Bogner


ollie
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Hi Gitarrenfreaks,

bin auf der Suche nach em "ultimativen Amp/Combo".
Stilrichtung: Andi Timmons, Satriani, Van Halen, Gary Moore, Steve Lukather. Brauche aber auch einen vielseitigen Amp für Rock/Pop Coverband. Hänge derzeit noch beim Marshall TSL 100 fest und habe alternativ folgende Amps inspiziert:
Peavey JSX
Koch multi + powertone
Engl Powerball

Über sehr viele Biographien bin ich auf den Bogner Exstacy und den Bogner Shiva aufmerksam geworden. Da es nur wenige Geschäfte in Deutschland gibt, die diese Edelteile anbieten, würde ich mich über ein kurzes Feedback freuen, wenn jemand über selbiges verfügt :)!
(bevor ich eine weitere Reise antreten muss)....
Ich habe mir dazu alle im Internet auffindbaren Soundbeispiele angehört und mich erinnert der Sound sehr stark an Richie Kotzen, gefällt mir ausgesprochen gut....Spielweise, etc. dürfte nicht das Problem sein...

Ich möchte auch gerne mehr Geld investieren...ich möchte, wie gesagt eine wahre Perle - und irgendwie ist die bei den o.g. noch nicht dabei, wenn auch der Koch schon ziemlich optimal ist....

Vielen Dank und schöne Feiertage

Ollie
 
C
Christof
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Bogner Shiva fällt für Dich wahrscheinlich aus. Zuwenig Gain, aber supergeiler Clean-Kanal mit noch besserem Hall.
Der XTC ist sicher eine gute Wahl neben Diezel zB. Schau Dir mal den Herbert oder Einstein an. Aus Deutschen Landen frisch auf den Tisch, teuer aber gut.

Und sonst so?
Soldano?
Mesa Lonestar (Timmons)?
Mesa Roadking?
Marshall?
Rivera?

Es gibt so viel....

Zu den Koch Teilen kann Dir der Doc sicher eine Menge sagen....
 
ollie
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Hi Christof,

der Amp muss nicht von Haus aus mit extremen Hi-gain Sound aufwarten. Ich spiel beim TSL 100 max. Gain auf 12.00 Uhr + Ibanez TS 9.

Marshall will ich nicht mehr. Ich habe früher einen 800er dann einen 900er und jetzt den 2000er - der vielleicht Vielseitigste und einzige mit einem annehmbaren Cleansound. Ich kann Marshalls nicht mehr hören...
Rivera habe ich 2 Combos gecheckt (frag mich nicht welche) waren nicht mein Fall. Brunetti habe ich auch angespielt, hat im Vergleich zum Koch deutlich verloren. Mesa kenn ich nur die Mark IV und die Rectifier Geschichten und gefallen mir eigentlich nicht so. Der Boogie Sound ist mir zu nasal....Allerdings müsste man sich damit mehr auseinandersetzen...

Vom Timmons habe ich gelesen, dass er die Laney VH 100 spielt. Den hab ich z.B. noch nicht getestet.

Wenn der Shiva eher auf Clean ausgelegt ist, kommt er für mich in der Tat nicht in Frage. Der Exstacy steht mit 4700 € fett da. Ich denke 3.000 € müssten für einen exklusiven Amp reichen. Vor kurzem ging einer bei Ebay für 2.300 € raus...das wärs natürlich gewesen.

Ich kann derzeit nur checken, was es bei mir vor Ort gibt.....Der nächste Großhändler ist der Thoman bei Bamberg und das ist knapp 200 km von mir weg.

