Boutique, Vintage, Begriffsdefinitionen und Wahnsinn


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Da mir eben die Gitarre & Bass eines Freundes in die Hände gefallen ist und
da nun die Umwandlung eines Fender Bassman in einen "Boutique Amp" von
unserem aller Freund Pipper inszeniert und propagiert wird, würde ich doch
gerne einmal wissen wie der Durchschnitt hier den "Boutique-Amp" definiert
und zu dem Wahn steht, hinter vorzugsweise alten Instrumenten und auch
Bodentretern hinterher zu laufen und diese ganz allgemein als der Weisheits
letzter Schuß darzustellen.

Dazu sage ich mal, dass ich eine meines Erachtens gesunde Beziehung zu
neuen oder besser fortschrittlichen aber auch alten Instrumenten und altem
Equipment hege. In der letzten Jäger/Pipper Soap Opera haben auch einige von
euch deutlich gemacht was sie von dem schwadronieren über die 13. Obertonreihe
und dem auslassen von handfesten Fakten bzw. dem verbreiten von Voodoo halten.

Wenn ich nun also "Boutique-Amp" höre, denke ich in erster Linie an eine Fertigung in Kleinserie.
Das muss meiner Auffassung nach nicht mit Röhren ausgestattet und handverdrahtet sein oder
auch nicht irgendeinen altbackenen 60's Sound reproduzieren.

Findet ihr es nicht auch elendig nervig wenn ihr schon irgendwo etwas von Boutique Amps,
PTP, Handwired und Vintage lest? (Die Gitarrenmarke hier nun mal ausgenommen :D )
 
Piero the Guitarero
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UncleReaper":2w3tiw78 schrieb:
Wenn ich nun also "Boutique-Amp" höre, denke ich in erster Linie an eine Fertigung in Kleinserie.
Das muss meiner Auffassung nach nicht mit Röhren ausgestattet und handverdrahtet sein oder
auch nicht irgendeinen altbackenen 60's Sound reproduzieren.
Nö, dein geliebter Pearce G2r fällt für mich genauso unter Boutique.
Und da werkelt bekanntlich keine Röhre drin :cool:
 
Piero the Guitarero
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Pfaelzer":himmy71b schrieb:
So siehts aus....
aber mit dem Spruch "wir haben einen gut klingenden Verstärker gebaut; probiert ihn mal aus, ob er euch gefällt" verkauft man wahrscheinlich weniger Amps als mit irgendwelchen hochgestochenen Begriffen, die einem sugerieren, dass wenigstens das Equipment technisch hochklassig ist.
Siehe Vox AC 30 Handwired vs. Platine, ein klassiker was Marketing angeht.
Was hatten unsere Helden es doch damals einfach, die konnten sich aufs spielen
konzentrieren und haben sich wahrscheinlich halbsoviel wie wir mit Equipment-Vielfalt beschäftigt. :p
 
asatmann
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Ja, ich finde es nervig - Boutique scheint in erster Linie nicht zwingend mit gutklingend sondern eher mit hochpreisig assoziiert - meist noch in Zusammenhang mit arroganten Köpfen die dahinter stehen. Meist nicht sonderlich innovativ und nichts weiter als die Xte "verbesserte" Variante von irgendwas, was schon da war.

Wenn ich (in anderen) Foren lese, wie sich Leute für nen ArschvollGeld bestimmte Kondensatoren vom anderen Ende der Welt kommen lassen, um die Paula bis auf's letzte "authentisch vintage" zu gestalten, kommt mir das große Kotzen.

Es gibt andere, ganz klar. FranknTone baut nen herrlich innovativen Amp, der kostet dann halt auch. Dasselbe mit Guytron - die schreiben sich aber auch nicht Boutique auf die Fahne.

Bei Gitarren ist es ähnlich. Ich steh zugegebenermaßen nicht auf die großen Marken. Aber es gibt auch soviel kleine Hersteller die es so richtig auf dem Kasten haben - die zieh ich allemale vor und bekomme dafür ein Instrument, für daß ich keine Versicherung brauche - nein, ich kann es guten Gewissens zu ner Session tragen und spielen. Soviel zu ner gesunden Beziehung.

