Fender Blues DeLuxe -> Engl Screamer?


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einen wunderschönen vorweihnachtlichen guten Morgen!

So meine lieben Forumisten, ich hoffe Ihr könnt mir ein Stück eiterhelfen.

Ich spiele jetzt seit 1996 einen Fender Blues Deluxe und war bis jetzt so weit zufrieden.
(Ich spiele hauptsächlich in einer Cover Band Rock aus den 70ern und 80ern)
Als ich meine neue Gitarre beim Händler meiner Wahl abholte, stöpselte ich diese nur mal kurz in einen Engl Screamer. Was soll ich sagen?! Ich glaube es war ein Fehler, denn nun geht mir dieses Erlebnis nicht aus dem Kopf.
Mich würde mal Eure Meinung interessieren.
Würdet Ihr den Deluxe gegen den Screamer tauschen?

Gruß
Nobbi
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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Hallo,

das ist schwer zu sagen.

Ich hab beide Amps schon gehabt, und würde die Unterschiede (aus meiner Sicht) wie folgt einordnen:

Fender
Der Amp hat einen sehr guten, strammen Cleansound - klingt sehr "warm. Der Amp ist clean der ideale Begleiter, um ihn mit Pedalen anzufeuern. Der Crunch-Kanal ist aus meiner Sicht so lala, für mich damals quasi unbrauchbar. Der Hall ist prima. Die Fx-Loop ist nur seriell und daher nicht optimal mit allen Effekten einzusetzen.

Engl
Clean auch gut, aber mit weniger "leben", er klingt "kälter". Auch hier ist der Crunch-Mode (im Clean-Kanal) aus meiner Sicht nicht so prall. Der Drive Kanal hat enorme Gain-Reserven, wobei ich Gain 1 immer besser fand, hat nicht ganz so heftig komprimiert und setzt sich in der Band besser durch. Viele Schaltmöglichkeiten (4 Sounds abrufbar).

Mein Resumee:
Der Engl ist der vielseitigere Amp und ist für modernere Anforderungen sicher eine Überlegung wert. Der Fender hat den lebendigeren Grundsound. Für mich keine Frage, Fender.
Ich kenne aber Deine Situation: Der Engl kann viel, was der Fender nicht kann und diese Sachen sind nun neu und reizend für Dich. Wenn Du aber jahrelang mit dem Fender gut gefahren bist, wirst Du nach einiger Zeit sicher beim Grundsound des Engl was vermissen, was eben nur der Fender hat.
 
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Moin.

Ich sehe es wie Rolf, beide Amps ahben ihre Vorzüge, beide
haben recht unterschiedliche Stärken. Und beiden können per se einander nicht ersetzen.
Denn Zerrsound des Engls wirst du so nicht so einfach aus dem Fender rausholen können, selbst mit entspr. Tretern nicht so eohne weiteres.
Andererseits finde ich die Cleansounds des Engl eher steril. Kann man mögen, muss man aber nicht. Auch ist leichter, bluesig-warmer Crunch nicht so das Metier der Engls. Ohne passenden Bodentreter konnte ich aus Engls nie den Crunchsound holen, der mir gefällt.

Deshalb: wenn du dir es leisten kannst, behalte den Fender und kralle dir zusätzlich den Engl.
Wobei: bevor du dir einen Engl Screamer holst, solltest du vielleicht mal den Randall RG50TC oder RH50T antesten.

Tschö und [f]rohes Fest
Stef
 
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Fender64":1j5vzyut schrieb:
Als ich meine neue Gitarre beim Händler meiner Wahl abholte, stöpselte ich diese nur mal kurz in einen Engl Screamer. Was soll ich sagen?! Ich glaube es war ein Fehler, denn nun geht mir dieses Erlebnis nicht aus dem Kopf.
Mich würde mal Eure Meinung interessieren.
Würdet Ihr den Deluxe gegen den Screamer tauschen?

