die Setlist mal wieder


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erniecaster
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Hallo zusammen!

Ein befreundeter Gitarrist, der auch Gitarren baut, meinte neulich zu mir, dass Setlisten völlig überbewertet würden. Er hätte noch nie gehört, dass jemand nach einem Gig sagen würde "geile Band, nur die Reihenfolge der Songs war Mist".

Ich sehe das ein wenig anders. Aber wie macht man eine möglichst gute Setlist? Die erste Erkenntnis: Die perfekte und einzigartige Setlist gibt es nicht, es gibt verschiedene Möglichkeiten, das gut zu machen.

Wie macht Ihr das?

Gruß

erniecaster
 
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Moin!

Wir haben keine feste Setlist. Wir haben unser Repertoire und spielen
daraus Stücke oder auch nicht, in der Reihenfolge wie wir Bock haben
oder meinen, das es gerade zur Stimmung passt ...
 
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erniecaster
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Hai!

Und wie wird das entschieden? So wie bei Guns ´n Roses früher, wo legendär auf der Bühne darüber gestritten wurde?

Gibt´s dann wenigstens einen Zettel, wo die Songs draufstehen, damit ihr keinen vergesst?

Gruß

e.
 
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Morgähn,

Die Reihenfolge spielt mMn eine wichtigere Rolle als man meint. Als ich noch mit der Coverband unterwegs war, sprachen wir zwar die Setlisten vorab ab, haben jedoch teilweise, aufgrund der Reaktionen und der Stimmung, während der Gigs oder in den Pausen zwischen den Sets entschieden, diesen oder jenen Song zu kippen oder an einer anderen Stelle zu spielen.

Gruss, Marco
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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Es muss ein Spannungsbogen da sein.
Sänger neigen dazu, zu Beginn erstmal ein, zwei Sachen zum "Reinsingen" zu machen, ich steh bei Rocksachen eher drauf, gleich mal ein Pfund rauszuhauen, frei nach den Crackers:
"Stecker rein, alle Knöppe auf 10, dann kann die tierische Post abgehn."
Die letzte Nummer muss entweder DIE Ballade oder DER Rocker sein.
Kann zB auch eine Wiederholung des Sets sein, dann weiß jeder: "ok, fertig!"
Zwischendrin halt Dramaturgie.
 
Thorgeir
Thorgeir
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Ich finde ja, die Ballade gehört ans Ende des 2. Drittels, damit das Publikum nochmal durchatmen und gegen Ende hin noch mal ordentlich abhotten kann. Das Ende eines jeden Konzerts muss ein ordentlich ausgedehntes Gefuddel über aller Trommeln, Saiten und was noch so zur Verfügung steht sein, das mit einem fulminanten Knall beendet wird (so sollte eigentlich jeder Song enden). Daraufhin ruft der Sänger noch sein obligatorisches "See you next year!!" und alle treten ab.
 
uwich
uwich
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Bei diesem Thema "Unterhaltung - Entertainment" durch Musik gelten für Bands die gleichen Regeln und Tricks wie für DJs. Im Idealfall reagiert man in Echtzeit auf die Stimmung im Publikum.

Völlig stur nach einer Setliste zu spielen kann extrem nach hinten losgehen. Ein Powerstück, wenn gerade noch getragene Stimmung ist, wirkt peinlich. Ebenso ist eine Ballade blöd, wenn man gerade erst Stimmung aufgebaut hat und sie mit der Ballade wieder herausnimmt.

Wer richtig gut ist, der schafft es, das jeweilige Publikum vorher so einzuschätzen, daß der Spannungsbogen durch ein festes Set klappt.

Und: Mimik, Gestik, Gelaber, Gags etc. sind genauso wichtig, wie die Musik für die Stimmung. Mit einem guten Gag und dem passenden Lied anschließend kriegt man auch Stimmung in die Bude.
 
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erniecaster
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Hallo!

Thorgeir schrieb:
Das Ende eines jeden Konzerts muss ein ordentlich ausgedehntes Gefuddel über aller Trommeln, Saiten und was noch so zur Verfügung steht sein, das mit einem fulminanten Knall beendet wird (so sollte eigentlich jeder Song enden). Daraufhin ruft der Sänger noch sein obligatorisches "See you next year!!" und alle treten ab.

Genau. Also nee, also: GENAU SO NICHT.

Das Gefuddel des gesamten Abends wird weggelassen, dafür spielt man drei Songs mehr. ;-)

Gruß

e.
 