Welcher von den Boogies ist denn besonders zu empfehlen?
Wie klingt der Hughes and Kettner Triamp?
Ich möchte nur keinen Stereoanlagen Amp der alleine super bespielbar ist und geil klingt, aber dann im Bandgefüge im klassischen LINE 6/Switchblade Gedumpfe "klanglos" verschwindet.... ;-)

Grüße
ollie
 
C
Christof
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Hallo Ollie,

der Suhr OD-100 fällt mir noch ein. Selber nie gespielt, aber alle scheinen begeistert zu sein und er fällt in Deine Gewichtsklasse, äääh, finanziell versteht sich. Oder der neue Egnater Modulamp.... www.indoorstorm.com anklicken, da gibt es ein paar Video- und Audiofiles von beiden Amps.

Der Shiva klingt zu "dunkel", hat nicht den richtigen Biss, finde ich. Es sei denn Du willst Classic Rock und Blues, dann geht da was ....
 
doc guitarworld
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Hi Ollie,

ob Du 4000 Euro und mehr ausgeben magst, mußt Du wissen ;-)

Die Koch Amps sind phantastisch, der Multitone setzt sich gut durch,
schwimmt klanglich locker bei den 4000 Euro Boliden, kostet aber
nicht nur ein Eckchen weniger. Fender Deluxe Reverb inspirierter
Clean, British Crunch und California Liquid Gain sind kein Problem :)

Andy Timmons spielt den 4-Kanal Laney, der ebenfalls einen Test wert ist.
 
muelrich
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ENGL Souvereign 2x12

Vier Kanäle, zahlreiche Schaltoptionen, zwei Einschleifwege, zwei Mastervolumen, alles Midi-Steuerbar....das ganze für ca. 2100.

Von Preis-Leistungsverhältnis her kenne ich aktuell keine Alternative (incl. Midi, wohlgemerkt)

Aber ohne anchecken wirst du wohl nicht zum Ziel kommen.
Wenn Du über eine derart große Ausgabe nachdenkst, nimm dir nen Tag Urlaub und fahre testen.....

Eine für Dich, Deine Ohren und Deinen Geschmack 100percent zutreffende Antwort wirst du hier nicht bekommen können....
 
A
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Hallo!

Eine Empfehlung meinerseits wäre auch (ich weiß, ich schreib das immer wieder,-)) ein Steavens Poundcake. In einer 100er Version mit 6L6 kommt er dir wohl eher entgegen, wenngleich er einen grundsätzlich britischen Charakter hat.
4 Sounds und verschiedene Modi runden das Paket ab, die Verarbeitung ist vorbildlich. Leider nur noch gebraucht zu bekommen (obwohl er ja angeblich noch bauen soll, habe aber schon lange nix mehr gesehen), und das leider selten. Preise variieren nach Jahreszeit habe ich das Gefühl. 100er gehen zwischen 900-1800€.
www.steavens.com

Zum Thema Soldano: der einzige Mehrkanaler ist ja imho der Decatone, zu dem kann ich nichts sagen, außer, dass er teuer ist,-))
Allerdings zum SLO-100 und dem Hotrod 50: zu teuer für das gebotene, die Verarbeitung ist für die Preisklasse imho nicht akzeptabel, wenngleich ich auch nur ältere Modelle kenne, hat sich ja vielleicht was getan. Soundlich geht es tendentiell auch eher in die Marshall Ecke, wenngleich das nur Tendenzen sind, wie gesagt. Der HR50 ist ein Hardrock Amp par excellence, auch Bluessounds sind brauchbar. Clean? Nö.
Da hat der 100er schon mehr zu bieten (je nachdem welche Ausführung man hat, also Scoop oder nicht, 2 Kanäle etc.etc.), er wirkt im Vgl. zum HR50 irgendwie voller und direkter, als wenn ein Schleier weg wäre.
Aber mit einem Bogner ist das Teil nicht zu vergleichen, dafür ist er zu erdig imho.

Brunetti fiele mir noch ein, wobei ich die in der Regel sehr harsch finde (den Diezel übrigens auch, aber ist halt Geschmackssache), dafür aber gut und clever konzipiert.

Mein Senf

Viel Glück!
 
A
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ollie":25prxojf schrieb:
Brauche aber auch einen vielseitigen Amp für Rock/Pop Coverband.

