Fender Bassmann 59


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Mahlzeit,

ich wollte ja eigentlich meinen Fender Bassmann verkaufen. Irgendwie war mir der Sound immer zu seltsam. OK - mit Tubescreamer vorweg war es in Ordnung, mit anderen Overdrives war es aber nicht so prickelnd. Eine richtige Zicke halt.

Bisher hatte ich "vor" dem Verzerrer immer einen Xotic-Booster und den den Verzerrer. Bei der letzten Probe gab ich dem Bassmann nochmal eine Chance und habe den Xotic-Booster vor dem Verzerrer geschaltet und Hammer..... was für ein Unterschied. Plötzlich ging die Sonne auf. Warum bin ich da nicht vorher drauf gekommen.

Jochen
 
Stardustman
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Musikjojo schrieb:
Bisher hatte ich "vor" dem Verzerrer immer einen Xotic-Booster und den den Verzerrer. Bei der letzten Probe gab ich dem Bassmann nochmal eine Chance und habe den Xotic-Booster vor dem Verzerrer geschaltet

Öhm ... was hast Du denn nun anders gemacht als vorher?
 
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hmm - wohl etwas missverständlich geschrieben. Vorher: Gitarre in Booster - Verzerrer - dann Amp Nachher: Gitarre in Verzerrer - Booster - dann Amp
 
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Komisch, ich empfinde den Bassman als sehr Pedalliebend. Der frisst doch fast alles an Verzerrer;)

Aber was emfindest du den "komisch" an dem Amp??

Gruss

Fabi
 
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tommy
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Musikjojo schrieb:
Vorher: Gitarre in Booster - Verzerrer - dann Amp


...Du hast vorher halt den Verzerrer geboostet. Das hat erst mal mit dem Amp gar nix zu tun. Vermutlich hast Du den Verzerrereingang ungesund ins "Clipping" gefahren und das klingt immer sch.... (vergleichbar mit zerrendem Küchenradio).

Jetzt bringst Du richtigerweise den Röhreneingang des Bassmann in die Sättigung (was an sich genommen schon meist eine feine Sache ist). Dieser in der Sättigung arbeitenden Soundkette (Booster/Amp) fügst Du nun mit dem "sauber" arbeitenden Verzerrerpedal Overdrive/Distortion zu. So wirds gemacht, so isses fein! ;-)
 
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Manchmal sind die einfachen und simplen Dinge die wesentlichen!

Ich finde den Fender Bassmann 59 im Serientrimm nicht sonderlich gut. Ich finde ihn aber deshalb nicht sonderlich gut weil ich ältere Bassmänner gehört habe samt dem 59er Original. Das sind sozusagen zwei verschiedene Amps gewesen. Ist ähnlich wie bei den neuen Marshalls, nur noch der Name eben.

Als Lautmacher mit Zerrern davor geht, aber da geht so vieles. Meine Meinung und Erfahrung halt ;-)
 
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naja - so scheisse (wie Tommy es geschrieben hat), klang es natürlich nicht. Einen Verzerrer anzupusten ist ja auch nix neues und wird ja auch oft gemacht. So´n Booster wird ja auch vor einem verzerrten Kanal geschaltet. So klingt´s halt wesentlich geiler.


Jochen
 
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tommy
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Norderstedt SH
Musikjojo schrieb:
naja - so scheisse (wie Tommy es geschrieben hat), klang es natürlich nicht. Einen Verzerrer anzupusten ist ja auch nix neues und wird ja auch oft gemacht.

...muss nicht, tut's oft auch nicht, kann aber. Kommt auf die Eingangsempfindlichkeit des nachgeschalteten Verzerrers und den Grad des Boostens an.
OK, mein Küchenradiobeispiel war auch etwas übertrieben. :lol:
 
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Hi,

ein 59er Bassman ist ein feiner Amp (speziell das Original von 59 ^^ ).

Du solltest mal just for fun das Boss Pedal FBM1 antesten.
Das Teil klingt mehr nach Bassman als er selber.
Ich selbst spiele es gerne vor eimem Fender Tweed Champ 57.
Kategorie 'absolut empfehlenswert'. Gibt's auch günstiger gebraucht.

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&ved=0CD0QFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.thomann.de%2Fde%2Fboss_fbm1.htm&ei=7H6KUZa2OKna4ATChIGwBQ&usg=AFQjCNHlYG8_jI7h61ivhxmm_b8CN3UBPA&bvm=bv.46226182,d.bGE

Gruß Peter
 
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Hallo Peter,

das kann ich nun wiederum nicht bestätigen; der "Sag"-Anteil des Pedals ist (mir) einfach zu hoch. Hat mich zu arg genervt.