Moin Nobbi,
ein solches Erlebnis kennt ein jeder, der ab und an mal was neues testet. Ich an deiner Stelle würde den Engl mal in der Band bei einer Probe testen - nur dort wird sich dann definitiv zeigen, ob sich ein Wechsel wirklich lohnt.
70er bis 80er Rock Cover spielt ihr - da gibts einige Amps die deinem 7ender heftigst Paroli bieten und wesentlich flexibler sind im Sound ;-)
 
auge
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Hi Nobbi,

ich hab ja viel Engl gespielt dabei auch den Screamer im Visier gehabt. Ein guter Gitarristenfreund hat den auch und wir spielen oft gemeinsam bei LP Projekten.
Ich muss dazusagen, dass ich den Fender nicht kenne!
Der Screamer ist sehr flexibel wie bereits geschrieben wurde und die Umschalterei macht auch Spass.
Nchteil: Er setzt sich im Bandgefüge schlecht durch (Gilt auch für den 1x12er Sovereign). Warum kann ich dir nicht sagen. Der 2x10er Sovereign kann leiser wesentlich besser durchdringen.
Also schnapp dir den Screamer und mach einen Bandversuch. Und das ganze am Besten wenn du den ersten GAS Anfall hinter dir hast.
Lg
Auge
 
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Ui so viele Antworten !!!
Das ist aber nett von Euch!

Ja es ist nicht einfach. (wie Rolf schon richtig bemerkte).
Auf der einen Seite gefällt mir der Clean Sound des Fender in der Tat besser, auf der anderen sind die anderen Kanäle ( crunch und Gain) des Engl, meiner Meinung nach, dem DeLuxe weit überlegen.
Auge ich glaube Du hast Recht ich werde erstmal abwarten und versuchen den Screamer für eine Probe zu besorgen.
Da ich mir vor kurzem erst eine Y2D und eine Breedlove geleistet habe, kann ich mir beide Amps im Moment leider nicht leisten.
Anderseits habe ich etwas Angst, dass ich es irgend wann mal bereuen könnte, wenn ich den DeLuxe jetzt abgebe.


Nobbi
 
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Hi Nobbi,

ich war letztes Jahr in einer ähnlichen Situation, ich hatte einen Hot Rod Deluxe, der ja fast baugleich ist. Der Cleansound war für mich super, aber ich wollte zum einen nach über 10 Jahren mal was anderes und der Zerrsound der Kiste hat mich auch nach Röhrenmodifikationen nicht wirklich überzeugt. Letztlich bin ich jetzt bei einem Koch Twintone gelandet, der einen ähnlich warmen und schnellen Cleansound bietet wie der Fender, aber im zweiten Kanal von schönen Crunch Richtung Marshall bis High Gain sehr gut da steht. Sicher kein Meister aller Klassen - aber für mich eine gute Lösung. Ersetzt aber leider auch nicht alle Zerrpedale, ich helfe mir bei sehr klassischen Sounds immer noch mit einem Boss SD-1 und einem Tubescreamer, sowie einem Treble Booster, wenn es Richtung Clapton oder so gehen soll.

Meine Empfehlung: Behalte den Fender und probiere lieber etwas in Richtung hochwertige Zerrpedale. Der Cleansound vom Fender wird dir beim Engl defintiv fehlen, ein Bandkollege spielte diesen Amp und ich fand den Clean einfach nur gruselig. Absolut keine Alternative zum Fender (meine Meinung!) und wie gesagt, der Zerrbereich lässt sich sicher mit einem guten Pedal nachbilden, da der Fender wie Gitarrenrübe schon schrieb, sich gut mit vorgeschalteten Effekten verträgt.

Wenn du zu Pedalen Empfehlungen brauchst und hier paar Referenzen für deinen bevorzugten Sound postest, dann wirst du da gaaanz sicher eine Menge Empfehlungen zum testen bekommen ;-)

LG, Alex
 
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Nach langem Suchen und testen von verschiedenen Tretern und Effektgeräten bin ich vor 2 Jahren beim Vox Tonelab SE gelandet. Was soll ich sagen die Suche hat ein Ende (vorerst jedenfalls).
Es ist zwar hauptsächlich ein Amp Modeller aber meistens nutze ich
nur die Effekte. Ich brauche keinen Stepptanz mehr und die Qualität der Sounds ist für meine Bedürfnisse auch ausreichend.
Mir geht es wirklich nur um den Amp!!!
 