Es gibt genügend Kleinserienhersteller, die ohne den Boutiquestempel auskommen. "Boutique" ist für mich das "GTI"-Logo unter den Musikalienherstellern - eine Art Ersatzschwellkörper für Verkäufer und Käufer - zumindest ist es das geworden in den letzten Jahren und hat mit dem eigentlichen Begriff nichts am Hut.

Nur Schade, wenn es die wirklich Guten ins falsche Licht rückt.
 
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Piero the Guitarero":1cxjkixi schrieb:
Nö, dein geliebter Pearce G2r fällt für mich genauso unter Boutique.
Und da werkelt bekanntlich keine Röhre drin :cool:
Wenn ich mal einen Dedektiv bräuchte würde ich mich direkt an dich
wenden, alter Stalker. :p ;-) (Wie heißt mein neuer Kater? Na? Na? :) )
Als ich die Kiste damals gekauft habe waren mir Begriffe wie Boutique und
Vintage im Zusammenhang mit Gitarren und Equipment nicht allzu geläufig.

Später gab es ja noch einiges an Röhren und nicht-Röhrenequipment an dem
ich meine Finger hatte. Ob jetzt Earforce (noch bevor einschlägig bekannte
Musiker-Board User Hype betrieben haben *g*) Vintage Amp oder sonstwas.
Wobei da vieles auch etwas unnötig war und ich mit dem Geld besser meine
Freizeit gestaltet hätte. Für die Erkenntnis habe ich viel zu lange gebraucht.

Ich bräuchte bei Gelegenheit übrigens mal die Meinung eines unabhängigen
Musikhörers der mir sagt ob meine neuen Lieder gut, weniger gut oder evtl.
auch scheiße sind. :-D

Pfaelzer":1cxjkixi schrieb:
So siehts aus....
aber mit dem Spruch "wir haben einen gut klingenden Verstärker gebaut; probiert ihn mal aus, ob er euch gefällt" verkauft man wahrscheinlich weniger Amps als mit irgendwelchen hochgestochenen Begriffen, die einem sugerieren, dass wenigstens das Equipment technisch hochklassig ist.

p

Deswegen mag ich z.B. Firmen VHT/Fryette oder wie Visual Sound. Die bauen
ordentliche Amps/Treter, Visual Sound geizen nicht mit Fakten und betreiben
so und in praktischer Form (in YouTube gibt es diesen Pedalshootout) etwas
"Aufklärung". (Außerdem spenden sie angeblich einen Teil ihrer Einnahmen).

Hier sind sie ja..
http://www.youtube.com/watch?v=MOBn75-WN30&fmt=18 http://www.youtube.com/watch?v=bpTv2jAree8&fmt=18

Piero the Guitarero":1cxjkixi schrieb:
Was hatten unsere Helden es doch damals einfach, die konnten sich aufs spielen
konzentrieren und haben sich wahrscheinlich halbsoviel wie wir mit Equipment-Vielfalt beschäftigt. :p
Wie Wahr.

@asatmann
Der GTI Vergleich passt ganz gut. Danke. :)
 
Piero the Guitarero
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UncleReaper":uuxuhwzq schrieb:
Piero the Guitarero":uuxuhwzq schrieb:
Nö, dein geliebter Pearce G2r fällt für mich genauso unter Boutique.
Und da werkelt bekanntlich keine Röhre drin :cool:
Wenn ich mal einen Dedektiv bräuchte würde ich mich direkt an dich
wenden, alter Stalker. :p ;-) (Wie heißt mein neuer Kater? Na? Na? :) )
Ich kenn nur Judy, Minka und Loki :p Gibts da wen neues?
biggrin1.gif


Ich lese über "Boutique" mittlerweile drüber weg. Auch über die päpstlichen
Empfehlungen das man von den von dir erwähnten VHT Amps besser die
Finger lässt, weil Röhren auf der Platine, miese Massenproduktion etc.

Wenn ein Deliverance nach der Garantiezeit abraucht, na und, kauft man
halt nen neuen und hat immer noch Geld gegenüber dem Boutique Amp
gespart.
Zugegebenermaßen hab ich in meinem Leben nicht unbedingt immer "logisch"
gekauft. Da ist ne Menge "Fanboy" Equipment dabei (das ganze Mesa Zeugs)
Hätte ich mir auch sparen können :?
 
