Der Tontechniker und das Gitarren DI Signal...keine Freunde?


auge
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Liebe Kollegen,

gestern nach der Probe haben wir PA Angelegenheiten diskutiert.
Die Saison 2013 hat eine richtig grosse Gigs im Kalender wo wir über fremde, sehr grosse professionelle Anlagen spielen werden.
Unser Bandleader hat natürlich bereits unseren technischen Rider an die entsprechenden Firmen gesandt.
Nun, wie ihr wisst spiele ich seit Jahren Axe Fx DI ins Pult.

Fast alle Tontechniker/PA Firmen haben gefragt obs es für die Gitarre denn kein Mikrophonsignal gäbe und ob das schon notwendig ist DI zu liefern. Ich muss dazusagen, dass unser Bandleader sich nicht merken kann mit welchem Gerät ich genau spiele und als Antwort immer: "So ein Line 6 Ding nur besser" sagt.

Haben Tontechniker schlechte Erfahrungen mit DI Signalen von E Gitarren?
Ist es nur die Macht der Gewohnheit?
Ist es für Tontechniker tatsächlich "blöder" zu arbeiten?

Wie gehts euch Tontechniker/DI Gitarristen damit?

Ich betone, dass das nur für externe Tontechniker gilt. Mt unserer eigenen Martin PA und unserem Mann am Mischpult ist das alles pipifein wie ich in einem anderen Thread ja schon schrieb.

Also wer kennt das Thema und wie geht ihr damit um?
Lg
Auge
 
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Ich denke für viele Techniker ist es eh einfacher mit dem DI Signal zu arbeiten.
Sie müssen kein extra Mikro aufbauen und bekommen gleich ein gutes Signal.
Die Nachfrage bezüglich des DI bezieht sich wahrscheinlich auf eine mitzubringende DI-Box.
Die Verleiher müssen ja auch kalkulieren und immer genug Material dabei haben. Da möchten sie eben im Vorfeld wissen, was auf sie zukommt.
Wir spielen zu 90% über gemietetes Material nebst Fremdtechniker und unser zweiter Gitarrist benutzt eine Loadbox von Koch und geht damit in die PA.
Es gab noch nie Probleme mit den Technikern deswegen.

Das ist zumindest meine Erfahrung.
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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Ja, die Frage kommt IMMER:

Muss das DI?
Warum nicht Mikro?

Die Jungs sind zT genau so konservativ wie Gitarristen, und verwechseln manchmal Dienstleistung mit privatem Vergnügen.

GUTE Tonleute hören erst, dann fragen die ggf nach einer Alternative.

Hatte ich sehr oft, sowohl mit der DT25/HD500 Kombi, und auch mit dem SVII samt Palmer PDI03.
Immer wurde gefragt: "Wolle mer ned doch mitm Micro" und hinterher war alles easy.

Lass Dich nicht verrückt machen, und schreibt in Euren Rider rein, welches Gerät Du am Start hast.
 
roha
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Hallo Auge,
ich mach das mit der "DI Geschichte" fast 10 Jahre. Du benutzt ja ein gutes Gerät und kein Geraffel.
Aus meiner Sicht haben manche Tontechs so viel Ahnung von einem richtigen mikrofonierten Amp wie ich vom Bügeln. Wobei ich da am üben bin :)
Vermutlich hat der Tech schlechte Erfahrung mit dieser Methode gemacht. Immer mehr Gitarristen wenden diese Technik im Coverbereich an. Du weißt auch, dass man doch einiges tun muss, bis der Sound sehr gut passt. Dazu habe viele Gitarristen nicht die Möglichkeit (über PA) einen guten Sound zu finden. Also lass dich nicht verrückt machen. Mir gefällt dein Sound.
Zweiteres könnte wirklich eine normal DI gemeint sein.
Viele Grüße, das wird schon!
Roman
 
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smile
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Ihr habt aber seltsame Techs. Alle mir bekannten Leute haben DI lieber. Es geht schneller. Bei vielen Veranstaltungen hat man für einen ausgiebigen Soundcheck auch nicht genügt Zeit um den golden Angle zu finden. Es gibt keine Übersprechungen. Trotzdem verwende ich selbst das SM 57, würde aber wenn ich was Brauchbares finde eine DI-Box verwenden. Red Box und F.A.N.T.A wurde bereits getestet und nicht für gut befunden.
 