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Hi Nobbi,

ich kann Rolf nur zustimmen. Ich hatte beide Amps live und im Studio. Der Blues Deluxe ist für Blues und sonstige eher cleane Anwendungen super, für Cover mit Multieffektboard begrenzt geeignet. Da bietet der Engl Screamer die neutralere Rock-Plattform. Dann aber bitte unbedingt das Fußschalterboard Z11 dazu nehmen, wenn nicht das Tonelab eine Kanalumschaltung für den Amp beinhaltet. Live habe ich den Engl mit einer 2x12 Box gespielt, dann spielt er gut mit.

Letztlich bin ich aber für Liveanwendungen ebenso wie Alex beim Koch Twintone (Top mit 2x12 Box) gelandet. Der bietet auch einen schönen, warmen Cleankanal und super Crunch/Overdrivekanäle mit Spitzendynamik.

Beste Grüße
Bernd
 
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Bernd_4Rock":3imcv8s5 schrieb:
Letztlich bin ich aber für Liveanwendungen ebenso wie Alex beim Koch Twintone (Top mit 2x12 Box) gelandet. Der bietet auch einen schönen, warmen Cleankanal und super Crunch/Overdrivekanäle mit Spitzendynamik.

:banana: :clap: :top: :winke: Guda Mann! Gell, der ist toll?
 
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Fender64":1jxwsq3v schrieb:
(Ich spiele hauptsächlich in einer Cover Band Rock aus den 70ern und 80ern)

Kommt letztlich auf die Spannbreite des Repertoires genauer an. Wenn's z.B. sowohl Stones als auch Toto oder Foreigner sein sollen, dann bist Du mit dem Screamer + Z5-Fußleiste auf jeden Fall sehr flexibel. Zudem ist das ein sehr robustes Gerät ist (meiner hat mich in 8 Jahren noch nie im Stich gelassen - was jedoch keinen Rückschluss zulässt auf die heutigen Fertigungsmethoden zulässt.)

Zudem muss man für diese Ansprüche neben Fender und Screamer auch den Vox AC30 in Betracht ziehen, wenn man einen agressiven und schneidigen Grundsound sucht.

Wobei ich mittlerweile ohne meinen Okko+ nicht mehr losziehe. Der passt mir im 18-Volt-Betrieb vor jeden Amp und bei jeder Lautstärke so, dass ich selbst beim Screamer mittlerweile nur noch den Clean-Kanal verwende.
 
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Hans_3":22si382c schrieb:
Fender64":22si382c schrieb:
(Ich spiele hauptsächlich in einer Cover Band Rock aus den 70ern und 80ern)

Kommt letztlich auf die Spannbreite des Repertoires genauer an. Wenn's z.B. sowohl Stones als auch Toto oder Foreigner sein sollen....

und Deep Purple und Erich Klapperton und Whitesnake und .... daher denke ich mal wäre der Sreamer schon eine bessere Alternative?!

Na ja ich werde den G.A.S. Anfall mal abwarten und im neuen Jahr in aller
Ruhe den Amp testen und dann mich entscheiden.

Vielen Dank Euch allen für die rege Beteiligung.
Ich wünsche allen besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2009

Gruß
Nobbi
 
michabekman
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Also ich hatte mal den Screamer ne ganze Zeit lang.

Das ist schon ein guter kompakt-problemloser Allround-Amp.
Grundsätzlich ist der Amp knapp am bzw. etwas über durchschnitt, also jetzt auch nicht unbedingt DIE Non-Plus-Ultra-Lösung.