Hast Du mal über ein Racksystem nachgedacht?

Ein oder mehrere gute Preamps und dann in eine VHT-Endstufe z.B.?
Oder Boogie Triaxis mit einer 2:90?

Bei guten - und vor allem abgestimmten - Komponenten verlieren die auch nicht an irgendetwas, bloß weil das Kabel zwischendrin ein paar Zentimeter länger ist und über zwei Klinkenbuchsen läuft.

Ich habe seit langer Zeit gute Erfahrungen mit solchen Lösungen und die Vorteile liegen auf der Hand.
 
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mad cruiser":3ogn6szf schrieb:
ollie":3ogn6szf schrieb:
Brauche aber auch einen vielseitigen Amp für Rock/Pop Coverband.

Hast Du mal über ein Racksystem nachgedacht?

Ein oder mehrere gute Preamps und dann in eine VHT-Endstufe z.B.?
Oder Boogie Triaxis mit einer 2:90?

Bei guten - und vor allem abgestimmten - Komponenten verlieren die auch nicht an irgendetwas, bloß weil das Kabel zwischendrin ein paar Zentimeter länger ist und über zwei Klinkenbuchsen läuft.

Ich habe seit langer Zeit gute Erfahrungen mit solchen Lösungen und die Vorteile liegen auf der Hand.

In dem Fall empfehle ich natürlich die 19" Komponenten von Steavens,-)))
 
ollie
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@ mad Cruiser:
ich habe ca. 5 Jahre Rack gespielt (bin ja letztlich auch bald ein alter Hase...mit meinen Bald40). Seinerzeit ein Soldano SL 77, Mesa Boogie 295 Simul Class und ein Yamaha Effekt dazwischen. War gut, aber im Vergleich zum Amp viel zu dünn und scharf. Es fehlte einfach das ganze Pfund untenrum.

zum Soldano:
Ich habe mit dem SL 100 (der damals schon 6000 DM gekostet hat) 2 CDs eingespielt und war sehr zufrieden. Es ist aber letztlich nur 1 guter Solosound, clean k.v......Ich habe zur selben Zeit auch einen matchless verwendet (beide leihweise) aber hier kam ich natürlich bei den Soli arg in Gainbedrängnisse.... Ich spiele viel legato und ohne Gain ist das nicht wirklich lustig....

Den Steve Stevens Amp kenn ich jetzt gar nicht.

Bei den Mesa Amps habe ich immer das Gefühl, sie wollen einen senkrecht den Schädel spalten...die sind mir zu direkt und zu scharf....Vielleicht sollte ich auch über die Cabinetts nachdenken, derzeit fahre ich die klassische Mesa Rectifier Box....

Es ist die richtige Mischung aus Präsenz, Wärme und Vielseitigkeit die ich suche...

Wie ist die Meinung zum Satriani JSX?
 
A
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Hallo,
das kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Ich hab den 6100LM und kann ihn nicht mehr hören.
Falls ich ein bißchen was auf der Seite hätte, würde ich mich für einen Randall entscheiden. Wie war noch gleich die Bezeichnung? RM100 oder so ähnlich. Da kannst Du dir verschiedene Module in das Gehäuse stecken. Im Moment gibt es so um die 15 Stück (eine Bogner- Simulation ist auch im Angebot). Einige von denen habe ich ausprobiert und war begeistert. Ich persönlich fand den Amp extrem vielseitig und er hat mir klanglich sehr gut gefallen.
Um es besser einordnen zu können: Mit einem Savage 120 könnte ich auch sehr gut leben. Allerdings kenne ich nur das alte Modell.
Gruß Jan
 
ollie
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Johnny_Thul":3lhv6ruc schrieb:
ollie":3lhv6ruc schrieb:
Den Steve Stevens Amp kenn ich jetzt gar nicht.

Hi Ollie!

Das ist kein Signature Amp von Steve Stevens sondern ein SteAvens, gebaut von Bernd Stephan.