Ugorr
Ugorr
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Moin.
Ich bin auf der PRO Setlist Seite. Im Orchester sowieso, da wird das Konzertprogramm vorher bekannt gegeben und die Noten sortiert.
Im Duo ist das ähnlich. Die Setlist ändern sich von Gig zu Gig. Wir notieren(und sortieren) idR 3 große Blöcke von Songs, die können bei Bedarf auch in kleinere Portionen gesplittet werden. Dazu kommt das "freie" Set, dazu später ein paar Worte.
Wir versuchen einen Spannungsbogen aufzubauen. Sets werden schnellen/kräftigen Songs begonnen und beendet, etwaige Balladen kommen in die Mitte. Einige Songs werden oft im Block gespielt(RockNRollblock, Schlagerblock,NDWBlock,HeavyMetalblock). Und wir haben einen Schwung Songs, die wir nicht in die Setlist einbauen, aber schnell mal aus dem Hut spielen können falls wir glauben das ein Song in der Setlist nicht funktioniert oder die Tanzfläche gerade voll ist, wenn sich eine Pause ankündigt.
Unser "freies Set" besteht idR aus Wünschen. Manchmal machen wir völlig neue Sachen oder auch Wiederholungen aus den Setlisten. Bei neuen Sachen hilft das iPad ungemein, so sind schnell Texte und Akkorde am Start. Wir haben auch schonmal eine Verlosung draus gebaut. Zettel und Stifte bereitlegen und aus den Wünschen wird ein Gewinner gezogen. Der kriegt dann ein TShirt oder sowas. Das hällt die Leute bis zum Schluss und kommt auch bei Wirten/Veranstaltern gut an.
Ein weiterer Vorteil von Setlisten: Ich kann mir vorher ein paar Gedanken zur Moderation machen und wir markieren Songs, die direkt hintereinander weg gespielt werden. So können wir Instrumentenwechsel planen ohne das zu viele Umbaupausen bestehen. Ist bei längeren Gigs einfach nötig. Mein Kollege spielt Akustikgitarre,Dobro,Bass,Ukulele, Geige, ich Akustikgitarre, Bass, Mundharmonika und Kleinpercussion. Wenn wir das bei jedem Song erstmal sortieren müssen, dauert das mMn zu lange.
Gruß aus den Ferien ;)
Ugorr
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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erniecaster schrieb:
Hallo!

Thorgeir schrieb:
Das Ende eines jeden Konzerts muss ein ordentlich ausgedehntes Gefuddel über aller Trommeln, Saiten und was noch so zur Verfügung steht sein, das mit einem fulminanten Knall beendet wird (so sollte eigentlich jeder Song enden). Daraufhin ruft der Sänger noch sein obligatorisches "See you next year!!" und alle treten ab.

Genau. Also nee, also: GENAU SO NICHT.
Doch, genau so :cool:
 
trekkerfahrer
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Ich mache keine Setlisten mehr. Das machen inzwischen meine Mitmusiker. Im Laufe der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass sie da ein besseres Gefühl für haben als ich.

Auf der Bühne überkommt uns dann manchmal das Gefühl der kommende Song würde nicht zur Stimmung passen, dann tauschen wir spontan aus.

Bei den beiden elektrischen Bands passiert das fast nie, bei der akustischen mit eigener Musik ständig. Weil wir, wie Ernie im anderen Thread passend geschrieben hat, darauf acht geben, dass wir die Zuhörer zwar einfangen wollen, ihnen aber auch die Möglichkeit geben wollen mal zu entspannen.

Da kann es also sein, dass wir einen intensiven leisen Song einstreuen um Ihre Aufmerksamkeit auf uns zu lenken, oder spontan eine Covernummer spielen um entspanntes Mitsummen, Klogehen oder Bier bestellen zu ermöglichen.

Ralf
 
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erniecaster schrieb:
Hai!

Und wie wird das entschieden? So wie bei Guns ´n Roses früher, wo legendär auf der Bühne darüber gestritten wurde?

Gibt´s dann wenigstens einen Zettel, wo die Songs draufstehen, damit ihr keinen vergesst?

Gruß

e.

Moin!

Unser Sänger quasselt zwischen den Stücken so viel, das wir alle Zeit der Welt haben,
uns auf das nächste Stück zu einigen.

Hier ein Beispiel. 1,5 Minuten Ansage bis das Stück los geht:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=xBaRz_Fta-M[/youtube]

Einen Zettel gibt es, ist so wie mit einer Einkaufsliste:
Nur weil Toastbrot ganz oben auf dem Zettel steht, muss man das ja nicht als erstes
in den Einkaufswagen werfen ;-)

trekkerfahrer schrieb:
... , ihnen aber auch die Möglichkeit geben wollen mal zu entspannen.

Wenn unsere Konzertbesucher entspannen wollen, sollen se Zuhause bleiben und TV glotzen.

trekkerfahrer schrieb:
... um entspanntes Mitsummen, Klogehen oder Bier bestellen zu ermöglichen.