Allerdings kenne ich Kollegen, die ebenfalls darauf schwören; Quintessenz: Ausprobieren! ;-)

Lieben Gruß,

Batz. :cool:
 
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Magman schrieb:
Manchmal sind die einfachen und simplen Dinge die wesentlichen!

Ich finde den Fender Bassmann 59 im Serientrimm nicht sonderlich gut. Ich finde ihn aber deshalb nicht sonderlich gut weil ich ältere Bassmänner gehört habe samt dem 59er Original. Das sind sozusagen zwei verschiedene Amps gewesen. Ist ähnlich wie bei den neuen Marshalls, nur noch der Name eben.

Als Lautmacher mit Zerrern davor geht, aber da geht so vieles. Meine Meinung und Erfahrung halt ;-)


Naja, was will man denn auch erwarten bei den miesen Bauteilen;) die Illinois Caps haben im Leben noch nie Illinois gesehen, noch nicht mal die USA;)
Und mit den Jensen ist auch kein Blumentopf zu gewinnen.
Das beste am Amp ist das Gehäuse, denn das kann man auch wieder nutzen. Ich hab meinen 59 Bassman LTD komplett neu aufbauen lassen nach der 5F6A Schaltung mit Mercury Trafos ud NOS Röhren. Ach ja ein Satz blaue Eminence Speaker hat er auch. So hab ich das Gehäuse optimal genutzt, hehe...

Jetzt kommt er schon verdächtig nahe an meinen 57er Bassman ran...

Aber, man muss den Werks LtD Bassman mit den heutigen Amps vergleichen. Da find ich ihn schon wieder sehr gut eigentlich im Vergleich zu anderen Amps...

Grüße

Fabi
 
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Fabi du hast recht, ein Amp ist dann gut wenn man ihn selbst als gut empfindet.
Ich habe das schon mal geschrieben, ich denke gut 99 Prozent der User hier hat noch nie ein Original hören, geschweige denn spielen können und ist eh nur neues gewöhnt!

Mein ehemaliger Harpspieler hat mind 1000 Euro an TAD Mods in den Bassman gesteckt bevor er ihn dann doch wieder verkauft hat. Er hat sich nen alten Tweed Deluxe gekauft der um Welten besser klingt. Selbst der neu erworbene Excelsior klingt geiler.
Ich hatte kürzlich mal wieder die Gelegenheit einen alten BF Vibrolux zu spielen - HAMMERTEIL, da kommt kein einzig neuer 7 Amp ran, egal aus welcher Preisklasse.
 
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Da gebe ich Dir recht, dass die neuen Fender Amps niemals an einen alten Fender Amp heranreichen. Wenn ich da nur den Super Reverb RI mit meinem 64er vergleiche. Das ist ein unglaublicher Unterschied. Der RI ist kein super Reverb... Grausam ist das....

Ebenso mit dem Bassman...
Ich hab den Schritt mit dem Umbau nicht bereuht. Der Amp klingt wie ein Tweed Bassman klingen soll. Und ich kann ja nicht zu jedem Gig meinen 57er mitschleppen.

Aber du hast auch recht, dass die meisten einfach kein original kennen. Woher denn auch? Man findet einen alten Vibrolux, Vibroverb, Super Reverb nicht an jeder Ecke. Einen alten Bassman schon gar nicht.
Irgendwelche Youtube Clips vermitteln den Ton halt auch nicht.
Es gibt halt leider nicht an jeder Ecke Vintage Shops und die richtig guten Amps werden auch langsam rar...

Und die Hersteller verkaufen dann einen bekannten Amp als Reissue und behaupten original Schaltung und und und... Aber die Bauteile sind halt irgendwie nix...
 
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Blubberfabi schrieb:
Da gebe ich Dir recht, dass die neuen Fender Amps niemals an einen alten Fender Amp heranreichen. Wenn ich da nur den Super Reverb RI mit meinem 64er vergleiche. Das ist ein unglaublicher Unterschied. Der RI ist kein super Reverb... Grausam ist das....

...

Ist aber schon Jammern auf sehr hohem Niveau oder?!
 
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Jammern würde ich das nicht nennen. Ein Grund zu jammern habe ich nicht. Eigentlich kann ich aus meiner Sicht froh sein, da ich so zwei Schätzchen habe und diese auch immer wertvoller werden

Ich finde es einfach nur schade, dass man sowas nicht neu kaufen kann von den Herstellern, die einst so wunderbare Amps gebaut haben.
 