Mach's gut!

das hab ich mittlerweile durch "Nachforschungsarbeiten" bemerkt.
Schade aber auch. Den Sound vom Stevens auf Atomic Playboys (mit das beste was gibt) hätte ich natürlich schon gerne gehabt. :)

Wer mich neugierig macht ist der Lonestar von Mesa....den muss ich mal hören! Diezel ist, glaube ich, eher son Metal Gerät - was nicht unbedingt meines ist!
 
A
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Auf der letzten Musikmesse habe ich einen Koch Amp mit ca. 2 Millionen Reglern und Kippschaltern gesehen und gehört. Damit ging jeder Sound und sogar richtig gut. Das war aber ein Vorserienmodell und ich habe keinen Plan, wie das Teil heißt und was es kostet. Wenn ich nicht so eine Knöpfchenallergie hätte, wäre ich längst in Holland gewesen und hätte die Männer so lange genervt, bis die mir einen verkauft hätten.

Gruß
Joe
 
univalve
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Keihin":2ojnuhv0 schrieb:
Falls ich ein bißchen was auf der Seite hätte, würde ich mich für einen Randall entscheiden. Wie war noch gleich die Bezeichnung? RM100 oder so ähnlich. Da kannst Du dir verschiedene Module in das Gehäuse stecken. Im Moment gibt es so um die 15 Stück (eine Bogner- Simulation ist auch im Angebot). Einige von denen habe ich ausprobiert und war begeistert. Ich persönlich fand den Amp extrem vielseitig und er hat mir klanglich sehr gut gefallen.
Den RM100M habe ich gerade über eine 4x12" von Diezel gespielt. Das Modul Blackface ist ganz ok, aber nicht mein Traumcleansound - zu bedeckt, statisch, undynamisch. Ich finde auch, dass sich der Amp mit Pedalen (Boss SD-2 und BJF Baby Blue) nicht sonderlich toll verträgt. Da habe ich schon besseres gehört.
XTC Modul (Bogner Klon) ist sehr cool. Wäre vielleicht was für Dich (also Ollie ist gemeint ;-) )
An das dritte kann ich mich vom Namen her nicht erinnern, war aber der Rectifier Klon. Mit einer 7-Saitigen oder mit Dropped C kommt das beim Rectifier deutlich besser rüber. Da hängt der nach. Kann sein, dass es an der Modulabauweise liegt. Sei aber nur am Rande erwähnt...
Außerdem gibt es Verzögerungen beim Umschalten. Aber das Antesten könnte sich vielleicht lohnen. Zumal es ja einige Module gibt und man da vielleicht das besser auf einen selbst abstimmen kann --> http://www.randallamplifiers.com/produc ... odules.asp

Preislich bisste da so ungefähr bei 1800.- EUR.

greetz
univalve
 
frank
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ollie":1ivyriq6 schrieb:
@
Bei den Mesa Amps habe ich immer das Gefühl, sie wollen einen senkrecht den Schädel spalten...die sind mir zu direkt und zu scharf....

Hi Olli,

ich habe da eine Idde, was Du meinst. Ich mag verschiedene Mesa, namentlich den Recti auch nicht leiden.
Und doch habe ich beide Lonestar und sie bieten mir "die richtige Mischung aus Präsenz, und Wärme".
Vielseitigkeit? Nun ja, auch das ist mit den Lonestar möglich, bedarf aber einiger Einstellarbeit. Da ist Geduld gefragt und das fängt schon beim Testen an.

Wenn Du mehr zu den Lonestar lesen willst, schau ins Equipment. Da habe ich sie eingestellt.
 
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ollie":1wec8x3s schrieb:
@ mad Cruiser:
Bei den Mesa Amps habe ich immer das Gefühl, sie wollen einen senkrecht den Schädel spalten...die sind mir zu direkt und zu scharf....