Geht ja mal gar nicht!

:lol:
 
trekkerfahrer
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madler69 schrieb:
Unser Sänger quasselt zwischen den Stücken so viel, das wir alle Zeit der Welt haben, uns auf das nächste Stück zu einigen.

Hier ein Beispiel. 1,5 Minuten Ansage bis das Stück los geht:
Wenn ihr jetzt bei der Ansage im Hintergrund eine andere Nummer beschlossen hättet, wäre das bestimmt lustig geworden. :-D

madler69 schrieb:
Einen Zettel gibt es, ist so wie mit einer Einkaufsliste:
Nur weil Toastbrot ganz oben auf dem Zettel steht, muss man das ja nicht als erstes in den Einkaufswagen werfen ;-)
Den merke ich mir! :lol:

Ralf
 
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erniecaster
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Hallo!

Tja, wenn ich so nachdenke, fällt mir in der Tat nur ein einziger Gig ein, bei dem wir uns zu 100% an die Setlist gehalten haben. Das war damals aber auch eine zusammengewürfelte Coverband, in der wir zweimal vorher geprobt hatten und auch die Songs auf der Bühne schon nur per Zuruf klappten (das aber sehr gut). Hätten wir da auch noch die Reihenfolge geändert, wäre vermutlich das Chaos ausgebrochen...

Gruß

erniecaster
 
Riddimkilla
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erniecaster schrieb:
Ein befreundeter Gitarrist, der auch Gitarren baut, meinte neulich zu mir, dass Setlisten völlig überbewertet würden. Er hätte noch nie gehört, dass jemand nach einem Gig sagen würde "geile Band, nur die Reihenfolge der Songs war Mist".

Völlig Richtig! Man könnte auch vor jedem Song ein Los ziehen, mach keinen Unterschied. Setlist sind nur und ausschließlich dafür gut, dass jeder in der Kapelle vorher schonmal wissen könnte was als nächstes kommt und sich im Geist schon mal vorbereitet und evtl. die Noten herblättert ... Da sind die Bands im Vorteil, die ein überschaubares Repertoir haben und das auf zuruf spielen können.

Isso

Rev Riddi
 
Tomcat
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Wir haben eine Setlist, an die wir uns in der Regel auch halten. Angenehmerweise spricht sie der Sänger vorher mit den Gitarristen ab, weil halt viele Stücke mit Drop-D im Programm sind und eine Liste ála "normal -- Drop-D - normal - Drop-D - normal" ziemlich nervig wäre. Eine Creed-Nummer ist in DADf#AD - da wird dann die Ersatzpaula vor dem entsprechenden Set gleich umgestimmt und gebetet, dass nicht vorher eine Saite reisst. ;-)

Trotzdem können natürlich auch bei uns spontane Änderungen vorkommen...
 
auge
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Bei Hoamspü haben wir eine Setlist an die wir uns recht genau halten, da sie durchkonzipiert ist. Das heisst es gibt vereinbarte musikalische Übergänge zwischen den Songs und die Gitarrenwechsel zwischen Akustik, elektrisch, Sax, 12Saitig werden berücksichtigt. Geredet wird wenig (ich mag das auch nicht) und Pausen sind unerwünscht.

Bei RIMIX muss ich alle Songs sofort parat haben und der Bandleader ruft einfach zu bzw. kann ichs am Bildschirm lesen. Hier wird auch kaum geredet zwischen den Songs.

Bei der örtlichen Band sind die Pausen zwischen den Songs zu lange und mir gefällt das nicht. Aber daran arbeiten wir.

Generell glaube ich schon, dass man als Coverband im Ansatz eine Setlist haben soll um eine gute Mischung zusammenzubringen.
 
bushy
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Moin,
wir haben eine Setliste, die (von mir) mal zu mal überarbeitet wird.
Von mir weil: die andern tun es nicht und ich muss/darf die Dinger auch noch naja, nennen wir es singen.
Das Publikum erinnert sich wohl meist an die ersten beiden und die letzten beiden Stücke, dazwischen ist die Reihenfolge fast schon Wurst.
Also bei uns: direkt von 0 auf 100, dann die Welle und das letzte Drittel wieder 100. Bei nem Festival mit einer Stunde Spielzeit darf die Welle gerne kürzer sein ....
(Alles natürlich relativ, denn was für uns 100 ist , mag für andere höchstens 50 sein... ;-) )
 
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madler69 schrieb:
Unser Sänger quasselt zwischen den Stücken so viel, das wir alle Zeit der Welt haben,uns auf das nächste Stück zu einigen.