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UncleReaper":gezdtxfh schrieb:
Findet ihr es nicht auch elendig nervig wenn ihr schon irgendwo etwas von Boutique Amps, PTP, Handwired und Vintage lest? (Die Gitarrenmarke hier nun mal ausgenommen :D )

Nun ja, interessanter Fred zweifelsfrei ;-) Nervig finde ich diese Fachausdrücke nicht, da gibt es andere Sachen in den Medien die wesentlich nerviger sind. Ich überfliege das auch meist.

Wiki sagt: Boutique kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt kleines Geschäft und Kramladen.
Es ist halt auch ein Modewort unter uns Muckern geworden, eben für das nicht Alltägliche - nix von der Stange, oder Massenware. Ob das Produkt im Endeffekt dann wirklich besser ist :shrug:

Mittlerweile ist mir Point To Point, Handwired sowas von shitegal - Hauptsache das Material macht das was man möchte - es klingt und hält! :cool:
 
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Piero the Guitarero":3qkl54gd schrieb:
Ich lese über "Boutique" mittlerweile drüber weg. Auch über die päpstlichen
Empfehlungen das man von den von dir erwähnten VHT Amps besser die
Finger lässt, weil Röhren auf der Platine, miese Massenproduktion etc.

Wenn ein Deliverance nach der Garantiezeit abraucht, na und, kauft man
halt nen neuen und hat immer noch Geld gegenüber dem Boutique Amp
gespart.
Zugegebenermaßen hab ich in meinem Leben nicht unbedingt immer "logisch"
gekauft. Da ist ne Menge "Fanboy" Equipment dabei (das ganze Mesa Zeugs)
Hätte ich mir auch sparen können :?
Wenn er denn abraucht. So mancher teuere handverdrahtete Verstärker
ist sicher auch roadtauglich, zumindest wird es ihnen nachgesagt. Jedoch
werden viele wohl nur dann mal bewegt, wenn die Putzfrau das Ding zum
staubwischen hochhebt. Logisch waren viele meiner Käufe auch nicht.
Magman":3qkl54gd schrieb:
Mittlerweile ist mir Point To Point, Handwired sowas von shitegal - Hauptsache das Material macht das was man möchte - es klingt und hält! :cool:
Jop.
 
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UncleReaper":1f5aintp schrieb:
... würde ich doch
gerne einmal wissen wie der Durchschnitt hier den "Boutique-Amp" definiert ...

Moin moin.
Meine Definition "Butik-Amp":
- teuer
- kleine Auflage, kleiner Hersteller, dünnes Vertriebsnetz
- Handarbeit (zumindest vorgegegeben)
- die echte oder vorgegegebene Überzeugung der Hersteller, das Optimum oder zumindest etwas ganz Aussergewöhnliches im Angebot zu haben,
- verkaufstechnisch/werbemäßig wird meistens das Verkaufsargument "exklusiv, exzellenter Klang durch Handarbeit" benutzt
- Butikhersteller unterscheiden sich meiner Meinung nach von "normalen" Kleinserienherstellern mit Manufakturfertigung" dadurch, dass sie höhere Preise nehmen und ihre Ware stärker via "Exklusivität" und andere nichrationalen Argumenten an die Käufer bringen wollen

.... und zu dem Wahn steht, hinter vorzugsweise alten Instrumenten und auch
Bodentretern hinterher zu laufen und diese ganz allgemein als der Weisheits
letzter Schuß darzustellen.

Nun, alte Instrumente und Treter sind ja gar nicht das Thema. Das eine Thema sind doch meistens, alte UND rare/exklusive UND für Normalsterbliche fast unbezahlbare alte Instrumente/Treter.
Alte Gitarren habe ich auch, aber die sind weder exklusiv noch teuer.
Das andere Thema ist es, aus irgendwas den "letzten Schluss aller Weisheit" zu machen, und das ist fast immer banane, imho.

Alte Gitarren können Vorteile haben, rein wegen des Alter des Holzes. Aber daraus muss man weder einen Kult machen noch Gebrauchsinstrumente zu Luxusgütern für Zahnwälte werden lassen.


