Bühnenlautstärke vs. Beschallungsirrsinn

uwich
uwich
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Ich bin auch manchmal Mischer auf kleinen Konzerten (Bandcontest, Charity- oder Kulturveranstaltungen) und zwar nicht, weil ich das so gerne mag oder ich so toll dabei bin. Nur, weil ich es umsonst mache und der Veranstalter keinen professionellen Mann am Mischpult zahlen will.
Da sage ich den Bands immer vorweg: take it or leave it. Ich betone, dies nur "ehrenamtlich" zu machen und sie sich gerne mischen sollen/dürfen.

Trotzdem wurde ich schon bedroht (z.B. vom "Manager" einer Nachwuchsband auf einem Contest, weil seine Band nicht gut rauskam) und werde mir das Ganze in Zukunft nicht mehr so oft antun.

Wenn ich selber etwas organisiere oder mit meiner Band spiele, mischen wir selber oder bestehen auf eine gestellte PA mit Mann am Mischpult.

Der "Mann am Mischpult" ist auch Opfer des Kostenverfalls der Branche.
 
univalve
univalve
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2.101
Randnotiz:
muelrich schrieb:
Drums Bass und (den Bass doppelnde) 2. 8-Saitige
Alter Schlappen. Geht das? Geht das gut? Ich muss mir das mal anhören. Den Sinn dahinter verstehe ich nicht. Aber gut, ich bin offen für Neues und hier ist mein Interesse jetzt geweckt.
 
B
Banger
Guest
univalve schrieb:
Randnotiz:
muelrich schrieb:
Drums Bass und (den Bass doppelnde) 2. 8-Saitige
Alter Schlappen. Geht das? Geht das gut? Ich muss mir das mal anhören. Den Sinn dahinter verstehe ich nicht. Aber gut, ich bin offen für Neues und hier ist mein Interesse jetzt geweckt.

Naja, genretypisch spielen bei Haken Bass und Gitarre diverse Parts unisono. Das so zu beschrieben, als würde die 8saitige den Bass doppeln, verzerrt mMn die Darstellung etwas zu sehr. Ist also nicht so, als würde Charlie Conner die ganze Zeit in seinen Frequenzen herumgurken.

So ab 1:36 hört man übrigens das angesprochene Problem:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=1KCBRi4aYgU[/youtube]
 
A
Anonymous
Guest
Oh ja, ich kann fast allem gesagten hier zustimmen, denn auf beiden Seiten des Mischpultes habe ich schon alles mögliche erlebt - Angenehmes und Unangenehmes. Ich glaube, was vielen Mischern heute fehlt, ist Einfühlungsvermögen für die Soundästhetik bestimmter Musikrichtungen. Der Eingangspost beschreibt ein Jazz-Event, bei dem der Toni sich einbildete, ein Metalfestival zu mischen (evtl. etwas übertrieben, aber Ihr versteht, was ich meine).

In der realen Welt und auch in diversen tontechniklastigen Foren erlebe ich immer wieder, wie Leute für solche Events (max. 250 PAX, Jazz bis Blues, also alles eher dezent) mit Equipment auffahren, das jedem Metalhead alle Ehre machen würde. Und die Shice wird dann zum Teil auch ausgefahren. Vollkommen daneben!

Ich würde das ganze bei 250 PAX und dezenter Mucke (Soul, Jazz, Blues) so machen:
- als "PA" zwei kräftige Topteile aufstellen, die auch etwas Kickbass übertragen können
- ausreichend Monitoring bereitstellen
- die Band komplett mikrofonieren
- Soundcheck im (hoffentlich leeren) Saal machen, dabei alles geringfügig zu laut und geringfügig zu hell einstellen (denn Publikum dämpft)
- die Lautstärke wäre dabei so, dass ich die Bassdrum nicht lauter mache, sondern ihr nur etwas Tiefgang hinzufüge
- wenn die Gitarristen genügend Pegel liefern, dann würde ich mit der Abnahme nur für eine bessere Verteilung im Saal sorgen, denn mit der Direktbeschallung durch Combos ist halt meist ab der dritten Reihe Schluss mit perligen Cleansounds - Publikum absorbiert insbesondere die Höhen
- am meisten Zeit geht bei mir immer für den Monitorcheck drauf: jeder Akteur soll sich selbst und alle anderen hören können, also Transparenz im Mix und vor allem im Monitormix

Gruß
Jo
 

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