Hier ein Beispiel. 1,5 Minuten Ansage bis das Stück los geht:

...in der Zeit hätte ein bekannter deutscher Tennisspieler 3 uneheliche Kinder zeugen können....

Gruß
Der Nominator
 
Riddimkilla
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madler69 schrieb:
Unser Sänger quasselt zwischen den Stücken so viel, das wir alle Zeit der Welt haben, uns auf das nächste Stück zu einigen.

:-D Wurde mir auch schon vorgeworfen - ich hab dann weniger gequasselt und muste immer drauf warten, dass alle parat waren ... :facepalm:

Grusss
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auge
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Riddimkilla schrieb:
madler69 schrieb:
Unser Sänger quasselt zwischen den Stücken so viel, das wir alle Zeit der Welt haben, uns auf das nächste Stück zu einigen.

:-D Wurde mir auch schon vorgeworfen - ich hab dann weniger gequasselt und muste immer drauf warten, dass alle parat waren ... :facepalm:

Grusss
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Nein. Bei dir wars nicht die Zeit sondern der Inhalt...sofern man das überhaupt so bezeichnen kann...da ist warten besser...
 
S
schorsch27
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2 Stücke hintereinander in der gleichen Tonart sind die Obergrenze. Wenn ich nur 2 Tonarten beherrschen würde, würde ich sie immer abwechselnd gruppieren. Mich nervt das, wenn Bands bei dem Thema nicht auf Abwechslung achten. Das klingt dann sowas von langweilig und anfängerhaft.

Ich gehe sogar bei der Slide-Gitarre so weit, dass ich davon 2 unterschiedlich gestimmte dabeihabe, um Tonartwiederholungen möglichst zu vermeiden.

Besonders schlimm finde ich Punk- oder Bluesbands, die ständig ihr E-A-H runterleiern müssen.
 
A
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schorsch27 schrieb:
2 Stücke in der gleichen Tonart sind die Obergrenze. Mich nervt das, wenn Bands bei den Tonarten nicht auf Abwechslung achten. Das klingt sowas von langweilig und anfängerhaft.

quote]

Kann ich nur unterschreiben, geht mir genauso und ich beachte das auch.
 
muelrich
muelrich
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Alos, ich finde, es ist einfacher Dramaturgie in Stücken zu haben, die schon harmonisch etwas abwechslungsreicher sind, als, wenn da ewig die gleiche Akkordfolge runtergedudelt wird.

Also, aus unserem Programm finde ich ich Mercedez Benz und One Meatball ziemlich langweilig, Pacing the Cage (Bruce Cockburn) und It's probably me (Sting) toll.
 
uwich
uwich
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Ich war am Wochenende auf Borkum als Gast mit einigen alten Schulkameraden, mit denen ich seit Jahren Doppelkopf spiele. War ein sehr netter Wochenende, auch wenn der kommende Text dies nicht vermuten lässt.

Während des Wochenendes hatte ich diverse Male Gelegenheit, mir Livemusik anzuhören sowie DJ-Diskomusik. Erstaunlich war während der ganzen Zeit die sehr hohe Bereitschaft der (oft spontanen Zuhörer) zu tanzen - selbst morgens auf der Strandpromenade zu Easy - Listening - Jazz!!!

Es konnte festgestellt werden, daß die "Menge" (die, wie gesagt, eine sehr hohe Grundbereitschaft hatte, sich zur Musik zu bewegen) am meisten auf alte Songs von Simon&Garfunkel, Beatles und Marlene Dietrich abfuhr. Realbook-Jazz kam nur mäßig an ebenso wie etwas rockigere Stücke. Offensichtlich war am Wichtigsten ein halbwegs tanzbarer Beat und ein bekannter Text (bevorzugt auf Deutsch), den man mitsingen konnte.

Am Schlimmsten war offensichtlich für die Leute der Strandpromenade Jazz, der etwas "anspruchsvoller" improvisiert wurde. Meine Kartenkumpels (und einige davon Jäger) diskutierten längere Zeit, ob Kleinkaliber ausreichen würde, die Musiker von der Benutzung ihrer Instrumente abzuhalten oder ob wirklich Dum-Dum-Geschosse benötigt würden.....

In der Inseldisko dann Schlagermusik in der Discoversion mit Bumm-Bumm-Bumm Bassdrum auf allen Viertelnoten: die Menge tobte und die Tanzfläche war voll.

Diese Erfahrung sagt mir, daß sich seit meiner Tanzmuckerzeit Anfang der 90iger wenig verändert hat. "Fleisch ist mein Gemüse"

Wer kommerziell erfolgreiche Musik machen möchte, hat jetzt viele Tips für die Gestaltung der Setliste bekommen.
 
 

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