Der Clean-Kanal ist ganz nett, aber genau da dürfte Dein Fender dem Screamer meilenweit übertrumpfen.
Der Crunch-Sound ist eigentlich relativ unbrauchbar, ist nicht sonderlich dynamisch.
Der erste Leadsound (Soft-Lead) bietet dafür mit wenig Drive sehr schöne, dynamische Crunch-Sounds bis zu einem schönen fetten Rockbrett. Für mich ist das der beste "Kanal".
Der zweite Leadsound (Heavy-Lead) setzt da noch die Sahne oben drauf, komprimiert recht heftig, was für Solo-Arbeit sehr gut passt. Heavy-Riffs gehen hier auch gut, bedürfen für die richtige Schärfe aber einer Anpassung durch die Klangregelung, wodurch somit die ersten Sounds vielleicht nicht mehr so gut passen (Geschmackssache).

Die V.L.S.-Schaltung (quasi ein zweites Master-Volumen) senkt für die Rhythmusarbeit den Gesamt-Pegel des Verstärkers, was meiner Meinung etwas den Sound zuschnürt. Ohne Nutzung dieser Schaltung klingt der Amp meiner Meinung nach besser.

Ein Allheilmittel ist der Screamer für mich nicht.
Durch die gemeinsame Klangregelung muss man schon ein wenig kompromissbereit sein, auch wenn die Grundabstimmung sicherlich gut gelungen ist. Im Prinzip ist der Screamer ein Zwei-Kanaler mit einer weiteren Zerr-Stufe pro Kanal, die ein nette Erweiterung darstellt, aber jetzt auch keinen neuen vollwertigen Sounds zaubert.


Da Du ja einen sehr treterfreundlichen Amp mit einem tollen Clean-Sound schon hast, würde ich vielleicht empfehlen Dir mal so ein paar "Luxus"-Vorschaltgerätschaften wie z.B. den Baldringer Dual-Drive, Radial Tonebone usw. anzuschauen. Die machen aus dem klasse Clean-Sound einen vollwertigen Mehrkanaler auf einem sicher besseren Sound-Niveau und wohl auch mit flexibleren Anpassungsmöglichkeiten.
Da gibt's ja mittlerweile ne Menge klasse Dinger.

Beispielsweise den Dual-Drive hatte ich zuletzt vor dem Clean-Kanal des Screamer (bevor ich den verkauft habe), da mir die Zerr-Sounds des Dual-Drive deutlich besser gefielen als die des Screamers.

Würde da aber mal unbedingt mehrere Teile testen.
Bezüglich auf den Dual-Drive habe ich schon von ein paar Leuten gehört, dass der vor Fender-Style-Amps nicht unbedingt eine so tolle Figur machen soll, wie vor Marshall-Style-Amps.

Alternativ würde ich mir auch mal unbedingt die Koch-Amps anschauen.
 
A
Anonymous
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Hallo zusammen,

ich hatte eine ganze Zeitlang den ENGL Sovereign. Eigentlich kann ich mit dem Amp nur das bestätigen, was viele hier über den Screamer schreiben.
Clean - Crisp, aber kalt - nicht zu vergleichen mit einem Fender Amp Clean
Crunch nicht zu gebrauchen
Die Lead Kanäle sehr sahnig mit stark komprimierenden Ton
Im Bandgefüge hat der Amp sich nicht so durchgesetzt, wie ich es erwartet hätte.

Erst als ich einen Bodentreter davorgeschaltet habe ging bei dem Amp die Sone auf. Seitdem hatte ich den Engl dann ausschliesslich Clean mit den DualDrive gespielt.
Mitlerweile ist er verkauft und ich bin für die Coversachen auf das AXE gewechselt.

Für kleinere Rocksessions etc werde ich mir alsbälde allerdings dann einen Fender Vibrolux zulegen. Der sollten dann in Kombination mit dem DualDrive für Clean, Crunch und Rockbrett reichen.

Ich würde vor einem Kauf einfach mal das DD oder einen gleichwertigen Treter vor den Fender hängen. Könnte mir vorstellen, daß das schon ausreicht

just my 2ct
Jens
 
 

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