Es ist die richtige Mischung aus Präsenz, Wärme und Vielseitigkeit die ich suche...

Wie ist die Meinung zum Satriani JSX?

Zu den Mesa-Amps teile ich Deine Meinung, die sind mir auch zu nasal und die Rectis zu spitz.

Den JSX mochte ich nicht, hab ihn mal probegespielt im Vergleich mit dem ENGL Special Edition. Der Engl hat mir eindeutig besser gefallen, sehr vielseitig aber auch sehr viele Knöppe. Egal ob Clean oder Hi-Gain, hat mir alles gefallen. Auch die Wärme des Tons auf allen Kanälen, besonders im Chrunch-Bereich ...ich fands schön.

Da der Engl SE aber ca. 3000 Euro kostet, hab ichs gelassen und im Ausverkauf den Savage Special Edition für 1600 Euro genommen, da ich den nur für zuhause brauche. Live hab ich ja meine alten Engl Straights.

Wenn Du aber 3000 Euro für nen neue Amp hinlegen kannst und willst, würde ich den mal testen.

Als Box für den Engl rate ich zu einer Mischbestückung aus Vintage30 und G12H30, da der V30 allein für meinen Geschmack zu mittig klingt. Bin da wohl sehr empfindlich. Bei anderen Amps sind auch die V30 allein ganz ok. Der alte Straight mag die V30 nicht gern, da nehme ich normale 75er Celestions inner Marshall 2x12 und rechts und links zwei 1x12er für die Effekte.

Von allen Mesas hat mir der DC5 am besten gefallen (Vorgänger der Rectis). Der ist auch clean ganz gut und Gain ist auch genug da. Er klingt aber irgendwie nicht typisch nach Mesa finde ich.

Fazit:

Hab Deine aktuellen Gitarrensounds mal auf Deiner HP gehört, der Engl wird vermutlich gut passen und hat locker genug Gain für die Legatos. Bin ich auch drauf angewiesen, da ich gerne Tappe, obwohl das auch clean gut geht, mit nem alten Boss-Compressor davor ists aber deutlich einfacher.

Teste den Engl SE und auch die Empfehlungen der anderen Mitglieder mal an, nimm aber Deine Box mit, wenn Du nicht unbedingt eine neue kaufen willst. Mit Box biste natürlich mit dem SE zusammen über 3000.
 
andi-o
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Hallo Ollie,

ollie":1vbxg0uo schrieb:
bin auf der Suche nach em "ultimativen Amp/Combo...

oh je!

Dir ist aber schon klar, dass der Bogner mit gut 3500 Euronen zu Buche schlägt? Das ist mehr als das doppelte, was die anderen von dir genannten Amps kosten. Dazu kommt, dass du beim Bogner, wenn du ihn zusammen mit einem ordentlichen 19" Multieffekt fährst (und ich würde sagen, das ist bei Vieseitigkeitsshows wie Cover-Mucke Pflicht), und alles über Midi steuern möchtest, noch das Medusa Kabel und einen externen Switcher brauchst - sonst ist Stepptanz mit Fussschaltern angesagt...Ein ordentlicher Switcher (z.B. Skrydstrup o.ä. kostet auch nochmal 400 - 500 Bucks).

Soll aber nicht heissen, dass der Bogner ein schlechter Amp ist, ganz im Gegenteil. (Ich würde dir ja einen Diezel VH4 empfehlen, aber ich bin befangen, da ich selber einen spiele ;-))

Zu den anderen Amps; der Powerball ist für meinen Geschmack ein Metal-Amp für sechzehnjährige Dropped-D Freaks -nein, nicht schlagen ihr lieben Engl-Fans ;-) , das Ding ist (nochmal: für meinen Geschmack) viel zu matschig, der Rectifier ist zwar tighter, aber die Zerre der Rectifier hört sich immer an, als wenn an der Frittenbude 10 kg tiefgefrohrene Pommes ins heisse Fett geschmissen werden, und beim JSX hab ich das Gefühl, das Ding wurde vor allem gebaut, um im Musikgeschäft, also bei relativ kleiner Lautstärke, gut zu klingen, bei Bandlautstärke wird der Sound dann irgendwie blechig. Ist aber alles höchst subjektiv, bestimmt werden viele Leute mit den genannten Amps glücklich...