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auge schrieb:
Fast alle Tontechniker/PA Firmen haben gefragt obs es für die Gitarre denn kein Mikrophonsignal gäbe und ob das schon notwendig ist DI zu liefern.

Ist doch kein Thema... lass den Toni doch ein Mikro vor dein AXEFX schrauben :-o
 
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pfälzer schrieb:
Das Problem ist nämlich, dass gerade bei Modellern die Gefahr hoch ist, dass der Sound nicht gerade bandtauglich ist (....zu viel FX etc.). Die ganzen Presetsounds sind nämlich dafür gedacht, das Ding dem Gitarristen zu verkaufen...

Genau da liegt oft das Problem bei den ganzen Modellern, egal welcher Marke. Es spricht aber für Professionalität wenn der Musiker seine Sounds auf die Band einstellt und dann auch vorne alles oberamtlich klingt. Das gelingt nur sehr wenigen Leuten. Leute die in erster Linie als Musiker denken und weniger als Gitarrist.
Auge ist Musiker, spielt viel, versteht was von Tone und hat Erfahrung - was soll da noch viel passieren? Unter diesen Voraussetzungen ist man auch gut in der Lage einem Techniker etwas plausibel zu erklären, oder auch selbst Hand anzulegen am Pult.

Ich für mich habe (mal wieder) entdeckt wie geil es doch ist komplett pur zu spielen, also nur Gitarre>Kabel>Amp. Was macht das ein Spaß, was klingt das so geil und wie gut ist alles zu orten!
 
A
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Komisch...
Ich bin echt erstaunt. Die Techniker mit denen ich zu tun habe/hatte, sind immer ganz heiß darauf am liebsten ALLES per D.I. abzunehmen.
Bloss keine Amps, die sind nur was für Proleten!!!
Das ist doch heute Alles so supi toll mit D.I. ! Gitarrenamps braucht kein Mensch mehr und dann immer die Leute mit ihren bescheuerten Röhrenamps, die immer sooooo laut spielen wollen!

Okay, ich überzeichne das jetzt etwas.... geringfügig... ;-)

@ auge: Bist Du sicher, dass Du mit einem Techniker gesprochen hast und nicht mit einem Gitarristen, der Techniker sein MUSS um zu übeleben? ;-)
 
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Schnabelrock
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Dr hauptberufliche Tontechnik-Vollchecker ist eine Illusion, den haben Nickelback und Helen Fischer, nicht unsereins. Also muss man mit dem "Material" arbeiten, das man hat, das betrifft auch weiche Ziele.

Das nützt es gar nix, jetzt die Techniker in gut und böse zu unterteilen etc.
 
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Schnabelrock
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Pfaelzer schrieb:
Schnabelrock schrieb:
Dr hauptberufliche Tontechnik-Vollchecker ist eine Illusion, den haben Nickelback und Helen Fischer, nicht unsereins. Also muss man mit dem "Material" arbeiten, das man hat, das betrifft auch weiche Ziele.

Das nützt es gar nix, jetzt die Techniker in gut und böse zu unterteilen etc.
Du kannst den auch haben, du musst bloß bereit sein, für Qualität zu bezahlen....Angebote gerne per PN... ;-)

p

Ich glaube Dir alles, aber (1.) ich bin zu arm und (2.) spielen wir 3, 4 mal im Jahr vor Leuten, die wir alle mit Namen kennen. Du wärst desillusioniert.
 
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erniecaster
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Hallo!