Findet ihr es nicht auch elendig nervig wenn ihr schon irgendwo etwas von Boutique Amps,
PTP, Handwired und Vintage lest? (Die Gitarrenmarke hier nun mal ausgenommen :D )

Butik per se hielt ich immer für Nepp (Ausnahmen stets ausgenommen), und Leute, die sich davon beeindrucken lassen und sich zu Hause sackteures Butik-Zeug hinstellen und sich deshalb für Superclever und die Soundgourmets schlechthin halten, erregen in mir eher Mitleid als Neid.
Die stehen für mich auf einer Stufe mit für-Voodoo-viel-Geld-ausgebenden Hifi-Highend-Freaks.

Ich weiss Handarbeit zu schätzen, ich weiss dass sie ihren Preis hat, Qualität ebenso, doch ich erkenne auch, wo die Grenze zw. angemessenem Preis für Handarbeit und Bauernfängerei mittels Voodoo ist. Ich hoffe zumindest, dies zu erkennen ;-) ...

PTP finde ich ist kein Nachteil (das gibt es schon ab 230 Euro bei Vollröhrenamps), Vorliebe für Vintageklang (Klang wie anno dunnemals) ist eine (nicht diskutable) Geschmacksfrage.
Das kann ganz o.k. sein, wohingegebn ich bei dem Butik-Voodoo-zum-Kult-Erheben regelmäßig Ausschlag bekomme und nicht weiss, ob ich lachen oder weinen sollen (lachen wegen der Doofheit mancher Leute, weinen aus dem selben Grund).

Hubs, hab' wieder mehr geschrieben als gewollt. Sei es drum.

Tschö
Stef
 
Woody
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UncleReaper":1tzcb3s3 schrieb:
Logisch waren viele meiner Käufe auch nicht.

Das ist genau der Punkt.
Musikequipment verkauft sich über Emotionen.
Es muß ne Strat sein weil "Eric Clapton (is GOD!) ja auch eine spielte"
Es muß ein Bluesbraker mit PTP und seltsamen Speakern sein,
weil "s.o."

Marketing im "U-Musik"-Bereich (mangels besserer Begriffe) läuft über den Traum vom Rockstardasein.
Guck Dir mal die üblichen Werbeblätter an (G&B, guitar,...), und speziell die Werbung.
Kein Vernuftargument.

Wer zum Teufel brauch heutzutage ernsthaft sackschwere Verstärker in Vorkriegstechnik?
Es gibt rational betrachtet viele handliche leichte und effiziente Alternativen, Sansamps, Axen, Vox LEs etc.
Mit einem leichten Aktivmonitor ist ein gut klingendes, robustes und gut kingendes Werkzeug am Start.
Aber man fühlt sich hat nicht in der Nähe von Hendrix, Clapton, Page, Rhoads, Hetfield, Munky...

Das gleiche gilt für Heimstudios, die man alle Naslang eingeredet bekommt.
Warum sollte man für eine Handvoll Dollar von jetzt auf gleich das können,
was Studio mit Abermillionen Euro an Equipment und Toningenieure mit zig Jahren Erfahrung schaffen?
Trotzdem wird einem permanent eingeredet, mit Protools oder Cubase LE und einer Mbox würde man automatisch zum nächsen Arctic Monkey.
Auch wenn man über 40, dick und häßlich ist.
Was im Popgewerbe als Kapitalverbrechen gilt.

So isset halt.
Und von nüchternen Fakten lebt auch keine Musikergazette.

Viele Grüße,
Woody
 
Piero the Guitarero
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Mir ist allerdings kein Hersteller bekannt der seine Produkte als "Vintage"
vermarktet und an den Mann bringt (b.z.w. versucht).

Meistens sind es begeisterte Schreiberlinge und Leute die halt so 'nen Spleen
haben. Witzig finde ich wenn man sich über diese geziehlt lustig macht und
die parodierten das auch noch toll finden ... bestes Beispiel:

2nti8fq.jpg



Ich ärger mich zugegebener Maßen wenn z.B. in der Werbung langhaarige
Metaller als geistig zurückgebliebene dargestellt werden :mad:

Vintage Freaks sind da scheinbar härter im nehmen.
 
physioblues
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Muss man denn in solchen Diskussionen immer alles versuchen, auf schwarz und weiß zu reduzieren und mit Vorurteilen zu untermauern ?

