Avid auf dem absteigenden Ast?


A
Anonymous
Guest
oder schon im Sturzflug?
http://ir.avid.com/releasedetail.cfm?ReleaseID=688345

M-Audio wird wieder verkauft, Pinnacle auch, dazu 20% Personaleinsparungen.
Marketingmäßig wird dass als Weg verkauft um aus Avid eine "more focussed und agile company" zu machen.
Da darf doch die Frage erlaubt sein, was die vorher waren?
Die Antwort kann sich wohl jeder selbst geben, der sich mit Avidrum gequaelt hat.
Ich bin jedenfalls mehr als froh, dass ich mein Pro Tools Geruempel schon vor Jahren verkauft habe.
 
Woody
Woody
Well-known member
Registriert
16 April 2003
Beiträge
2.895
Lösungen
2
Ort
Köln
Pfaelzer schrieb:
Aber es ist nach wie vor so, dass Plugins für ProTools (ich rede hier von der TDM-Variante) das Dreifache kosten, sehr wenig fremde Controllerhardware unterstützt wird, die LE-Version war auch lange Zeit hardwaregebunden etc.
Kein Mensch investiert mehr 20.000€ in ein PT-System, wenn er die gleiche Leistung auch für 6.000€ hostbestützt plus DSP-FX haben kann (aus den gleichen Gründen ist der MacPro im Studiobereich auf dem Rückzug: Nicht weil er schlecht wäre, aber man bekommt halt die gleiche Leistung für deutlich weniger Geld).

Dennoch wird PT auf die ein oder andere Art überleben, schließlich ist es schon ein Standard...

Naja, mit der Veröffentlichung von Pro Tools Native ist natürlich auch ein Argument für M-Audio Hardware weggefallen, die ja bisher als glorifizierter Dongle diente.
Wobei PT Native auch erstmal eine Reaktion auf Cracks war, die plötzlich ohne Hardware liefen, und die Entrüstung über die künstliche Hardwarebindung nicht mehr zu ignorieren war.
Avid muss also im Bereich Audio-Interfaces plötzlich mit MOTU, Apogee und Konsorten konkurrieren, da nicht mehr eine M-Box oder ein 003 an jeder Kopie von Pro Tools hängt.

Dass Apple und Logic auf dem absteigenden Ast sind, hat wohl mehr mit Katastrophalen Marketingentscheidungen zu tun.
Der Mac Pro stand zwischenzeitlich gänzlich als Produktreihe zur Diskussion,
die (iirc) G4-Serie hat furchtbar gezickt, dazu kommt das Gezerre um Firewire und Schnittstellenstandards...
Alles keine Entwicklungen, die es einem leicht machen, sich dauerhaft auf Apple-Hardware festlegen zu wollen.
Dazu ist seit Logic 8 der Kurs Richtung Prosumer gesetzt, bunte GUIs und nahtlose Integration in die bunte iWelt...
Mal sehen, was Logic X wird,
für Final Cut war es ja das Ende als wirklich professionelle Video-Software...


Es bleibt spannend.

Viele Grüße,
woody
 
A
Anonymous
Guest
Ich glaube, Pro Tools Native war eher der müde Versuch, noch mal das Ruder rumzureißen.
Wie Pfaelzer schon richtig bemerkte, war der Grund der Pro Tools-Dominanz nicht die Tatsache, dass das die Software nun wirklich viel konnte, oder komfortabler war als Cubase und Logic.
Der einzige Grund war doch wirklich die Systemperformance der DSP-Systeme.
Das einzige Argument für LE und M-Powered war für mich, dass man kleine Schnitt- und Editplätze kosteneffizeint ausstatten konnte, ohne gleich wieder 20.000 Euro versenken zu müssen.
Für Drum- und Vocaledits muss ich nicht vor 'ner großen Konsole sitzen.
 
 

Oben Unten