Das kenne ich auch. Ich habe da eine ganz einfache Argumentation: "In der Zeit, in der wir das diskutieren, können wir es auch eben mal ausprobieren."

Wenn dann mein D.I.-Signal im Pult ist, grinst der Mischer meistens und freut sich nur noch.

Spannenderweise habe ich mehrfach bei Bands die fragenden Augen gesehen, wenn ich ohne Amp kam - da bin ich dann genauso vorgegangen.

Gruß

erniecaster
 
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Meiner Erfahrung nach sind die meisten Probleme auf mangelhafte Kommunikation zurückzuführen. Normalerweise sollte aus dem Technical Rider ganz klar hervorgehen, was für ein Signal der Mann am Pult bekommt.

Leider sind die eingereichten Papiere oft mehr als dürftig. Wie eurer denn aus?

Natürlich mag es auch Ausnahmen geben, bei denen die "Techniker" auch aus einem sauber erstellten Rider nicht schlau werden.

Ein FOH-Mann der keine DI-Signale mag ist entweder stark unterfordert und sucht die Herausforderung oder er hat wenig bis keine Ahnung. ;-)

Grüße
Michael
 
Monkeyinme
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Moin,

mein werter Herr Bruder, selbst ehemals professioneller Tontechniker und Hobbygitarrist, spielt schon seit Jahren mit der Bohne ins Pult. Sein Amp dient ausschließlich als eigener Monitor, und wird auch nicht immer mitgenommen.
Warum?
No Mic, no cry...

Ihm persönlich ist ein DI Signal lieber, weil einfacher, das künstlerische Element steht hinter dem Zeitdruckelement zurück, aber wenn DI garnicht geht, wird halt ein Mikro davor gestellt.

Aber wenn alle Erklärungen nix nutzen, dann biete doch an, das der Tonmann noch zusätzlich jeweils ein Mikro vor deine Monitorboxen stellen kann. Du brauchst dann aber 4 Kanäle (2xStereo), von denen er sich die besten 2 aussuchen kann...

Ciao
Monkey
 
auge
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Hi Leute,

Danke für uere Kommentare.
Scheint ein doch kontroversielles Thema zu sein.
Fractal Audio Axe Fx ist immer noch, man höre und staune, bei Tontechnikern unbekannt. Daher ist die nennung des Gerätes nur wenig weiterführend.
Übrigens kommt der meiste Wiederstand von professionellen Tontechnikern in der vom Schnabel erwähnten Liga. Es ist ja nicht so, dass mich die nicht spielen lassen. Aber der Erstwiederstand hat mich eben überrascht. Und meistens ist es im Laufe des SC dann auch gut.

Ist wohl wirklich die Sorge vor schlechten Sounds aus dem Modeller.

Lg
Auge
 
Ugorr
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Moin.
Ich glaube die meisten Techniker haben Angst vor der miesen Programmierung der Gitarristen. Ein Beispiel: "VoxModeller modelieren nur Vox Verstärker" - Aussage eines Gitarristen, den ich vor kurzem auf der Bühne hatte. :facepalm:
Ich habe meine Bands, die ich hin und wieder mischen darf auf DI eingeschworen. Wir können auf großen Bühnen auch mit Mikro, aber das geht dann immer als zusätzliche Soundoption an den Start.
Gruß
Ugorr
PS: Für die Gitarristenehre: auch auf "der anderen Seite" gibt es genug Pfeifen. Donnerstag habe ich mit dem Duo gespielt(Stagerider haben wir auch): Anlage inkl Pult vorhanden... AmericanDJPult und MumpfBumms DJ Anlage. Ich hab zum Glück mein StudentenbudgetBehringerpult in der Kabelkiste, so konnte der Gig gespielt werden.
 
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Morgen!

Ich habe bis jetzt selten mit DI-Signal gespielt, z.B. noch nie mit dem Modeller
direkt in die PA. Was bisher immer gut geklappt hat, war das DI-Signal
aus meinem Laboga direkt ins Pult. Klingt prima und die Techs waren immer zufrieden ...
 