Das Schöne an Boutique Geschichten ist der Kontakt mit den Erbauern und das Abstimmen auf eigene Bedürfnisse. Sei es technische Ausstattung, farbliche oder klangliche.
Das gilt für Gitarren wie für Amps.
Und dazu ist eine sauber ausgeführte PTP in einem cleveren Schaltungslayout einfach servicefreundlicher.

Und zum Preis:
Ich glaube, dass gerade die großen Hersteller selber Schuld sind am Boutique Wahn. PRS hat ausser der ungewöhlich hohen Qualitätsstandards auch ungewöhnlich hhe Preise eingeführt, die Gibson und Fender gerne aufnahmen und ihre CSs und LE / Signature Modelle auf den Markt warfen. Bei solchen Tarifen kann ich mir auch eine Gitarre bauen lassen, beim Gitarrenbauer in seiner Boutique.
Bei den Amps heißt Boutique oft das Gegenteil von vintage. Während Fender möglichst immer wieder RI von alten Kisten auf den Markt bringt, haben die kleinen Ampschmiede, die meistens aus der Reparatur/Tech.Szene kommen, durch ihre Tätigkeiten gelernt, wo die Schwachstellen bei gewissen Modellen sind. Sei es im Schaltungskonzept oder auch in der Qualität verbauter Teile.
Und auch da gilt, dass die großen Hersteller nicht unbedingt billiger sind.
Wenn ich einen Boogie F50 und eine PRS Custom 22 spiele, ist es normal, über 4K dafür hinzulegen. Wenn ich einen Valvetech mit Baldringer DualDrive und eine schlicht gehaltene Kraushaar dazu spiele, liege ich vom Preis nicht viel drüber, habe aber mehr Spaß am Einkauf gehabt und bin Qualitativ sicher nicht schlechter unterwegs. ( Nur ein Beispiel, bitte nicht mit " klingt aber anders etc." kommen. )
 
Woody
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Piero the Guitarero":3brq5adx schrieb:
Mir ist allerdings kein Hersteller bekannt der seine Produkte als "Vintage"
vermarktet und an den Mann bringt (b.z.w. versucht).

öhhm, "Vintage Guitars" ?
 
univalve
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Es gibt von jedem Boutique-Hersteller einen 5E3 Clone günstiger als von Fender selbst.

greetz
univalve
 
physioblues
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Woody":26ajpek7 schrieb:
Wer zum Teufel brauch heutzutage ernsthaft sackschwere Verstärker in Vorkriegstechnik?
Es gibt rational betrachtet viele handliche leichte und effiziente Alternativen, Sansamps, Axen, Vox LEs etc.
Mit einem leichten Aktivmonitor ist ein gut klingendes, robustes und gut kingendes Werkzeug am Start.
Aber man fühlt sich hat nicht in der Nähe von Hendrix, Clapton, Page, Rhoads, Hetfield, Munky...


Viele Grüße,
Woody

Da muss ich dir widersprechen.
Ich habe es lange überlegt, eine Axe zu kaufen. Aber selbst mit leichtem Aktivmonitor, der wenn er was taugen soll, aber so leicht nicht ist und so billig auchnicht (!), ist es mehr Geraffel als mein relativ leichter Einkanaler mit Board. Und billiger ist es auch nicht.
Meiner Meinung nach ist eine AxeFx sinnvoll bei InEarMonitoring und Studios.
Wieviel Sounds brauhct man denn wirklich ?
Das Selbe in Grün !
Da wird geworben mit den unendlichen Möglichkeiten, die einem solche Systeme bieten. Ist das Praxisbezogen ?
Viele ertrinken doch in ihrer Programmiererei und kriegen keine zwei vernünftigen Sounds hin.. Aber die Werbung hat funktioniert. Nur dieses mal in die andere Richtung. Alles alte ist pauschal Scheiße, weil nur die neue Technologie ist super .
Vorkriegstechnik.
Auch so ein gern benutztes Totschlagargument.
Das Rad ist noch älter und wird immer noch benutzt !

Es geht ja auch gar nicht speziell um die Technikfrage hier, sondern um Boutique etc.
 
Piero the Guitarero
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Woody":2pwxrlq2 schrieb:
Piero the Guitarero":2pwxrlq2 schrieb:
Mir ist allerdings kein Hersteller bekannt der seine Produkte als "Vintage"
vermarktet und an den Mann bringt (b.z.w. versucht).