Wenn du "ordentlich" Kohle investieren willst bzw. übrig hast, würde ich in der Diezel - Bogner Liga nachschauen. Nen Diezel, wenn's tight und heftig sein soll, nen Bogner, wenn du nen Amp suchst, der sich "von selber" spielt ... ;-)

Grüße,

Andreas
 
A
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hast du schon mal die diezel´s versucht?der einstein ist ja im vergleich zu den oben genannten amps relativ erschwinglich und meiner meinung nach klanglich top
gruß
 
ollie
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@all

vielen Dank für die sehr guten Tipps. Ich werde nächste Woche losstarten und auf Erkundungstour gehen. Letztlich liegts an mir, den Amp zu finden.

Midi ist für mich kein Thema. Ich spiel 4-5 Tretmienen und habe ein Intellifex eingeschliffen, dass ich nur für Solo-Delay Sounds hernehme, das ist ein Tastendruck....

Für mich muss der Amp primär auch im Studio gute Arbeit leisten, die Coverband ist nur eine von mehreren Geschichten. Aber natürlich auch gerade für die, wäre mir ein besserer clean und crunch Sound sehr willkommen.

Interessant ist auch die Bogner Anzeige, selbiger ging vor kurzem über Ebay für 2300 € weg....

Vielen Dank nochmals....
Ollie
 
ollie
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Hi,

wen es interessiert:
ich habe gestern beim Thomann einige Amps + Combos durchgecheckt.

Hier nur kurze Zusammenfassung:

1) Dietzel VH4 Amp: sehr gute, knackige Sounds. Der Higain Bereich etwas zu heavy für meinen Geschmack. Aber schon mal guter Einstieg.
2) Engl Powerball/Souvereign. Konnten mich beide von der Klanggrundcharakteristik nicht überzeugen. Man hat das Gefühl, es hängt ein Schleier über dem Lautsprecher. Hier habe ich die Befürchtung, dass der Ton im Bandkontext an Durchsetzungskraft stark verliert.
3) Mesa Lonestar. Clean klingt er hervorragend, angezerrt auch, bei mehr Gain hatte ich das Gefühl auch in Stegposition mit meiner Tom Anderson immer mit dem Hals Pickup zu spielen. Das war mir zu schwammig. Sicherlich auch eine Frage der Einstellung.
4) Switchblade: ein Versuch war es Wert. Klingt aber in meinen Ohren nicht nach Röhre, sondern nach Modelling. So wie ich das verstanden habe, sind da beide Welten zusammengeführt. Der metallische Klang des Ultrasounds gefällt mir nicht.
5) Rivera Fandango: hat mir nicht gefallen. Schneidender Clean/Crunch, blechender Gain....(war nur der erste Höreindruck, aber der entscheidet mit)!
6) Peavey JSX: gefällt mir im Ultrabereich hervorragend. Leider klingt der Crunch im Prinzip genauso, nur etwas weniger gain. Der Clean ist ein bißchen mau..... Das hohe Sustain im Ultra ist natürlich spielerisch verführerisch, lässt aber ähnliches Durchsetzungsverhalten wie beim Engl erwarten.
7) Koch Power - und Multiton: die beiden, v.a. letzterer sind aus meiner Sicht die klaren Gewinner. Sie haben beide eine erstklassigen Clean und Crunchsound und einen sehr warmen, druckvollen und dynamischen Hi Gain sound. Der Multiton klingt noch etwas weicher und wärmer. Der Powertone hat etwas mehr Aggressivität. Bei beiden ist aus meiner Sicht die Blutgrätsche zwischen sehr gutem Clean und sehr gutem Zerrsound am besten umgesetzt. Der Amp komprimiert im Gain Bereich auch, lässt jedoch die Dynamik nicht vermissen. Er ist gut bespielbar, deutlich besser als mein Marshall TSL 100, bei dem das Spiel zu oft in Kampf ausartet - ausser man dreht die Ksite voll auf und hat ein Band im Kreuz....
Der JSX klingt vom Grundcharakter ähnlich wie der Koch (ich habe sie ca. 10 mal direkt miteinander verglichen) und habe mich dann insgesamt für die Offenheit und bessere Cleanqualität des Koch Multitone II entschieden. Kostet als Combo knapp 2.000 Euronen.... der Combo ist fair (aber schwer)....Für mich war noch die Frage: Amp oder Combo? Ich denke, dass der Combo bei vielen Gigs ausreicht und ich damit zusätzlich einen guten C. für zu Hause habe. Ich hab zwar noch ne 2 x 10er Box, bin mir aber sicher, dass der Combo besser klingt....

