Exotische Skalen Quelle


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Hallo!

Ich bin auf der Suche nach exotischen Skalen, wie sie zB SYstem of A Down gerne verwenden, oder Offspring in Come out and play.

Sind das denn wirklich eigene Skalen, oder nimmt man da einfach eine bekannte her und lässt ein paar töne weg/gibt welche hinzu? Kennt da jemand ne Qelle dazu?

thx
 
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naja, danke schonmal, bin aber eher weniger an Software Demos interessiert... Mir würd schon ein Sheet mit ein paar Skalen reichen...

Hab grad gelesen, dass im Pulp-Fiction Introsound, der Von Dick dale in den späten 50ern wiedereingespielt wurde eine So genannte Phyrgisch-Dur Skala zum Einsatz kommt. Die hat als Charakter einige kleine Sekunden verbaut und daher diesen orientalischen Klang. Nach sowas würd ich suchen...

thx
 
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horny jeremia":3okgfsb7 schrieb:
naja, danke schonmal, bin aber eher weniger an Software Demos interessiert... Mir würd schon ein Sheet mit ein paar Skalen reichen...

Hab grad gelesen, dass im Pulp-Fiction Introsound, der Von Dick dale in den späten 50ern wiedereingespielt wurde eine So genannte Phyrgisch-Dur Skala zum Einsatz kommt. Die hat als Charakter einige kleine Sekunden verbaut und daher diesen orientalischen Klang. Nach sowas würd ich suchen...

thx

Phrygisch ist ´ne Moll Tonart oder vielmehr ein Mode! Kleine Sekunde am Anfang und dann ´ne kleine Terz!

Ohne auf die Kacke hauen zu wollen. Das zeigt aber auch schon, dass das reine "Sammeln" von Skalen nichts bringen wird, ausser Frust.

Man muss das schon begreifen, sonst wird das nie Verwendung finde.

Da mag man jetzt argumentieren und sagen, dass man ja nur ein bisschen was Neues lernen will und das schon gehen wird. Von mir aus gerne, will ich mich nicht drüber streiten! ;-)
 
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horny jeremia":19afgyv7 schrieb:
Na,

wenn man das Wort nicht richtig schreiben kann wird das auch nix mit dem Gockel.
Da, damit Du Dich nicht bückenmußt.
Die Beschäftigung mit Harmonielehre, im speziellen Kirchentonarten ist angesagt.
 
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Geschrieben worden war das Stück in den 30er Jahren von NICHOLAS ROUBANIS, einem griechischen Musikwissenschaftler und Verfasser eines Buches über byzantinische Liturgie. Dank dieses Hintergrundes kannte sich ROUBANIS natürlich mit archaischen Tonleitern hinreichend aus. Und genau darin besteht das eigentliche Geheimnis von Misirlou, nämlich seiner speziellen Skala.

Bei dieser Skala handelt es sich um eine modifizierte Variante eine Kirchentonart, nämlich der phrygischen Skala. Indem die kleine Terz der eigentlichen Phrygischen Skala durch eine große Terz ersetzt wird, ergibt sich die sogenannte Phrygisch-Dur Skala6. Durch diese Erhöhung der Terz erhält man eine Skala mit drei kleinen und einem übermäßigen Sekundschritt, die außerordentlich orientalisch anmutet.

Diese Erklärung habe ich da für dich zu diesem Thema. Ein bisschen musiktheoretischen BG hab ich mittlerweile angeeignet, zwar nicht viel, aber genug um Intervalle zu verstehen. Und zum herumexperementieren würd auch kein Backgroundwissen reichen, meiner Meinung nach...

mfg
 
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Hi Jeremia,

schmeiß weg das Buch!

Ham´se sich wieder klug einen zusammengeschissen! Ist das Schullektüre?


Die von dir genannte Skala leitet sich nicht von Dur ab, sonder von der Harmonisch Moll Skala!

Sehr beliebt Mode im Jazz, Kletzmer und den Flamencowahsinnigen auch nicht gänzlich unbekannt!

Guckst du!

http://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_und_jüdische_Tonleiter


P.S: Hoffentlich habe ich meine Fresse nicht wieder zu weit aufgerissen. Hiinterher leiten irgendwelche Spezialisten das Teil doch wieder aus der Dur Skala her..in dem Wiki Artikel machen die das auch! Aber das klingt nach so´nem Artificail Mode wie z.B. Lydisch b7 ....geile Klugscheißerei, wa?
 
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Marcello":86xhft46 schrieb:
Die von dir genannte Skala leitet sich nicht von Dur ab, sonder von der Harmonisch Moll Skala!