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erniecaster
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Hallo!

Ugorr schrieb:
Ich glaube die meisten Techniker haben Angst vor der miesen Programmierung der Gitarristen.

Die habe ich auch immer, wenn ich die Kisten sehe.

Die Models haben meist mehr Gain als die Originale und werden zu sehr aufgedreht. Gleiches gilt für die modelierten Treter. Dann trägt ja ein Delay immer so schön bei Zerrsounds und ist nur einen Handgriff entfernt. Bißchen Hall macht alles netter. Ergebnis: Matsch, der bei Zimmerlautstärke und alleine gut klingt, in der Band und laut aber versandet.

Wenn man das vernünftig macht - die Rübe kann das ja auch - ist das normales Werkzeug. Man kann ja auch mit einem Golf GTI die Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten...

Gruß

erniecaster
 
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Magman schrieb:

Moin Maggy,

So nebenbei: hast du eigentlich schon Erfahrungen damit gemacht, den TM18 live via Red Box DI-Out abzunehmen anstatt zu mikrofonieren (wenn das bislang überhaupt nötig war)?

Grz, Marco
 
auge
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zwischen Tür und Angel...
erniecaster schrieb:
Hallo!

Ugorr schrieb:
Ich glaube die meisten Techniker haben Angst vor der miesen Programmierung der Gitarristen.

Die habe ich auch immer, wenn ich die Kisten sehe.

Die Models haben meist mehr Gain als die Originale und werden zu sehr aufgedreht. Gleiches gilt für die modelierten Treter.

Ja aber schechte Sounds gibts doch immer. Das ist doch nix Modellerbezogenes. Man kann auch Amps scheisse einstellen und zuviel Gain und zuviele Effekte verwenden. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand jemals auf der Bühne Werkssounds verwendet.

Lg
Auge
 
gitarrenruebe
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auge schrieb:
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand jemals auf der Bühne Werkssounds verwendet.
:panik: Wie? Man kann die Werkseinstellung einfach so ändern? :shock:
 
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erniecaster
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Hallo!

auge schrieb:
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand jemals auf der Bühne Werkssounds verwendet.

Das konnte ich mir auch nicht vorstellen - bis ich es erlebt habe.

Das war nicht schön.

Davon aber abgesehen, ist die Fehlbedienung mit den Originalen schwieriger (finde ich). Ein gemodelter Vox AC 30 aufgerissen z. B. zerrt schon recht heftig. Das geht mit dem Original gar nicht, da reißt man dir vorher die Ohren ab. Marshalls Plexi dto.

Außerdem lässt sich die "Käse-Sahne-Sound-Soße" mit Chorusdelayhall so einfach drüber gießen und ist - das ist das Schlimme - immer verfügbar.

Gruß

e.
 
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Marco23 schrieb:
Magman schrieb:

Moin Maggy,

So nebenbei: hast du eigentlich schon Erfahrungen damit gemacht, den TM18 live via Red Box DI-Out abzunehmen anstatt zu mikrofonieren (wenn das bislang überhaupt nötig war)?

Grz, Marco

Moin Marco,

jupp hab schon aufgenommen mit dem TM18. Clean- und Crunchsounds sind göttlich. Gainsounds muss man 'schön schrauben'. Will heißen, man kann hier zwar auch die gleichen Einstellungen bei bei Clean/Crunch nehmen, ist aber nicht (immer) ideal. Da ich meinem TM18 einen komplett anderen Röhrensatz spendiert habe klingt er nun auch wesentlich wärmer und somit sind auch die Gainsounds richtig Sahne ;-)

Musst du einfach probieren. Ich jedenfalls brauch kein Micro mehr und hänge selbst wenn ich leise für mich spiele immer am Pult/PA weils einfach sehr geil klingt!
 
 

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