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Guten Morgen,

also ich habe eine durchaus dezidierte Meinung zum Thema "Früher waren die alten Amps besser und klangen viel geiler als die heutigen...", was hier (und gerade auch in ähnlicher Weise im aktuellen Vox AC 30-Thread) generell mitklingt.

Aus eigener Erfahrung (ja, ich gehör mittlerweile auch schon zu den alten Säcken) weiß ich, wieviel Schrott damals in den teilweise heute so hochgelobten 60er und 70er Jahren ampmäßig unterwegs war. Dies gilt für viele der auch renommierten Marken a la Fender, Vox, Marshall, Laney usw. Wenn ich daran denke, dass mir einige dieser Amps einfach so abgeraucht sind (war nicht immer wirklich lustig, wenn hinter einem auf einmal der Amp hell in Flammen stand) oder einfach den Dienst quittiert haben und teilweise echt scheiße bescheiden klangen, habe ich doch so meine Zweifel, wenn viele dieser Amps gegenüber neueren grundsätzlich so hochgelobt werden. Oftmals waren sie ganz das Gegenteil der soundmäßigen Erleuchtung, es gab viele Gitarristen, die mit den Sounds diverser, heute hochgelobter Amps nicht wirklich zufrieden waren. Es gab die ersten Mods, wodurch sich dann halt die Gilde der Amp-Tuner (und späteren neuen Hersteller) entwickelte.

Ebenso grenzwertig finde ich es, mir einen 40-50 Jahre alten Amp als Sound-Referenz hinzustellen, der vielleicht nur so gut klingt, weil einige seiner Bauteile kurz vor dem Krepieren sind. Der geneigte Musiker, der auch live spielt, wird diese Schätzchen (aus durchaus nachvollziehbaren Gründen) in der Regel auch nicht live einsetzen.

Meiner Erfahrung nach gab es früher einige wenige, gut klingende Amps, aber es war auch viel Schrott darunter. Wobei die Serienstreuung in den 60er und 70er Jahren aufgrund der Bauteilequalität deutlich höher war als bei heutigen Amps. Auch heute gibt es unter den neuen Amps wirklich gute Teile, die durchaus bezahlbar sind, man muss sie nur finden.

Grüße

Roland
 
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also ich habe ja die Theorie, dass unser Gehirn und Gehör nicht mehr rational funktioniert, wenn wir wissen, dass wir gerade ein altes Teil (Gitarre, Verstärker usw.) antesten/spielen....dann setzt es irgendwie aus. Jedenfalls am Anfang - bis wir dann merken - uhhhh ist doch nicht so geil, dass alte Gerät.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.


Jochen
 
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rokett schrieb:
Der geneigte Musiker, der auch live spielt, wird diese Schätzchen (aus durchaus nachvollziehbaren Gründen) in der Regel auch nicht live einsetzen.

Grüße

Roland

Hi Roland,

prinzipiell gebe ich dir recht. Heute sind einige Amps wesentlich robuster aufgebaut als noch vor 50 Jahren.
Aus der Musikrichtung aus der ich komme (trad Texas & Chicago Blues) spielt man allerdings zumindest im Profilager ausschließlich diese alte Schätzchen, gerade weil es damit eben authentisch klingt.

Aber ich betone nochmals, ein Amp und sein Sound ist dann gut wenn man das selbst gut findet.

Jochen ist mit seinem aktuellen Bassman glücklich und es ist ja auch nicht sein einziger Amp. Außerdem hat er nen guten Ton in den Fingern und nur das alleine zählt wenn es darauf ankommt ;-)
 
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rokett schrieb:
....Wenn ich daran denke, dass mir einige dieser Amps einfach so abgeraucht sind (war nicht immer wirklich lustig, wenn hinter einem auf einmal der Amp hell in Flammen stand) oder einfach den Dienst quittiert haben
Roland

Hi,
sach ma, was machst Du für Sachen mit Deinen Amps?
Ich habe meinen Super-Reverb ca. 1000 gigs gespielt - der läuft wie damals der Käfer, und die andern Amps auch - mir ist jedenfalls noch kein Amp abgebrannt.

Gruss
Der Nominator

PS: ...und ich bleibe dabei: der erste AC30 den ich ca. 1970 gehört und gespielt habe war der beste - klanglich nicht zu vergleichen mit denen später die gebauten...und ich rede hier nicht von Nuancen ! Ich würde noch heute diesen Sound wiedererkennen ...da könnte ich wetten!
 
 

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