öhhm, "Vintage Guitars" ?

öhhm, ohne Scheiß: Kenn ich nich und kam mir deshalb nicht in den Kopf :p

Ich dachte sowieso die ganze Zeit an Amp Manufakturen.

Echt Vintage von Larry Amplification.... nee

Echt Vintage von Mueller Amplification ... auch nee

Echt Vintage von Roccaforte .... neee

Echt Vintage von Ceriatone ....

usw usf
 
Woody
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physioblues":8m7011q2 schrieb:
Da muss ich dir widersprechen.
Ich habe es lange überlegt, eine Axe zu kaufen. Aber selbst mit leichtem Aktivmonitor, der wenn er was taugen soll, aber so leicht nicht ist und so billig auchnicht (!), ist es mehr Geraffel als mein relativ leichter Einkanaler mit Board. Und billiger ist es auch nicht.

Nuja. Ich habe mir vor bald 15 Jahren eine 19"-Vorstufe gekauft.
Eigentlich wollte ich einen PSA1 kaufen, und dann gab es da im im Laden eine gebrauchte Soldano SP-77, für das gleiche Geld.
Womit bin ich da raus gegangen?
Genau. Hey, es ist ja schließlich Soldano.
Jetzt habe ich eine Coverband, wo ich eine große klangliche Bandbreite abdecken muß.
Ich habe tagelang gegrübelt, wie ich aus den zwei Kanlälen die benötigten Sounds herausbekomme,
hab dann sogar über den tc nova drive nachgedacht, ein MIDI-steuerbares Overdrive-Pedal, bis ich dann feststellte, daß das völlig Gaga ist, eine solche Krücke für 250€ anzuschaffen, wenn es für ca 350-400€ einen PSA1.1 auf ebay gibt.
Die SP-77 muß zur Finanzierung gehen.
Und schon bin ich wieder da, wo ich vor bald 15 JAhren hätte stehen können.

Dazu ist jetzt die Axe auch nicht die alleinige Alternative.
Es gibt z.B. die Sansamps, dabei die Classic Serie, das ist jeweils ein Amp für ca 160-180€.
Ud die Axe ist immer noch weitaus billiger als ein beliebiger Mesa-Amp mit einem mächtigen Effektgerät.
Mit einem Roadking II im Paket mit einem G-Force wären wir dann auch bei 4864€.
Ohne Box, wohlgemerkt.
Das Ultra mit dem teuersten Aktivmonitor vom T. kostet ca 4500€.
Da nimmt sich eine Axe günstig aus.
Rein nüchtern wirtschaftlich betrachtet.


physioblues":8m7011q2 schrieb:
Meiner Meinung nach ist eine AxeFx sinnvoll bei InEarMonitoring und Studios.
Wieviel Sounds brauhct man denn wirklich ?

Ich bin derzeit bei drei Clean und vier Zerrsounds, jeweils mit unterschiedlichen Effekten.
Zeig mir einen kleinen Amp, der das ohne großes Drumrum mitmacht.
Und ja, In Ear und frequenzkorrigierte Line-Outs sind langfristig für mich unerlässlich.
Die GI-100 geht jetzt auch wieder zurück zum großen. T.

physioblues":8m7011q2 schrieb:
Da wird geworben mit den unendlichen Möglichkeiten, die einem solche Systeme bieten. Ist das Praxisbezogen ?
Viele ertrinken doch in ihrer Programmiererei und kriegen keine zwei vernünftigen Sounds hin.

Jepp.
Aber das ist ja auch ein Scheinargument.
Die meisten Gitarristen sind doch damit überfordert zwei vernünftige Sounds mit beliebigem Equipment hinzubekommen.
Ich bin da ein Beispiel. :)
Dazu kommt, es muß niemand sich eine Axe kaufen, um ein paar praxisfähige Sounds über ein FRFR-System verfügbar zu haben. s.o.
Für unter 200€ gibt es das Tonelab ST, was für die meisten Anwendungen völlig ausreichen sollte, oder s.o.
Und es gibt genug Röhren-Verstärker mit ausreichend vielen Potis, Knöpfen, Taster und Schalter um den durschnittlichen Blues-Junior-User in den Wahnsinn zu treiben.
Findest Du sowas mit der Rückseite intuitiv bedienbar und anwenderfreundlich?
Nicht zu vergessen die Bedienung eines weiteren Effektgerätes, um eine in etwa vergleichbare Soundvielfalt wie ein Axe bieten zu könen.