Sehr beliebt Mode im Jazz, Kletzmer und den Flamencowahsinnigen auch nicht gänzlich unbekannt!

Jawoll. so würd ich das auch verstehen.

Z.B. phrygisch = 3.Stufe bei C-Dur also E mit Mollterz, diese aber als Durterz -> ist das Gis statt wie erwartet G. Gis ist wiederum Leitton für A-Moll und macht aus dem Ganzen dann harmonisch Moll.

Gibt bestimmt auch andere Auslegungsmöglichkeiten... aber das wäre das naheliegendste
 
A
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Der Drummer von meiner Band (er spielt auch richtige Instrumente) hat so'n Poster in seinem Zimmer hängen, da sind alle möglichen und unmöglichen Tonleitern am Beispiel C-Dur drauf abgebildet. Außerdem noch ein Quintenzirkel und alles mögliche, was man zum Komponieren noch brauchen könnte.
 
simoncoil
simoncoil
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Marcello":1estbi6d schrieb:
Guckst du!

http://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_und_jüdische_Tonleiter


P.S: Hoffentlich habe ich meine Fresse nicht wieder zu weit aufgerissen. Hiinterher leiten irgendwelche Spezialisten das Teil doch wieder aus der Dur Skala her..in dem Wiki Artikel machen die das auch! Aber das klingt nach so´nem Artificail Mode wie z.B. Lydisch b7 ....geile Klugscheißerei, wa?

Also ich finde die Herleitung bei wiki einwandfrei. Ob man das Teil nun von Mixolydisch bzw. Phrygisch (als Skala) oder harmonisch Moll (als Zusammanhang) herleiten will... Letzten Endes wird es ja nicht mehr als Dominant-Skala (daher der Mixo-Bezug) sondern als Tonika-Klang verwendet, da es ja (z.B. bei Miserlou) keine Auflösung dieses dominanten Klanges gibt. Stattdessen wird ja in eine leitereigene Dominante (wieder Miserlou: 2. Stufe) und wieder zurück gewechselt.

Ein weiteres Beispiel für diesen Modus, das sicher alle kennen, wäre Hava Nagila (auch da gibt es eine tolle Version von Dick Dale...)
 
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Hi Simon,

doch im Jazz wird diese Skala fast ausschließlich Dominant verwendet. Entweder als 5. Stufe HM auf der Dur Dominante im Moll, oder als alterierter Dom7 mit b9 b13.

Ich gebe dir aber recht, dass es auf den Kontext ankommt. Ich kenne dieses Miserlou nicht. Bei Hava Nagila, soweit ich das im Kopf habe, macht die Herleitung über HM 5 schon Sinn. (i-iv-V, beginnend auf der Dom))
 
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Hi Leute!

Ich hab das nicht aus nem Buch sondern nach googlen gefunden, ist von irgendeiner uni-seite, hab den link grad nicht bei der hand... ist mir aber ehrlich gesagt sch*** egal, woher das geleitet wird, ihr seid da viel mehr profi als ich....

Ich will einfach nur mit ein paar exotischen Skalen experimentieren und weg von major scales kommen:) Hab ein Buch "Gig Bag Book of Scales" Da sollte so ziemlich alles drin sein, auch PHRYGIAN und dorian und der ganze kack... so wie ich eure diskussion deute sind exotische Skalen auf irgendwelchen anderen einfach aufgebaut durch wegnahme bestimmter töne... Kulturell bedingte Klänge resultieren draus... ein guide wär trotzdem cool gewesen...

Auf jeden fall many thx!
 
simoncoil
simoncoil
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Marcello":y7vxbe6i schrieb:
Ich kenne dieses Miserlou nicht. Bei Hava Nagila, soweit ich das im Kopf habe, macht die Herleitung über HM 5 schon Sinn. (i-iv-V, beginnend auf der Dom))

Na dann schleunigst hören! Wahrscheinlich kennst du es aber doch schon, weil es nämlich der erste Track des Pulp Fiction soundtracks ist. Bei Youtube gibt es ein nettes Video von Dick Dale aus dem Film Swingin Affair, einfach mal suchen. Hatte ich hier auch schon mal verlinkt.

Was Hava Nagila angeht: das wiederum wechselt in der Version, die ich kenne nur von 1. nach 2. Stufe (in unserer Problemkindleiter) hin und her. Ob da nun Jazzer unbedingt komplexere Verbindungen haben wollte oder Surfer einfachere sei dahingestellt ;-)
 
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MMh, back again... Wie ich gerade draufkomme gibt es in meinem Rock Guitar Secrets ein eigenes Kapitel für exotische Skalen, darunter armenische, japanische, chinesische... Hätt vielleicht vorher schauen sollen:=)
 
 

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