax1102b.jpg


Ich habe ein paar dieser schönen Hemden.

Wenn es etwas Rock´n´Rolliger wird, ebenfalls gerne edles Hemd,
Jeans und Echsenlederstiefel ... und Du?
 
gitarrenruebe
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Ich habe mit unterschiedlichen Bands ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht: Wenn´s um größere Gala-Gigs geht, ist ein Video/DVD Pflicht; da müssen Auftraggeber von der Wirkung einer Band überzeugt werden (die Musik muss stimmen, aber ganz wichtig auch die Optik/Präsentation der Band). Bei Clubs reicht i.d.R. auch die CD. Generell gilt; Cover & Flyers müssen professionell aufgemacht, d.h. hier nicht am Papier/Druck sparen. Bei den Aufnahmen habe ich folgende Erfahrung gemacht: Sobald Musiker in der Veranstalterrolle sind, ist ein Livemitschnitt besser, da die Kollegen auch wissen, was so alles im Studio machbar ist. Der "Otto-Normalo" vergleicht das gehörte eher mit den gängigen Radiosounds, also eher die Studioaufnahme. Ein sicher guter Kompromiss ist eine gute Mehrspur-Live-Aufnahme. Wenn man irgendwo mit großer PA (mit Direct-Outs, oder auch nur mit einigen Subgruppen) spielt, einfach mit Mehrspur mitschneiden. Mehrspur, um hinterher die Verhältnisse der Instrumente nochmal etwas nachregeln zu können: Hier ist es auch schön, wenn man auf 2 Spuren noch Raummikros mitaufnimmt, um auch etwas von der Livestimmung im Saal miteinzufangen. Grüsse, Gitarrenruebe
 
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mad cruiser":1ph0w94u schrieb:
Und, mal ehrlich: eine professionell gemachte Live DVD für einen Kneipengig einreichen? Also, irgendwann mal muß doch Schluß sein mit Wettrüsten...

oooch, ich persönlich hätte gegen eine entwicklung in diese richtung nichts einzuwenden.... :mrgreen:

klar - für einen kneipengig scheint eine dvd überdimensioniert.
aber wie wär's mit einem kurzen, gut gemachten web-filmchen ? und überhaupt - vielleicht ist der nächste oder übernächste auftritt ja schon 'ne nummer größer ....

in dem zusammenhang würde mich auch interessieren, was ihr (musiker im allgemeinen, gitarreros im besonderen) unter einer "professionell gemachten live-dvd" versteht ? was muss rein, und wie, und was nicht ?
(man lernt ja nie aus...)


bis dann, fabian
 
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gitarrenruebe":17kw8to2 schrieb:
Ich habe mit unterschiedlichen Bands ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht: Wenn´s um größere Gala-Gigs geht, ist ein Video/DVD Pflicht; da müssen Auftraggeber von der Wirkung einer Band überzeugt werden (die Musik muss stimmen, aber ganz wichtig auch die Optik/Präsentation der Band). Bei Clubs reicht i.d.R. auch die CD. Generell gilt; Cover & Flyers müssen professionell aufgemacht, d.h. hier nicht am Papier/Druck sparen. Bei den Aufnahmen habe ich folgende Erfahrung gemacht: Sobald Musiker in der Veranstalterrolle sind, ist ein Livemitschnitt besser, da die Kollegen auch wissen, was so alles im Studio machbar ist. Der "Otto-Normalo" vergleicht das gehörte eher mit den gängigen Radiosounds, also eher die Studioaufnahme. Ein sicher guter Kompromiss ist eine gute Mehrspur-Live-Aufnahme. Wenn man irgendwo mit großer PA (mit Direct-Outs, oder auch nur mit einigen Subgruppen) spielt, einfach mit Mehrspur mitschneiden. Mehrspur, um hinterher die Verhältnisse der Instrumente nochmal etwas nachregeln zu können: Hier ist es auch schön, wenn man auf 2 Spuren noch Raummikros mitaufnimmt, um auch etwas von der Livestimmung im Saal miteinzufangen. Grüsse, Gitarrenruebe

mist, war 'ne minute zu spät...
wie sieht's denn im video-bereich aus ? was gefällt euch da am besten ?
 
gitarrenruebe
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wie sieht's denn im video-bereich aus ? was gefällt euch da am besten ?[/QUOTE]

Bei DVDs sollte man nicht zu weit verzweigte Menus aufbauen; Veranstalter wollen schnell zum Wesentlichen kommen und sich nicht erst durch lange Menus suchen müssen. Weiter sollten nicht zu viele Schnitte erfolgen, i.d.R. ist es sinnvoll, mit zwei Kameras zu arbeiten; Kamera 1 für die Totale mit wenig Bewegung und nur ab und zu einer leichten Zoomfunktion, Kamera 2 sollte mobil sein und die Feinheiten auf der Bühne festhalten. Beim Schneiden sollte jemand von der Band dabei sein, um evtl. wichtige Dinge aus Sicht der Band auch mit auf das Filmmedium zu bekommen; vergesst nicht, Eure Kontaktdaten im Menu zu hinterlegen, iss ganz wichtig. Grüsse, Gitarrenruebe
 
 

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