Dazu habe ich (ist zwar O.T.) die neue Steve Morse angetestet und mir hat es hinsichtlich Verarbeitung, Soundvariabilität und Bespielbarkeit schier den Vogel rausgehauen.....
Ich habe so eine gelunge Fusion aus Strato und Telesounds noch nicht gehört. Ich kann nur jedem wärmstens empfehlen, das Ding mal anzuspielen.

ich musste auch feststellen, dass der Koch mit dieser Gitarre noch viel besser zur Entfaltung kommt, als mit meiner Tom Anderson Strat....

Ich weiß also was die nächste Anschaffung sein wird....
Mein Musikhändler hat mir gesagt, dass Music Man ordentlich den Preis anzieht und bei Neubestellung die Teile mittlerweile statt 1.900 jetzt 2.400 kosten. Hat da jemand Erfahrung oder war das ein netter Verkaufstrick?
 
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ollie":3gqzu7a2 schrieb:
Ich weiß also was die nächste Anschaffung sein wird....
Mein Musikhändler hat mir gesagt, dass Music Man ordentlich den Preis anzieht und bei Neubestellung die Teile mittlerweile statt 1.900 jetzt 2.400 kosten. Hat da jemand Erfahrung oder war das ein netter Verkaufstrick?

Puhh! Das wäre ein Anstieg um satte 25 %! Fraglich, ob sich die Dinger dann noch verkaufen, woll?
Aber ich habe keine Ahnung, möglich ist alles!

Ansonsten, Glückwunsch und danke, für deinen kurzen Abriss hier!


P.S: Fällt mir gerade ein! Ich glaube, der Verkäufer hat dich hinter´s Licht geführt. Es gibt nämlich 2 Modelle. Das alte hat wohl ´nen Listenpreis von 1.900 und das neue einen von 2.900. Wohlgemerkt Dollar. Die werden in USA aber deutlich!! günstiger verkauft, so, dass sich eventuell ein Eigenimport lohnt. Das Problem ist natürlich das Antesten vorab.(Eventuell auch RoHS! Wie beknackt!) Aber die Quali bei MM ist eigentlich ziemlich konstant.

Kannst mal Checken bei Musiciansfriend.com . Ist sowas wie der Ami-Thomann.
 
C
Christof
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Na bitte, das sind doch mal Ergebnisse. Hmmmm, ich habe ja mal eher mäßige Erfahrungen mit den Koch Amps gemacht. Vielleicht sollte ich doch mal wieder, mit ein paar Jahren Abstand, so ganz unverbindlich, hmmm......

Zu der Steve Morse bzw. MusicMan im Allgemeinen: Die gehören zu den wenigen Gitarren, bei denen sich eine USA-Kauf noch wirklich lohnt. Deutlich billiger drüben. Und mit der (alten) Morse liebäugele ich schon ewig, aber irgendwie kam immer etwas anderes dazwischen. Tierische Gitarren!
 
 

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