physioblues":8m7011q2 schrieb:
Aber die Werbung hat funktioniert. Nur dieses mal in die andere Richtung. Alles alte ist pauschal Scheiße, weil nur die neue Technologie ist super .
Vorkriegstechnik.
Auch so ein gern benutztes Totschlagargument.
Das Rad ist noch älter und wird immer noch benutzt !

Es geht ja auch gar nicht speziell um die Technikfrage hier, sondern um Boutique etc.

Pff.
Es soll ja jeder benutzen, was er will, wenn es ihn glücklich macht.
Aber dieses ganze Boutique/Vintage/Voodoo/Handwired-Bohei ist rational betrachtet kompletter Unfug.
Aber das will in einem Gitarrenforum ja neimand lesen.

Viele Grüße,
Woody


[size=x-small]eor[/size]
 
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Aber das will in einem Gitarrenforum ja neimand lesen.[/b][size=x-small]eor[/size]

Aber genau das sehe ich anders. Im Gitarrenforum sitzen die Leute mit viel Erfahrung. Diese Leute sollten laut "Bullshit-Bingo" rufen, wenn mal wieder die Boutigue/Vintage/Voodoo/Handwire-Fraktion unterwegs ist.

Klar wird im Instrumentenhandel über Emotion verkauft, wie in vielen anderen Bereichen auch. Aber wenn selbst die alten Hasen diesen Quatsch mitmachen und hier im Forum breittreten halte ich das für sehr bedenklich.

Zitat Magman: Mittlerweile ist mir Point To Point, Handwired sowas von shitegal - Hauptsache das Material macht das was man möchte - es klingt und hält!

Das ist doch mal eine Aussage! Es muss klingen und halten!
 
univalve
univalve
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Ich finde es schon wieder so geil, dass Boutique hier richtig schön verallgemeinert wird. Das ist das was ich von einem Gitarrenforum erwarte :p

greetz
univalve
 
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univalve":1jnntxwt schrieb:
Ich finde es schon wieder so geil, dass Boutique hier richtig schön verallgemeinert wird. Das ist das was ich von einem Gitarrenforum erwarte :p
Was ist denn deiner Meinung nach Boutique und was wird verallgemeinert?
 
univalve
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typische Verallgemeinerung:
Boutique = Scheiße, weil zu teuer, weil zuviel Voodoo, weil in keiner Relation zu dem Geldbetrag, zu wenig Sounds blubb blubb blubb

Was Boutique für mich ist habe ich schon eine Seite vorher geschrieben: bspw. ein erschwinglicher 5E3

greetz
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Banger
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univalve":29zi66i4 schrieb:
Ich finde es schon wieder so geil, dass Boutique hier richtig schön verallgemeinert wird. Das ist das was ich von einem Gitarrenforum erwarte
Hier? Werfe er einen Blick in die gängigen Vermarktungsgazetten und Verkaufsplattformen, da hat er seine Verallgemeinerung.
Und dann lese er untertänigst den Anfang dieses Threads, denn insbesondere dort findet er klar differenzierte Aussagen.
Wolltest Du wirklich was mitteilen oder nur kurz im Vorbeigehen was provokantes einwerfen, weil man das von einem Gitarrenforum erwartet? ;-)
 
univalve
univalve
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Banger":2h11ff7m schrieb:
Wolltest Du wirklich was mitteilen oder nur kurz im Vorbeigehen was provokantes einwerfen, weil man das von einem Gitarrenforum erwartet? ;-)
Dieses :p

P.S.: Erinnere er sich: Motorhaube kacken :banana:
 
Woody
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univalve":7q86ks10 schrieb:
Ich finde es schon wieder so geil, dass Boutique hier richtig schön verallgemeinert wird. Das ist das was ich von einem Gitarrenforum erwarte :p

OK, zu Deinem speziellen Fall:
Du machst mit Deinem teurem Buhtick-Zeug Kackmusik, die scheiße klingt!
Zufrieden?
:evil: :cool:
 

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